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Soziale Phobie - Eure Erfahrungen

Was trifft zu?

  • Ich leide an einer Sozialen Phobie.

    Teilnahmen: 16 69,6%
  • Ich kenne jemanden mit einer Sozialen Phobie.

    Teilnahmen: 4 17,4%
  • Ich werde aufgrund der Sozialen Phobie oft ausgeschlossen und stoße häufig auf Unverständniss.

    Teilnahmen: 7 30,4%
  • Ich werde trotz Sozialer Phobie viel integriert und fair behandelt.

    Teilnahmen: 2 8,7%
  • Mir hilft die Konfrontation mit schwierigen Situationen.

    Teilnahmen: 8 34,8%
  • Ich hatte eine Soziale Phobie und habe sie aber besiegt.

    Teilnahmen: 4 17,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    23

Kampfmaus

Aktives Mitglied
Dies soll ein Thread sein, wo ihr gerne eure Erfahrungen über Soziale Phobie teilen könnt. Egal ob ihr selbst betroffen seid oder nicht. Ich erzähle kurz, wie ich mit dem Thema in Zusammenhang stehe und dann habe ich ein paar Fragen an euch.

Mir wurde die Soziale Phobie vererbt. Ich war schon immer sehr zurückhalten, schüchtern und ängstlich. Das ist meinen Eltern auch aufgefallen und sie sind mit mir als ich ca. 5 Jahre alt war zum Arzt gegangen. Der Arzt meinte, es sei alles gut. Ich sei nur schüchtern. Das glaubten meine Eltern und so unternahmen sie auch nichts dagegen. Ich hatte in der Grundschule fast gar keine Freunde, habe den Anschluss verloren, mich nicht am Unterricht beteiligt und oft geweint. Ich schaffte es gerade so aufs Gymnasium, aber auch da begann ein sehr schwieriger Abschnitt. Neue Leute, neue Umgebung. So langsam bemerkte ich, dass etwas mit mir nicht stimmt. Das ich anders bin, als die anderen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein Selbsthass. Ich wollte so wie die anderen sein. Mich melden können, in der Pause gelassen rum albern können, mich unterhalten können. Ich wurde oft abgestoßen. Man wollte mich nicht in Freundesgruppen haben. Ich, die Langweilerin, die, die nicht sprechen kann, keinen Humor hat. Ich wurde ignoriert und ich wurde immer einsamer. Ständig war ich alleine, ständig fragte ich mich, was ist falsch an mir!? Ich bin doch freundlich zu allen, bemühe mich doch so. Auch die Lehrer und meine Familie hackte ständig auf mir rum. Trau dich! Sei doch nicht so schüchtern! Streng dich mehr an! Dein Bruder schafft das auch! Er ist viel besser als du!
Durch die Kritik, die Einsamkeit, die gescheiterten Versuche etwas besser zu machen, entwickelten sich Depressionen. Ich begann mich zu verletzten, aus Hass, aus Wut - auf mich selbst.
Inzwischen bin ich in Therapie. Habe eine feste Diagnose. Mir wird geholfen da raus zu kommen und ich übe, in schwierigen Situationen klar zu kommen.
Ich habe mir nach der Diagnose Verständnis erhofft. Fehlanzeige.
Mitschüler lästern, finden mich komisch und ich stoße immer wieder auf Ablehnung.

Was sind eure Erfahrungen damit? Wie reagieren eure Mitmenschen darauf? Was hilft euch? Wie kann man das anderen Leuten verständlich machen? In welchen Situationen habt ihr besonders Schwierigkeiten und warum?....

Ich freue mich auf Antworten!

LG, Kampfmaus
 

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G

Gelöscht 115417

Gast
"besiegt" halte ich für den falschen Ausdruck. Ich besiege einen Gegner. Aber die Sozialphobie ist ja eigentlich dein Freund und will dich beschützen. Aber passt schon so. Nur ein Gedanke
 
G

Gelöscht 115417

Gast
Stell dir vor du willst eine gute Freundin vor etwas schützen, aber sie ignoriert dich, bzw will dich sogar loswerden. Du würdest wohl auch ziemlich frustriert sein und immer lauter werden, weil sie dir ja am Herzen liegt. Das ist wohl genau das Problem, dass du sie als Gegner siehst, obwohl sie keiner ist
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Mir wurde die Soziale Phobie vererbt.
Hallo Kampfmaus,
darf ich dazu was fragen? Ist dir das so von deinem Psychiater/Psychologen erklärt worden?
Frage ich einfach aus Interesse, weil ich noch nie gehört habe, dass eine soziale Phobie vererbt werden kann.

Ansonsten sind meine Erfahrungen ähnlich dem, was du so beschreibst.
Ich würde anderen Menschen allerdings nicht unbedingt von meiner Diagnose erzählen. Entweder haben die Leute Verständnis für meine verschlossene, zurückhaltende, kurz angebundene Art oder sie haben da kein Verständnis für.
Wenn Menschen kein Verständnis für meine Art haben, denke ich, werden sie dieses Verständnis nicht plötzlich entwickeln , nur weil sie um meine soziale Phobie wissen.
Ich denke sogar, wenn man sich als psychisch krank "outet" hat man dadurch eher Nachteile, weil viele Leute noch Vorurteile bei solchen Erkrankungen haben.
Ich erzähle von meiner Erkrankung daher nur Menschen, die mich schon vorher mit meiner Art akzeptieren und mögen und denen ich vertraue.
 

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