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Studentin will immer eine Extrawurst

Denkst du, ich bin bescheuert und stelle das hier rein? Wir sind nur eine überschaubare Anzahl im Studiengang.
Die meisten Unis haben eine fünfstellige Anzahl an Studenten und mehrere Dutzend Studiengänge. Du bist hier zudem völlig anonym. Wie zu Geier sollen wir da irgendwas rausfinden sollen?

Ich bin nich neidisch. Ich stehe aber auf Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass unterschiedliche Regeln gelten.
Es ist aber Gerechtigkeit, dass für unterschiedliche Leute unterschiedliche Regeln gelten. Kinder und Jugendliche werden für Verbrechen weniger schwer bestraft als Erwachsene. Behinderte haben Rechte, die Nicht-Behinderte nicht haben. Arme bekommen Geld vom Staat, Reiche nicht. Und Eltern bekommen eben Unterstützung, die Alleinstehende nicht bekommen.

Ich hätte kein Problem wenn für die zwei Anderen mit Kind das Gleiche gelten würde, aber da wird keine Ausnahme gemacht [...]
Natürlich gelten für die die gleichen Regeln, sofern sie in der gleichen Situation sind. Aber sie haben BEIDE keine vollgestillten Säuglinge zu Hause, oder? Ergo: nicht die gleiche Situation. Sie dürften dennoch Vorteile euch Nicht-Eltern gegenüber haben. Die sie aber halt auch proaktiv wahrnehmen müssen.

Bei meinem Kumpel (gleicher Studiengang) ist der Vater gestorben. Er hat um Fristverlängerung gebeten. Er bekam als Nachricht zurück, dass das nicht ginge und er sich eine 5,0 eintragen lassen soll und den Zweitversuch starten muss.
Ja, das ist S****. Aber daran ist nunmal nicht deine Kommilitonin schuld, sondern das ist Sache der Uni-Statuten und des Prüfungsamts.

Ist ja klar das ihr das besser wisst. Ihr könnt es ja einschätzen. 🙄
Wir sehen das wenigstens neutral. Ihr nicht.

Klausur hin oder her. An den anderen Tatsachen gibt es nichts zu rütteln und das ist unfair.
Wenn das, was sie macht, von der Uni so vorgesehen ist, ist daran nichts unfair. Das ist total simpel.
Und alles, was wirklich unfair wäre, was du hier mitteilst, sind Gerüchte und Hörensagen und vermutlich teils bösartige Unterstellungen. Keine Tatsachen.

Das spaltet die Studentenschaft.
Wieso denn? Dann scheint es ja doch noch viele zu geben, die auf "ihrer Seite" stehen, das freut mich für sie.

Entweder alle mit Nachteilsausgleich haben die gleichen Rechte oder eben nicht.
Die anderen Eltern HABEN die gleichen Rechte. Aber solche Sonderrechte muss man auch einfordern. Man bekommt eben nicht alles in den Hintern geschoben, man muss sich SELBER fragen "Was steht mir zu und was muss ich machen, damit ich es auch bekomme?"

Ich würde schon sagen, der Prof vernascht die ein oder andere Studentin und lässt sich von Gesichtern lenken.
Und spätestens hier sind wir an dem Punkt, an dem deine Aussagen sogar strafrechtlich relevant werden. Das sollte euch bewusst sein.

Weil sie immer auf armes Opfer macht und darum geht es. Man muss zum stillen nicht nach Hause. Man kann auch abpumpen.
Du hast KEINE Ahnung von Milcheinschuss, Stillen und Säuglingen, oder?

Es kann nicht sein, dass eine Studentin nicht fehlen darf wenn ihr 2 jähriges Kind mit 40 Fieber zu Hause liegt und die Kommilitonin rennt ständig nach Hause und stillt ihr Kind. So sieht keine Gleichberechtigung aus. Dann bitte bei allen..
Das kann sein. Das zweijährige Kind der Studentin hat ja offenbar eine vertraute Betreuung zuhause. Der Vater, die Großeltern. Das ist ausreichend. Sofern diese Betreuung fehlen würde, hätte deine Kommilitonin natürlich das Recht, zuhause zu bleiben, sofern sie entsprechend proaktiv für sich eintritt. PROAKTIV ist hier das Stichwort.
Der Säugling eurer verhassten Kommilitonin muss aber ernährt werden. Und das KANN derzeit NUR die Mutter machen.

Nur hatte sie den Nachteilsausgleich eben noch nicht, aber sie hatte ständig Ausreden.
Das ist ein völlig anderes Thema, und erlich gesagt spricht es nicht für dich, dass das erst aufkommt, nachdem du hier zwei Seiten lang Gegenwind und vernünftige Ratschläge bekommen hast.

Ihr seid in der UNI, und ihr benehmt euch, als ob ihr noch 5 Jahre alt wärt.
 
Dann lernt ihr eben grade was fürs Leben.

Es ist nicht immer gerecht. 😉

PS: Ich frage mich trotzdem, was ihr davon hättet , wenn sie nicht so gut davon käme.

Davon würde es Euch selbst doch auch nicht besser ergehen und bessere Noten hättet ihr auch nicht.

Damit meine ich diejenigen, die es ihr missgönnen.
 
Naja, die anderen haben sehr wohl Nachteile, wenn sie so bevorzugt wird. Gerade, wenn sie bei einem Drittel der Leistung trotzdem top Noten hat. Am Ende läuft es noch so, dass ein Arbeitgeber ihr gutes Zeugnis sieht, nicht weiß, dass sie weniger Leistung dafür erbringen musste, und sie dann einstellt (Motto "so tolle Leistungen in Regelstudienzeit trotz Kind") und ein anderer Absolvent, der Meilen besser ist und 3mal so hart für den Abschluss arbeiten musste, bekommt ihn nicht (weil er auf dem Papier geringfügig schlechter ist). Dazu die Blamage für alle Abschlüsse der Hochschule, wenn sie später nichts kann ("ne, von da stelle ich niemanden mehr ein, damit bin ich schonmal auf die Nase gefallen".

Außerdem ist es ein Nachteil für alle Mitglieder der Gruppen, in jene sie gestopft wurde, wenn sie ihre Arbeit mitmachen müssen, wenn sie immer Ausreden findet, nichts tun zu müssen. Solche Leute kenne ich auch. Das raubt den anderen dann Zeit, die sie selbst nicht zum Lernen haben -> die eigenen Noten sind nochmals einen Schuss schlechter.

Nicht zuletzt ist es auch unfair gegenüber jenen Studenten, die hart für ihren Abschluss arbeiten müssen. Die wären vielleicht auch lieber zum Shoppen gegangen als ihre Zeit in einer Vorlesung abzusitzen. Zumal der Eingangspost für mich eher klang wie "immer, wenn ich eine Pflichtveranstaltung habe, für die ich Vorarbeit hätte leisten müssen, schiebe ich das Baby vor, sodass nicht auffällt, dass ich nichts gemacht habe".

Nachteilsausgleiche sind wichtig, keine Frage. Aber sie müssen auch sinnvoll und fair den anderen gegenüber sein. Unstrittig ist, dass Eltern weniger Zeit für ihr Studium haben. Kinder (vor allem kleine) interessiert es nicht, dass Mama lernen muss. Deshalb sind an den Unis bei Müttern (meist auch Vätern) die Fristen, bis wann was bestanden oder abgegeben sein muss, großzügiger bemessen. Der Nachteil an Zeit wird also mit einem Vorteil an Frist ausgeglichen. Je nach Ausprägung des Nachteils wird die Frist dann großzügiger oder kleiner erweitert.

Am Ende des Abschlusses sollte jedoch dieselbe Arbeit und Leistung im Studium stecken wie bei einem normalen Studenten.
Wenn die Kommilitonin also nicht viel Zeit für das Studium hat, sollten das nicht die anderen Studenten ausbaden müssen, sondern einfach darin enden, dass ihr Studium dann entsprechend lange dauert, weil sie dann nur Teilzeit studiert (soviel sie eben schafft).
 
Die meisten Unis haben eine fünfstellige Anzahl an Studenten

Schön für die meisten Unis aber nicht unsere Uni. Kannst du einfach mal akzeptieren wenn andere Menschen eine Entscheidung treffen oder ist das so schwer für ich?

Es ist aber Gerechtigkeit, dass für unterschiedliche Leute unterschiedliche Regeln gelten.

Dann hast du eine sehr komische Auffassung von Gerechtigkeit bzw. ist in deiner Aussage ein Widerspruch. Ja, für Menschen mit Behinderung, Krankheit, Kindern gibt es Nachteilsausgleiche. Das ist auch okay so und soll so sein und das finde ich auch gerechtfertigt. Es kann aber nicht sein, dass für Menschen mit gleichen Kriterien unterschiedliche Regelungen gelten.

EIDE keine vollgestillten Säuglinge zu Hause, oder?

Komm doch mal von den stillenden Säuglingen weg. Das "Baby" ist mittlerweile 9 Monate alt. Abgesehen davon kann man Milch abpumpen. Wie sollen das denn Adoptiveltern oder Pflegeeltern machen?



Wir sehen das wenigstens neutral. Ihr nicht.

Bist du eine gespaltene Persönlichkeit? Warum sprichst du in der wir Form? Du siehst hier gar nichts neutral. Du bist in deiner Meinung festgefahren ohne eine andere zu akzeptieren.

SELBER fragen "Was steht mir zu und was muss ich machen, damit ich es auch bekomme?"


Hast du zur Abwechslung mal gelesen was ich geschrieben habe? Meine beste Freundin hat eine 2 jährige Tochter, die krank war. Meine Freundin ist allein erziehend und sie durfte nicht gehen, obwphl das Kind 40 Fieber hatte. Das ist keine Gleichberechtigung. Sie muss jetzt den Kurs wiederholen, weil ja irgendjemand das kranke Kind beaufsichtigen musste. Bin mal gespannt, wie du das entkräftigen willst.
Gleiches mit meinem Kumpel. Vater stirbt, er kann nicht rechtzeitig abgeben und kassiert eine 5. Merkwürdig, bei ihm geht das und bei der Studentin nicht.


Und spätestens hier sind wir an dem Punkt, an dem deine Aussagen sogar strafrechtlich relevant werden.

Hilfe, jetzt hab ich aber Angst. Mami, rette mich.😱



Das kann sein. Das zweijährige Kind der Studentin hat ja offenbar eine vertraute Betreuung zuhause


Das liest du woraus? Meine Freundin mit Kind ist allein erziehend. Die Studentin, um die es hier geht hat einen großen Freundeskreis und ist verheiratet. Da gibt es noch Oma, Opa, Mutter, Vater, Mann. Es kann doch nicht sein, dass eine allein erziehende mehr Nachteile hat als eine Studentin mit großer Familie. Das ist ja der Punkt, der den ganzen Studiengang aufregt. Wenn alle Mütter oder ohnehin Benachteiligten gleichbehandelt werden würden, wäre ich nicht hier.

Du hast KEINE Ahnung von Milcheinschuss, Stillen und Säuglingen, oder?


Doch, stell dir vor, ich hab selbst ein Kind und bin ein Elternteil, aber da hat man Milcheinschuss nie als Rechtfertigung genommen. Stillen ist keine Ausrede. Man kann heutzutage auch abpumpen und Verwandte das Baby damit füttern lassen. Andernfalls kann man eben nicht studieren. Du wirst es dir vielleicht nicht vorstellen können, aber es soll Menschen geben, die mit einem Baby sogar arbeiten gehen und der Mann ist in Elternzeit. Hast du dich mal gefragt, wie die das machen? Das müssen ja grauenvolle Mütter sein.


vernünftige Ratschläge

Ob einige so vernünftig waren ist subjektiv und sei mal dahin gestellt.
 
Naja, die anderen haben sehr wohl Nachteile, wenn sie so bevorzugt wird. Gerade, wenn sie bei einem Drittel der Leistung trotzdem top Noten hat. Am Ende läuft es noch so, dass ein Arbeitgeber ihr gutes Zeugnis sieht, nicht weiß, dass sie weniger Leistung dafür erbringen musste, und sie dann einstellt (Motto "so tolle Leistungen in Regelstudienzeit trotz Kind") und ein anderer Absolvent, der Meilen besser ist und 3mal so hart für den Abschluss arbeiten musste, bekommt ihn nicht (weil er auf dem Papier geringfügig schlechter ist). Dazu die Blamage für alle Abschlüsse der Hochschule, wenn sie später nichts kann ("ne, von da stelle ich niemanden mehr ein, damit bin ich schonmal auf die Nase gefallen".

Das ist eben das was wir auch voraus ahnen. Bei uns sind Muttis im Studiengang, die sich wirklich abquelen. Ein Anderer hatte einen Tumor und kommt jetzt wieder und die Studentin bekommt immer eine Extrabehandlung. Es soll doch auch Extrabehandlungen geben. Dann aber bitte für alle und zu gleichen Konditionen.


Solche Leute kenne ich auch. Das raubt den anderen dann Zeit, die sie selbst nicht zum Lernen haben -> die eigenen Noten sind nochmals einen Schuss schlechter.

Sie hat sich damit nicht beliebt gemacht und ich bin nicht der Einzige, der das so sieht.

Bitte missversteht mich nicht. Ich bin ja niemand, der anderen die es eh schon schwer haben keinen Erfolg gönnt, aber ich hab was gegen Menschen die auf die Mitleidsnummer gehen und das Mitleid von anderen ins bodenlose ausnutzen. Das ist unehrlich und gehört sich nicht.




Nachteilsausgleiche sind wichtig, kein Frage. Aber sie müssen auch sinnvoll und fair den anderen gegenüber sein

Da sind wir einer Meinung.

"immer, wenn ich eine Pflichtveranstaltung habe, für die ich Vorarbeit hätte leisten müssen, schiebe ich das Baby vor, sodass nicht auffällt, dass ich nichts gemacht habe".

Ganz genauso lief es aber leider. Das auch schon vor dem Baby. Vor dem Baby musste sie dann arbeiten und konnte nicht zu Gruppentreffen oder Seminaren. Oder der Hund war krank oder ihr Vater lag im Krankenhaus. Sie war sehr kreativ. Mit dem Baby hatte sie natürlich einen ganz legitimen Grund. Da musste das Kind gestillt werden, dann musste sie zum Kinderarzt, dann zur PEKIP Gruppe und so ging das weiter. Immer eine Extrawurst. Immer wurden Leistungsnachweise umgewandelt obwohl es offiziell heißt es geht nicht.

Bei einer anderen Studentin wurde die Kita wegen Röteln dicht gemacht. Die wusste nicht wohin mit dem Kind und hat gefragt ob sie es mitbringen darf. Wurde abgelehnt. Aber die Studentin darf alles? Ist doch nachvollziehbar, dass andere Mütter da nicht begeistert sind.
 
Davon würde es Euch selbst doch auch nicht besser ergehen und bessere Noten hättet ihr auch nicht.

Gerechtigkeit und eine realistischere Einschätzung beim späteren Arbeitgeber.

Stell dir mal vor du hättest einen Kollegen der im Gegensatz zu dir und 30 anderen Mitarbeitern für das gleiche was er tut nur spezielle Vorteile hat, mehr Geld bekommt, bessere Vorzüge. Da wärst du auch nicht erfreut.

Wir sind es auch nicht.

Zum Glück ist meine Partnerin nicht in meinem Studiengang, aber wenn ich in der Situation wäre als Frau wäre ich auch sehr sauer, wenn jemand ständig andere Vorteile genießt, aber die gleichen Probleme hat.

Es ist für den späteren Arbeitgeber das was hier ein anderer Beitragschreiber schrieb. Der bekommt ein unrealistisches Bild und denkt sie hat das in Regelstudienzeit geschafft. Steht ja nirgendwo mit dem Nachteilsausgleich. Dabei hätte sie unter Normalbedingungen einen deutlich schlechteren Schnitt gehabt.
 
Ich verstehe nicht warum die TE so angegangen wird und ihr hässliche Dinge unterstellt werden? Lest ihr nicht richtig sie schreibt?

Liebe TE, ich kann dir nur raten tut euch zusammen und beschwert euch über sie. Sowas kann gar nicht angehen, denn jeder hat so eine "Probleme" wie du es schon geschrieben hast.
 

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