das Gefühl
Aktives Mitglied
Der Vergleich hinkt ja wohl son bißle hinterher oder 😉? Ich sage absolut nichts gegen schwul oder lesbisch oder was es sonst noch so gibt. Hier geht es aber um einen sehr jungen Menschen, der vom Leben noch gar keine Ahnung hat und sich auch nicht sicher sein kann, wenn er noch gar keine Erfahrungen mit einem Mädel gesammelt hat. Mit 14 Jahren sollten eigentlich noch andere Dinge im Vordergrund stehen als das Thema schwul und so oder?
Ich denke, wir Beide sind uns da gar nicht so fern in unsere Meinung. Nur sage ich es mal, wie Silan es auch schon versucht hat: auch ich war schon in der ersten Klasse in Erik aus der vierten Klasse verliebt. Meine Sexualität (das Schwulsein) hat nichts mit Beeinflussung zu tun gehabt. Genausowenig wie bei jedem heterosexuellen Menschen. Auch wenn ich manipuliert wurde, so war es keine Manipulation meiner sexuellen Präferenz, sondern eine Manipulation eines, wie ich finde noch unreifen Kindes. Sprich, es hätte von erwachsenen Männern nicht ausgenutzt werden dürfen.
Aber schwul ist schwul, da kannste nichts ändern.
Seine frühen sexuellen Erfahrungen sind, meiner Meinung nach, durch den Verlust der Mutter oder andere drastische Dinge ausgelöst worden. Da steckt mit Sicherheit eine emotionale Instabilität hinter (jetzt nicht im Sinne einer Diagnose nach F.63, sondern einer "Ist-Beschreibung des Gefühlszustandes"). Der Sex, die Suche nach vermeindlicher Liebe sind Ausdruck tiefer Not gewesen (in dem Alter!).
Lieber TE: Du machst es ja auch nicht nur falsch; es ist schön, dass Du Dir Rat suchst.
Und natürlich ist das eine schlimme Sache, der Du nicht gleich "Herr" werden kannst. Schuldgefühle nützen Dir hier jetzt gar nichts.
Aber es sollte schon etwas in Richtung Therapie oder Fremdhilfe gemacht werden. Das ist aber nur meine Meinung. Dafür gibt es keine Gewähr. Und ich weiß einfach als Betroffener, der sich schon 25 Jahre mit seiner Geschichte auseinandersetzt, dass solche Dinge (bei mir war ja der Altersunterschied im Gegensatz zu Deinem Sohn, nur 1 Jahr mehr zu meinen "Partnern") sehr viel kaputtmachen können.
Du fragst Dich wirklich als später Erwachsener (jetzt nicht unbedingt mit 25), woher kommen eigentlich meine Vertrauensprobleme, wieso habe ich meine Gefühle nicht im Griff, warum kann ich keine Partnerschaften leben? Es muss ja nicht so kommen. Auch bei mir gab es andere traumatische Ereignisse. Aber Dein Sohn hat ja mit dem Verlust der Mutter wohl schon einen heftigen Einschnitt ins Leben erfahren. Und was noch zu bedenken ist, ist, dass frühe sexuelle Erfahrungen ja nicht nur emotional prägend sind, sondern auch häufig zu promiskuitiven Verhalten (häufiger unverantwortlicher Sex) führen können (nicht müssen!) oder umgekehrt (Angst vor Sexualität).
Lieben Gruß🙂
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