Dann bereitet euch darauf vor, dass auch Unterschiede zwischen Kindern und vollgestillten Säuglingen angesprochen wird. Ein bisschen besser als nur das hier geäußerte "sie kann ja abpumpen".
Hast du dich mal gefragt was Adoptiveltern oder Pflegeeltern in Bereitschaftspflegefamilien mit Babys machen, die noch gestillt werden müssten? Stillen ist keine Ausrede und wir leben auch nicht mehr im 19. Jahrhundert wo es noch keine Babynahrung gab. Abstillen kann man auch im Ruheraum der Uni oder an unbeobachteten Plätzen. Ich habe das Gefühl du deckst das hier. Stillen ist natürlich. Genau wie menstruierende Frauen. Die bleiben auch nicht jedes Mal zu Hause wenn sie ihre Tage haben.
Ein Baby muss mehrfach am Tag gestillt werden. Nicht nur einmal. Für ein oder zwei Mal kann man locker auch abstillen. Außerdem ist ihr Kind mittlerweile nicht mehr im Stillalter. Es geht um ein Seminar mit der Länge von 90 Minuten. So lange hält auch ein Stillbaby durch.
Das Kind wird hier viel mehr als Mittel zum Zweck genutzt. Wenn es nur ein oder zwei Mal gewesen wäre, hätte jeder Verständnis gehabt, aber das Kind wird hier regelmäßig für Ausreden benutzt. Mal ist Pekip, dann Kinderarzt, dann ist der Mann krank. Vor dem Baby lag der Vater im Krankenhaus, dann musste sie arbeiten. Die Ausreden kommen nicht erst seit dem Kind.Es läuft seit 2 Jahren so.
Zudem erschließt sich mir nicht, wie sie euch in eurem Arbeitsleben mit zwei Kindern Konkurrenz sein soll. Sie wird vermutlich gar nicht Vollzeit arbeiten können nach Abschluss des Studiums.
Das habe ich hier ausführlich erläutert. Es verfälscht die Ergebnisse und erweckt beim Arbeitgeber den Eindruck der Doppelbelastung gerecht zu werden, obwohl es eben nicht so ist.
Interessant wäre noch, wie viele von den 35 Studis weiblich sind und ob diese auch geschlossen dagegen sind...
Ich muss dich leider enttäuschen. Sowohl alle Männer und auch alle Frauen aus unserem Studiengang sind gegen unterschiedliche Sonderbehandlungen. Wenn es nur ein oder zwei wären würde es nicht thematisiert werden. Ich kann dir gern Zahlen nennen. Wir sind 11 Männer und 22 Frauen. Die Männer sind zum Großteil Familienväter oder haben Freundinnen. Es wird im Studentenrat der nächsten Sitzung definitiv Thema sein und wir werden auch mit dem Dekan sprechen.
Es geht primär auch darum, dass die anderen Muttis die gleichen Vorteile haben.