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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Ich bin streng katholisch erzogen worden und mir wurde immer wieder gesagt, das Selbstmord bedeutet, das man in die Hölle kommt, aus diesem Grund habe ich versucht mir anders das Leben zu nehmen, so das ich nicht in die Hölle muss, ich bin ohne nach rechts und links zu schauen über den Zebrastreifen gegangen in der Hoffnung mich überfährt ein Auto, ok ich war damals erst 6 Jahre alt, aber ich habe gedacht, wenn es passieren soll, dann ist es Gottes Schicksal. Ich war sehr traurig, dass nicht mal Gott mich haben wollte und habe es immer wieder versucht. Doch leider ist nie ein Auto gekommen, wenn ich rüber ging, auch als ich älter wurde nicht.

Mit 30 Jahren habe ich den Quatsch mit der Hölle verdrängt, na ja, ich hatte sehr viel Alkohol getrunken, auf jeden Fall habe ich an die 40 Schmerztabletten genommen, doch die kamen gleich wieder raus.

Letztes Jahr und auch dieses Jahr habe ich noch 2 erfolglose Versuche unternommen und das werden sicher auch nicht meine letzten Versuche gewesen sein.

Ja, ich hinterlasse einen Mann und eine Tochter, meine Arbeitskollegen (vielleicht ein paar) wären auch sehr traurig, meine Therapeutin und mein Psychiater, meine Freundinnen, ach es gibt so viele Menschen, denen ich was bedeute. Und trotzdem ist das Leben mit meiner Depression eine regelrechte Qual, es geht schon wieder bergab und ich kämpfe jeden Tag ums Überleben.

Liebe Grüße
Merida
 
Könntet ihr es noch etwas steigern? 🙄

Und ich bin so "stolz" was ich mir und meinem Körper alles an tue! 🙁


Das war zwar sehr ernst aber etwas anders gemeint. Das war die passende Anwort dazu das ich sowas mal voll unreflektiert finde:

Also ich find's voll feige, wenn jemand den Mut hat, sich selbst zu töten.


Was ihr beide scheinbar nicht verstanden habt wie mir scheint. Muss ich mir Gedanken machen?

WIKIPEDIA:
Um Ironie erkennen zu können − ob sarkastisch (also beißend spöttisch) oder nicht-sarkastisch intendiert − müssen verschiedene Teile des Gehirns zusammenarbeiten. Wenn eine Person die soziale Situation nicht versteht (beispielsweise wegen einer Informationsverarbeitungsstörung im Gehirn wie bei Autismus, wegen einer Beschädigung der vorderen Gehirnlappen oder wegen fehlender Übung oder Intelligenz), kann es Ironie und damit auch ironischen Sarkasmus nicht als solche identifizieren.

Hm...
 
So ein Quatsch - Ritzen ist bei mir an der Tagesordnung. Das mache ich eigentlich immer, während ich Green Day und Bullet for my Valentine höre. 😉

Also ich geh davon aus erstmal das das nicht ernst gemeint ist, bin aber unsicher wegen besagter Aussage zuvor. Gibt ja ALLES mögliche...

??

Ich wollte keine schlechten Späße machen.
 
Also ich geh davon aus erstmal das das nicht ernst gemeint ist,
bin aber unsicher wegen besagter Aussage zuvor. Gibt ja ALLES mögliche...
.....
Hallo,

ich denke auch, dass das nicht ernst gemeint ist, hatte auch schon etwas zum
Beitrag #171 geschrieben, aber dann darauf verzichtet, es abzuschicken. Du
warst schneller.

LG

John
 
Feige?! Was hat das bitte mit Feigheit zu tun, wenn man so etwas nicht macht und nicht machen will?! Das hat wohl eher was mit gesundem Menschenverstand zu tun, das man sich nicht selbst zerstückelt.

Ach wie toll...

Nochmal für dich und für alle anderen:

Das war anders gemeint. Vllt sollte ich Ironie, Sarkasmus und Zynismus im Forum unterlassen. Kanns mir aber ab und an nicht verkneifen.
 
Ich finde den Satz gar nicht schlecht!

Denn der Gedanke hat mich, unter anderem, gehindert mich selbst zu töten!

Ich bin nicht zu feige zum Leben! Denn Leben bedarf mehr Mut als aufzugeben!

Ne, im Prinzip ist das egal/neutral/was auch immer - es ist lediglich die subjektive Ansicht jedes einzelnen. Meine Meinung (die ich hier nur indirekt geäußert habe) als auch deine sowie andere dazwischen. Es ist eine Frage der Sichtweise. Jede Sicht hat Gültigkeit & Berechtigung. Nur wird die die den Tod befürwortet in dieser Gesellschaft nicht geachtet/zugelassen.
Mies finde ich dabei - immer wird überall betont wie offen und tolerant die westlichen Länder sind - aber sie sind es nur in Dingen die Kaptial bringen. In dieser Sache ist alles wie überall - keine Toleranz, das ganze ein Tabu, es wird versucht das ganze totzuschweigen als obs dann weg wäre - was richtig zu sein hat wird und aufgedrückt und alle findens gut. Eine Religion die aber z.B. bestimmte dies betreffende Maximen beinhaltet wird von der Masse abgelehnt. Ich glaube niemals war der Gesellschaftliche Zwiespalt so groß wie heute. Nicht nur das Thema Suizid betreffend.

Ich weiß nicht ob es hier war oder wo anders - ich seh den Suizid nicht so: "Ich versuche mir das Leben zu nehmen" sondern so: "Ich befreie mich von meinem Körper". Die erste eigentlich immer überall benutzten Worte enthalten auch eine Aussage und werten, somit hinterlassen sie einen unbewussten Eindruck.
Wenn ich z.B. sage: "Fette Leute sind auch oft sympathisch" - dann impliziere ich das man davon ausgehen könnte es sei nicht normal. Fett hat nichts damit zu tun ob ich normal bin. Es ist so. Niemand sagt "dünne Leute sind ja doch meistens sehr sympatisch." Sowas ist total panne - beides ist Tatsache und muss nicht erwähnt werden.
Die Aussage "Ich NEHME mir das Leben" auch. Sie impliziert etwas negatives.
Neutraler wäre z.B. "Ich beende mein Leben". Oder etwas wie: "Ich verlasse diese Welt".
Niemand sagt " Er ging uns voraus" - sondern "Er ging von uns". Wahrnehmung ist oft auch eine Frage der Wortwahl. Nur weil die Worte an sich neutral sind, so sind sie es nicht mehr nachdem wir ihnen einen uns anerzogenen Wert geben, auch unbewusst. In manchen Kulturen (abgesehn vom Suizid) ist die Farbe der Trauer Weiß. Auch weil man es für den Verstorbenen nicht so sehr als Übel ansieht, sondern sich für ihn freut das er nun auf einem höheren Weg ist. Das setzt aber wieder einen Glauben vorraus. Extrathema. Sonst haben wir hier noch eine neue Debatte über Religion...

PS: Die Frage ob das und was nun feige ist oder nicht: Das ist eine Aussage die jeder für sich wenden kann. Völlig unrelevant. Eine viel wichtigere Frage ist ob man das für die die man zurücklässt verantworten kann/will. Das muss aber dann der Suizidant selbst wissen, genauso wie alle anderen wirklich bedeutsamen Aussagen und Fragen.

PPS: Ein Mensch ohne Mut vermag weder zu sterben (durch eigene Hand) noch richtig zu leben. Nichts braucht mehr Mut, sondern beides gleich viel.
So gesehn kann man mir Feigheit an den Kopf werfen - denn den Weg zu gehen den ich wähle vermag ich nicht, weder den einen noch den anderen. Zumindest nicht allein. Nur wird mir beim sterben keiner helfen. und hilfe will ich so oder so nicht. Auch nicht zum leben.
 
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