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These: Hartz Vier verletzt Menschenrechte

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@ scorpion

Also ich weiss nicht wer Bock hat jetzt eine 4 MB grosse Doktorarbeit zu lesen. Erklärt diese Arbeit auch die Frage nach dem Mindestlohn? Weil ohne Mindestlohn kein BGE. Sonst stehen morgens nochmal 5 Millionen Leute weniger auf.
 
Und die Verletzung der Menschenrechte, die GFLASH nicht sieht, weil er anscheinend nicht betroffen ist oder überhaupt das Ausmaß kennt, ist damit erfüllt, dass das Hartz-Werk kein Recht auf normal bezahlte Arbeit kennt und faktisch die Zwangsarbeit legalisiert

Kommt man ins Gefängnis wenn man einen "vorgeschlagenen" Job nicht annimmt? Das wäre mir in der Tat neu. 😉
 
@Portion Control

Es ist ja auch niemand gezwungen, die Arbeit sofort und ganz zu lesen.

Was den Mindestlohn angeht, gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, ob dieser zwingend mit einem bedingungslosen Grundeinkommen einher gehen müsste. Die eigentliche Idee ist es ja, durch das BGE die Autonomie des Bürgers zu stärken sowie Einkommen und Arbeit zu entkoppeln. Ein Mindestlohn passt aber eher in ein erwerbsarbeitfixiertes Gefüge, da dadurch eine normative Bewertung von Tätigkeiten beibehalten würde. Die Idee beim BGE ist es aber, allen die gleiche finanzielle, abgesicherte Ausgangslage zu verschaffen und durch die daraus folgende stärkere Verhandlungsposition den Arbeitnehmern zu ermöglichen, Löhne auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern auszuhandeln.
 
Die eigentliche Idee ist es ja, durch das BGE die Autonomie des Bürgers zu stärken sowie Einkommen und Arbeit zu entkoppeln.

Aufgrund des riesigen Niedriglohnsektors sehe ich die Arbeit vom Einkommen bereits als entkoppelt.

Die Idee beim BGE ist es aber, allen die gleiche finanzielle, abgesicherte Ausgangslage zu verschaffen und durch die daraus folgende stärkere Verhandlungsposition den Arbeitnehmern zu ermöglichen, Löhne auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern auszuhandeln.

Kannst du das bitte nochmal anders erklären, außer auf die 4 MB hinzuweisen? Also kurz, in wenigen Sätzen?

Das Thema ist durchaus interessant allerdings stelle ich mir die Frage, inwiefern der AN eine bessere Verhandlungsmöglichkeit gegenüber des AG haben könnte. Sollte ein BGE eine derartige Höhe besitzen, dass jeder 1.500 Euro netto in der Berufswelt fordern könnte, da er ansonsten den Stinkefinger zeigen würde und antwortet: "Dann bleibe ich eben mit 1.400 Euro BGE lieber zu Hause?" Oder wie muss ich mir das vorstellen?
 
Ich finde, das grösste Problem entsteht dadurch das die Hartz IV Regelung eine Pauschalverurteilung darstellt. Es kann nicht sein, das darin alle über einen Kamm geschoren werden. Es gibt Leute die nichts dafür können heute arbeitslos zu sein - genauso wie faulenzer existieren, die bereits zu Zeiten der früheren Sozialhilfe beschissen haben und sich bereichert hatten ohne Ende. Da müsste man unbedingt differenzieren.

Und das ist auch der Grund weshalb jede Diskussion diesbezüglich so hitzig endet. Leute wie BJ und Rhenus sprechen für Menschen die unfair behandelt werden während user wie paulemaule oder kasio den zwanzigjährigen Nullbock-Typen sehen. Eigentlich sind das völlig unterschiedliche Sachverhalte die aber alle in die Hartz IV Gieskanne wandern.

Deshalb kommt man dann auch nicht auf einen Nenner.


Zu dem Beitrag hätte ich noch die Frage, inwiefern "Faulenzer" früher oder auch heute sich "bereichern ohne Ende"?
Das klingt so, als würden sie auf Kosten des Staates ein Luxusleben führen können, was ja bei den geringen Sätzen nicht der Fall sein kann, hinzu kommt ja noch die gesellschaftlich geächtete Stellung und wir sind uns doch einig, dass es nur ein sehr geringen Teil betrifft, der wirklich gerne jahrelang vom Staat lebt und es genießt, nichts zu tun.

Die Menschen, die unfair behandelt werden, stehen doch in keiner Relation zu den echten "Problemfällen". Und selbst im Falle von letzteren, gibt es keinen Grund ihnen mit Obdachlosigkeit und Hunger zu drohen, wenn im Supermarkt um die Ecke kiloweise frische Lebensmittel im Müll landen und freie Wohnungen vorhanden sind.
 
Das Problem eines Grundeinkommens ohne Verpflichtungen ist natürlich in erster Linie ein politisches. Die Führung hat einfach Angst davor, daß ihr "Wachstum um jeden Preis" irgendwann ( demnächst ) nicht mehr funktioniert und es viele Arbeitslose gibt.
 
Wer droht denn wem mit Obdachlosigkeit und Hunger? Das Jobcenter bestimmt nicht ...🙄


Natürlich wird die Drohung nicht direkt ausgesprochen, wir leben ja schließlich in einem "Sozialstaat".

Aber ob nun direkt oder indirekt, es bleibt eine Drohung, die bei einer 100%-Kürzung aller Leistungen zur Realität wird.

Was den Hunger betrifft, schon bei Kürzungen in geringerem Maße.
 
Das klingt so, als würden sie auf Kosten des Staates ein Luxusleben führen können, was ja bei den geringen Sätzen nicht der Fall sein kann

Die Sozialhilfe war mitnichten gering! Die ganzen Boni ( Kulturboni, Kleidergeld, sämtliche Möbelzahlungen) sind dir kein Begriff mehr? Da musste man nur mit dem Finger schnippen und das Amt hat gezahlt. Sogar Behausungen durften nach belieben abgelehnt werden "Hat nix Balkon".

Und in Relation zum Preis/Leistungsverhältnis, nämlich den lieben langen Tag faulenzen zu dürfen, war es ein LUXUSLEBEN. Das dies ein Ende hat, ist prinzipiell betrachtet völlig in Ordnung!

hinzu kommt ja noch die gesellschaftlich geächtete Stellung

Echte Schmarotzer verkehren ohnehin nur in ihren eigenen Kreisen und hängen tagsüber auch nur mit ihresgleichen herum. Mit wem auch sonst, wenn andere auf der arbeit sind... Als würde es jemanden interessieren der bis Nachmittags schläft, was die Nachbarn denken.

und wir sind uns doch einig, dass es nur ein sehr geringen Teil betrifft, der wirklich gerne jahrelang vom Staat lebt und es genießt, nichts zu tun.

Ja, weil man durch H4 an der kurzen Leine hängt. Im Bekanntenkreis meiner Mutter existierten einige Frauen die stets genügend Geld hatten und niemals den Finger krumm machen mussten. Jobpflicht bestand ja kaum eine.

Und selbst im Falle von letzteren, gibt es keinen Grund ihnen mit Obdachlosigkeit und Hunger zu drohen, wenn im Supermarkt um die Ecke kiloweise frische Lebensmittel im Müll landen und freie Wohnungen vorhanden sind.

Sehe ich anders. Jemand der bereits in der achten Klasse Hauptschule lieber zu Hause vor der Playstation hängt und der Berufswunsch bereits "Hartz IV" heisst, bekäme von mir nicht das schwarze unter den Nägeln. Denn das ist die falsche message jedem Vollzeit und hart arbeitenden Arbeitnehmer gegenüber.
 
Nur mal so allgemein, ohne mit Finger auf jemanden zeigen zu wollen.
Ist gar nicht so lange her, da hat ein TE den Unmut einiger Forenmitglieder auf sich gezogen. Unter anderem konnte man dann sinngemäß lesen Ich hoffe dich zeigt jemand an beim Amt! und Hoffentlich streicht dir das Amt sämtliche Bezüge! Vielleicht sind sogar einige der Schreiber hier im Thread unterwegs. Aber während es an anderer Stelle gar nicht schnell genug gehen konnte den Arbeitslosen in den Sozialabgrund zu stoßen, bekommt man hier stattdessen Vorträge über Grundgesetz, Menschenwürde und Staatswillkür um die Ohren gehauen, wenn man es wagt das Wort Sanktion in den Mund zu nehmen.
 
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