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Subjektiver Umgang bei Gehaltsverhandlung und Suche nach neuem Job

Lies doch Deinen Arbeitsvertrag mal durch und arbeite nur noch das ab, was dort als Aufgaben definiert ist und übernimm keine Überstunden und keine Zusatzaufgaben mehr.

Wenn sich jemand beschwert berufst Du Dich auf Deinen Arbeitsvertrag und erklärst, dass es Dir bisher auch nicht gedankt wurde, dass Du zusätzliche Aufgaben übernommen hast und Du daher erledigt was im Vertrag vereinbart wurde und das das eventuell anders aussähe, wenn Deine Mehrarbeit auch mal honoriert würde.
Sorry, aber bei manchen Posten ist einfach alles aufgelistet. Die Zeiten sind Rum, wo man sich darauf berufen kann. Da steht meist sogar was deiner Quali entspricht können sie dir zumuten.
 
Genau, und das hat dich nicht zu interessieren. Normalerweise dürftest du das noch nicht einmal wissen, denn über gehaltliche Belange ist Stillschweigen zu bewahren. Was der AG mit ihr da vereinbart hat, ist deren Sache. Das ist auch kein Betrug, sie hat ihre Meinung geändert. Dem AG steht es frei, sie wieder zurückzustufen.

Es ist durchaus legitim und auch üblich, dass Jüngere bei gleicher Arbeit weniger verdienen. Da kannst du das Rumpelstilzchen geben, du wirst es nicht ändern und hast darauf schlicht auch keinen Anspruch. Dein Hebel ist zu gehen und dir etwas anderes zu suchen. Bei uns in der Firma würde man dir sagen "Reisende soll man nicht aufhalten! Tschüss und alles Gute!"

Bzgl. der Arbeiten, die sie nicht machen will, kannst du das Dialoggespräch nutzen und das monieren. Auch das kenne ich so, dass Ältere, meist langjähriger beschäftigte KollegInnen da eben kleine Vorzüge genießen. Fand ich früher auch unfair, mittlerweile bin ich die ältere Nutznießerin. So gleicht sich alles wieder aus.
Blödsinn, dafür kann man die TE nicht greifen. Auch wenn es da steht, darf man sich rechtlich natürlich besprechen, ob Kollegen antworten ist dann eine individuelle Entscheidung.

TE, nimm den Betriebsrat trotzdem mit und gehe sicher ob es wirklich ein Dialog ist. Also mich hätte man zu einem Nachgespräch eingeladen am Ende war es eine Ermahnung, dachte ich stehe im Wald. Habe genau dasselbe Problem. Nur die Aufgaben aber keine Anpassung und es hieß am Ende Arbeitsverweigerung. Und das man mir eine Chance gibt mich zu beweisen, Blabla.
Ich schaue auch gerade nach was neuem ist halt gerade etwas schwierig aber irgendwann muss es ja klappen.
Und bezüglich Krankmeldung, mach es besser als wenn du kollabierst. Bin letztens trotz Krankheit für ein Auftrag rein und was bringt es außer das man länger krank ist und der Chef gut dasteht.
Du hast trotzdem kein Cent mehr.
Fuhl doch gedrückt, versuch dich mental Gesund zu halten.
 
Gehaltsvergleiche machen nur bedingt einen Sinn und werden von vielen Faktoren beeinflusst.

Bildung.
Selbst Tarifverträge behandeln Mitarbeiter anders. Es wird klar zwischen - Ausbildung vs. Weiterbildung (Betriebeswirt IHK) vs. Studium unterschieden.
- Beim Studium: Bachelor vs. Master vs. PhD und zusätzlich Hochschule vs. Uni

Dann kannst du einen Bachelor Uniabsolventen haben, der ggf. besser verdient als ein Masterabsolvent von der Hochschule und das für die gleiche Arbeit, weil für deinen Chef oder das Unternehmen ein Uniabachluss wertiger ist.

- Noten.
Es kann sein, dass bei gleichem Abschluss (beide Bachelor Hochschule) die Noten deiner Kolleginn (ein bisschen) besser sind. In diesem Fall wird Leistung durch ein höheres Gehalt honoriert.

- Kompetenz. Vielleicht hat deine Kollegin Fach- und/ oder Methodenkompetenz in einem bestimmten Bereich. Sie kennt sich (ein bisschen) besser aus in Excel, SAP und Co. als du?

- Berufserfahrung.
Sie hat (ein bisschen) mehr Berufserfahrung als du.

- Dauer der Betriebszugehörigkeit.
Ich kenne beide Seiten: Stammpersonal verdient besser als neues Personal vs. Neues Personal verdient besser als das Stammpersonal
In meinem Fall konnte ich (Master) vor ein paar Jahren aufgrund der hohen Inflation und ohne relevante Berufserfahrung 12.000 mehr verlangen als mein Vorgänger (Bachelor), der 4 Jahre im Unternehmen tätig war. Mein Chef hat mir bestätigt, dass ich mich besser verkauft habe aber auch das Geld wert bin. Kürzlich bekam ich mit, dass wir einen Werkstudenten (Bachelor) übernehmen, der genauso gut verdient wie ich.

- Sympathie und Vitamin B
Auch diese Faktoren dürfen nicht unterschätzt werden.

Selbst wenn du wechelst, wird irgendwann der Fall eintreten, dass manche für die gleiche Arbeit besser bezahlt werden. Neid ist nie gut und schadet einem selbst. Wichtiger ist es, was du aus deinem Leben und dem Geld machst.
 
Sorry, aber bei manchen Posten ist einfach alles aufgelistet. Die Zeiten sind Rum, wo man sich darauf berufen kann. Da steht meist sogar was deiner Quali entspricht können sie dir zumuten.
Ist ja auch völlig okay so, denn viele Aufgabengebiete sind nun mal dynamisch. Entsprechend werden Aufgaben auch häufig nur generisch beschrieben.

Ein ganz anderer Punkt in diesem Thread ist dennoch die ArbeitsMENGE. Wenn die die eigene Leistungsfähigkeit übersteigt kann man dafür nicht automatisch mehr Geld erwarten, solange der Anspruch bzw. die Verantwortung sich nicht gleichermaßen verändert hat. Stattdessen sollte man signalisieren, dass es einfach zu viel ist und man das auf Dauer nicht schaffen kann. Tut man das nicht, mag das vielleicht noch eine Weile gut gehen, irgendwann aber wird man krank und fällt dann deutlich länger aus als bei einem Schnupfen. Nennt sich dann nämlich Burnout. Dass es dazu nicht kommt, daran sollten auch Vorgesetzte Interesse haben und das kann man denen auch vermitteln.

Ist aber eben eine ganz andere Baustelle als der Gehaltsvergleich mit der Kollegin. Hier hat @träume-weiter schön aufgelistet, was alles eine Rolle spielen könnte. Vieles davon sind auch keine hard facts, so dass Diskussionen darüber wenig Sinn machen. Du sagtest ja auch schon, dass die Kollegin älter ist - ich vermute mal, dass sie daher auch berufserfahrener ist, richtig? Schon allein ihr Dasein als Senior reicht, um ihr mehr Geld zukommen lassen zu können. Und selbst wenn sich jemand für superschlau und eine megagute Arbeitskraft hält ist das doch noch etwas anderes als gesammelte Berufserfahrung.

Ach ja und
Blödsinn, dafür kann man die TE nicht greifen.
...falls mit "greifen" (seltsamer Begriff) "belangen" gemeint war, wüsste ich nicht, wo ich das geschrieben haben soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab ein wenig den Überblick verloren, aber fasse es alles in allem mal so zusammen:

An den aktuellen Umständen mit mehr/weniger Geld und Kriterien kann ich scheinbar nichts ändern. Mir gehts auch nicht wirklich um die andere Person, sondern um das was ich geleistet habe, und da kam in der Vergangenheit noch einiges drauf. Es ist eben ärgerlich.

Was ich schwierig finde: Es gibt ein Durchschnittsgehalt für Sozialarbeiter und da komme ich so NIEMALS hin. Das bedeutet, irgendwann unterlege ich denen die zumindest in Anlehnung an TVÖD bezahlt werden deutlich (und kratze am Mindestlohn). Das wird in den nächsten Jahren dann so kommen und sehr problematisch werden. Ich denke ich werde in dem Gespräch fragen wie sie sich das vorstellen, wenn nie eine Angleichung stattfindet.

Im Übrigen wurde mir das Gehalt damals als Einstiegsgehalt präsentiert. Mir wurde eine Spanne von 100€ genannt, letztlich wurde es der untere Betrag. Nun frage ich mich, warum damals noch Spielraum war und jetzt nicht mehr?

Weiterhin habe ich noch ein zusammenhängendes Problem: Unsere Wohnsituation ist katastrophal und eine andere Wohnung kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Wir sehen daher den einzigen Ausweg in einem Haus, für welches wir bereits ein Grundstück und eine grobe Planung besitzen. Mit dem Gehalt wäre das Haus mit Ach und Krach möglich.

Ich habe jedoch total Angst für immer Sozialarbeiter zu bleiben, und nichts zu finden wo ich glücklich werde. Ich möchte keine Wochenend-und Schichtdienste machen, das wird aber leider häufig verlangt. Ich hätte jetzt noch die Chance was anderes zu studieren und dann das Haus zu kaufen. Allerdings weiß ich nicht was (hatte an Lehramt gedacht) und drehe mich völlig im Kreis :/

Im Übrigen würde ich bei einer neuen Stelle abwägen ob es mehr Gehalt gibt. Probleme habe ich außer dem Geld an meiner Arbeit keine. Über die Belastung werde ich sprechen.
 
Im Übrigen wurde mir das Gehalt damals als Einstiegsgehalt präsentiert. Mir wurde eine Spanne von 100€ genannt, letztlich wurde es der untere Betrag.
Daraus kannst du ja fürs nächste Mal lernen. Wenn eine Spanne genannt wird sagst du, dass du schon gerne den (höheren) Betrag x hättest, da du ja berufserfahren bist, eine gute Qualifikation mitbringst oder oder oder. Das ist sonst wie im Floristik-Betrieb, wenn man sagt, dass man gerne einen Bumenstrauß für 30/40 Euro hätte. Bei guten Kaufleuten werden es immer 40 Euro. Ich denke, du warst oder bist womöglich zu zaghaft in deinen Verhandlungen.

Du könntest den Spieß auch mal herumdrehen und fragen, was du noch ihrer Vorstellung noch tun müsstest, um dich gehaltlich weiterzuentwickeln. Das dann schriftlich fixieren und am besten auch direkt festlegen, bis wann dann die Umsetzung erfolgen kann mit konkreten Terminen. Anhand der Antworten weißt du dann was zu tun ist oder auch, ob du überhaupt eine Chance hast. Übe das Gespräch am besten vorab mal jemand Nahestehendem.

Die Idee, auf Lehramt zu studieren, finde ich gut - allerdings muss man dafür auch ein spezieller Typ Mensch mit hoher Frustrationstoleranz sein und auch einen gewissen Idealismus mitbringen. Ach ja, und das Studium ist auch nicht ohne, vor allem das Refrendariat. Die Bezahlung ist aber solide, die Arbeitszeit okay. Sobald du Routinen entwickelt hast, lässt es sich schon entspannt arbeiten, sofern du nicht an einer Brennpunktschule landest. Dann weia! Die Zeit für eine Immatrikulation wäre jetzt jedenfalls perfekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Daraus kannst du ja fürs nächste Mal lernen. Wenn eine Spanne genannt wird sagst du, dass du schon gerne den (höheren) Betrag x hättest, da du ja Brufserfahrung bist, eine gute Qualifikation mitbringst oder oder oder. Das ist sonst wie im Floristik-Betrieb, wenn man sagt, dass man gerne einen Bumenstrauß für 30/40 Euro hätte. Bei guten Kaufleuten werden es immer 40 Euro. Ich denke, du warst oder bist womöglich zu zaghaft in deinen Verhandlungen.

Du könntest den Spieß auch mal herumdrehen und fragen, was du noch ihrer Vorstellung noch tun müsstest, um dich gehaltlich weiterzuentwickeln. Das dann schriftlich fixieren und am besten auch direkt festlegen, bis wann dann die Umsetzung erfolgen kann mit konkreten Terminen. Anhand der Antworten weißt du dann was zu tun ist oder auch, ob du überhaupt eine Chance hast. Übe das Gespräch am besten vorab mal jemand Nahestehendem.

Die Idee, auf Lehramt zu studieren, finde ich gut - allerdings muss man dafür auch ein spezieller Typ Mensch mit hoher Frustrationstoleranz sein und auch einen gewissen Idealismus mitbringen. Ach ja, und das Studium ist auch nicht ohne, vor allem das Refrendariat. Die Bezahlung ist aber solide, die Arbeitszeit okay. Sobald du Routinen entwickelt hast, lässt es sich schon entspannt arbeiten, sofern du nicht an einer Brennpunktschule landest. Dann weia! Die Zeit für eine Immatrikulation wäre jetzt jedenfalls perfekt.
Die Idee mit der Frage im Gespräch finde ich sehr gut. Allerdings hab ich so eine Ahnung, dass dann die Aussage kommt: „Sie könnten in den (unbeliebten) Bereich wechseln und dann mehr Geld bekommen“. Das will ich auf keinen Fall. Das damals war meine erste Verhandlung und ich hatte ziemliche Geldnot. Ich war daher froh überhaupt was zu haben. Hab aber echt auch gedacht, dass das steigt und ich nicht sofort kündigen muss.

Ich wollte an sich sowieso immer Lehrer werden und weiß was das heißt (meine ganze Familie sind Lehrer). Allerdings wären es 6 Jahre (ich wäre dann 34!) mit echt wenig Kohle und weiterhin unserer blöden Wohnung. Das Studium hatte mein Mann damals nicht gepackt, daher hab ich echt Angst. Bei uns wäre das auch noch Dual, also noch heftiger und die Frist endet am 30.04.
Ich hab echt keine Ahnung was ich machen soll :/
 
Ich wollte an sich sowieso immer Lehrer werden und weiß was das heißt (meine ganze Familie sind Lehrer). Allerdings wären es 6 Jahre (ich wäre dann 34!) mit echt wenig Kohle und weiterhin unserer blöden Wohnung. Das Studium hatte mein Mann damals nicht gepackt, daher hab ich echt Angst. Bei uns wäre das auch noch Dual, also noch heftiger und die Frist endet am 30.04.
Ich hab echt keine Ahnung was ich machen soll :/
Die Chance, dass du immer wieder hadern würdest, es mit dem Lehramtsstudium nicht probieret zu haben, halte ich für sehr groß, wenn das eigentlich schon immer dein Herzenswunsch war. Du scheinst in einem Job zu sein, bei dem es nicht so einfach ist weiterzukommen. Also wirst du um jede Erhöhung kämpfen müssen. Das ist mit den Jahren ganz schön anstrengend und auch zermürbend.

Als Lehrer geht das ja quasi vollautomatisch und du weißt, was du tun musst, falls du dich dann weiterentwickeln wollen würdest. Solltet ihr irgendwann mal Nachwuchs planen, gibt es m. E. auch kaum etwas Besseres als Staatsdiener zu sein. Die Möglichkeiten Teilzeit zu arbeiten, sind da super. Sie wollen die Gründe für Teilzeit zwar reduzieren; Familie als Grund bleibt aber unberührt.

Wenn bei euch das Studium dual ist, hieße das doch aber, dass du bereits während des Studiums ein wenig Geld verdienen würdest, oder? Das spräche auf jeden Fall dafür - andere Lehramtsstudenten müssen stattdessen jobben, damit ein bisschen Geld aufs Konto kommt.

Ich kann auch verstehen, dass es ein großer Schreck war, dass dein Mann das Studium nicht geschafft hast. Aber dein Mann ist dein Mann und du bist du. Das heißt doch überhaupt nichts. Und wenn du dich tatsächlich vergleichen möchtest, würde ich eher die direkte Blutslinie dafür heranziehen - und da sagst du ja, dass es einige gibt, die eben Lehrer sind. Die haben es also geschafft.

Ich denke, ich würde es versuchen. Vielleicht würde dir das sogar den Ausstieg aus der aktuellen Firma leichter machen. Du kannst sagen, dass du deinem Herzenswunsch nachgehen möchtest und fragen, ob du - wenn es wider Erwarten gar nicht klappt - nochmal anklopfen dürftest. Vielleicht behältst du dadurch sogar den Fuß in der Tür
 

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