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Starke Probleme mit 15 Jährigen Sohn.

  • Starter*in Starter*in Gast Vater
  • Datum Start Datum Start
Was für gemeinsame Freizeitaktivitäten/Hobbys, außerhalb des Kinderzimmers, haben die Beiden denn sonst noch so?

Geht der Freund noch zur Schule oder was macht der?

Ganz normale Freizeitaktivitäten denen, denke ich, die meisten Jugendlichen nachgehen. Computerspiele, Kartenspiele, zusammen in die Stadt fahren, Fußball, Feiern. Oft ist auch sein bester Freund mit dabei.
Sein Freund geht auf die gleiche Schule wie er und macht dieses Jahr Abitur.
 
Hm, vielleicht ist es wirklich nicht so schlecht, deinen Sohn mit Fragen einmal ein paar Tage in Ruhe zu lassen und einfach nur die Augen offen zu halten. Vielleicht überfordert ihn Deine Sorge zu sehr, als dass er sich öffnen möchte.
Velleicht liegt das Problem das das Ritzen ausgelöst hat auch woanders (und nicht in allererster Linie bei seinem Freund).
Du schreibst öft, dein Sohne "sei grad nicht der Alte" und das trifft bestimmt auch auf dich zu. Vielleicht wünscht sich Dein Sohn ja auch nur, dass Du wieder "der Alte" bist. Er scheint ja einigermaßen glücklich mit seinem Freund zu sein. Sicher hat seine Sexuelle Orientierungssuche einiges in ihm durcheinander gebracht und da würde es sicher nicht schaden, wenn sein Familienleben stabil und "wie immer" ist. Verstehst Du in etwa, was ich meine? Gibt es denn etwas, das ihr früher gemeinsam gemacht habt und das jetzt grad nicht so läuft? Irgendwelche Unternehmungen, die ihr machen könnt.
Vielleicht lieg ich da ja falsch, aber ich könnte mir vorstellen, dass ihm eine lockeres ungezwungenes und unbelastetes Verhältnis zu seinem Papa fehlt (auch wenn ein 15Jähriger das nie zugeben würde). Vielleicht würde das ja mal was in ihm lösen und er kann sich dann doch öffnen- nach einiger Zeit!
Etwas Humor und eine entspannte Atmosphäre hat die "Redebereitschaft" doch noch immer erhöht.
Gast VV

Wir haben früher sehr viel zusammen unternommen. Wir haben ja nur uns beide gehabt. Im Moment ist das leider nicht möglich, einmal aus dem Grund, dass ich sehr wenig Zeit habe und dann aus dem Grund , das mein Sohn meistens keine Lust hat. Manchmal kann ich ihn zu einer Fahrradtour überreden und ich habe das Gefühl, wenn er sich erst mal überwunden hat mitzukommen, macht ihm das Radeln auch Spass.
Ich versuche für mich selber möglichst "der Alte" zu bleiben und meinen Sohn nicht zu stark unter Druck zu setzen. Anscheinend ist mir das nicht gelungen, darum will ich in Zukunft daran arbeiten, ihm zuhause eine lockere Atmosphäre zu bieten und dabei trotzdem Grenzen zu setzen. Die Kombination von beiden erscheint mir sehr schwer.
Früher musste ich mir keine Gedanken darum machen, da mein Sohn gar nicht versucht hat, seine Grenzen zu überschreiten und immer auf meine Ratschläge gehört hat.
 
Du suchst ausschließlich nach Gründen für das selbst-verletzende Verhalten Deines Sohnes, die Deine Kompetenz als "Vater"/Freund nicht in Frage stellen und Dich darin bestärken, das Du alles richtig gemacht hast.
Du hast keine Erfahrung mit selbstverletzendem Verhalten?- offenbar jedenfalls.
Es geht in erster Linie um Dein Ego und nicht um Deinen Sohn.
Ich habe nicht diesen Eindruck, im Gegenteil!!
Aber wir können von hier aus nicht wissen, was da in dem Jungen abgelaufen ist, wo der Fehler liegt. Wenn der Junge dort vor Ort dem Mund bei einem Fachmann nicht aufkriegt, wird der genau so wenig wissen, wie der Vater oder wir.

Noch mal: ein Mensch, der kann schlimmes erleben, wie Bein ab, der bekommt kein Trauma, ein anderer schneidet sich in den Finger und hat anschließend eins. Das läuft schuldlos ab.
 
Du hast keine Erfahrung mit selbstverletzendem Verhalten?- offenbar jedenfalls.Ich habe nicht diesen Eindruck, im Gegenteil!!
Aber wir können von hier aus nicht wissen, was da in dem Jungen abgelaufen ist, wo der Fehler liegt. Wenn der Junge dort vor Ort dem Mund bei einem Fachmann nicht aufkriegt, wird der genau so wenig wissen, wie der Vater oder wir.

Noch mal: ein Mensch, der kann schlimmes erleben, wie Bein ab, der bekommt kein Trauma, ein anderer schneidet sich in den Finger und hat anschließend eins. Das läuft schuldlos ab.

Da täuscht Du Dich Gelinda! Und da Du Dich täuscht, habe ich wahrscheinlich einen anderen Eindruck als Du, was ja auch völlig ok ist.

Solange man als Elternteil nicht weiß, warum der Sohn sich selbstverletzt, muss man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Denn eins kann man doch inzwischen aus den Beiträgen des TE entnehmen. Er weiß relativ wenig von seinem Sohn, was kein Vorwurf ist, denn so ergeht es vielen Elternteilen, vor allen Dingen, wenn man berufsbedingt 10 Std. außer Haus ist.

Die Aussage der Psychologin, "er wird von seinem Sohn emotional erpresst", wird weitgehend ausgeblendet. Die Aussagen vom Freund des Sohnes stimmen den Vater beruhigend, sodass der Vater auch hier die Möglichkeit sieht, den Freund als Ursache zu sehen auch ausgeblendet wird.

Wenn ich mit Lockerheit, Toleranz und Überverständnis nicht weiterkomme, muss ich andere Wege in Betracht ziehen um meinem Kind zu helfen, denn ein Hilferuf ist das ritzen definitiv. Und eine Vertrauensbasis ist zwischen Sohn und Vater nicht gegeben, denn sonst würde der Sohn mit seinem Vater über seine seelische Not reden.

Das dieser Vater mit der Situation überfordert ist, ist verständlich aber wenn der Sohn sich schon ca. 2-3 Monate ritzt, hätte ich als Elternteil schon längst gehandelt und ich hätte schon längst mal Klartext mit meinem Sohn gesprochen und Konsequenzen angedroht. Von alleine und mal abwarten und noch lockerer zu werden, wird sich mit Sicherheit nichts ändern. Warum denn auch? Passiert doch nichts außer immer wieder das gleiche blabla vom Vater.

Als Elternteil habe ich die Pflicht zu handeln, wenn ich weiß, das es meinem Kind schlecht geht und es nach Hilfe schreit. Davon lese ich hier nichts!

Wenn ich als Elternteil in dieser Situation nicht alleine weiterkomme, dann muss professionelle Hilfe her. Und wenn der Sohn dieses nicht will, dann gibt es auch Kliniken dafür, die ich als Elternteil in Betracht ziehen könnte. Oder meinst da kommt eines Tages eine gute Fee und peng alles ist wieder gut?
 
Das sehe ich nicht so. Der Vater schreibt doch unter anderem .




Es gibt doch auch noch andere Gründe als eine unglückliche Beziehung für selbstverletzendes Verhalten.


Hast du seine Schnittwunden denn genau gesehen Gast Vater? Waren es eher kleine Kratzer oder große Wunden? Waren es viele Schnitte oder wenige? Und sah es so aus, als ob die Schnitte unterschiedlich alt waren? (Die Fragen musst du hier nicht beantworten, ich bin nur am überlegen, ob du in deiner (Über?)fürsorge vielleicht etwas hineininterpretierst, was gar nicht da ist) Du meintest ja er bestreitet, dass er sich ritzen würde. Wenn du die Wunden gesehen hast , würde das eigentlich keinen Sinn mehr machen zu bestreiten. Vielleicht gibt es ja wirklich eine andere Erklärung dafür.

Natürlich gibt es auch andere Gründe, die Freundschaft evtl. als Grund zu sehen, schließt der Vater aber komplett aus und das finde ich so fatal.

Wenn ein Vater behauptet, das er durch Zufall gesehen hat, das sein Kind sich selbstverletzt, dann geht man als Leser ja davon aus, das dieses auch so ist und es sich nicht um kleine Kratzer von einer "Katze" handelt. Und ich gehe auch mal davon aus, das der Vater seinen Sohn darauf angesprochen hat und sich die Verletzungen auch richtig angeguckt hat oder etwa nicht?
 
kann es vielleicht auch möglich sein, das Du durch Deine tolerante Art und nach Deiner Aussage, der Freund von Deinem Sohn ist wie Dein eigenes Kind, Deinem Sohn das Gefühl gibt, er wäre Dir garnicht wichtig und Du interessierst Dich garnicht für ihn?
 
Ich habe heute ein aufklärendes Gespräch mit meinem Sohn führen können. Er wirkte heute sehr gut gelaunt und kooperationsbereit und da habe ich ihn ein weiteres Mal auf die Schnittwunden angesprochen. Ich durfte mir die Kratzer ansehen und er hat mir erklärt, wo er die Verletzungen her hat. Die Erklärung war ein Thema, über das es sich sicher auch noch mit meinem Sohn zu unterhalten gilt, aber ich weiß jetzt, dass es kein selbstverletzendes Verhalten aufgrund seiner momentanen Gefühlslage ist.

Ich habe ihn zudem ein weiteres Mal auf die Möglichkeit angesprochen mit einer Psychologin zu reden, auch ohne mein Beisein. Dieses lehnte er aber wiederholt ab. Dafür konnte ich einige Sätze aus ihm herauskriegen, wenn es von ihm auch recht allgemein gehalten war. Er versicherte mir jedenfalls, dass sein Verhalten nichts mit mir zu tun habe und das er mir wegen nichts böse sei. Er wisse selber nicht genau, warum er in letzter Zeit so schlecht drauf sei. Er versprach mir auch sich zu bessern.
Ich habe ihm heute vorgeschlagen, dass wir nächstes Wochenende zusammen in den Freizeitpark fahren könnten und zu meiner Überraschung hat er da sehr erfreut drauf reagiert. Ich hoffe dabei kommen wir uns wieder näher und können uns nochmal richtig aussprechen.
 
kann es vielleicht auch möglich sein, das Du durch Deine tolerante Art und nach Deiner Aussage, der Freund von Deinem Sohn ist wie Dein eigenes Kind, Deinem Sohn das Gefühl gibt, er wäre Dir garnicht wichtig und Du interessierst Dich garnicht für ihn?

Ich glaube nicht, dass mein Sohn dieses Gefühl hat. Ich zeige ihm meiner Meinung sehr oft, dass er mich interessiert. Frage ihn wie es in der Schule läuft, was sein Fußballclub so macht, wie es seinem besten Freund geht und was die Jungens so in ihrer Freizeit machen.
Ich betrachte seinen Freund auch nicht als mein eigenes Kind, ich betrachte ihn eher als so etwas wie ein potenzielles neues Familienmitglied.
 
Ich habe ihm heute vorgeschlagen, dass wir nächstes Wochenende zusammen in den Freizeitpark fahren könnten und zu meiner Überraschung hat er da sehr erfreut drauf reagiert. Ich hoffe dabei kommen wir uns wieder näher und können uns nochmal richtig aussprechen

Na, dann ist ja alles wunderbar.
Viel Tara um nichts. 😕
:wein::wein::wein:
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, dann ist ja alles wunderbar.
Viel Tara um nichts. 😕
:wein::wein::wein:

Nein.

Einfach ein typisches Auf und Ab. Davon ist nichts grundsätzlich gelöst und um "nichts" ging es ja nun auch nicht gerade.

Es ist gut, dass es eine gute Situation gibt, schlechte gibts eh genug. Und außerdem ist in Eltern-Kind-Beziehungen, in denen sich Elternteile bemühen, nie alles nur schlecht.

Dein Kommentar klingt, als ghönntest oder glaubtest Du dem TE diese aktuelle Wendung nicht.
 

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