Vorsicht, Violetta. Ja, unsere Gesellschaft suggeriert, das 30 das neue 20 ist. In Wahrheit nimmt die Gebärfähigkeit aber viel früher ab, als in der Gesellschaft vorgelebt wird, denn mit steigendem Alter wachsen auch die Risiken.
Und was hilft das der TE? Garnichts, außer sie unter Stress zu setzen und eins ist klar: Stress ist nochmal deutlich schädlicher, bei Kinderwunsch und erstrecht bei den bemühungen, sein Leben stabil zu bekommen.
ja, die Gebärfähigkeit nimmt STATISTISCH ab, was aber eben nicht heißt, dass man ab Alter X kein Kind mehr bekommen KANN oder nicht sollte.
Es ist auch nicht hilfreich, sich rein von solchen Statistiken in die Lebensplanung funken zu lassen.
Fakt ist: Mit 30 ist es keinesfalls zu spät und man kann noch einige Jahre gesunde Kinder bekommen. (und das sagt einem auch jeder Mediziner)
Es wäre einfach eine unnötige Selbstbestrafung, mit 30 zu beschließen, einen Wunsch, den man nunmal hat zu begraben und es wäre auch fatal, mit 30 auf teufel komm raus ein Kind zu machen, wenn man noch nicht die Bedingungen geschaffen hat. Dann ist es das beste, man packt es an, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren die Lage so stabil zu haben, dass ein Kind willkommen ist.
Ja, theoretisch kann man bis 40 schwanger werden. Es heißt aber nicht, dass man es auch wird und dass damit alle Risiken weg sind.
Das sind sie auch nicht mit 25. manch eine Frau wird mit 25 ums verrecken nicht schwanger und andere müssen mit 38 nur mal einen Mann angeschaut haben und sind schon schwanger.
Das weiß man NIE vorher, drum muss man sich auch von solchen Stereotypen frei machen und SEINEN eigenen Weg gehen.
Was man natürlich immer tun kann und sollte ist, mal beim Arzt einen gründlichen Check zu machen und mal eine Einschätzungen einzuholen, wie es um die Fruchtbarkeit bestellt ist. Vermutlich wird das bei einer gesunden 30-Jährigen auch einiges zur Beruhigung beitragen können.
man muss einfach immer seinen Weg gehen und wenn auf diesem Weg eben jetzt ZB erstmal ein Partner gefunden werden muss, dann muss der gefunden werden, egal ob man nun 23 oder 33 ist.
Also liebe TE: ich denke der Weg zu einem Arzt ist rein aus medizinischer Sicht nicht verkehrt (kannst zB deinen AMH-Wert bestimmen lassen, der eine Einschätzung erlaubt, wie fruchtbar du bist), aber letztlich ist das wichtigste, dass Du die passenden Lebensumstände für ein Kind schaffst und das bedeutet natürlich vor allem, seelisch stabil zu werden.
Ich glaube (ich bin überzeugt) dass einem das auch viel leichter gelingt, wenn man ein Ziel hat, für das man brennt.
Und mal ehrlich: Wenn Du jetzt zB in 3-4 jahren einen guten Job, einen netten mann und einigermaßen seelische Stabilität hast und DANN dein Kind bekommst, wäre das doch allemal viel viel besser, als jetzt in diese instabile Situation zur Samenbank zu gehen oder sich ein Kind im ONS machen zu lassen und dann alleinerziehend, instabil und frustriert mit einem kleinen Wurm dazusitzen, das dann zwar eine "Mutter in idealen Gebäralter" hat, aber keine Mutter die in den idealen Lebensumständen lebt.
Also: Pack dein leben an all den Baustellen an: DA gewinnst du auf jeden Fall. Ob mit oder ohne Kind.