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Tabu, unerfüllter Kinderwunsch, partnerlos

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Also ich bin so ein Kind, das hauptsächlich deshalb entstand, weil die Mutter die Arbeitswelt nicht mehr ertrug und einen Grund für eine Flucht aus dieser suchte. Und das bei einem alkoholkranken Ehemann.

Ich hatte trotzdem eine schöne Kindheit. Meine Eltern lieben mich sehr und hatten sich all die Zeit sehr zurückgenommen und ihre eigenen Bedürfnisse hinter den unserigen angestellt, sodass wir doch eine sehr schöne Kindheit hatten. Sie sagen beide, dass wir Kinder trotz aller Umstände die beste Entscheidung waren, die sie je getroffen haben.

Und nein, ich musste nie irgendwelche Lücken ausbügeln. Im Gegensatz zu meinen einstigen Klassenkameraden musste ich keine guten Noten heimbringen, nicht sitzenbleiben war gut genug. Meine Eltern bestärkten mich zwar darin, mir einen Beruf zu wählen, mit dem ich finanziell unabhängig werde, aber welchen ich tatsächlich wähle, da wurde mir nicht reingeredet. Sie standen hinter mir, wenn ich gemobbt wurde oder wenn mich selbst Depressionen plagten. Da hatten sie Verständnis dafür, kannten sie ja von sich selbst.

Ich fühlte mich immer besser dran als meine Klassenkameraden, deren Eltern laut gesellschaftlichen Standards zwar perfekt waren, die für ein Versagen aber weit weniger Verständnis hatten. Wir lebten eben nach "es kommt wie es kommt, machen wir eben immer das Beste aus der Situation". Ich hatte nie das Gefühl, dass ich irgendeine Lücke stopfen müsse. Zumal meine Mutter in den Jahren, in welchen sie wegen uns nicht arbeitete, tatsächlich glücklich war. Erst, als sie wieder arbeitete, kamen auch die Depressionen zurück...

Von daher sehe ich es so: wenn man um seine Probleme weiß, sich aber auch zugunsten der Kinder einschränken kann und diese ohne Erwartungen an sie ("mein Kind soll meinen Traum xy erfüllen") kriegt, dann geht das schon. Wichtig ist eben ein gutes soziales Netz, das aushilft, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Daher bin ich der Meinung, dass du, liebe Fina, den Traum keineswegs aufgeben solltest. Ich würde aber auch den Beruf nicht hinwerfen. Sieh ihn besser als lästigen Zwischenschritt. Du kannst doch schonmal anfangen, Geld für deine künftigen Kinder zur Seite zu legen. Jeder Monat, in dem du noch kein Kind in Aussicht hast, ist dann ein Monat, um deinem künftigen Kind finanziell noch mehr Gutes zu tun.

Außerdem hat er den Vorteil, dass du genug verdienst, um tatsächlich ein Kind alleine großziehen zu können, selbst wenn du später mal nur 25-30h arbeitest. Das ist wichtig, falls es am Ende tatsächlich auf eine Samenspende hinauslaufen wird. Zumal ich glaube, dass dich dein Job eher deshalb stört, weil er dich eben nicht glücklich macht. In deinem Fall aber glaube ich, dass ein anderer Job das auch nicht täte, da ein anderer dir auch kein Kind einbringt. Wenn das Kind aber erst mal da ist, wirst du glücklich sein, einen Job mit so vielen Freiheiten zu haben.

Ich kann mir jedenfalls sehr gut vorstellen, dass sich deine Probleme tatsächlich bessern, wenn du dein Kind erst mal hast. Einfach, weil es genug solcher Fälle in meinem eigenen Umkreis gab, in denen die frischgewordenen Eltern psychisch förmlich aufblühten, als das ersehnte Kind da war. Ganz ohne irgendwelche Ansprüche an dieses zu stellen. Es gibt sie eben - die geborenen Mütter. Die kann man therapieren so viel und lange man will, solange sie ihren Muttertrieb nicht ausleben können, bleiben sie eben unglücklich. Für manche Frauen ist der Traumberuf eben Mutter und Hausfrau. Das sollte man so akzeptieren.
 
Man kann das nicht verallgemeinern.
Es gibt auch depressive Menschen, die mit Kindern völlig aufgehen und solche, die sich dann verlieren.
Das hängt wohl auch mit den Gründen zusammen warum jemand depressiv wurde.
Mein Skatfreund hat eine Tochter, die durch ihren Beruf als Altenpflegerin lange ausgefallen ist und richtig depressiv war. Dann kam das Kind, sie konnte zu Hause bleiben und ist in der Mutterrolle aufgegangen. Das weiß man vorher nicht. Aber nur aufgrund einer psychischen Erkrankung sollte man kein Kind ausschließen. Das sollte die Mutter schon selbst entscheiden.
Soweit ich das verstehe ist das hier aber auch gar nicht das Problem. Sondern eher das es nicht klappt.
Man kann dann verschiedene Wege gehen.
Heutzutage ist vieles möglich was vor 20 Jahren undenkbar war. Ob das die besseren Wege sind, wer weiß.
 
Aber versteht niemand den Schmerz, das anscheinend der Traum von einer eigenen Familie platzt?
Wenn das so weitergeht, falle ich in eine Depressionen..

Doch, ich verstehe den Schmerz, den ein (noch) unerfüllter Kinderwunsch auslöst. Das ist sicher ein Schmerz, den nur der nachvollziehen kann, der ihn hat und es ist nicht leicht, damit fertig zu werden.
Was ich jedoch nicht verstehe, bzw wo Du meiner Meinung nach falsch liegst ist in der Aussage, der traum wäre geplatzt.
Das ist er doch garnicht.
Du bist 30! Das ist KEIN Alter heutzutage. Ich kenne kaum eine Frau in meinem Bekanntenkreis, die unter 30 ihr Kind bekommen hat.
Das ist eine Grenze, die Du Dir völlig willkürlich im Kopf setzt.
Selbst mit 35 bist Du noch voll im Rahmen. Ok, wenn es dann richtugn 40 geht, sollte man langsam Gas geben, aber auch dann ist noch lang nicht alles zerplatzt.

Ich denke, solange du noch einen Kinderwunsch hast, solltest Du auch drum kämpfen und eben nicht in depressive Starre verfallen (DANN platzt er nämlich irgendwann wirklich)

Also deine To Do Liste sollte sein:
1. Dich auf Partnersuche begeben
2. Deinen Job zu hinterfragen und ggf einen Neuen suchen (das kannst Du doch parallel machen und das hat nichts mit dem Kinderwunsch und der Partnersuche zu tun.)
3. Seelisch stabil werden
4. Verabschiede Dich von dieser völlig unnötigen Zahl, dass man mit 30 ein Kind haben müsste. Glaubst Du, frauen, die mit 40 ihr baby haben lieben es weniger oder sind weniger glücklich? Wohl kaum! Also vergisst diese zahl, denn sie bringt Dir nichts. Nur Leid!
Und WENN das Schicksal will ,dass Du erst mit 43 ein Kind bekommst, dann wäre das doch am Ende deines Lebens sowas von egal.

Das alles kannst du in den nächsten jahren so aufs Gleis bringen, dass einem Kind dann nichts mehr im Weg steht.

Anstatt jetzt zu trauern, solltest Du es lieber anpacken, denn eins ist klar: wenn Du nichts tust, dann must Du tatsächlich Deinen Wunsch irgendwann begraben.
Aber noch ist Zeit genug.
Viel Glück dabei!
 
Du bist 30! Das ist KEIN Alter heutzutage. Ich kenne kaum eine Frau in meinem Bekanntenkreis, die unter 30 ihr Kind bekommen hat.

Vorsicht, Violetta. Ja, unsere Gesellschaft suggeriert, das 30 das neue 20 ist. In Wahrheit nimmt die Gebärfähigkeit aber viel früher ab, als in der Gesellschaft vorgelebt wird, denn mit steigendem Alter wachsen auch die Risiken.

Selbst mit 35 bist Du noch voll im Rahmen. Ok, wenn es dann richtugn 40 geht, sollte man langsam Gas geben, aber auch dann ist noch lang nicht alles zerplatzt.
Schau dir mal das Risiko von Erbkrankheiten an und unterhalte dich mit Medizinern. Wir hatten das Thema erst neulich beim Golfen. Viele Mediziner sind entsetzt welches verklärte Bild da gesellschaftlich besteht. Ja, theoretisch kann man bis 40 schwanger werden. Es heißt aber nicht, dass man es auch wird und dass damit alle Risiken weg sind.
 
Vorsicht, Violetta. Ja, unsere Gesellschaft suggeriert, das 30 das neue 20 ist. In Wahrheit nimmt die Gebärfähigkeit aber viel früher ab, als in der Gesellschaft vorgelebt wird, denn mit steigendem Alter wachsen auch die Risiken.
Jepp nicht um sonst gilt man mit 35 Jahren automatisch als Risiko Schwangerschaft.
Wo ich mit 28 schwanger wurde sagte mein Frauenarzt das es das perfekte Alter dafür ist um schwanger zu werden.
 

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