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Starke Probleme mit 15 Jährigen Sohn.

  • Starter*in Starter*in Gast Vater
  • Datum Start Datum Start
Sicher behandele ich seinen Freund anders als ihn selber. Ich begegne ihm mit viel Respekt und etwas förmlicher. Der Umgangston zu meinem Sohn ist da gewiss lockerer. Ob mein Sohn das eventuell so auffassen könnte, wie du es beschreibst, weiß ich nicht.
Ich habe es mir bis jetzt so erklärt, dass verliebte 15 Jährige ihre Zeit lieber alleine mit ihrem Freund verbringen und es stört, wenn der Vater mit dabei ist.

auch hier wieder ganz deutlich zu erkennen, Du weißt nichts so wirklich über Deinen Sohn. Du hast es Dir aber selbst erklärt 😉
 
Das Problem ohne Anmeldung ist ja, dass Du gar keine Chance hast, zu wissen, ob Du Dich gerade mit einem Spinner, einem 11 jährigen oder mit einer 55 jährigen unterhälst, die Psychologin ist.

Mit 25 fand ich das auch alles nicht schlimm, habe gewettert, dass mir diese Spießer auf den Wecker gingen.
Aber komischerweise habe ich, wie auch einige User hier, Depressionen und Vertrauensprobleme gehabt (wie Dein Sohn!).
Dinge, die keiner nachvollziehen konnte (wollte! denn darüber mal klar nachzudenken hält man schlecht aus; eigene Erfahrungen werden als normal gesehen bis sich mal jemand einmischt oder der Zusammenbruch kommt).

Meine Geschichte aber, konnte ich erst sehr viel später verstehen. Und natürlich stehe ich nicht für Deinen Sohn, habe selbstverständlich meine eigene Geschichte hinter mir. Aber merkwürdig, was so Studien anbelangt, die über junge schwule, Sex und Depressionen zu finden sind. Merkwürdig, dass mehrere Psychiater in meinem Zusammenhang sogar von Präferenzstörungen der älteren Männer gesprochen haben. Wenn ich heute eine 14 jährige sehe, die mit einem erwachsenen Mann rumknutscht (19 jähriger Vollbartträger), mische ich mich ein. Ich war 14... Mann gleich 19. NEIIIIN, war einfach nur geil (hö?)😕

Dein Sohn hat allerdings eine Beziehung zu dem jungen Mann, was natürlich zeigt, dass es ihm nicht nur um Sex ging. Aber gefühlsmäßig kann das später Folgen haben. Muss es aber nicht, denn es gibt auch immer Menschen, denen kannst DU eine Kanone vor die Nase halten, Hand und Beine abhacken und trotzdem haben sie keine traumatische Störung. Dein Sohn aber hat seine Mutter verloren. Er ritzt sich (Borderline-Syndrommöglichkeit), er hat große Schwierigkeiten. Und er braucht Hilfe. Genau wie Du, denn Du bist mit der Situation überfordert.

Wenn ich mich 25 Jahre mit solchen Themen (ja, ich weiß das klingt großkotzig; aber im Sinne Deines Sohnes ist es mir dieses klugscheißen wert) beschäftige (und nicht nur privat!), dann kann ich einfach nur sagen, sei vorsichtig und such Dir Hilfe, auch wenn Dein Sohn noch so abwehrt. Das bist Du ihm schuldig.

Dein Sohn ist jetzt 15. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Jetzt zu kommen und zu sagen, Dein Freund darf nicht mehr kommen, ist natürlich blödsinnig. Und selbstverständlich hat auch ein 14 jähriger häufig Freund/Freundin (nur meist altersgerecht). Und Du hast jetzt die Chance, auch mit Freund auf Deinen Sohn einzuwirken.
Viel Glück!🙂
 
Sicher behandele ich seinen Freund anders als ihn selber. Ich begegne ihm mit viel Respekt und etwas förmlicher. Der Umgangston zu meinem Sohn ist da gewiss lockerer. Ob mein Sohn das eventuell so auffassen könnte, wie du es beschreibst, weiß ich nicht.
Ich habe es mir bis jetzt so erklärt, dass verliebte 15 Jährige ihre Zeit lieber alleine mit ihrem Freund verbringen und es stört, wenn der Vater mit dabei ist.

Was für gemeinsame Freizeitaktivitäten/Hobbys, außerhalb des Kinderzimmers, haben die Beiden denn sonst noch so?

Geht der Freund noch zur Schule oder was macht der?
 
Freilich könntest Du auch einfach nur Bestätigung bekommen, daß Du, das was Du machst, einfach nur richtig machst.
Sicherlich gibt es auch unter Fachleuten unterscheidliche Meinungen und immer wieder wird Dein Bauchgefühl gefragt sein.

Dieser Drang des Ritzens gehört, m.E., in die Hand eines Facharztes und ebenso die Beratschlagung für Dich. Nun ist dabei auch noch zusätzlich der Umstand, daß da etwas Ausgewöhnliches in der Sexualität vorliegt, was nun auch wieder einen Kundigen in der Sache bedarf. OB das nun zufällig sich in einer Person finden läßt - wer weiß. Ich denke, in der Fülle an Problemen ist es "ein" Thema, wo Du in einem Forum nur Anregungen bekommen kannst, wo Du Dich hinwenden kannst, bzw. den Tipp, daß Du Dich an Fachpersonal wenden solltest - und zwar mit der ganzen Wahrheit.
Denn es ist so, daß Du bei solch einer Krankheit tun kannst, was Du willst, "egal was de machst", daß es falsch ist. Zumindest in den Augen des betroffenen Kindes, Partners, Ehegesponstes oder Freundes und genau das Gefühl vermittelt er Dir ja nun auch bereits das ganze Jahr über. Daran ist schon so mache Beziehungen in jeder Form zugrunde gegangen.
Da wird Dir Deine Liebe zu Deinem Sohn höchstens, die Geduld geben, nicht zu verzweifeln.

So nahe, wie Dir Dein Sohn steht, wünscht Dir die Kraft, unversehrt zu bleiben:
Gelinda

...geht mir schon ganz schön unter die Haut.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ das Gefühl:
Er ritzt sich (Borderline-Syndrommöglichkeit)
Vorsicht mit Diagnosen. Selbstverletzendes Verhalten ist ein Kriterium von 9 bei einer Borderlinestörung. Da kannst du genau so sagen, ein Hund hat vier Beine also ist alles was vier Beine hat ein Hund.
Lieben Gruß
Silan
 
Hm, vielleicht ist es wirklich nicht so schlecht, deinen Sohn mit Fragen einmal ein paar Tage in Ruhe zu lassen und einfach nur die Augen offen zu halten. Vielleicht überfordert ihn Deine Sorge zu sehr, als dass er sich öffnen möchte.
Velleicht liegt das Problem das das Ritzen ausgelöst hat auch woanders (und nicht in allererster Linie bei seinem Freund).
Du schreibst öft, dein Sohne "sei grad nicht der Alte" und das trifft bestimmt auch auf dich zu. Vielleicht wünscht sich Dein Sohn ja auch nur, dass Du wieder "der Alte" bist. Er scheint ja einigermaßen glücklich mit seinem Freund zu sein. Sicher hat seine Sexuelle Orientierungssuche einiges in ihm durcheinander gebracht und da würde es sicher nicht schaden, wenn sein Familienleben stabil und "wie immer" ist. Verstehst Du in etwa, was ich meine? Gibt es denn etwas, das ihr früher gemeinsam gemacht habt und das jetzt grad nicht so läuft? Irgendwelche Unternehmungen, die ihr machen könnt.
Vielleicht lieg ich da ja falsch, aber ich könnte mir vorstellen, dass ihm eine lockeres ungezwungenes und unbelastetes Verhältnis zu seinem Papa fehlt (auch wenn ein 15Jähriger das nie zugeben würde). Vielleicht würde das ja mal was in ihm lösen und er kann sich dann doch öffnen- nach einiger Zeit!
Etwas Humor und eine entspannte Atmosphäre hat die "Redebereitschaft" doch noch immer erhöht.
Gast VV
 
In der Pubertät ist man eh nie der "Alte".

Du solltest Dir durchaus zu Herzen nehmen, was die Therapeutin Dir geraten hat. Lass Dich von Deinem Sohn nicht erpressen!

Jetzt ist es wichtig, dass Du klar bist. Klare Regeln, klare Grenzen. Nicht auf Grundsatzanschuldigungen einlassen, Du bist der Vater, Du sagst, wie manches zu laufen hat.

Gleichzeitig Wege zur Selbsthilfe und Unterstützung anbieten. Mit 15 kannst Du ihm zeigen, was ihm helfen könnte, aber machen muss er es selbst. Du kannst es nicht mehr für ihn richten, dafür ist der Zug durch.

Er sollte das Gefühl bekommen, dass Du immer für ihn da bist und ihn liebst, aber nicht, dass deswegen all Deine Grundsätze verhandelbar sind.
 
Was ich meinem Sohn versucht habe die letzten 8 Monate zu vermitteln , ist das ich es in Ordnung finde, dass er in einen Jungen verliebt ist und das ich nichts gegen seine Homosexualität habe. Genauso habe ich versucht ihm zu vermitteln, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass er mit seinem Freund Sex hat, solange er nicht vernünftig mit diesem Thema umgehen kann.

Es stimmt, dass ich mit seinem Freund erst 2 bis 3 richtige lange ernste Gespräche hatte, von SmallTalk mal abgesehen. Aber blauäugig bin ich dadurch nicht. Sein Freund ist etwa 2 mal in der Woche drüben bei uns, seit 8 Monaten. Also fremd ist er mir nicht.
Ich höre meinen Sohn in letzter Zeit selten lachen, aber wenn ich ihn lachen höre, dann ist immer sein Freund bei ihm. Ich sehe immer sein strahlendes Gesicht, wenn sein Freund bei uns an der Tür klingelt. Als er vom Urlaub mit seinem Freund zurückkam , hat er mir stolz Fotos gezeigt und war für einige Tage wieder ganz der alte Junge. Als ich eine Woche lang Spätdienst machen musste, hat sein Freund jeden Abend für meinen Sohn die Abendmahlzeit gekocht.
Das sind alles kleine Indizien, dass es ihm mit seinem Freund gut geht.
Eigentlich ist es ganz gut, dass hier so viele der Meinung sind, die Ursache liegt bei seinem Freund. Dadurch kam in mir der Wunsch hoch seinen Freund zu verteidigen, was mir wiederrum zeigt, dass ich ihm ein relativ großes Vertrauen schenke.

Am Anfang habe auch ich ihn als den Grund gesehen (beziehungsweise nicht ihn direkt, sondern die frühe sexuelle Beziehung die er mit meinem Sohn eingegangen ist). Mag sein, dass ich dieses getan habe, um mein eigenes Verhalten nicht hinterfragen zu müssen. Vielleicht liegt es an mir. Irgendetwas was ich falsch gemacht habe? Oder doch der frühe Tod seiner Mutter? Oder doch der Umzug? Oder vielleicht eine Depression? Vielleicht sollte ich doch eine Psychologin hinzuziehen, aber mein Sohn hat schon angekündigt , er würde nicht mit ihr reden.

Zitat "das sind alles kleine Indizien, dass es ihm mit seinem Freund gut geht.
Eigentlich ist es ganz gut, dass hier so viele der Meinung sind, die Ursache liegt bei seinem Freund. Dadurch kam in mir der Wunsch hoch seinen Freund zu verteidigen, was mir wiederrum zeigt, dass ich ihm ein relativ großes Vertrauen schenke".

Kann es eher sein, das Du es so sehen willst, weil Du diese Option nur nicht wahrhaben willst? Wo ist aber das Vertrauen zu Deinem Sohn und umgekehrt? Du erfährst alles nur durch Zufall und schreibst, wie er gewisse Dinge empfindet weißt Du nicht.

Zitat: Vielleicht liegt es an mir. Irgendetwas was ich falsch gemacht habe? Oder doch der frühe Tod seiner Mutter? Oder doch der Umzug? Oder vielleicht eine Depression? Vielleicht sollte ich doch eine Psychologin hinzuziehen, aber mein Sohn hat schon angekündigt , er würde nicht mit ihr reden.

Wir Alle machen in der Kindererziehung etwas falsch. Das schlimmste was wir aber häufig machen ist, das wir vor vielen Dingen die Augen verschließen und auf unseren Kurs beharren. Und Du bist auch nicht offen für andere Möglichkeiten. Genau wie Du, fallen viele Elternteile aus allen Wolken, wenn sie Dinge über ihre Kinder erfahren, die sie vorher nie für möglich gehalten haben, so nach der Devise, so etwas passiert nur in anderen Familien, aber nicht bei mir.

Du behandelst Deinen Sohn wie einen Erwachsenen und somit nicht altersgerecht. Ich weiß nicht wer der "Kapitän" bei euch zuhause ist. Du stellst die Beziehung Deines Sohnes als absolut glücklich hin obwohl er trotz dieses angebliche Glück sich selbstverletzt. Warum sollte er das tun, wenn es ihm so gut geht? Dein Sohn schreit nach Hilfe lieber Vater und das ziemlich laut. Da solltest Du alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und nicht nur die, die Dir genehm sind.

Man schreibt das ja auch nicht alles, weil man hier klugscheißen will, sondern weil man ähnliche Erfahrungen gemacht hat, mit dem blauäuigen Glauben die Freunde wären so verantwortungsvoll und vernünftig. Ich glaube der Tag wird noch kommen, wo Du wieder aus allen Wolken fallen wirst. Ganz gewiss.
 
Du suchst ausschließlich nach Gründen für das selbst-verletzende Verhalten Deines Sohnes, die Deine Kompetenz als "Vater"/Freund nicht in Frage stellen und Dich darin bestärken, das Du alles richtig gemacht hast. Es geht in erster Linie um Dein Ego und nicht um Deinen Sohn.
 

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