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Subjektiver Umgang bei Gehaltsverhandlung und Suche nach neuem Job

Hi,
Bei uns haben sich einige Änderungen ergeben, und ich wollte einfach noch mal nach einer Meinung fragen:

Als ich aus dem Urlaub zurückkam erhielt ich die Nachricht, dass durch die Verdi um 4,5% angehoben wird und alle 30 Tage Urlaub bekommen. Weiterhin habe ich eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch in einem anderen Betrieb bekommen, welches in zwei Wochen ist. Der Mitarbeiterdialog fand bisher nicht statt.

Meine Kollegin hat während meines Urlaubs teilweise Arbeiten nicht erledigt und weiteren Mist gebaut. Ich habe dann meinen Chef darüber informiert, da auch ein Datenschutzverstoß dabei war. Die anderen haben mittlerweile gemerkt das ihre Arbeit scheisse ist und mich drauf angesprochen. Die Lohndifferenz bleibt trotzdem.

Irgendwie bin ich beim Gedanken an einen Abschied total traurig, und kann mich eigentlich nicht trennen. Im neuen Unternehmen würde ich etwa 300€ mehr bekommen, aber auch 40km pro Strecke. Keine Ahnung ob sich das Lohnt, jetzt nach der Erhöhung. Dennoch bin ich sauer, wie mit mir umgegangen wird und wie noch die Belastung ist. Das wird sich sicher nicht ändern. Viele haben mir geraten den anderen Job zu nehmen, der sei doch cool. Ich hab große Angst vor der Probezeit und unseren Sommerurlaub.

Die Idee mit dem Lehramtsstudium habe ich ablegen können. Ich denke ich werde mich nicht ärgern, wenn ich die aktuellen Zustände an Realschulen sehe. Darüber hab ich gut nachgedacht.

Liebe Grüße
 
Hier wird dir niemand sagen können, ob du den Wechsel bereuen wirst oder nicht.
Ob dir von den 300 Euro mehr Gehalt nach Abzug der Fahrtkosten noch etwas übrig bleibt, du vielleicht sogar draufzahlen musst, kannst du dir sogar von Chat gpt errechnen lassen. Du brauchst dazu den Verbrauch deines Autos und die aktuellen Spritkosten pro Liter, gibst die Info zur Strecke mit auf den Weg und dann bekommst du die Rechnung präsentiert. Nicht berücksichtigt ist die aufzuwendende zusätzliche Zeit (die ja bekanntlich auch Geld ist), der Stress, wenn es z. B. eine staureiche Strecke ist - und natürlich verschleißt dein Auto bei tägl. 80 km Strecke auch eher. Unterm Strich könntest du damit sogar noch draufzahlen.
Wie gesagt musst du dir das Gesamtpaket anschauen. Wenn du jetzt sogar noch ein Bewerbungsgespräch haben und im Betrieb bleiben könntest bei höherem Gehalt - warum nicht, sofern es für eine Zusage nicht zu spät ist.
Nervig finde ich, wie sehr du auf den Fehlern deiner Kollegin herumhackst - völlig ungeachtet, ob gerechtfertigt oder nicht. Dieses "Wusste ichs doch-Draufstürzen" auf Fehler und hinrennen zum Chef und "Die hat mir meine Förmchen geklaut-Gelästere" finde ich maximal unsympathisch. Und erst recht, dass du dir jetzt gemeinsam mit KollegInnen noch das Maul über sie zerreißt. Das ist wenig souverän - für mich wärst du ein Kollege/eine Kollegin, die ich maximal gerne von hinten sehen, aber mit der ich nicht nie never gerne zusammenarbeiten würde.
 
Man kann der Erniedrigung entgehen. Von daher lohnt es sich schon.

Ob man die Mehrbelastung mit der Anfahrt und Sonstiges auf Dauer gut aushält, muss man sich halt überlegen.
 
Wie sicher ist dein Wechsel denn jetzt? Hättest du noch die Chance, das Vorstellungsgespräch im anderen Bereich abzuwarten oder hast du bereits gekündigt?
Und warum hast du das Dialoggespräch nicht nochmal angesprochen und auf einen Termin hingewirkt?

Gibt es nur einen einzigen Betriebsratsvertreter? Selbst wenn der kein Gehaltsplus für dich erreichen konnte, hätte er dich zumindest vor dem Arbeitgeber in Sachen Arbeitsmenge bzw. gleichmäßigerer Verteilung unterstützen können. Was ist das für eine Lusche, dass du dazu keine Unterstützung erfährst?! Es hätte anregen können, dass in einem Gespräch mit allen Beteiligten das Ungleichgewicht thematisiert wird und ihr hättet einen Weg erarbeiten können, wie ihr Transparenz schafft, was in Summe zu tun ist und wer wofür zuständig ist. Ein ganz normalesVorgehen übrigens. Man schaut sich das Gesamtportfolio an und dann werden die Aufgaben zugeteilt. Wenn deine Kollegin dann etwas liegen lässt, Fehler einbaut, Datenschutzverstöße begeht, ist das ihr Schuh und nicht dein Bier.

Ich verstehe auch nicht, warum du - falls man dir eine Lösung des Problems verwehrt-, nicht einfach deinen Stiefel herunterarbeitest in deinem Tempo und ohne Überstunden. Die kann man MAL machen, aber nicht andauernd. Ich hätte dann einmal gesagt, dass ich das enorme Tempo nicht mehr durchhalte und krank zu werden drohe, es jetzt mit normalem Tempo zu probieren. Wenn dann etwas liegen bleibt müssen die Ressourcen anders verteilt, Arbeit abgelehnt oder noch jemand eingestellt werden. Oder man schaut auf die Prozesse und guckt, ob da optimiert werden kann. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Auch das wäre Sache des Betriebsrates, da zu intervenieren. Sitzt dein Chef mit der Peitsche hinter dir, dass du dich so treibn lässt? Oder setzt du dich selber unter Druck? Das ist auch ein Aspekt, auf den du noch einmal schauen könntest.

Tatsächlich denke ich, dass du deine Situation im aktuellen Job schon auch ein Stückweit selber verbessern könntest. Allerdings eben durch andere Stellschrauben als einer Gehaltserhöhung; die könnte ja auch nur kurzfristig motivieren und dann geht dir wieder die Kraft aus. Das ursprüngliche Probleme des Workloads ist damit nicht gelöst. Allerdings erscheint es mir bald so, dass - wenn man deine Hinweise zu Haus, Lebenskosten etc. liest - ein Gehaltsplus das vorrangige Ziel zu sein. Und dann solltest du vielleicht doch den Job wechseln und dir einen suchen, bei dem du mehr Verantwortung übernimmst. Lediglich über die Quantität geht das i. d. R. nicht - sonst würden Akkordarbeiter ja Bestverdiener sein.

Die teils höheren Abschlüsse der Gewerkschaft sind ja auch in dem Sinn keine Gehaltserhöhungen. Aktuell kannst du damit gerade mal die überall gestiegenen Lebenskosten oder auch die Inflation ausgleichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde 300€ nicht schlecht verhandelt.
Und ich kann dir sagen deine Kollegen werden nicht zu dir stehen. Meine haben auch die scheiß Arbeit der Kollegen gesehen, trotzdem wird sich keiner Einsetzen. Ich würde wechseln. Und man darf auch nach einer gewissen Zeit nach mehr Geld fragen. In deiner Abteilung jetzt hast du keine Chancen außer über Verdi oder die Abteilung, wo keiner hin will. Das soll deine Zukunft sein. Oder bewerbe dich weiter, wenn du noch nicht zufrieden bist. Der neue Betreiber ist in keiner Gewerkschaft?
 
Hier wird dir niemand sagen können, ob du den Wechsel bereuen wirst oder nicht.
Ob dir von den 300 Euro mehr Gehalt nach Abzug der Fahrtkosten noch etwas übrig bleibt, du vielleicht sogar draufzahlen musst, kannst du dir sogar von Chat gpt errechnen lassen. Du brauchst dazu den Verbrauch deines Autos und die aktuellen Spritkosten pro Liter, gibst die Info zur Strecke mit auf den Weg und dann bekommst du die Rechnung präsentiert. Nicht berücksichtigt ist die aufzuwendende zusätzliche Zeit (die ja bekanntlich auch Geld ist), der Stress, wenn es z. B. eine staureiche Strecke ist - und natürlich verschleißt dein Auto bei tägl. 80 km Strecke auch eher. Unterm Strich könntest du damit sogar noch draufzahlen.
Wie gesagt musst du dir das Gesamtpaket anschauen. Wenn du jetzt sogar noch ein Bewerbungsgespräch haben und im Betrieb bleiben könntest bei höherem Gehalt - warum nicht, sofern es für eine Zusage nicht zu spät ist.
Nervig finde ich, wie sehr du auf den Fehlern deiner Kollegin herumhackst - völlig ungeachtet, ob gerechtfertigt oder nicht. Dieses "Wusste ichs doch-Draufstürzen" auf Fehler und hinrennen zum Chef und "Die hat mir meine Förmchen geklaut-Gelästere" finde ich maximal unsympathisch. Und erst recht, dass du dir jetzt gemeinsam mit KollegInnen noch das Maul über sie zerreißt. Das ist wenig souverän - für mich wärst du ein Kollege/eine Kollegin, die ich maximal gerne von hinten sehen, aber mit der ich nicht nie never gerne zusammenarbeiten würde.
Mal ehrlich: Was diese Person von mir denkt und was generell von mir gedacht wird ist mir völlig egal. Es geht ums arbeiten- und wenn ich schon mehr Kohle einstecke sollte ich meinen Kram zumindest richtig machen. Ansonsten brauche ich nicht dauerhaft die große Gusche zu haben. Sie fragt mich doch ständig, ob sie ihren Kram gut gemacht hat. Was soll ich dazu sagen? Meistens nichts. Wenn ich mir mit meinen Sachen sicher bin brauch ich auch keine dauerhafte Bestätigung.

Ich werde meine Dinge zukünftig für mich machen, aber definitiv ich ständig die Fehler ausbaden, die eine sich völlig selbstüberhöhende Person gemacht hat. Und ich möchte mir diese auch nicht anrechnen lassen.
 
Finde 300€ nicht schlecht verhandelt.
Und ich kann dir sagen deine Kollegen werden nicht zu dir stehen. Meine haben auch die scheiß Arbeit der Kollegen gesehen, trotzdem wird sich keiner Einsetzen. Ich würde wechseln. Und man darf auch nach einer gewissen Zeit nach mehr Geld fragen. In deiner Abteilung jetzt hast du keine Chancen außer über Verdi oder die Abteilung, wo keiner hin will. Das soll deine Zukunft sein. Oder bewerbe dich weiter, wenn du noch nicht zufrieden bist. Der neue Betreiber ist in keiner Gewerkschaft?
Die 300€ wären TvöD, also meines Erachtens keine Gewerkschaft. Ich guck mir das Gespräch erstmal an. Gut wäre, das ich dort allein in meiner Abteilung wäre. Also keine Person, deren Fehler ich ständig verbessern müsste (außer meinen eigenen). Du hast schon recht, das andere ist keine Zukunft…
 
Ich werde meine Dinge zukünftig für mich machen, aber definitiv ich ständig die Fehler ausbaden, die eine sich völlig selbstüberhöhende Person gemacht hat. Und ich möchte mir diese auch nicht anrechnen lassen.
Wirft dir denn jemand ihre Fehler vor? Oder sagt, du sollst den Kopf für sie hinhalten? Kann ich mir nicht vorstellen und falls doch, kannst du das ja immer noch ablehnen.

Und wenn sie dir so auf den Geist geht, dann steh doch auch dazu und mach ihr ne klare Ansage. Ich möchte wetten, dass sie dich dann kein weiteres Mal mehr fragt, ob sie etwas gut gemacht hat. Genauso wette ich aber auch, dass du bisher diesen Mumm nicht hattest.
 
Wie sicher ist dein Wechsel denn jetzt? Hättest du noch die Chance, das Vorstellungsgespräch im anderen Bereich abzuwarten oder hast du bereits gekündigt?
Und warum hast du das Dialoggespräch nicht nochmal angesprochen und auf einen Termin hingewirkt?

Gibt es nur einen einzigen Betriebsratsvertreter? Selbst wenn der kein Gehaltsplus für dich erreichen konnte, hätte er dich zumindest vor dem Arbeitgeber in Sachen Arbeitsmenge bzw. gleichmäßigerer Verteilung unterstützen können. Was ist das für eine Lusche, dass du dazu keine Unterstützung erfährst?! Es hätte anregen können, dass in einem Gespräch mit allen Beteiligten das Ungleichgewicht thematisiert wird und ihr hättet einen Weg erarbeiten können, wie ihr Transparenz schafft, was in Summe zu tun ist und wer wofür zuständig ist. Ein ganz normalesVorgehen übrigens. Man schaut sich das Gesamtportfolio an und dann werden die Aufgaben zugeteilt. Wenn deine Kollegin dann etwas liegen lässt, Fehler einbaut, Datenschutzverstöße begeht, ist das ihr Schuh und nicht dein Bier.

Ich verstehe auch nicht, warum du - falls man dir eine Lösung des Problems verwehrt-, nicht einfach deinen Stiefel herunterarbeitest in deinem Tempo und ohne Überstunden. Die kann man MAL machen, aber nicht andauernd. Ich hätte dann einmal gesagt, dass ich das enorme Tempo nicht mehr durchhalte und krank zu werden drohe, es jetzt mit normalem Tempo zu probieren. Wenn dann etwas liegen bleibt müssen die Ressourcen anders verteilt, Arbeit abgelehnt oder noch jemand eingestellt werden. Oder man schaut auf die Prozesse und guckt, ob da optimiert werden kann. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Auch das wäre Sache des Betriebsrates, da zu intervenieren. Sitzt dein Chef mit der Peitsche hinter dir, dass du dich so treibn lässt? Oder setzt du dich selber unter Druck? Das ist auch ein Aspekt, auf den du noch einmal schauen könntest.

Tatsächlich denke ich, dass du deine Situation im aktuellen Job schon auch ein Stückweit selber verbessern könntest. Allerdings eben durch andere Stellschrauben als einer Gehaltserhöhung; die könnte ja auch nur kurzfristig motivieren und dann geht dir wieder die Kraft aus. Das ursprüngliche Probleme des Workloads ist damit nicht gelöst. Allerdings erscheint es mir bald so, dass - wenn man deine Hinweise zu Haus, Lebenskosten etc. liest - ein Gehaltsplus das vorrangige Ziel zu sein. Und dann solltest du vielleicht doch den Job wechseln und dir einen suchen, bei dem du mehr Verantwortung übernimmst. Lediglich über die Quantität geht das i. d. R. nicht - sonst würden Akkordarbeiter ja Bestverdiener sein.

Die teils höheren Abschlüsse der Gewerkschaft sind ja auch in dem Sinn keine Gehaltserhöhungen. Aktuell kannst du damit gerade mal die überall gestiegenen Lebenskosten oder auch die Inflation ausgleichen.
Ich danke dir für deinen konstruktiven und wertfreien Beitrag, der wirklich mal alle Hürden thematisiert und mich nicht wie andere in Dreck zieht, weil ich der Kollegin gegenüber unfair wäre etc. 🙂 —> Das nehme ich basierend auf deinem ersten Beitrag wohl zurück. Schade, dass du nicht in der wertfreien Haltung bleiben kannst.

Ich denke deine Einschätzung des Betriebsrates ist schon richtig. Ich hatte die Gewerkschaft nun um Hilfe gebeten, die waren auch völlig entsetzt das da so gar nichts kommt. Ich für meinen Teil habe das Arbeitspensum nun schon reduziert und mir geht es damit etwas besser. Auch werde ich die Aufgaben zukünftig anders priorisieren. Ich arbeite fast nur mit Fristen und muss der Leitung bis zu Tag X Ergebnisse vorlegen. Danach wird die Zufriedenheit der Klienten gemessen. Daher kommt der Druck.

Da ja anscheinend der offene Umgang mit Fehlern und Spirenzchen der Kollegin sehr verpönt ist, denke ich wird es da leider keine Klärung und Aufgabenteilung geben. Allerdings komme ich nicht damit klar, für jemanden den Mist zu erledigen, der mir nicht überstellt ist und zudem noch mehr verdient als ich. Das ist das Thema des Ganzen. Ich verstehe halt nicht, warum ich weniger wert sein soll und trotzdem mehr leisten.

Ich werde mir das andere Unternehmen erstmal ansehen. Vielleicht ist es ja ganz gut. Im Endeffekt ist es ja nur ein Job, keine Lebensgemeinschaft..
 
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