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Studie - "Wuchernder Fremdenhass, ersehnte Diktatur"

Status
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Hüstel..................die Integrationsprobleme sind hausgemachte Probleme. Hätte sich Deutschland von Anfang an darum ernsthaft bemüht, es hatte ja jahrzehnte lang Zeit dafür, hätte es sowas jetzt schon lange nicht mehr gegeben.

Wir haben hier ein schlimmes Problem mit kriminellen Deutschen, das was noch dazu reinkommt, ist dagegen ein kleines Problem was mit dem von mir zuerst angesprochenen Thema,wenns vernünftig angepackt gewesen wäre, schon längst nicht mehr existieren würde.
Wir sollten uns , wenn etwas nicht klappt, erstmal fragen was wir in der Vorzeit versäumt haben bevor wir dazu übergehen Anklagen zu erheben.
 
Zusatz: Ich distanziere mich davon, alle in einen Topf zu werfen, in meinem Viertel zum Beispiel besteht das Problem von zuvielen Osteuropäern; gut, wenn man in andere Kölner Stadtteile fährt, vermischt sich das dann mit Türkisch, Arabisch, Indisch und wasweißich, darum gehts mir nicht, mir gehts um die bloße Menge, es sind einfach zu viele, und das noch in gewissen Gegenden; mir geht es darum, dass ich mich in meiner Stadt in gewissen Stadtteilen nicht mehr in Deutschland/heimisch/zuhause fühle, sondern unwohl; mich schrecken diese fremden, lauten Nationalitäten ab, ich fühle mich bedroht des abends in der Bahn, wenn da nur dunkelhäutige/-haarige Männer sind, die dann auch nicht sonderlich freundlich sind/sich benehmen; ich fühle mich entfremdet, wenn ich überall nur "ausländisch" - eben KEIN deutsch, höre.

Und ich bin sicher, dass will kein Land so haben! Aber in Deutschland wurde die Fahne des "Multikulti ist klasse" ja lange genug hochgehalten. Bis wir hier vor lauter Multikulti nicht mehr zuhause sind/uns fühlen.
Die Verantwortlichen für obig von mir geschilderte Verhältnisse wohnen ja auch nicht in den Kölner Stadtteilen, wo ich verkehre (verkehren muss), sondern in Stadtteilen, wohin sich kaum ein Ausländer verirrt. Klar, dass diese Verantwortlichen eine andere Meinung haben. Die wissen gar nicht, wie sich das anfühlt, in Stadtteilen zu wohnen, wo Mulitkulti herrscht.

Diese Fokussierung auf den Islam - ja mein Gott, die sind halt besonders frauenfeindlich. Mag ja sein, dass das im Koran nicht so steht, aber für mich zählt, wie Menschen/Männer die Religion leben/ausleben/auslegen/missbrauchen.
 
Ja klar ist es erlaubt darauf hinzuweisen es ist auch richtig darauf hinzuweisen.

Aber es ist a falsch ALLE in einen Topf zu schmeissen weil es eben auch 80% sind die integriert sind.

und b) falsch ist hier irgendeinen unsinn über den Islam zu verbreiten weil man ja so schön punkt 12 immer schaut
und
c) falsch ist zu sagen ich hatte da mal 1 erfahrung und kann sagen die sind alle so
Hallo Ali da G!

Ich glaube eigentlich nicht, dass viele Deutsche so pauschlisierend denken. Vielleicht noch ganz junge oder ganz alte.

Der Punkt ist eben, dass viele Migranten ein schlechtes Bild abgeben. Den Menschen fällt immer auf, was entweder neu oder wichtig ist. Bei den Migranten treffen wohl beide Kritierien zu. Sind sind relativ neu (Kopftücher etc) und wichtig (zB aufgrund der höheren Kriminalitätsrate). Vermutlich trägt auch ihre hohe Anzahl dazu bei. Und dann kommen eben noch andere Faktoren wie der 11.9. hinzu.
 
Hüstel..................die Integrationsprobleme sind hausgemachte Probleme. Hätte sich Deutschland von Anfang an darum ernsthaft bemüht, es hatte ja jahrzehnte lang Zeit dafür, hätte es sowas jetzt schon lange nicht mehr gegeben.
Hausgemachtes Problem - das stimmt!

Wir haben hier ein schlimmes Problem mit kriminellen Deutschen, das was noch dazu reinkommt, ist dagegen ein kleines Problem was mit dem von mir zuerst angesprochenen Thema,wenns vernünftig angepackt gewesen wäre, schon längst nicht mehr existieren würde.
Wir sollten uns , wenn etwas nicht klappt, erstmal fragen was wir in der Vorzeit versäumt haben bevor wir dazu übergehen Anklagen zu erheben.
Rein von den Zahlen her verharmlost Du stark. Ich versuche heute vielleicht noch ein paar klare Zahlen mit Quellen zu liefern. Jedenfalls verschärfen die Migranten die Probleme, die wir mit Deutschen haben noch weiter (siehe zB Kriminalität oder Transferleistungen!). Ich hoffe, dass dies nicht unverschämt klingt: aber nach der statistischen Zahlenlage scheint es so zu sein, dass wir uns eine Art Prekariat ins Land holen und damit die deutsche UnterschichtenProblemlage noch zusätzlich verschärfen.

Wie gesagt, ich versuche, die Zahlen nachzuliefern.
 
Hallo Frank, Zahlen habe ich nicht genannt 😕.....😉

Wie kann ein Problem das andere verschärfen ?
Wenn wir unsere eigenen Kriminellen nicht zur Räson bringen liegt das nicht an den Zugereisten. Das ist nur ein Armutszeugnis für die deutschen Gesetze, die Rechtsprechung und die deutsche Polizei.
Fest steht das die Deutschen prozentual weit mehr Straftaten begehen als Menschen aus anderen Ländern der Welt, die hier beheimatet sind.
Wir neigen auch dazu Straftaten von Menschen, aus anderen Volksgruppen, schlimmer zu verurteilen als die, die aus den eigenen Reihen kommen.

Zahlen sind da nicht so wichtig, weil es offensichtlich ist das weit mehr hier von eigenen Leuten vollbracht wird ( egal in welcher Branche sich die Straftaten bewegen und ausgeführt werden) als von anderen.
Die Medien sind ja voll davon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kann ein Problem das andere verschärfen ?
Wenn wir unsere eigenen Kriminellen nicht zur Räson bringen liegt das nicht an den Zugereisten. Das ist nur ein Armutszeugnis für die deutschen Gesetze, die Rechtsprechung und die deutsche Polizei.
Fest steht das die Deutschen prozentual weit mehr Straftaten begehen als Menschen aus anderen Ländern der Welt, die hier beheimatet sind.

Es geht um Geld.

Ich hätte gerne mal die Förderung, die ein Russlanddeutscher in wievielter Generation (?) hier bekommt. Ich hätte gerne mal als Deutsche ein Zehntel der Förderung, die Migranten hier bekommen.

Mir geht es darum, dass es einfach zuviele sind und die alle Geld kosten - und es handelt sich größtenteils um Wirtschaftsflüchtlinge, die kosten den deutschen Staat und bringen nichts ein. Die sind nämlich alle bei der ARGE - mitsamt ihrer 10 Kinder. Und die kriegen alle Geld. Was tun die alle hier? Darf man das fragen, ohne als "extrem" bezeichnet zu werden?
Warum kriegen die deutschen Arbeitslosen nichts, die deutschen armen Rentner, die deutschen Sozialfälle? Warum holt man sich noch die Probleme anderer Länder ins Land? (Ich meine damit wirtschaftl. Probleme, ich meine keinesfalls politische Asylbewerber, die müssen und sollen hier immer Aufnahme finden.) Wer tut sowas, wer entscheidet, wer noch nach Deutschland rein darf?
 
Es ist auch nicht gesund für -alles- Toleranz zu haben. Und es hat nicht nur was mit kindlicher Prägung aus der Herkunftsfamilie zu tun, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen nicht gänzlich übereins kommen. DAS ist und bleibt illusorisch.

Das habe ich auch nicht behauptet, ich bin auch nicht -mehr - multikulti.
Ich habe gesagt, wir alle werden familiär (in der Kindheit) geprägt, dem anderen, der nicht so ist, wie wir, d.h. nicht zur Familie gehört, zu misstrauen. Vom Misstrauen dem gegenüber, der anders ist als man selbst, zu Feindseligkeit und dann Hass sind immer nur kleine Schritte, die leicht zu gehen sind.

Ich wollte auch nicht der "großen homogenen Gruppe" das Wort reden, das wäre auch sicherlich nicht machbar. Im Gegenteil, ich habe gesagt, Menschen können so nicht leben: Frei, ohne Machtgefälle, ohne Rituale, ohne das ganze Brimborium, incl. Familie, KLeingärtnerverin und alldem, was Menschen offensichtlich benötigen um Halt zu finden. "Halt" = Psychische Ausgeglichenheit.
Fehlt dieser Halt, z.b. aus wirtschaftlicher Not, driften Menschen ab in Extremismen, denn sie fühlen sich akut bedroht. So einfach ist das. Im Moment fühlen sich viele Deutsche bedroht, was ja auch verständlich ist.

Und wenn Menschen in ein anderes Land immigrieren ist es zu erwarten, dass sie sich schon auch an Grundsätze halten und sich an maßgebende Dinge anpassen.
Ich habe nichts anderes gesagt. Ich habe "nur" Verständnis insoweit für die, die jetzt politisch "abdriften", wobei Verständnis das zu starke Wort ist; eigentlich handelt es sich bei mir um ein Verstehen dessen, was gesamtgesellschaftlich passiert, aber keinesfalls um ein Verständnis für den einzelnen dumpfbackigen Rechtsextremisten. Das Volk hat halt die Schnauze voll, das ist m. Erachtens verständlich. Leider sucht sich das Volk den falschen Sündenbock, denn verantwortlich für diverse Miseren in Deutschland sind andere als die Ausländer oder die Arbeitslosen.
 
@Grainne: Wir sind uns ja bei diesem Thema auch tendenziell ziemlich einig, habe ich gerade festgestellt. Und ja, ich gebe dir vollkommen Recht, dass die Verantwortung hierfür unsere Politiker tragen, keine Frage!

Und dennoch entwickelt sich dieser Thread doch wieder so typisch..... da erzählt man mal von seinem Alltag, in dem man persönlich sehr, sehr viel mit Ausländern zu tun hat, in dem man oft genug sehr angegangen wird, in dem ich einfach Dinge erlebe, die so niemand akzeptieren kann und schwupps, kommt in Folge der Kommentar : Dass diese Worte ja beantworten wie Fremdenhass entsteht.... Nee, ich ärgere mich nicht, weil es einfach nur so lächerlich ist.... und ich möchte mal User XY sehen, der seiné Tochter auf eine Grundschule gibt, wo der Ausländeranteil sehr hoch ist, auf die dann ständig sexuelle Übergriffe gestartet werden und dann ??? JA, was ist denn DANN???? Massives Wehren ist ja dann schon "Fremdenhass", gell?? 😀😀😀

Und 80 % sind integriert --- ja, auch klar........ Dann lebe ich wohl hier in einer anderen Welt. Ich betonte bereits dass ich in einen Stadtteil gross wurde, wo der Ausländeranteil sehr hoch ist. Die Türken lernten mir schon im zarten Alter das Schrecken. Und hier am Zob war lange, lange der Drogenumschlageplatz. Nur Afrikaner -in Massen, ausschliesslich, die am hellichten Tage ihr Zeug vertickerten, und einen als Frau, wenn man dort vorbei musste, obzönes Zeug hinterherriefen. Und ich kann die Welt nicht retten, aber ich kann erwarten, dass in meinen eigenen Land vernünftig und respektvoll mit mir umgegangen wird, oder??? Ist das auch schon zuviel verlangt??? Und ich habe tagtäglich durch meinen Job mit einen Haufen Ausländern zu tun. Ich bin zu jeden freundlich, behandele alle gleich, nur das Echo ist erbärmlich oft, weil ich eine FRAU bin.

Ist das zu akezptieren?? Wenn es mal ein Einzelfall wäre, würde ich kein Wort drüber verlieren. Ist es aber definitiv nicht. Selbstverständlich gibt es auch jede Menge korrekte Migranten, DAS habe ich wiederum nie in Abrede gestellt. Aber ein Zuviel auf der anderen Seite. Und ja, es ist definitiv in Deutschland insgesamt zuviel geworden.

Und ich finde es schon anmaßend, dass man sich hier erzählen lassen muss, dass man sein Wissen nur aus der Bild oder Punkt12 bezieht. DAS finde ich dreist und gegenstandslos. Ich nehme die Bild noch nicht mal in die Hand. Meine Erfahrungen beruhen auf der Realität und auf nichts anderen. Und ich denke dass hier der Rest der Diskutierenden kein Bildzeitungsklientel ist....



Nachtblume
 
alle Gesellschaftssysteme vergessen eines: Die Unterdrückung der Frau. Deshalb kann es nicht funktionieren; in einer Gesellschaft, in der per se eine Hälfe immer noch - und das wird auch noch eine zeitlang so bleiben - benachteiligt ist, wird es nie wirkliche Freiheit geben. Die einen werden immer die anderen ausnutzen und das System der Macht/Gewalt/Unterdrückung wird nie aufhören, denn Macht/Gewalt/Unterdrückung wird sich so immer weiter fortsetzen, weiter gegeben werden. Von Generation zu Generation.
Wer Gewalt/Unterdrückung in der Kindheit erfährt, gibt sie immer weiter.

Dass es jede Menge Unterdrückung gab und gibt, dass es auch die permanente Unterdrückung der Frau im Patriarchat gegeben hat und immer noch gibt, da gehe ich mit dir völlig konform. Nur reicht das noch nicht aus, um den Ursachen der vielfältigen Unterdrückung und der Unfreiheit aller auf den Grund zu gehen, die meiner Meinung nach noch sehr viel weiter geht. Es wird immer angenommen, so habe ich auch mal gedacht, dass der Mann wirklich freier ist als die Frau. Scheinbar ist er das, jedenfalls nach unseren kulturellen Kriterien gesehen, aber ist der Mann das menschlich gesehen denn wirklich? Wird man denn wirklich gefragt als Mann, ob man dieses vorgegebene Rollenverständnis überhaupt will?

Die Freiheit des Mannes wird leider oft genug in den Vordergrund gebracht und einfach angenommen, ohne seine Rolle in der hiesigen Sozialisation auch mal gründlich zu hinterfragen. Wenn Frauen sich vom Joch der Unterdrückung befreien wollen, dann ist das eine gute Sache, die ich auch sehr unterstütze. Aber es ist keine gute Sache, die Rolle des Mannes dabei völlig zu vernachlässigen, als gäbe es hier nicht auch genügend Probleme, was einer Aufarbeitung allemale wert wäre. Letztendlich, das schreibst du ja auch, hängt sehr viel von der Erziehung ab, welche Rollen wir einnehmen und einnehmen müssen. Die Freiheit des Mannes ist meines Erachtens keine wirkliche Freiheit dadurch, dass ich mehr Möglichkeiten zur Dominanz und zu einer monitär größeren wirtschaftlichen Freiheit gelange, während es im sozialen Bereich absolut desaströs ist.

Männer werden vor allem bei der Entwicklung sozialer Eigenschaften und bei der Akzeptanz der eigenen Gefühle sehr stark benachteiligt. Männer müssen stets stark sein, das lernt man als Mann sehr früh. Und hierbei sind auch die Frauen ja sehr stark über die Erziehung beteiligt gewesen, auch sie haben das Rollenbild des Patriarchats sehr stark verinnerlicht und weitergegeben. So durften Männer stets einsam den Kämpfer abgeben, durften in Kriegen massenhaft sterben, mussten sich damit abfinden, in der Familie eine immer geringfügigere Rolle zu spielen, weil sie ja ohnehin "nur" noch die Ernährer abgeben dürfen. Inwieweit das in eine gefährliche Kompensation führt und in den Aufbau von Machtstrukturen, das ist meines Erachtens auch alles eine Ursache des Problems.

Das Problem, das ich bei der Frauenbewegung oft sehe, ist, dass es hier leider oft genug dazu kommt, dass das männliche Freiheitsideal gar nicht hinterfragt wird, dass manche Frauen sich sogar in die angebliche Freiheitsdomäne des Mannes flüchten und sich selbst dann auch weiterhin in dieser Rolle von sich selbst abspalten und sich so oft noch tiefere Gräben und Unsicherheiten zwischen den Geschlechtern auftun. Befreiung ja, da bin ich dafür, auf jeden Fall. Aber wenn das gelingen soll, dann müssen alle Rollenbilder unbedingt hinterfragt und auch sukzessive abgeschafft werden. Ohne neue Feindbilder zu schaffen. Unterdrückende sind ja oftmals selbst Menschen, die sehr stark unterdrückt worden sind, wer wirklich frei erzogen wird, der neigt nicht zur Unterdrückung. Genau dieser Zusammenhang ist sehr wichtig!

Es gibt durchaus sehr gute Literatur innerhalb der Frauenbewegung, die versucht, das Problem inzwischen ganzheitlich anzugehen. Eine Frau und Frauenrechtlerin der ersten Stunde, die das auch sehr gut dargelegt hat, ist Astrid von Friesen, das Buch "Schuld sind immer die anderen!" von ihr hat mir auch nachhaltig die Augen geöffnet:

Schuld sind immer die anderen! Die Nachwehen des Feminismus. Frustrierte Frauen und schweigende Männer: Amazon.de: Astrid von Friesen: Bücher

Wirklich frei wären wir ohne Kernfamilie, die diese Machtstrukturen etabliert, ohne religiöse Dogmen, mit gleichen Chancen für alle, das wäre eine Revolution.

Da stimme ich dir zu, das wäre in der Tat ein schönes Ziel! Hierzu gibt es inzwischen ja auch mehr als genug Aufklärung, die das auch mehr als nur bestätigen, wo es auch interessante Lösungsansätze zu lesen gibt. Hier ist eine Übersicht dazu:

Autoritärer Charakter ? Wikipedia

Und hier auch ein Überblick über die Arbeit von Wilhelm Reich dazu:

Wilhelm Reich ? Wikipedia

Insbesondere die Entwicklung hin zur Reduzierung der Familie auf die Kernfamilie wurde sehr oft kritisiert und thematisiert. Hier sind vor allem Wilhelm Reich, Max Weber und vor allem auch Christopher Lasch, Erich Fromm und Adorno zu nennen. Heute sind wir bereits soweit, dass selbst die Kernfamilie nicht mehr als sozialer Raum für den einzelnen Menschen funktioniert.

Die Menschen sind aber leider dazu mental und psychisch nicht fähig, das ist der böse Teil dieser Wahrheit; die Menschen brauchen ihre Familie, ihre Unterdrückung, ihren Hass, ihre Führer, ihre "dicken Macker", die das sagen haben, sie brauchen jemand - oder mehrere - die ihnen sagen, wo es langgeht, sie brauchen ihre Bildzeitung, ihren Fußball, ihr Bier, ihre Rituale, ihren wöchentlichen standardisierten Beischlaf, beim Frauen eh nicht kommen, Männer brauchen deshalb Puffs und Frauen Frauenzeitungen und Kränzchen und Tratsch und Klatsch, um wiederum über die Männer herzuziehen und es wird sich nie was ändern zwischen den Geschlechtern, weil die Gewalt/Macht/Hassstrukturen in der Familie entstehen und auch immer so weiter gegeben werden.

Das könnte man in der Tat meinen, wenn man dazu nicht die Entwicklung der Aufklärung über eine lange Zeit heranzieht. Es gibt zum Glück eine Entwicklung hin zu mehr persönlicher Freiheit, die sich nicht mehr stoppen läßt, weil die Informationsmöglichkeiten und damit die Möglichkeiten zur Aufklärung für die Menschen zum Glück immer größer geworden sind. Jeder kann sich heute durchaus informieren und befreien, was dabei allerdings kontraproduktiv wäre, dass neue Feinbilder die alten ersetzen.

Und damit wären wir nun auch wieder bei der aktuellen Debatte hier in diesem Thread angelangt. Das Hinterfragen der Feindbilder und wie sie entstehen, kann nur gelingen, wenn vor allem der Hang dazu, Feindbilder aufzubauen, nach Schuldigen zu suchen, endlich abgelegt wird. Die Ursachen sind komplex genug für die Intoleranz und die Unterdrückung, es reicht aber schon einzusehen, dass wir alle, und das gilt eben vor allem für die Kulturen mit autoritär strukturierten Religionen, ein Teil dieser jahrtausendelangen Unterdrückung waren und immer noch sind.

Ich sehe es nicht so negativ, dass wir diese Destruktivität wirklich brauchen. Das wird den Menschen leider oft genug eingeredet. Auch deswegen bleibt es vielleicht oft so wie es ist, weil diese Aussagen halt eine Resignation hervorbringen. Der Mensch strebt schon von Natur aus nach persönlicher Freiheit und nach ganzheitlicher Entwicklung und keineswegs möchte er in die Unterdrückung, das ist jedenfalls meine feste Überzeugung. Das ist viel eher ein Problem der längst überholten autoritär geprägten Erziehungsstrukturen.
 
Dass es jede Menge Unterdrückung gab und gibt, dass es auch die permanente Unterdrückung der Frau im Patriarchat gegeben hat und immer noch gibt, da gehe ich mit dir völlig konform. Nur reicht das noch nicht aus, um den Ursachen der vielfältigen Unterdrückung und der Unfreiheit aller auf den Grund zu gehen, die meiner Meinung nach noch sehr viel weiter geht. Es wird immer angenommen, so habe ich auch mal gedacht, dass der Mann wirklich freier ist als die Frau. Scheinbar ist er das, jedenfalls nach unseren kulturellen Kriterien gesehen, aber ist der Mann das menschlich gesehen denn wirklich? Wird man denn wirklich gefragt als Mann, ob man dieses vorgegebene Rollenverständnis überhaupt will?

Es gibt sicherlich Einzelfälle - oder mehr als Einzelfälle - die das nicht so wollen, wie es ihnen anerzogen wird, also die das: "so ist ein Mann und damit basta", nicht wollen. Diese Männer kenne ich, ja, und die leiden, ja.
Der Mann ist auch nicht freier als die Frau. Aber er hat mehr Macht. Und damit lässt sich Unfreiheit doch ganz gut genießen, denn Macht zu haben, bedeutet: Mittel und Wege zu haben, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Freiheit des Mannes wird leider oft genug in den Vordergrund gebracht und einfach angenommen, ohne seine Rolle in der hiesigen Sozialisation auch mal gründlich zu hinterfragen. Wenn Frauen sich vom Joch der Unterdrückung befreien wollen, dann ist das eine gute Sache, die ich auch sehr unterstütze. Aber es ist keine gute Sache, die Rolle des Mannes dabei völlig zu vernachlässigen, als gäbe es hier nicht auch genügend Probleme, was einer Aufarbeitung allemale wert wäre. Letztendlich, das schreibst du ja auch, hängt sehr viel von der Erziehung ab, welche Rollen wir einnehmen und einnehmen müssen.
Ich behaupte sogar, dass es fast alles von der Erziehung abhängt, also circa über 90 %. Es wurde nachgewiesen, dass Geschlechter (und damit psychosozialees Verhalten) anerzogen werden.

Männer werden vor allem bei der Entwicklung sozialer Eigenschaften und bei der Akzeptanz der eigenen Gefühle sehr stark benachteiligt. Männer müssen stets stark sein, das lernt man als Mann sehr früh. Und hierbei sind auch die Frauen ja sehr stark über die Erziehung beteiligt gewesen, auch sie haben das Rollenbild des Patriarchats sehr stark verinnerlicht und weitergegeben. So durften Männer stets einsam den Kämpfer abgeben, durften in Kriegen massenhaft sterben, mussten sich damit abfinden, in der Familie eine immer geringfügigere Rolle zu spielen, weil sie ja ohnehin "nur" noch die Ernährer abgeben dürfen. Inwieweit das in eine gefährliche Kompensation führt und in den Aufbau von Machtstrukturen, das ist meines Erachtens auch alles eine Ursache des Problems.
Aber damit rennst du bei mir offene Türen ein!
Frage: Warum verweigern sich Männer nicht einfach? Offensichtlich gefällt es den meisten so, wie es ist? (Rhetorische Frage.)

Das Problem, das ich bei der Frauenbewegung oft sehe, ist, dass es hier leider oft genug dazu kommt, dass das männliche Freiheitsideal gar nicht hinterfragt wird, dass manche Frauen sich sogar in die angebliche Freiheitsdomäne des Mannes flüchten und sich selbst dann auch weiterhin in dieser Rolle von sich selbst abspalten und sich so oft noch tiefere Gräben und Unsicherheiten zwischen den Geschlechtern auftun.
Geht oft nicht anders, aber, soll hier erstmal egal sein.

Befreiung ja, da bin ich dafür, auf jeden Fall. Aber wenn das gelingen soll, dann müssen alle Rollenbilder unbedingt hinterfragt und auch sukzessive abgeschafft werden. Ohne neue Feindbilder zu schaffen. Unterdrückende sind ja oftmals selbst Menschen, die sehr stark unterdrückt worden sind, wer wirklich frei erzogen wird, der neigt nicht zur Unterdrückung. Genau dieser Zusammenhang ist sehr wichtig!
Genau das meine ich. Ich meine, wir sind - bis auf ganz, ganz seltene Ausnahmen - alle unfrei.
Unfreiheit führt zu Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, weil einfach die Möglichkeiten fehlen, sich selbst zu verwirklichen. Das wiederum kann sehr schnell zur Aggession/Feindbildung/Neid/Hass auf andere führen. Deshalb muss man das Problem ganzheitlich angehen.


Heute sind wir bereits soweit, dass selbst die Kernfamilie nicht mehr als sozialer Raum für den einzelnen Menschen funktioniert.
Und warum wird die dann so glorifiziert? Es müssen andere "soziale Räume" her, die Menschen müssen sich irgendwo aufgehoben/zuhause/geborgen fühlen.

Das könnte man in der Tat meinen, wenn man dazu nicht die Entwicklung der Aufklärung über eine lange Zeit heranzieht. Es gibt zum Glück eine Entwicklung hin zu mehr persönlicher Freiheit, die sich nicht mehr stoppen läßt, weil die Informationsmöglichkeiten und damit die Möglichkeiten zur Aufklärung für die Menschen zum Glück immer größer geworden sind. Jeder kann sich heute durchaus informieren und befreien, was dabei allerdings kontraproduktiv wäre, dass neue Feinbilder die alten ersetzen.

Information alleine reicht nicht aus. Sie ist sehr wichtig, klar, wer nix oder wenig weiß, wird nicht weiter kommen beim denken, demjenigen fehlen dann auch die Gesamtzusammenhänge von einzelnen Problemen, aber: Information alleine macht Menschen nicht fähiger zur Freiheit bzw. "unanfälliger" gegenüber Fremdenhass und sonstigen seltsamen "Verführungen". Information reicht nicht aus.

Und damit wären wir nun auch wieder bei der aktuellen Debatte hier in diesem Thread angelangt. Das Hinterfragen der Feindbilder und wie sie entstehen, kann nur gelingen, wenn vor allem der Hang dazu, Feindbilder aufzubauen, nach Schuldigen zu suchen, endlich abgelegt wird. Die Ursachen sind komplex genug für die Intoleranz und die Unterdrückung, es reicht aber schon einzusehen, dass wir alle, und das gilt eben vor allem für die Kulturen mit autoritär strukturierten Religionen, ein Teil dieser jahrtausendelangen Unterdrückung waren und immer noch sind.
Ich glaube, das gilt für alle Religionen.
Ich glaube auch, die weitaus meisten Menschen erkennen das nicht 😕 Sie erkennen nicht, wie sie, ganz privat, ihr Leben lang gegängelt wurden, unfrei gehalten wurden, bis sie irgendwann mal sterben und sich fragen: "War das jetzt mein Leben/aber ich habe doch nie gelebt!".


Ich sehe es nicht so negativ, dass wir diese Destruktivität wirklich brauchen. Das wird den Menschen leider oft genug eingeredet. Auch deswegen bleibt es vielleicht oft so wie es ist, weil diese Aussagen halt eine Resignation hervorbringen. Der Mensch strebt schon von Natur aus nach persönlicher Freiheit und nach ganzheitlicher Entwicklung und keineswegs möchte er in die Unterdrückung, das ist jedenfalls meine feste Überzeugung. Das ist viel eher ein Problem der längst überholten autoritär geprägten Erziehungsstrukturen.
Sag ich doch. Und die werden immer weiter gegeben.
Auch die Unfreiheit, das "du bist nicht o.k.", das Rollenbild, all das wird immer weiter gegeben. Und darin liegt der Kern der Unzufriedenheit, der Anfälligkeit für Extreme, für "starke Männer, die es richten" etc pp.

Welche Destruktivität meinst du?
 
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