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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Noch einmal die Frage: Was ist, wenn man einfach kein Interesse mehr daran hat irgendwelche Probleme zu lösen oder angebliche Hilfe zu suchen. Genauso wie Leute keinen Fisch oder keine Tomaten mögen, mag jemand anders eben das Leben nicht.

hmm ja ich versteh, wie du das meinst.. aber ist es auch oft so, dass suizidgefährdete nicht mehr "normal" denken können... manche wissen garnicht, welche Möglichkeiten es gibt, um ihnen zu helfen und bevor nicht wirklich jede kleinste, allerletzte Möglichkeit ausgeschöpft ist, würde ich nicht den Suizid wählen... umso wichtiger ist es, dass die Menschen die Augen offen halten und bemerken, wenn eine Person stark depressiv oder suizidgefährdet ist. Viele Selbstmorde passieren aus dem Affekt, dass eine depressive Person in eine Situation gerät, die sie vollkommen überfordert und dann wie ein gehetztes Tier nicht mehr nachdenken kann und sich ins Auto setzt und blind Gas gibt etc...
 
hmm ja ich versteh, wie du das meinst.. aber ist es auch oft so, dass suizidgefährdete nicht mehr "normal" denken können... manche wissen garnicht, welche Möglichkeiten es gibt, um ihnen zu helfen und bevor nicht wirklich jede kleinste, allerletzte Möglichkeit ausgeschöpft ist, würde ich nicht den Suizid wählen... umso wichtiger ist es, dass die Menschen die Augen offen halten und bemerken, wenn eine Person stark depressiv oder suizidgefährdet ist. Viele Selbstmorde passieren aus dem Affekt, dass eine depressive Person in eine Situation gerät, die sie vollkommen überfordert und dann wie ein gehetztes Tier nicht mehr nachdenken kann und sich ins Auto setzt und blind Gas gibt etc...
Es ist ja hier im Forum unerwünscht direkt darüber zu reden, aber um es mal zu umschreiben wäre ich froh, wenn ich überhaupt ein Auto hätte mit dem ich gegen den nächsten Baum fahren könnte. Natürlich denke ich nicht "normal", da ich schon immer kaputt um Kopf war. Diese ganzen angeblichen Möglichkeiten sind in meinem Fall sowieso nur pure Heuchelei. Aus jedem Hoch falle ich nur in ein noch tieferes Loch falle.

Welche Motivation steckt jetzt also dahinter eine Person wie mich zu verurteilen, außer dass jemand auf diese Weise sein eigenes Ego pusht?
ich verstehe nicht, wie man nicht mehr möchten will. that's the jumping point. aufgeben ist feige.
Dann ist man eben feige. Und? Andere sind groß, klein, schnell, langsam. Was interessiert das einen was du darüber denkst? Meine Ansicht ist nämlich die, dass du andere als feige bezeichnest, weil du dich damit selbst über diese erhebst und unterbewusst für etwas besseres hälst.
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm ja ich versteh, wie du das meinst.. aber ist es auch oft so, dass suizidgefährdete nicht mehr "normal" denken können... manche wissen garnicht, welche Möglichkeiten es gibt, um ihnen zu helfen und bevor nicht wirklich jede kleinste, allerletzte Möglichkeit ausgeschöpft ist, würde ich nicht den Suizid wählen... umso wichtiger ist es, dass die Menschen die Augen offen halten und bemerken, wenn eine Person stark depressiv oder suizidgefährdet ist. Viele Selbstmorde passieren aus dem Affekt, dass eine depressive Person in eine Situation gerät, die sie vollkommen überfordert und dann wie ein gehetztes Tier nicht mehr nachdenken kann und sich ins Auto setzt und blind Gas gibt etc...

Na ja, die Frage was "normal" ist wird komischer Weise immer von denen beantwortet, die sich selbst für normal halten. Und schwups sind alle die einfach nur anders sind, gleich nicht mehr normal.

Sicher, da gebe ich dir Recht, denkt so mancher ( aber so viele sind es nun auch wieder nicht ) Suizidant ( heißt das so ? ) dass er keine Möglichkeit mehr hat, obwohl Hilfe einfach und effizient darstellbar wäre ( wir hatten es ja erst an anderer Stelle z.B. von alten Menschen die sterben möchten, nur weil sie sich nicht vorstellen können und es auch nicht wissen, wie es in einem Hospiz zugeht ). Würde man den Suizid "legalisieren" hätte man das Problem nicht, weil ja dann jeder, der einen "genehmigten" Suizid beantragen würde, zwangsläufig in die Beratungsstelle kommen müsste, die dann die Hilfe bieten kann.
Vorraussetzung hierfür bleibt aber, dass man/wir dann auch zwei Dinge beherzigen :

1. Ist Hilfe möglich, muss das Motto "geht nicht gibt's nicht" gelten. Dann kann Hilfe nicht an finanziellen, personellen oder sonstigen Mitteln scheitern.

2. Wir müssen lernen, dass schon alleine aus der Tatsache, das niemand jemals irgendetwas ungeschehen machen kann, in vielen ( ich sage überwiegende Mehrheit ) Fällen keine Hilfe möglich ist.

Zweitens würde ich deiner Auffassung widersprechen wollen, Suizide seien normaler Weise das Ergebnis einer Affekthandlung. Ich denke es ist eher umgekehrt. Ein paar wenige geschehen im Affekt ( das sind die einzigsten Fälle wo selbst ich meine, dass man vielleicht besser tut, den Suizid zu verhindern ) , den allermeisten Fällen geht aber meiner Meinung nach eine lange Phase des Leidens voraus, die durch einen, am bisher erlebten Leid oftmals vergleichsweise geringen Auslöser ( der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt ), im Suizid gipfelt.
 
Natürlich denke ich nicht "normal", da ich schon immer kaputt um Kopf war.

Auch hier würde ich gerne, mit Verlaub, meine Zweifel anbringen. Ich vermute, deine Auffassung beruht vorwiegend darauf, dass es dir schon seit je her eingeredet wurde.

Es gibt Leute, die werden es nie verstehen, dass man, wenn man vom Gegenüber etwas erwartet oder zumindest erhofft, die "Beziehung" am besten eröffnet mit

"Du bist ok."

zu Not auch noch

"Du bist eigentlich ok" oder "Du bist ok, aber... "

Viele Therapeuten beginnen die Beziehung aber mit

"Du bist nicht ok! "

Und sind dann manchmal sogar noch total überrascht, wenn die "Therapie" nicht fruchtet. Wo bleibt eingentlich das Kopfschüttelsmiley ??
 
Hmm ich hab mir auch mal darüber Gedanken gemacht.
Ich glaube wenn ein Mensch sterben will, ist das sein gutes Recht. Ich denke zwar, dass es keinen Sinn macht, weil man eben nicht weiß, was dannach passiert aber wenn ein Mensch so leidet, dass er sterben will ist das seine Endscheidung.
Jeder hat den Trieb weiterzuleben, wer den Überwinden kann, dem muss es wirklich verdammt schlecht gehn. Ich emfinde Suizid übrigends nicht als Schwäche, ich könnte das wohl nie. Mir würde da da der Mut fehlen, mich in die Ungewißheit zu stürzen ud was wenn man doch dafür bestraft wird?

Wer weiß schon was dannach kommt? Moralisch betrachtet wäre es ziemlicher Unsinn, wenn Selbstmörder in die Hölle kommen, wenn es den eine gäbe. Diese müssen ja dann gleich doppelt leiden. Wäre schon n ziemlich komischer Gott, der sowas tut.
 
Hi!

Ich weiß nicht ob ich hier drüber schreiben will. Hab das schon so oft in anderen 'gleichen' Themen. Wenn du hören (lesen) magst was ich dazu denke schreib mir eine PN. Mag die öffentlich Diskussion die ja doch nichts ändert nicht.

Deine Signatur gefällt mir. =)

lg, Seele
 
Ich denke , dass jeder von uns zu einer gewissen Suizidalität neigt.

Deswegen gibt es ja auch :

-Menschen die sich zu Tode arbeiten
-Menschen , die sich zu Tode hungern.
-Menschen die gewisse Risiken eingehen.
-Menschen die Drogen schlucken
-Menschen ,die rauchen.
-Menschen die in einem AKW arbeiten oder in einer schadstoffbelasteten Gegend wohnen.
-Menschen ,die in einer Gegend wohnen wo jeden tag jemand erschossen aufgefunden wird (früher die Bronx in den USA zb.).
-Menschen ,die in gefährlichen Banden , Sekten ectr. mit drin sind.
-Menschen ,die einen extrem schlechtbezahlten Job haben, der ihnen zu viel abverlangt,von dem sie 3 Jobs brächten um zu überleben.
-Menschen,die Hobbies wie Skydiving haben
-Kinder , die sehr gefährliche Mutproben mitmachen (Messer-und Trinkerspiele).
-Menschen ,die ihren Körper für Geld verkaufen.
-Menschen ,die sich für andere aufopfern und dadurch kaputt machen
-Menschen ,die viel mit dem Handy telephonieren
-Menschen ,die nur mit der Microwelle kochen
-Menschen ,die Tabletten schlucken um bei Klausuren möglichst gut abzuschneiden
-Menschen ,die sehr ungesund und zuviel essen
-Menschen ,die viel zu viele kinder haben
-Menschen ,die sich zu viel abverlangen
-Menschen, die .........


Ich denke , da sich kaum jemand von uns in dieser Hinsicht unschuldig nennen kann , gehe ich mal davon aus , dass die Suizidalität allgegenwärtig ist.
 
was für ein- entschuldige bitte meine ausdrucksweise- schwachsinn.
"suizid" meint die gezielte selbsttötung. der großteil deiner "beispiele" sind keine methoden zur gezielten selbsttötung. insofern hat das mit suizidalität nicht das geringste zun tun. manches davon ist leichtsinn, der ein gewisses reifedefizit bedingt, manches sind suchterkrankungen, die sich auch kein mensch zur selbsttötung aussucht. um mal nur ein paar deiner punkte anzusprechen.

nun zu meinem standpunkt zum thema. ich bin der überzeugung, dass jedes lebewesen, ob nun intelligent oder nicht, ein recht auf leben, aber auch ein recht auf freiwillige selbsttötung hat. selbstverständlich läuft das ganze dann doch auf die restriktion auf die spezies homo sapiens sapiens hinaus, aber der vollständigkeit halber schließe ich mal das ganze getier mit ein.
kommt ein individuum zu dem schluss, dass die selbsttötung ein für dieses individuum erstrebenswertes ziel ist, so soll es sein "recht" darauf gebrauchen dürfen. dabei ist aber zu gewährleisten, dass dadurch kein höheres interesse anderer individuuen verletzt wird. d.h. das suizidwillige individuum verhält sich nicht legitim, wenn es bei seinem vorhaben andere gefährdet.
das ganze soll selbstverständlich nicht bedeuten, dass wir einen suizidgefährdeten menschen gewähren lassen sollten, wenn wir ihm doch vielleicht helfen können. der punkt ist hier, dass wir das recht auf die durchsetzung des interesses (zu sterben) des individuums legitim verhindern dürfen, wenn dadurch ein höheres interesse, welches sonst nicht erfüllt werden könnte, gestützt wird. insbesondere spreche ich hier vom interesse des suizidgefährdeten individuums zu leben, nachdem ihm geholfen wurde. dem interesse aller mit ihm in kontakt stehenden mitmenschen, nicht derart erschüttert zu werden und schließlich vom ökonomischen interesse der gesellschaft am leben ihrer mitglieder.
im klartext: suizidprävention ja. schlägt sie aber fehl oder findet nicht statt, so ist die selbsttötung des individuums nicht als ethisch verwerflich anzusehen.

geschrieben ist das alles als wäre es fakt. es soll aber nur meinen subjektiven, ganz persönlichen sandpunkt widerspiegeln.
 
ass dadurch kein höheres interesse anderer individuuen verletzt wird. d.h. das suizidwillige individuum verhält sich nicht legitim, wenn es bei seinem vorhaben andere gefährdet.

Man kann sich (leider!) nicht umbringen ohne "andere zu gefährden".
Egal was du machst: Meistens ist es nicht gegeben dass man stirbt, und fast immer wird man von jmd. gefunden und manchmal auch von jmd vermisst.

D.h. man kann sich dann umbringen wenn man bei allen Verwandten, Kollegen, Bekannten, whatnot, so verhasst ist dass denen dein Tod nichts ausmacht, und natürlich darf dich niemand finden, und ein (achtung) "Tod-"sicheres Versteck gibts auch nicht.

Aber wie gesagt: Die Selbstmordarten die eine sehr gute Chance bieten auch zu sterben, sind leider sehr hässlich und schaden zwangsläufig dem der dich findet.
 
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