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soziale Inkompetenz behandeln

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Dann müsstest du ja arbeiten.
Womit wir wieder bei der Unterstellung sind, dass psychisch erkrankte Menschen einfach nicht wollen.

Ich kann dir sagen, was ich in all den Jahren getan hätte, als ich nicht arbeiten konnte. Ich hätte es versucht, aber wenn man mich überhaupt eingstellt hätte, hätte ich keinen Job länger als ein paar Tage halten können, weil ich nicht in der Lage war, irgendwas zustand zu bringen.

Ich wäre einfach verreckt.
 
Womit wir wieder bei der Unterstellung sind, dass psychisch erkrankte Menschen einfach nicht wollen.

Ich kann dir sagen, was ich in all den Jahren getan hätte, als ich nicht arbeiten konnte. Ich hätte es versucht, aber wenn man mich überhaupt eingstellt hätte, hätte ich keinen Job länger als ein paar Tage halten können, weil ich nicht in der Lage war, irgendwas zustand zu bringen.

Ich wäre einfach verreckt.

Das ist keine Unterstellung, sondern eine Feststellung. In einem anderen Land ohne abgesichertes System wärst du, TE, nicht in dieser Situation. In Indien heißt es entweder arbeiten in der Fabrik oder auf der Straße leben. Und auch da muss ich sagen, gibt es Abstufungen. Eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine Psychose hat einen anderen Stellenwert als eine Sozialphobie.
Im Überlebensmodus sind diese Menschen vermutlich noch eher in der Lage ihre Konfrontation einzugehen, als ein Psychotiker.
Ich hatte viele Jahre Angst vorm Autofahren und habe Panikattacken bekommen, sobald ich am Steuer saß. Dann kam ich in eine Situation, in der ich einen nahestehenden ins Krankenhaus fahren musste, weil er sonst heute nicht mehr hier wäre.
Ob du TE mit anderen Menschen auf der Straße lebst oder in der Fabrik sitzt. Man ist in jedem Fall gezwungen sozial zu interagieren. So oder so.
 
Ich glaube es gibt auch noch einen Unterschied, ob man nur eine Sozialphobie hat oder zusätzlich Defizite/ fehelende Kenntnisse im zwischenmenschlichen Bereich hat.
 
Womit wir wieder bei der Unterstellung sind, dass psychisch erkrankte Menschen einfach nicht wollen.
Na, ja der Wohlstand hier schafft schon andere Bedingungen. Ich glaube nicht, dass es in Mosambik nicht auch Sozialphobiker gibt. Die werden aber eher zur Konfrontation gezwungen und sind fester in die Gemeinschaft integriert. Entweder kommen dadurch erst keine sozialen Ängste auf oder die Konsequenzen wären so weitreichend, dass die wissen, dass sie sich kein andersartiges Verhalten leisten können und sonst vom Stamm ausgeschlossen werden. Ergo tot sind.
 
Die Frage ist auch, wie der Arbeitsmarkt in anderen Ländern ist.
Vielleicht gibt es dort noch mehr Arbeitsplätze die wenig Kommunikation und Kontakt zu Menschen erfordern.
Keine intensiven Vorstellungsgespräche.
 
Ich glaube es gibt auch noch einen Unterschied, ob man nur eine Sozialphobie hat oder zusätzlich Defizite/ fehelende Kenntnisse im zwischenmenschlichen Bereich hat.

Auch dann würdest du dich in einer Extremsituation vermutlich eher zur Arbeit zwingen, statt unter der Brücke zu schlafen. Der Mensch strebt ja intuitiv ums Überleben. Das ist schon der Grund warum bestimmte psychische Störungen hier eher zum tragen kommen, als in Dritteweltländern. Da hat Elenor recht. Hier weißt du, dass dich ein Sozialsystem auffängt. In Indien gehen die Menschen dann eben trotzdem arbeiten. Die soziale Absicherung ist ganz schön, birgt aber eben auch die Gefahr, dass man sich zu sehr mit sich beschäftigt und zu sehr mit sich verliert. Ich sage ja nicht, dass ein Schizophreniepatient 8 Stunden arbeiten kann, aber je mehr du zu Hause sitzt, umso mehr kommst du doch ins grübeln.

Die Frage ist auch, wie der Arbeitsmarkt in anderen Ländern ist.
Vielleicht gibt es dort noch mehr Arbeitsplätze die wenig Kommunikation und Kontakt zu Menschen erfordern.

Ganz sicher nicht. In Indien sitzt du in einer Fabrik und nähst gemeinsam mit vielen anderen Frauen. Für unterirdische 4 Dollar die Stunde. Was du aber trotzdem machst, um dich irgendwie über Wasser zu halten. Und dann 12 Stunden am Stück, wo nachdenken kein Thema ist.

Ich halte dich, liebe TE, nicht für so krank, dass du nicht mindestens 4 Stunden am Tag arbeiten könntest. Da kenne ich andere Fälle, die seit 3 Jahren kaum die Wohnung verlassen haben oder dauerhaft betrunken sind. Was ich dir damit sagen will: Es ist wichtig seine Probleme anzugehen, aber nicht so, dass es deinen ganzen Alltag dominiert und daher fände ich es sehr wichtig, wenn du wenigstens für wenige Stunden einer Eerwerbstätigkeit nachgehst.
 
Bleibt beim Thema der TE. Es geht nicht um die Sozialhilfe in anderen Ländern. Auch muss man der TE nicht wiederholt unterstellen, nicht arbeiten zu wollen, wenn sie mehrfach erklärt hat, dass sie aufgrund von Erkrankungen und sozialen Problemen nicht kann. Wie krank die TE ist, kann hier keiner beurteilen.
 
Bleibt beim Thema der TE. Es geht nicht um die Sozialhilfe in anderen Ländern. Auch muss man der TE nicht wiederholt unterstellen, nicht arbeiten zu wollen, wenn sie mehrfach erklärt hat, dass sie aufgrund von Erkrankungen und sozialen Problemen nicht kann.

Sicher richtig, aber es ist auch nicht die Lösung, sich 24 Stunden an 7 Tagen die Woche nur mit seiner psychischen Erkrankung zu beschäftigen.

TE, du wirst doch auch zu Hause nicht den ganzen Tag sitzen und nur über deine Erkrankung nachgrübeln.
Daher sage ich ja. Es verlangt keiner dass du 40 Stunden arbeitest, aber 3 bis 4 Stunden am Tag wären doch nicht unmöglich? Es geht ja nicht nur darum, dass du mal raus kommst, sondern darum, dass du das Gefühl hast etwas wert zu sein und dass du spürst gebraucht zu werden.
 
Alles ist gut in Griff zu bekommen, man muss nur damit anfangen.
Wieviele male kamen diese Worte, oder so ähnlich schon in deinem Thread vor?
Es hinterlässt anscheinend keinerlei Eindruck auf dich.
Immer wieder die gleiche Leier.

Mache dir doch endlich mal positive Gedanken und versuche was zu ändern.
Gegen eine Sozialphobie kann man gut was tun, ist halt anstrengend, aber es geht.
Erzähle mir nur nicht, ich verstehe das nicht.
Kenne mich mit diesem Thema als Betroffener sehr gut aus.

Das Problem ist, dass du TE den ersten Schritt aber nicht machst. Die Therapeutin kann ihn nicht für dich machen und wir auch nicht. Das kannst nur du allein. Leider tust du es aber nicht. Und solange kann man dir eben raten was man will. Du trittst auf der Stelle und das ist das Problem. Daher sehe ich den Klinikaufenthalt eben als einzige Chance. Sonst wird sich da in 10 Jahren nichts ändern.
Es wird ja nichts besser. Je länger du raus bist, umso schwerer ist es, wieder in einen Rhythmus hinein zu kommen und je höher bauen sich die Ängste auf.

Ich bin auch chronisch krank, aber körperlich. Ich habe zur Krankeitsbewältigung eine Therapie begonnen und das ist verdammt anstrengend. Ich habe aber selbst ganz viel dazu beitragen müssen, dass sich etwas ändert. Die Therapeutin kann mich nur an die Hand nehmen. Machen und verändern muss ich das selbst und das ist bei dir nicht anders.
 

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