Fidemeister
Neues Mitglied
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank, dass ich mich hier an Euch wenden darf.
Ich bin Vater von 5 mittlerweile erwachsenen Kindern, drei davon aus erster Ehe die 2000 geschieden wurde. Zwei weitere Kinder stammen aus meiner aktuellen Beziehung, die seit 2000 existiert. Alle meine Kinder könnten jeweils nicht unterschiedlicher sein und trotzdem dachte ich bis vor ca. 10 Jahren, alles im Griff zu haben. Was dann folgte war das pure Leben: Räumliche Trennung durch Ausbildung, Studium, Beruf. Probleme durch Pubertät, Probleme in der Schule und den Einfluß von Drogen. Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen? Definitiv ja und definitiv eine sehr anstrengende Zeit, die da hinter uns liegt.
Heute kann ich sagen, dass sich vieles zum Besseren gewendet hat, aber eine Sache scheint unlösbar zu sein. Alleine schon das Thema zu beschreiben, kostet mich viel Überwindung und schmerzt in meiner Brust. Es geht um meinen ältesten Sohn.
Nachdem es in seinem Studium einfach nicht weiter gehen wollte, wurden seine Hilferufe immer häufiger. Wir kamen zu dem Schluss, es sei das Beste, er bricht das Studium ab und fängt in meiner kleinen Firma an (1-Mann Betrieb, erfolgreicher Online-Handel). Ich besorgte ihm eine Wohnung und wir legten zusammen los / eine perfekte Ergänzung, da er sehr viel Wissen mitbringen konnte. 1-2 Jahre später bekam ich mit, dass er übers Internet ein Mädchen aus den USA kennen gelernt hatte. Sie war zu der Zeit gerade mal 17 Jahre alt..., fertig mit Schule und dem Plan, in Deutschland studieren zu wollen. Mein Sohn, teilte mir mit, dass er unbedingt mit ihr zusammen ziehen wollte. Ok. Natürlich hätte dies bedeuten können, dass er seinen Job bei mir aufgeben müsste, aber ich fand die Idee eines Umzugs ohnehin auch sehr spannend und so zogen wir alle gemeinsam um, wobei mein Sohn und seine Freundin eine eigene Wohnung bezogen. So konnte er seinem Herzen folgen und wir weiterhin erfolgreich zusammen arbeiten. Meine Bedenken, was das junge Alter der Dame angeht, wurden mir relativ schnell genommen. Ich bekam Kontakt zu Ihren Eltern, die dem Ganzen relativ positiv gegenüber standen. So be it.
Das erste Jahr verlief alles relativ positiv bis sich dann nach und nach immer mehr Probleme zwischen den beiden ergaben. Mein Sohn wurde zudem immer unzuverlässiger, was mich dann doch auch ärgerte und zum allerersten mal auch zu Streit zwischen uns beiden führte. Insgesamt veränderte sich mein Sohn in dieser Zeit zunehmend, ohne dass ich es so wirklich verstand, was eigenlich los ist.
Während unserer Bürozeiten genossen wir alle Freizeit der Welt. Kleine Pausen, eine Zigarette, kein Problem. Zwischendurch holte ich meine beiden jüngsten Kinder von der Schule ab. Mein Sohn verschwand öfters nach oben (unser Büro war im Souterain) und kam nach 10 Minuten oder so wieder. So machte ich das auch, wenn auch weitaus seltener.
Meine Tochter, das jüngste meiner Kinder, war zu der Zeit etwa 10-11 Jahre alt. Für mich im Handling das schwierigste aller Kinder, bildhübsch aber sehr Aufmerksamkeitsbedürftig. Ständig gab es etwas, nur um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Wirklich anstrengend. Irgendwann aber kam meine Frau zu mir und fragte mich, ob mein Sohn noch ganz normal sei?! Unsere Tochter eröffnete meiner Frau, dass ihr Halbbruder (mein ältester Sohn) sie immer öfter in ihrem Zimmer "belästigen" würde. Auf die Frage was genau das bedeuten soll, konnte mir meine Frau auch nicht antworten. Nur ein weiterer Versuch um Aufmerksamkeit zu erhalten dachte ich und wiegelte das Ganze schnell ab. Es sollte aber so sein, dass sich diese Situation immer wieder ergab. Meinen Sohn darauf ansprechend meinte dieser, dass er ab und zu nur mit ihr spielen würde, mehr nicht. Meine Tochter hingegen konnte mir nicht konkret sagen, was passiert sein soll. Heute weiß ich, sie hatte Angst.
Die Probleme mit meinem Sohn wurden immer unträglicher. So wie meine Firma aufgebaut war, waren viele Bereiche von seinem zutun abhängig und irgendwie schien mir, er versuchte diese Karte auszuspielen. Auch hatte ich es ihm erlaubt, während seiner Arbeitszeit bei mir, seinen eigenen Amazon-Handel aufzubauen. Für mich war das völlig normal und eine tolle Sache. Aber er kam und ging nur noch wie er wollte, ohne dass ich verstand, warum? Die Luft war raus. Es kam wie es kommen musste, es knallte heftig und ich musste ihn entlassen. Auch ein kurzer Versuch der Versöhnung hielt nicht lange. Unsere Wege endeten mit seinen Worten, ich sei ihm sowieso nie ein Vater gewesen. Das tat wirklich sehr weh.
Es vergingen Wochen, Monate und Jahre und je älter meine Tochter wurde, desto öfter kam immer wieder das Thema auf, dass mein Sohn meine Tochter sexuell belästigt habe. Die ganze Tragweite und richtig ernst genommen habe ich das Ganze erst, als meine Tochter 14 Jahre alt war und sie anfing mit Drogen zu experimentieren. Ich konnte es vorher einfach nicht glauben, was mir da ein kleines Mädchen erzählen wollte. Dann mit 14 war sie plötzlich gar nicht so klein und irgendwie musste ich feststellen, ich habe komplett versagt. Es folgten wirklich schwierige Jahre aber ich darf sagen, dass ich inzwischen alles sehr gut mit meiner Tochter aufgearbeitet habe.
Bleibt die Sache mit meinem Sohn.
Ich habe jetzt seit 7 Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen. Aufgrund dieser Distanz hat sich zudem auch das Verhältniss zu meinen anderen beiden Söhnen aus erster Ehe nicht gerade positiv entwickelt. Je mehr Zeit vergeht, desto weniger Zeit bleibt mir, um dieses auseinander driften zu stoppen. Meine Tochter und meine Lebensgefährtin wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die letzte Info die ich habe ist, dass er seit ein paar Jahren in Thailand lebt, weil gegen ihn hier in Deutschland ein Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung läuft... Mir bleibt einfach nichts erspart.
Er ist und bleibt mein ältester Sohn, den ich über alles liebe. Gleichzeitig weiß ich nicht, wie ich ihm verzeihen soll. Das sind 2 Herzen in meiner Brust, die schlimmer nicht gegeneinander arbeiten könnten. Ich kann einfach nichts anderes wie Liebe für meine Kinder empfinden. Aber was soll ich jetzt machen? Kann man eine so zerfahrene Situation überhaupt noch zum Guten wenden? Soll ich meinen Sohn kontaktieren, wenn ja, was sagt man dann.... und was sage ich dann meiner Tochter?
Ich bin echt todtraurig.
Danke für Eure Aufmerksamkeit.
vielen Dank, dass ich mich hier an Euch wenden darf.
Ich bin Vater von 5 mittlerweile erwachsenen Kindern, drei davon aus erster Ehe die 2000 geschieden wurde. Zwei weitere Kinder stammen aus meiner aktuellen Beziehung, die seit 2000 existiert. Alle meine Kinder könnten jeweils nicht unterschiedlicher sein und trotzdem dachte ich bis vor ca. 10 Jahren, alles im Griff zu haben. Was dann folgte war das pure Leben: Räumliche Trennung durch Ausbildung, Studium, Beruf. Probleme durch Pubertät, Probleme in der Schule und den Einfluß von Drogen. Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen? Definitiv ja und definitiv eine sehr anstrengende Zeit, die da hinter uns liegt.
Heute kann ich sagen, dass sich vieles zum Besseren gewendet hat, aber eine Sache scheint unlösbar zu sein. Alleine schon das Thema zu beschreiben, kostet mich viel Überwindung und schmerzt in meiner Brust. Es geht um meinen ältesten Sohn.
Nachdem es in seinem Studium einfach nicht weiter gehen wollte, wurden seine Hilferufe immer häufiger. Wir kamen zu dem Schluss, es sei das Beste, er bricht das Studium ab und fängt in meiner kleinen Firma an (1-Mann Betrieb, erfolgreicher Online-Handel). Ich besorgte ihm eine Wohnung und wir legten zusammen los / eine perfekte Ergänzung, da er sehr viel Wissen mitbringen konnte. 1-2 Jahre später bekam ich mit, dass er übers Internet ein Mädchen aus den USA kennen gelernt hatte. Sie war zu der Zeit gerade mal 17 Jahre alt..., fertig mit Schule und dem Plan, in Deutschland studieren zu wollen. Mein Sohn, teilte mir mit, dass er unbedingt mit ihr zusammen ziehen wollte. Ok. Natürlich hätte dies bedeuten können, dass er seinen Job bei mir aufgeben müsste, aber ich fand die Idee eines Umzugs ohnehin auch sehr spannend und so zogen wir alle gemeinsam um, wobei mein Sohn und seine Freundin eine eigene Wohnung bezogen. So konnte er seinem Herzen folgen und wir weiterhin erfolgreich zusammen arbeiten. Meine Bedenken, was das junge Alter der Dame angeht, wurden mir relativ schnell genommen. Ich bekam Kontakt zu Ihren Eltern, die dem Ganzen relativ positiv gegenüber standen. So be it.
Das erste Jahr verlief alles relativ positiv bis sich dann nach und nach immer mehr Probleme zwischen den beiden ergaben. Mein Sohn wurde zudem immer unzuverlässiger, was mich dann doch auch ärgerte und zum allerersten mal auch zu Streit zwischen uns beiden führte. Insgesamt veränderte sich mein Sohn in dieser Zeit zunehmend, ohne dass ich es so wirklich verstand, was eigenlich los ist.
Während unserer Bürozeiten genossen wir alle Freizeit der Welt. Kleine Pausen, eine Zigarette, kein Problem. Zwischendurch holte ich meine beiden jüngsten Kinder von der Schule ab. Mein Sohn verschwand öfters nach oben (unser Büro war im Souterain) und kam nach 10 Minuten oder so wieder. So machte ich das auch, wenn auch weitaus seltener.
Meine Tochter, das jüngste meiner Kinder, war zu der Zeit etwa 10-11 Jahre alt. Für mich im Handling das schwierigste aller Kinder, bildhübsch aber sehr Aufmerksamkeitsbedürftig. Ständig gab es etwas, nur um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Wirklich anstrengend. Irgendwann aber kam meine Frau zu mir und fragte mich, ob mein Sohn noch ganz normal sei?! Unsere Tochter eröffnete meiner Frau, dass ihr Halbbruder (mein ältester Sohn) sie immer öfter in ihrem Zimmer "belästigen" würde. Auf die Frage was genau das bedeuten soll, konnte mir meine Frau auch nicht antworten. Nur ein weiterer Versuch um Aufmerksamkeit zu erhalten dachte ich und wiegelte das Ganze schnell ab. Es sollte aber so sein, dass sich diese Situation immer wieder ergab. Meinen Sohn darauf ansprechend meinte dieser, dass er ab und zu nur mit ihr spielen würde, mehr nicht. Meine Tochter hingegen konnte mir nicht konkret sagen, was passiert sein soll. Heute weiß ich, sie hatte Angst.
Die Probleme mit meinem Sohn wurden immer unträglicher. So wie meine Firma aufgebaut war, waren viele Bereiche von seinem zutun abhängig und irgendwie schien mir, er versuchte diese Karte auszuspielen. Auch hatte ich es ihm erlaubt, während seiner Arbeitszeit bei mir, seinen eigenen Amazon-Handel aufzubauen. Für mich war das völlig normal und eine tolle Sache. Aber er kam und ging nur noch wie er wollte, ohne dass ich verstand, warum? Die Luft war raus. Es kam wie es kommen musste, es knallte heftig und ich musste ihn entlassen. Auch ein kurzer Versuch der Versöhnung hielt nicht lange. Unsere Wege endeten mit seinen Worten, ich sei ihm sowieso nie ein Vater gewesen. Das tat wirklich sehr weh.
Es vergingen Wochen, Monate und Jahre und je älter meine Tochter wurde, desto öfter kam immer wieder das Thema auf, dass mein Sohn meine Tochter sexuell belästigt habe. Die ganze Tragweite und richtig ernst genommen habe ich das Ganze erst, als meine Tochter 14 Jahre alt war und sie anfing mit Drogen zu experimentieren. Ich konnte es vorher einfach nicht glauben, was mir da ein kleines Mädchen erzählen wollte. Dann mit 14 war sie plötzlich gar nicht so klein und irgendwie musste ich feststellen, ich habe komplett versagt. Es folgten wirklich schwierige Jahre aber ich darf sagen, dass ich inzwischen alles sehr gut mit meiner Tochter aufgearbeitet habe.
Bleibt die Sache mit meinem Sohn.
Ich habe jetzt seit 7 Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen. Aufgrund dieser Distanz hat sich zudem auch das Verhältniss zu meinen anderen beiden Söhnen aus erster Ehe nicht gerade positiv entwickelt. Je mehr Zeit vergeht, desto weniger Zeit bleibt mir, um dieses auseinander driften zu stoppen. Meine Tochter und meine Lebensgefährtin wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die letzte Info die ich habe ist, dass er seit ein paar Jahren in Thailand lebt, weil gegen ihn hier in Deutschland ein Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung läuft... Mir bleibt einfach nichts erspart.
Er ist und bleibt mein ältester Sohn, den ich über alles liebe. Gleichzeitig weiß ich nicht, wie ich ihm verzeihen soll. Das sind 2 Herzen in meiner Brust, die schlimmer nicht gegeneinander arbeiten könnten. Ich kann einfach nichts anderes wie Liebe für meine Kinder empfinden. Aber was soll ich jetzt machen? Kann man eine so zerfahrene Situation überhaupt noch zum Guten wenden? Soll ich meinen Sohn kontaktieren, wenn ja, was sagt man dann.... und was sage ich dann meiner Tochter?
Ich bin echt todtraurig.
Danke für Eure Aufmerksamkeit.