Es heißt eigentlich liebER grisou. Nur als Hinweis.
Ich habe schon eine Ahnung wie man darauf kommt, dass eine Klinik wahrscheinlich das Beste für die TE wäre.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass keiner wirklich weiß, was für mich das Beste ist und ich hatte das Glück, das für mich herausfinden zu dürfen. Ich bin ein paar Mal auf die Schnauze gefallen, aber das gehört zum Lernen dazu.
@Lena 1
Vertrau Deinem Urteil. Nimm dir die Zeit, um rauszufinden, was für Dich gut ist. Und das genau braucht man dann auch fürs Leben. Ich kann meinen Job heute nur machen, weil ich ein Gespür dafür entwickelt habe, was mir gut tut und was das Beste für mich ist.
Viele hier im HR sind z.T. sehr Therapieerfahren und kennen viele Therapieformen.
Eine davon wäre z.B. eine Psychosomatische Klinik die spezialisiert ist auf die Problematiken der TE.
Anhand von ein paar Beiträgen, oder lasse es auch viele sein, kann ich nicht abschätzen, was die genaue Problematik der TE ist.
@Lena 1
ich hatte ja schon mal gefragt, ob es eine saubere Diagnostik gibt. Das wäre wichtig, einen guten Psychiater/eine gute Psychiaterin zu haben, die mit Dir einen Plan entwickelt, was überhaupt eine gute Therapie für Dich ist.
Jeder Mensch hat sein Tempo und gerade bei verschiedenen Formen von Ängsten sollte man immer darauf achten, dass man sicheren Boden unter den Füßen hat, bevor man in eine Konfrontation geht. Ich bin lange Zeit viel zu schnell vorangestürmt, zum Unwillen meiner Therapeuten. Aber ich musste unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Ich konnte meine Angst erst in den Griff bekommen, als ich gelernt habe, sanft und liebevoll mit mir umzugehen, die Dinge langsam anzugehen.
Das muss nicht Dein Weg sein, aber es ist EIN Weg. Schau, was Du brauchst.
Bei einem guten Klinikkonzept kann man oft die schnellsten und besten Erfolge erzielen.
Schnell und gut heißt aber nicht immer auch langfristig.
@Lena 1
Es hat alles seine Zeit. Die Frage wäre überhaupt, was ist für Dich ein Erfolg? Ich habe mYich in den sieben Jahren meiner Therapie verändert. Ich bin authentischer geworden. Daraus ergeben sich dann alle anderen Erfolge.
Viele von uns und ich besonders haben einige Klinikaufenthalte hinter sich gebracht und ich kann sagen, dass alle mich weitergebracht haben.
Aber was für den einen richtig ist, ist noch lange nicht für den anderen wichtig.
Schade, dass du es nicht wolltest, hätte dir vielleicht gut getan.
Ich habe eine Krankenhausphobie. Ich war 2020 in einer somantischen Klinik, drei Tage, zwei Nächte. Hölle. Ich war völlig instabil, als ich wieder raus gekommen bin. Ich habe Freunde in der Psychiatrie besucht und brauchte danach therapeutische Intervision. Außerdem bin ich Empath. Wenn wir einen Fall auf der beschützten Station haben, schicke ich die Kollegen. Es sprach sich damals ein ganzes Team an Ärztinnen, Theapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Betreuerinnen dagegen aus. Also nein, ich denke nicht, dass es mir gut getan hätte.
@ Lena 1
Vielleicht tut Dir eine Klinik gut. Ich weiß nicht. Luna hat die Vorteile aufgezählt. Wenn es das ist, was Du suchst, dann geh den Weg.
Mir hat gut getan, dass ich nicht sechs Wochen in einer Blase gelebt habe und dann in die reale Welt gekommen bin und sich plötzlich wieder alles verändert hat. Ich konnte noch nie gut mit Veränderungen.
Ich habe viel an Therapie außerhalb gemacht und mir hat es sehr geholfen, dass ich dann diese erlernten Fähigkeiten im Alltag üben konnte. Die Ergotherapie hat mir so gut getan, weil sie mich im Alltag beobachtet hat.
Aber ich muss Dir der Ehrlichkeit halber sagen, es war sicher härter und ein längerer Weg. Also einfach ist auch das nicht. Für mich war es aber auf jeden Fall nachhaltiger.
Ich habe in meinen Zeiten nie jemanden erlebt der/dievon einem Klinikaufenthalt traumatisiert wurde.
Und das sagt genau eine Sache aus, nämlich dass DU nie jemanden erlebt hast.
@Lena 1
Ich hoffe, Du hast nicht den Eindruck bekommen, dass die Psychiatrie per se gefährlich ist. Wenn Du meinst, das ist was für Dich, gibt es gute Kliniken und gute Konzepte.
Halte ich eher für ein Vorurteil.
Ich habe die besten Erfahrungen mit der Institutsambulanz gemacht. Ich habe dort mit wunderbaren Ärztinnen und Therapeutinnen zusammen gearbeitet. Ich habe keine Vorurteile gegenüber der Klinik, im Gegenteil. Ein stationärer Aufenthalt ist einfach nicht der richtige Ort für mich. Aber Lena, die Psychiatrische Institutsambulanz könnte die richtige Adrese sein, um eine saubere Diagnostik zu bekommen und entsprechende Unterstützung bei der Wahl der Therapie.
Oh Gott, hören sagen!
Mein erster Gedanke vor dem ersten Klinikaufenthalt:
"Einer flog über das Kuckucksnest"
Das war mein Vorurteil, habe mich dann eines besseren belehren lassen!
Ich arbeite in einer Beschwerdestelle und sehe den Horror während meiner Arbeitszeit. Dazu muss ich mir keine Filme anschauen.
Und bevor Du jetzt sagst, ich wäre voreingenommen, wir haben auch jede Menge Beschwerden über Einrichtungen, Ärzt*innen und Therapeut*innen außerhalb der Klinik.Es menschelt überall, das ist nicht mein Problem.
Ob du, Lena, in eine Klinik gehen willst oder nicht, diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Was für andere das Beste ist, ist es nicht auch zwangsläufig für Dich.