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Studie zum bedingungslosen Grundeinkommen

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Bei mir als Kind wäre freiwilliger Schulbesuch mangels Schulpflicht allein schon daran gescheitert, daß ich ohne Zwang niemals jeden Tag um 6 Uhr früh aufgestanden wäre, um den Schulbus um 6.45 Uhr noch zu erwischen. Wenn nicht grad was sehr interessantes im Frühmorgen-Fernsehprogramm lief (eh nur an den Wochenenden) bin ich als Kind selten vor 10 Uhr aufgestanden. Im Winter wenn es früh draußen noch gar nicht hell ist sowieso. Merke: nicht jedes Kind lebt in "bequemer" Entfernung zur Schule, und nicht jedes Kind ist automatisch ein Frühaufsteher. Und daran ändert ein BGE überhaupt nichts.
Also die Schulpflicht wollen, so glaube ich, wollen die BGE-Anhänger nicht abschaffen.
Die Schulpflicht finden sie weiterhin wichtig und richtig.
Die Pflicht für seinen eigenen Lebensunterhalt durch die eigene berufliche Tätigkeit zu sorgen, finden sie dagegen blöd und unmenschlich.
Man könnte den Eindruck haben, dass die BGE-Anhänger, schulpflichtige Kinder nicht für Menschen halten, bestenfalls für Menschen zweiter Klasse.
 
Nächste Frage an die BGE-Anhänger:
Ist die allgemeine Schulpflicht noch zeitgemäß?

Ich sehe die Schulplicht als gesellschaftliche Aufgabe, den Heranwachsenden zu einem eigenständigen Wesen werden zu lassen. Sprich durch lesen, schreiben, rechnen etc. später ein eigenständiges Leben zu führen und dem eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie wird diese Schulpflicht im Zusammenhang mit der allgemeinen Pflicht für sein eigenes Auskommen zu sorgen, als Erwachsener meistens durch Erwerbstätigkeit, wenn nicht andere Einkommensquellen (Kapitalerträge, Mieteinkünfte, Rente etc.) vorhanden sind, gesehen?
 
Selbstverständlich wäre es das, denn draußen auf dem Land sind Arbeitsstellen sowieso dünn gesät, vor allem wenn man nichts gelernt hat, nichts kann und selber nichts hat (Eigentum, Wohnung, Land etc.), und wenn ich meiner Mutter das BGE abzüglich eines "Taschengelds" für mich als Kostgeld gegeben hätte, hätte sie mich halt auf Dauer durchfüttern können. In der Stadt wo man ganz andere Möglichkeiten in jeder Hinsicht hat, was insbesondere Freizeit aber auch Bildung angeht, habe ich damals ja nicht gelebt, und Internet gab es damals auch noch nicht.
Meine Mutter hat sehr gut gewußt, warum sie mich trotz des damit verbundenen Aufwandes nach der Hauptschule noch auf eine "höhere Schule" sprich anschließende Realschule geschickt hat, damit ich meinen Lebensweg woanders (...nicht mehr auf ihre Kosten...) und unter besseren Bedingungen als sie selber (Aushilfstätigkeiten und Hausfrau mangels eigener Bildung) führen kann, sprich damit ich aus ihren Haaren heraus bin. Sie hat selber gewußt, daß Kindergeld und väterlicher Unterhalt für mich nicht ewig fließen werden, und was dann? Bin dann auch mit 18 nach Schulabschluß gleich in Ausbildung, sowas wie bis 25 erst noch studieren was heute normal ist, gab es für mich nicht. Seither vollzeit berufstätig.
Glaubst Du im Ernst, mein Leben wäre mit billigem BGE genauso verlaufen? So wie es gelaufen ist, waren viele äußere Zwänge im Spiel, die sich aber hinterher oft als die bessere Alternative erwiesen haben. Gut ist, wenn man eben nicht alles in den Hintern geschoben bekommt wie es die BGE-Fans gerne hätten, sondern sich selber bewegen muß. Und das beste aus dem machen, was man kriegen kann. Genau das muß man aber auch erst mal lernen.
 
Selbstverständlich wäre es das, denn draußen auf dem Land sind Arbeitsstellen sowieso dünn gesät, vor allem wenn man nichts gelernt hat, nichts kann und selber nichts hat (Eigentum, Wohnung, Land etc.), und wenn ich meiner Mutter das BGE abzüglich eines "Taschengelds" für mich als Kostgeld gegeben hätte, hätte sie mich halt auf Dauer durchfüttern können. In der Stadt wo man ganz andere Möglichkeiten in jeder Hinsicht hat, was insbesondere Freizeit aber auch Bildung angeht, habe ich damals ja nicht gelebt, und Internet gab es damals auch noch nicht.
Meine Mutter hat sehr gut gewußt, warum sie mich trotz des damit verbundenen Aufwandes nach der Hauptschule noch auf eine "höhere Schule" sprich anschließende Realschule geschickt hat, damit ich meinen Lebensweg woanders (...nicht mehr auf ihre Kosten...) und unter besseren Bedingungen als sie selber (Aushilfstätigkeiten und Hausfrau mangels eigener Bildung) führen kann, sprich damit ich aus ihren Haaren heraus bin. Sie hat selber gewußt, daß Kindergeld und väterlicher Unterhalt für mich nicht ewig fließen werden, und was dann? Bin dann auch mit 18 nach Schulabschluß gleich in Ausbildung, sowas wie bis 25 erst noch studieren was heute normal ist, gab es für mich nicht. Seither vollzeit berufstätig.
Glaubst Du im Ernst, mein Leben wäre mit billigem BGE genauso verlaufen? So wie es gelaufen ist, waren viele äußere Zwänge im Spiel, die sich aber hinterher oft als die bessere Alternative erwiesen haben. Gut ist, wenn man eben nicht alles in den Hintern geschoben bekommt wie es die BGE-Fans gerne hätten, sondern sich selber bewegen muß. Und das beste aus dem machen, was man kriegen kann. Genau das muß man aber auch erst mal lernen.
Meine Anmerkung auf dich bezogen, war ironisch gemeint. Hätte ich besser kenntlich machen sollen.

"Bin dann auch mit 18 nach Schulabschluß gleich in Ausbildung, sowas wie bis 25 erst noch studieren was heute normal ist, gab es für mich nicht. Seither vollzeit berufstätig."

Mein Vater ist sehr früh gestorben. Meine Mutter hatte bei vier Kindern nicht viel Geld.
Ich bin mit 17 Jahren aus dem Haus und in Ausbildung gegangen. Ausbildungsvergütung ist weitgehend für Kost und Logi an den Chef gegangen. War auch völlig OK, weil die Chefs waren gut und ich konnte sehr selbständig arbeiten.
Mein Ziel war aber von Anfang an zu studieren. Also nach Fachoberschule studiert, weit weg von der Heimat, und danach noch den Wehrdienst abgeleistet. Habe Bafög bekommen und habe in den Ferien sehr gutes Geld in Fabriken verdient. Nach dem Studium hatte ich ca. 35.000 DM Schulden durch das Bafög beim Staat, das war 1990, Nach der Wehrpflicht mit 24. Jahren in dem Betrieb angefangen wo ich noch heute bin.
Einige meiner Jugendfreunde haben vor über 30 Jahren studiert und genau so viele üben ihren Lehrberuf aus. In meinem Umfeld hat sich zu heute in dieser Hinsicht nicht soviel geändert. Was sich sehr verändert hat, das mehr Kinder nach der 5. Klasse auf das Gymnasium gehen.
 
Nächste Frage an die BGE-Anhänger:
Ist die allgemeine Schulpflicht noch zeitgemäß?

Ich sehe die Schulplicht als gesellschaftliche Aufgabe, den Heranwachsenden zu einem eigenständigen Wesen werden zu lassen. Sprich durch lesen, schreiben, rechnen etc. später ein eigenständiges Leben zu führen und dem eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie wird diese Schulpflicht im Zusammenhang mit der allgemeinen Pflicht für sein eigenes Auskommen zu sorgen, als Erwachsener meistens durch Erwerbstätigkeit, wenn nicht andere Einkommensquellen (Kapitalerträge, Mieteinkünfte, Rente etc.) vorhanden sind, gesehen?
Die allgemeine Schulpflicht soll für sowas wie eine halbwegs taugliche (hm) Allgemeinbildung mit Grundwissen sorgen, für die gründliche und weiterführende Ausbildung später in den gewählten Berufen sorgt der jeweilige Arbeitgeber bzw. die Berufsschule, so eine Institution gibt es nämlich auch noch. Wie ein Jugendlicher in den letzten Schuljahren in den verschiedenen Fächern abschneidet, sagt ja schon was darüber aus wo seine Stärken und Schwächen liegen, ob er es z. B. mit Zahlen oder Fremdsprachen oder Textverständnis hat oder eher nicht.
 
Die allgemeine Schulpflicht soll für sowas wie eine halbwegs taugliche (hm) Allgemeinbildung mit Grundwissen sorgen, für die gründliche und weiterführende Ausbildung später in den gewählten Berufen sorgt der jeweilige Arbeitgeber bzw. die Berufsschule, so eine Institution gibt es nämlich auch noch. Wie ein Jugendlicher in den letzten Schuljahren in den verschiedenen Fächern abschneidet, sagt ja schon was darüber aus wo seine Stärken und Schwächen liegen, ob er es z. B. mit Zahlen oder Fremdsprachen oder Textverständnis hat oder eher nicht.
Danke für deine Antwort, aber auf meine Frage hast du jetzt aber nicht geantwortet.

Probleme mit dem Textverständnis. 😉 Soll ein Scherz sein.
 
Die Antwort lautet, selbstverständlich ist die "Pflicht" noch zeitgemäß. Wie sonst soll man all diejenigen Kinder, die in einem bildungsfernen Haushalt groß werden müssen, mit wenigstens ein bißchen Wissen belecken? Von selber kommt das nicht! Die Eltern sorgen nicht dafür, und wie "toll" moderne "Bildung" über YT aussehen würde, kann sich jeder selber vorstellen. Welche Wissensquellen haben die Kids von heute denn sonst noch? Seriöse Quellen wohlgemerkt. Früher haben sich Wißbegierige selber in der nächsten Bibliothek fortgebildet, wenn die Eltern sich keinen Lehrer leisten konnten oder wollten, aber heute, da ist Bücher lesen bekanntlich sowas von out, weil das Mühe macht.
 
Du scheinst dich gut im deutschen Schulwesen auszukennen.
Nur damit wir deine Beiträge richtig einordnen:
Welche (pädagogische) Qualifikationen bzw. welcher beruflichen Tätigkeit gehst du nach, dass du zu diesen kraftvollen Statements kommst?

Derzeit bin ich durch Corona arbeitslos und in einer Tagesklinik

Meine Erfahrungen resultieren aus meinen damaligen persönlichen Beobachtungen meines Klassenlehrers, der quasi ein Prototyp des Linksgrünen Alternativen war. Auch er fand dass Lernen Spaß machen soll, weswegen wir Noten aussuchen durften, fand Frontalunterricht blöd, wollte ständig Meditieren, mit Vornamen angesprochen werden und unser Bester Freund sein.

Nein, ich verarsche euch, der wurde auf die Schüler losgelassen, war ein typischer Quereinsteiger.

Resultat? Wir lernten nix, machten Nickerchen bei seinen Meditationsstunden und lachten sich halb Tod per seine Naivität sobald er sich umdrehte, während die auffälligsten Schüler unter uns erst recht abdrehen. Wir waren die einzige Klasse von ihn und komischerweise auch die einzige Problem Klasse... Woran das wohl liegen mag?

In jungen Jahren hielt es noch für eine Kuriosität eines Lehrers... Bis ich dann mit der Zeit feststellte wie explosionsartig diese Mentalität sich ausgebreitet hat. Inklusive die letzten Abitur gänge die heulen, dass alles soooo schwer war die Prüfung...
 
Meine Erfahrungen resultieren aus meinen damaligen persönlichen Beobachtungen meines Klassenlehrers, der quasi ein Prototyp des Linksgrünen Alternativen war.
Das ist natürlich sehr hart gewesen. Das erklärt natürlich einiges.
Meine reine Schulzeit liegt in den siebziger, achtziger Jahren. Politische Einstellungen der Lehrer konnte ich wenig erkennen, waren in der Hinsicht eher neutrale Wesen. Leider hat sich das sehr gewandelt. Dieser Wandel ist auch stark in den Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Medien erkennbar.
Ich merke ich schweife vom Thema ab.
 
Geld gibt es von Geldgebern und nicht vom Steuerzahler. Dafür bedarf es aber einer guten Geschäftsidee und einen fleißigen, überzeugenden Unternehmer. Das nennt man Unternehmerwille, -risiko und -fähigkeiten.
Ich bezweifle, dass dies bei Personen zutrifft, die ihre Geschäftsidee verwirklichen, wenn sie BGE erhalten.
Wenn man für den Staat arbeitet kriegt man auch vom Steuerzahler selbst. Gerade wenn man z.B Langzeitarbeitslose zur staatlicher Arbeit verdonnert.
 
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