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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

PV Anlage

PV Anlage wurde nun erfolgreich installiert. 13 Module und Speicher. Wurde sogar nochmal leicht günstiger als im Kostenvoranschlag, weil die Arbeiten am Sicherungskasten weniger umfangreich als geplant waren.

Bin mit der Anlage zufrieden und schaue derzeit mit Freude in die dazugehörige App und zu prüfen wie viel Strom ich produziere, nutze und einspeise. Auch darüber dass mein vorhandener Sicherungskasten um zusätzliche Schutz wie einem Kombiableiter ergänzt wurde, bin ich glücklich. Das ist zwar für eine PV Anlage eh vorgeschrieben, schützt mich und meine Geräte im Haus aber auch vor Überspannungen aus dem Netz. Der Kasten wurde 2010 neu eingebaut und ist jetzt auf gutem Stand.

Fenster

Eigentlich hatte ich vor, in diesem Jahr maximal noch die Einblasdämmung zu machen. Nun aber sagte mir die Dämmungsfirma, dass es sinnvoll wäre zuerst die Fenster zu machen. Außerdem werden Fenster unabhängig von anderen Handwerkerleistungen gefördert. Meine steuerlich absetzbare grenze habe ich mit der Kellersanierung bereits erreicht, aber Fenster lassen sich trotzdem zu 20% förden.

Deswegen habe ich jetzt über ein Vergleichsportal 3 Fensterbauer eingeladen. Ich kann solche Vergleichsportale sehr empfehlen. Man bekommt schnell von mehreren Firmen Angebote statt jeder Firma hinterherzulaufen. Man kann gut vergleichen, sowohl Leistung als auch Preis.
Sanierungsmaßnahmen lasse ich über "TapTapHome" laufen.

Ich hoffe, dass die Fenster nicht so teuer werden wie ich befürchte. Ich möchte Keller, EG und 1OG machen. Dach eher nicht, da die Fenster dort eh nicht die primäre Wärmebrücke sind. Sind aber insgesamt 20 Elemente, darunter auch Balkontüren und große Wohnzimmerfenster. Eingeplant sind 30.000 - 20% Förderung, ich hoffe aber weniger.

Ich werde Kunststoffenster nehmen, überlege nur noch die Farbe. Da Haustür und Dachfenster anthrazit sind, tendiere ich auch zu neuen anthrazit Fenstern. Dann sieht das Haus außen einheitlich aus. Möglich wären aber auch zweifarbige Fenster, die nach außen anthrazit und nach innen weiß sind. Wäre mir auch sympathisch, weil dadurch der Innenraum heller wirkt.

Um etwas Lüftung zu kriegen, werde ich wohl Pfalzlüfter einbauen lassen. Ersetzt kein richtiges Lüften aber je dichter ich das Haus mache, desto mehr Angst habe ich um Schimmel und desto lieber habe ich jede Unterstützung beim Luftaustausch. Die Fensterlaibungen werden mit Kalziumsilikatplatten gedämmt um auch hier Wärmebrücken zu schließen und Schimmel zu vermeiden.
Wird auch wieder ein großes Projekt.... schon anstrengend ^^
 
Nachtrag zur PV Anlage:

An einem mittelmäßigen Frühlingstag habe ich 85% Autarkiegrad erreicht. Insgesamt habe ich sogar massiv Strom über meinen Bedarf hinaus produziert. 57% des erzeugten Stroms gingen ins Netz.

Klar im Winter wirds tendenziell schlechter. Aber sagen wir ich erreiche im Schnitt 70% Autarkie und spare von rund 1.000 € Strom im Jahr damit 700 €, dann sind bei Kosten der PV Anlage von rund 14.000 € jährlich 5% Rendite und das natürlich steuerfrei UND Stromkosten werden auf lange Zeit natürlich steigen. Als rein wirtschaftlich ist mein Zwischenfazit das sich das durchaus rechnet. Interessanter wird aber nochmal wenn in den nächsten Jahren vielleicht eine Wärmepumpe folgt.

Es ist aber auch einfach ein gutes Gefühl über den Tag praktisch kostenlos Strom zu haben. Funktioniert alles bislang sogar besser als gedacht.
 
Nachtrag zu den Fenstern:

Hab jetzt den Kostenvoranschlag des ersten Unternehmens.
  • 17 Elemente (darunter 2 sehr große Fenster und 3 Türen)
  • Deutsches Markensystem: Salamander BluEvolution 82 mit Stahlkern
  • mit allem was ich mir wünsche, von abschließbaren Griffen, Pfalzlüftern bis Pilzkopfsicherungen
  • 20% Förderfähig, sehr guter Dämmwert, inklusive Laibungsdämmung
  • Inklusive neuer Rolladenkästen und schöne anthrazit Rolläden
  • Inklusive Ausbau und Entersorgung der alten Fenster
Insgesamt gut 32.000 €

Ok, ich sag mal so: Ich wollte unter 30.000 bleiben aber es sind noch ein paar Dinge dazu gekommen und das Angebot ist insgesamt solide. ich weiß nciht, ob das am Preis noch viel ausmacht, aber ich wollte auch gerne mal nach bicolor Fenster fragen: außen Anthrazit, innen weiß. Ich glaube die weißen Fensterrahmen sähen innen toll aus.

Ich will mir noch 2 Angebote als Vergleich einholen.
 
wieso hast Du Dich für Kunststofffenster und keine Holzfenster entschieden?
Wenn ich die Wahl hätte würde ich mich auch immer für Kunststofffenster entscheiden, in meiner Mietswohnung sind mir erst die Velux Dachfenster aus Holz im Schlafzimmer und Bad weggegammelt.

@Andreas900 Respekt wie du dein Haus auf Vordermann bringst ! Ich hoffe das du nach der Sanierung zufrieden bist und hoffentlich doch noch viele schöne Jahre im Haus verbringen darfst.
 
Wenn ich die Wahl hätte würde ich mich auch immer für Kunststofffenster entscheiden, in meiner Mietswohnung sind mir erst die Velux Dachfenster aus Holz im Schlafzimmer und Bad weggegammelt.

@Andreas900 Respekt wie du dein Haus auf Vordermann bringst ! Ich hoffe das du nach der Sanierung zufrieden bist und hoffentlich doch noch viele schöne Jahre im Haus verbringen darfst.
Ich habe in den letzten Wochen viel über Fenster gelernt. Ja, gut Holzfenster gelten heute als langlebiger und hochwertiger als Kunststoff. Aber bereits eine relativ einfache Holzvariante (z.B. Kiefer) würde einen Aufpreis von locker 10.000 € bedeuten.
Der Mehrnutzen für mich fraglich. Holzfenster müssen meist alle X Jahre gestrichen werden oder man nimmt extrem teure Varianten mit Holz/Aluminium.
Auch Kunststofffenster halten 40 Jahre und teils länger, reicht für meine Erwartung. Kunststofffenster haben einen dicken Stahlkern. Ich habe z.B. eine Haustür aus Kunststoff mit Stahlkern und bin damit super happy.

Danke dir @Skyfall
Tatsächlich habe ich bei jedem Schritt durchaus Zweifel. Muss das sein? Ist die Variante gut? Hält das? etc. Die meisten Menschen bauen im Leben nur einmal und sanieren halt oft auch nur einmal so umfangreich.
Obwohl ich mich durch einen Energieeffizienzexperten begleiten lasse, habe ich diverse Sorgen, allen voran Schimmel.
Andererseits war ich mit allen bisherigen Schritten sehr zufrieden.
  • Die PV Anlage läd den Speicher bis zum Mittag voll auf, ich habe derzeit einen Autarkiegrad von 85%!
  • Der Keller ist trocken, riecht nicht mehr, Elektrik ist neu verkabelt
  • Sanierungsplan steht, baugutachter war auch vor Ort, einzige nennenswerte Schäden sind die Setzrisse an der Garage, so what
Fenster wird vermutlich das erste Thema das im Ergebnis auch optisch was verbessert. Ich habe z.B. gerne Farbe an den Wänden und nicht alles weiß. Aber bei meinen schwarzen Alufenstern sah Farbe im Kontrast einfach immer schrecklich aus. Weiße Rahmen wären geil! So hole ich mir auch optische meinen naturnahen Garten ins Haus. Und endlich habe ich dann auch gute Fenstersicherungen (Pilzköpfe, abschließbare Griffe etc.), statt den notdürftig montieren abschließbaren Aufsätzen.

Auf Fenster und ggfls. neuen Gartenzaun freue ich mich optisch am meisten.
Aber auch nochmal bezogen auf die Frage nach Holzfenster: So eine Sanierung ist teuer und wird nach meiner Erfahrung meist im Prozess noch teurer als geplant. Ist für mich z.B. noch eine komplette Blackbox ob ich für eine Wärmepumpe auch Heizkörper austauschen muss. Es kann aus dem nichts irgendwas plötzlich mit 20.000 € mehr zu Buche schlagen. Und ich merke schon ein bisschen Herzklopfen bei mir, denn für für so viel Geld, habe ich lange arbeiten und sparen müssen.
 
Wir hatten uns für einen Kompromiss entschieden und haben das nicht bereut: Kunststofffenster in Holzoptik. Gibt es auch in zweifarbig, zum Beispiel aussen Holzoptik und innen weiß.
 
Raumklima, die Möglichkeit der Reperatur und die Optik sind für mich die ausschlaggebenden Faktoren.
Optik und Reparatur war auch für uns wichtig, die Holzfenster waren 25 Jahre in der Wohnung, in den letzten Jahren aber dann total vergammelt und es bildete sich schnell Schimmel am Rahmen, die Holzlasur blätterte ab und schick sah es wirklich nicht mehr aus. Die neuen Kunststofffenster sehen richtig schick aus, sind viel pflegeleichter.
 
Ich kopiere die Preise mal aus Google Gemini:

Durchschnittspreis pro Fenster (inkl. Montage)
Kunststoff 500 € – 900 €
Holz 600 € – 1.200 €
Aluminium 950 € – 1.500 €
Holz-Aluminium 1.100 € – 1.800 €


Im heutigen Hausbau wird zu 60% Kunststoff verwendet, weil günstig, pflegefrei und auch eine wirtschaftlich lange Lebenserwartung. Moderne, stahlverstärkte Profile sind sehr langlebig und vergilben auch nicht mehr wie alte Modelle.

Ich überlege immer noch zur Farbe, weiß, anthrazit, bicolor....

Anfangs habe ich gedacht, solche Bi Color Fenster sind teuer, aber das stimmt nicht. Kunststofffenster werden i.d.R. weiß produziert. Will wann anthrazite Kunststofffenster, werden die weißen Fenster mit Anthrazitfolie foliert. Will man zweifarbige Fenster, wird nur die eine Seite foliert. Sprich:
weiße -> am billigsten, weil keine Folierung
zweifarbig -> am zweitbilligsten weil nur eine Seite foliert werden muss
ganz anthrazit -> am teuersten weil beide Seiten foliert werden müssen

Ebenfalls mit KI habe ich mir mal Bilder erstellen lassen wie mein Haus mit neuen Fenstern aussehen könnte.
  • Innen soll es definitiv weiß werden.
  • Außen bin ich noch unsicher. Anthrazit ist die sichere Option. Passt zum roten Klinker, zum dunklen Dach, zur dunklen Tür und dunklem Garagentor. Wirkt ruhig und edel. Weiß passt auch zum Klinker, wirkt hell und freundlich. Insgesamt wirkt die Optik aber unruhiger. Zudem dürfte weiß etwas schmutzempfindlicher sein, so dass ich zu anthrazit außen tendiere.
 
Wir sind mit unserer energetischen Sanierung fast fertig. Unser Haus ist von 1748, hat 3 Wohneinheiten und das Fachwerk wurde irgendwann lange bevor es unser wurde von 3 Seiten umbaut. Den Hohlraum der dadurch vorhanden war, haben wir mit einer Einblasdämmung aus Steinwolle ( ich glaub so hieß das) gedämmt. Außerdem haben wir damals die oberste Decke zum Dachboden hin und die Hohlräume unter dem Dach zu den Wänden des OG dämmen lassen. Als nächstes haben wir alle Fenster getauscht, Holzrahmen, wegen der Belüftung des Hauses. Kunststofffenster sind bei einem so alten Haus nicht ratsam weil diese alten Häuser einen sehr intensiven Belüftungsbedarf haben. Danach gabs neue Dächer, auf Wohnhaus ( ungedämmt, ebenfalls aus o.g. Gründen), aber auch auf denn Anbau, die Scheune und die Remiese. Denn die Dächer waren alle nach dem ersten Weltkrieg gemacht worden und die Ziegel waren einfach mürbe. Dann kam eine Solaranlage und in diesem Zuge auch neue Elektrik. Außerdem haben wir uns 3 Windräder auf die Scheune gesetzt. In der nächsten Woche verabschieden wir uns entgültig vom Gas. Wir bekommen eine Wärmepumpe. Wir haben an Heizkörpern noch einige alte Rippenheizkörper und ansonsten die Flachheizungen. Eine dieser Flachheizungen muss ausgetauscht werden, weil sie für den Raum zu klein ist. Die alten Rippenheizkörper können bleiben. Sie funktionieren mit der neuen Generation der Wärmepumpen einwandfrei, ist uns versichert worden. Wir werden sehen, notfalls ist mein Schwiegersohn Klemptner und baut andere Heizungen ein. Wir sind in knapp 2 Wochen fertig mit der Sanierung... Ach, wegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung haben wir unten damals Lehmputz aufgetragen (mein Sohn ist Malermeister, der kann sowas...). Das kann ich nur empfehlen. Das Raumklima hat sich total positiv verändert.
Die Sanierung hat inklusive Dächer und 34 Holzfenstern ca. 200000€ gekostet. Aber von der KFW haben wir einiges an Förderung zurück bzw genehmigt bekommen. Unsere Heizung war leider erst 13 Jahre alt und somit gabs nur eine geringere Förderung, ab einem Alter von 15 Jahren gibt es wesentlich höhere Förderungen. Wir haben jetzt unser Traumhaus wie wir es immer wollten. Ob es sich finanziell rechnet? Naja, wir sind mittlerweile beide 60 Jahre alt und ich gesundheitlich angeschlagen. Aber es ging uns nicht ums Geld sondern um möglichst unabhängig zu sein von irgendwelchen Idioten die leider die Macht haben sowas wie Energie unerschwinglich zu machen.
Wer weiß, vielleicht bekommen wir noch einen vernünftigen Wasserfilter, dass wir unser eigenes Wasser nutzen können. Mal schauen.
 

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