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Subjektiver Umgang bei Gehaltsverhandlung und Suche nach neuem Job

Cocoloco44

Mitglied
Guten Morgen,

bei mir ist gerade folgender Prozess im Gange und es belastet mich einfach total:
Da ich nun zum wiederholten Male keine Gehaltserhöhung bzw. Angleichung an die Kollegen bekommen habe, habe ich beschlossen zu kündigen. Bewerbungen sind raus, aber leider keine Zusage in Sicht.

Ich habe denselben Abschluss wie die Kollegin, die genau dieselben Aufgaben macht wie ich. Zusätzlich erledige ich halt noch Zusatzaufgaben die nicht in meinen Bereich fallen (muss ich). Trotzdem verdient sie 500€ mehr, und hat mehr Urlaub. Mittlerweile fällt der Leitung auch keine Begründung mehr dafür ein. Der Umstand ist einfach der, dass sie mich eben gern weiter günstig beschäftigen wollen und denken das klappt auch so.

Es gibt verschiedene Bereiche bei uns. Bereich B ist sehr unbeliebt. Mir wurde gesagt, ich hätte ja die Option gehabt für mehr Geld dorthin zu wechseln und hab es nicht getan, daher bekomme ich jetzt nichts. Meine Kollegin hatte zugesagt zu wechseln, daraufhin das Geld verhandelt und dann wieder abgesagt. Nun darf sie den Monatsverdienst so behalten.

Ich finde das nicht ganz richtig oder? Ich hatte überlegt dahingehend mal die Gewerkschaft einzuschalten, allerdings weiß ich nicht ob das was bringt. Der Betriebsrat weiß Bescheid, ist allerdings völlig machtlos. Da die Leitung nun Wind bekommen hat das ich gehen will, haben sie mir noch einen Mitarbeiterdialog angeboten, dieser steht noch aus. Eigentlich kann ich mir den schenken.

Was mich wirklich belastet ist der hohe Druck und die Aufgaben, die ich in meiner Zeit gar nicht schaffen kann. Meine Kollegin macht nichts von dem. Alles fällt auf mich zurück und die Verantwortung liegt auch bei mir. Mit dem unfairen Gehalt dazu fühle ich mich richtig schlecht. Zudem hab ich Angst keine andere Stelle zu erhalten. Eigentlich würde ich mich gern krankschreiben lassen und gar nicht wiederkommen (hab gerade Urlaub)- allerdings macht das ja kein Arzt und alle meine Sachen sind noch dort im Büro..

Ich bin echt ziemlich geknickt :/
 
Guten Morgen,

bei mir ist gerade folgender Prozess im Gange und es belastet mich einfach total:
Da ich nun zum wiederholten Male keine Gehaltserhöhung bzw. Angleichung an die Kollegen bekommen habe, habe ich beschlossen zu kündigen. Bewerbungen sind raus, aber leider keine Zusage in Sicht.

Ich habe denselben Abschluss wie die Kollegin, die genau dieselben Aufgaben macht wie ich. Zusätzlich erledige ich halt noch Zusatzaufgaben die nicht in meinen Bereich fallen (muss ich). Trotzdem verdient sie 500€ mehr, und hat mehr Urlaub. Mittlerweile fällt der Leitung auch keine Begründung mehr dafür ein. Der Umstand ist einfach der, dass sie mich eben gern weiter günstig beschäftigen wollen und denken das klappt auch so.

Es gibt verschiedene Bereiche bei uns. Bereich B ist sehr unbeliebt. Mir wurde gesagt, ich hätte ja die Option gehabt für mehr Geld dorthin zu wechseln und hab es nicht getan, daher bekomme ich jetzt nichts. Meine Kollegin hatte zugesagt zu wechseln, daraufhin das Geld verhandelt und dann wieder abgesagt. Nun darf sie den Monatsverdienst so behalten.

Ich finde das nicht ganz richtig oder? Ich hatte überlegt dahingehend mal die Gewerkschaft einzuschalten, allerdings weiß ich nicht ob das was bringt. Der Betriebsrat weiß Bescheid, ist allerdings völlig machtlos. Da die Leitung nun Wind bekommen hat das ich gehen will, haben sie mir noch einen Mitarbeiterdialog angeboten, dieser steht noch aus. Eigentlich kann ich mir den schenken.

Was mich wirklich belastet ist der hohe Druck und die Aufgaben, die ich in meiner Zeit gar nicht schaffen kann. Meine Kollegin macht nichts von dem. Alles fällt auf mich zurück und die Verantwortung liegt auch bei mir. Mit dem unfairen Gehalt dazu fühle ich mich richtig schlecht. Zudem hab ich Angst keine andere Stelle zu erhalten. Eigentlich würde ich mich gern krankschreiben lassen und gar nicht wiederkommen (hab gerade Urlaub)- allerdings macht das ja kein Arzt und alle meine Sachen sind noch dort im Büro..

Ich bin echt ziemlich geknickt :/
Lies doch Deinen Arbeitsvertrag mal durch und arbeite nur noch das ab, was dort als Aufgaben definiert ist und übernimm keine Überstunden und keine Zusatzaufgaben mehr.

Wenn sich jemand beschwert berufst Du Dich auf Deinen Arbeitsvertrag und erklärst, dass es Dir bisher auch nicht gedankt wurde, dass Du zusätzliche Aufgaben übernommen hast und Du daher erledigt was im Vertrag vereinbart wurde und das das eventuell anders aussähe, wenn Deine Mehrarbeit auch mal honoriert würde.
 
Halte dich nun genau an den Arbeitsvertrag, kenne solche Situationen aus meinen immer nur befristeten Jobs im damaligen Arbeitsleben, man wurde als Befristeter oft benachteiligt in vielen Dingen gegenüber Stammkollegen m-w-d, die oft weniger Qualifikationen und Erfahrungen hatten wie ich.
 
Gen Z Problem. Der eine hat besser verhandelt, du ebend nicht. Mein Chef verdient seine 150k. Ich habe ihn 6 Wochen vertreten und bin der Meinung, dass mein Gehalt ebenfalls angeglichen werden muss. Schließlich haben wir den gleichen Abschluss. Er: Diplom und ich: Master und an sich sind unsere Aufgaben gleich... Eigentlich leite ich den Bereich inoffiziell.. Frechheit.

Merke:
Es wird immer so sein, dass jemand besser sein wird als man selbst. Sei es fachlich, monitär etc. So ist das Leben.
 
Meine Kollegin hatte zugesagt zu wechseln, daraufhin das Geld verhandelt und dann wieder abgesagt. Nun darf sie den Monatsverdienst so behalten.
Da liegt doch der Knackpunkt: Damit bekommt sie ja nicht mehr das Geld für den Job, der deinem so ähnlich ist.
Hatte sie vorher das gleiche Gehalt wie du? Ist sie womöglich auch älter oder erfahrener? Das könnten ja auch relevante Kriterien sein.

Du bringst hier zu viele Kriterien auf einmal ein, die mit diesem Vergleich nichts mehr zu tun haben. Zuviele Arbeiten, die du nicht schaffen kannnst. Das ist z.B. eine ganz andere Baustelle und rechtfertigt kein höheres Gehalt.

Das Gespräch würde ich trotzdem noch führen. Dass sie dir das anbieten, wird ja einen Grund haben. Verzettel dich nicht, sondern bleib beim Thema "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".
 
Gen Z Problem. Der eine hat besser verhandelt, du ebend nicht. Mein Chef verdient seine 150k. Ich habe ihn 6 Wochen vertreten und bin der Meinung, dass mein Gehalt ebenfalls angeglichen werden muss. Schließlich haben wir den gleichen Abschluss. Er: Diplom und ich: Master und an sich sind unsere Aufgaben gleich... Eigentlich leite ich den Bereich inoffiziell.. Frechheit.

Merke:
Es wird immer so sein, dass jemand besser sein wird als man selbst. Sei es fachlich, monitär etc. So ist das Leben.
Wieso empfindest du es als Frechheit, dass dein Chef bei gleicher Arbeit mehr verdient als du? Ich denke das ist ein Gen Z-Problem? Also müsstest du doch 100% zufrieden damit sein für die gleiche Arbeit weniger Geld zu kriegen? Oder willst du deinen Boomer-Frust einfach an jemandem auslassen der vermeintlich unter dir steht? Schön den Fahrradfahrer machen und nach oben buckelm und nach unten treten? Oder frustriert es dich, dass der TE mehr Rückgrat hat als du und es nicht einfach hinnehmen will unfair behandelt zu werden?
 
Da liegt doch der Knackpunkt: Damit bekommt sie ja nicht mehr das Geld für den Job, der deinem so ähnlich ist.
Hatte sie vorher das gleiche Gehalt wie du? Ist sie womöglich auch älter oder erfahrener? Das könnten ja auch relevante Kriterien sein.

Du bringst hier zu viele Kriterien auf einmal ein, die mit diesem Vergleich nichts mehr zu tun haben. Zuviele Arbeiten, die du nicht schaffen kannnst. Das ist z.B. eine ganz andere Baustelle und rechtfertigt kein höheres Gehalt.

Das Gespräch würde ich trotzdem noch führen. Dass sie dir das anbieten, wird ja einen Grund haben. Verzettel dich nicht, sondern bleib beim Thema "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".
Sie hat ja letztlich keinen Bereichwechsel oder andere Aufgaben angenommen sondern quasi betrogen. Das sie den Lohn nun behalten darf ist Kulanz des AG. Nochmal: Wir machen beide exakt dasselbe. Gleiche Stellenbeschreibung, gleicher Abschluss usw. Ja sie ist älter. Na und? In dem Bereich hat sie vorher nicht gearbeitet und es ergeben sich keine Unterschiede in der Qualität oder dem Inhalt der Arbeit.

Ich bin einfach super sprachlos das der Arbeitgeber offen so unfair mit mir umgeht. Ich wurde mehrmals von selbst vom Betriebsrat und von anderen Kollegen angesprochen, denen das aufgefallen ist. Die Aufgaben schaffe ich nicht, da sie nicht mit mir teilt. Sie schiebt alles auf mich ab. Normalerweise (und so war es vorher) sind die Sachen zu teilen.
 
Sie hat ja letztlich keinen Bereichwechsel oder andere Aufgaben angenommen sondern quasi betrogen. Das sie den Lohn nun behalten darf ist Kulanz des AG.
Genau, und das hat dich nicht zu interessieren. Normalerweise dürftest du das noch nicht einmal wissen, denn über gehaltliche Belange ist Stillschweigen zu bewahren. Was der AG mit ihr da vereinbart hat, ist deren Sache. Das ist auch kein Betrug, sie hat ihre Meinung geändert. Dem AG steht es frei, sie wieder zurückzustufen.

Es ist durchaus legitim und auch üblich, dass Jüngere bei gleicher Arbeit weniger verdienen. Da kannst du das Rumpelstilzchen geben, du wirst es nicht ändern und hast darauf schlicht auch keinen Anspruch. Dein Hebel ist zu gehen und dir etwas anderes zu suchen. Bei uns in der Firma würde man dir sagen "Reisende soll man nicht aufhalten! Tschüss und alles Gute!"

Bzgl. der Arbeiten, die sie nicht machen will, kannst du das Dialoggespräch nutzen und das monieren. Auch das kenne ich so, dass Ältere, meist langjähriger beschäftigte KollegInnen da eben kleine Vorzüge genießen. Fand ich früher auch unfair, mittlerweile bin ich die ältere Nutznießerin. So gleicht sich alles wieder aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Woher willst du wisen das die Kollegin mehr verdient? Manche sagen das auch um andere zu ärgern.

Ansonsten ist da ein TV oder ein Haustarif im Hintergrund?
Du kennst womöglich auch nicht alle Hintergründe der Kollegin und Inhalte der Verhandlungen.

Auch mit Tarifverträgen usw gibt es immer inviduelle Entscheidungen.

Normalerweise dürftest du das noch nicht einmal wissen, denn über gehaltliche Belange ist Stillschweigen zu bewahren.

Wo steht das? Das ist zwar sehr oft, aber nicht immer verboten.
 

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