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Sozialamt will uns Haus wegnehmen

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Ja..

Versuche das Haus durch die Großeltern auf euch übertragen zu lassen.
Da zumindest die Großmutter nicht mehr geschäftsfähig ist , wird das nicht so einfach machbar sein.
Dasselbe mit einem Verkauf an Kinder und Enkel, die die Vollmacht haben.
Das ist ein sogenannter Interessenskonflikt, der das verhindern wird.
 
Das wird auch schwierig. Der Fiskus hat sich da schon gut abgesichert und Schenken und erben so kompliziert wie möglich gemacht. Also alles was innerhalb einer Frist von 10 Jahren verschenkt wird, kann theoretisch für ungültig erklärt werden und zwar dann, wenn nachweisbar ist, dass bewusst eine dritte Partei (in dem Fall das Sozialamt) benachteiligt werden sollte.
Das gilt zB auch, wenn jetzt jemand sein Vermögen kurz vor seinem Tod noch mal schnell verschenkt, um zB seine Kinder zu enterben: Solche Dinge können angefochten werden, wenn sie innerhalb der 10 Jahre passieren.
Je kurzfristiger das passiert, desto eher wird es angefochten: Also hätten die Großeltern das Haus vor 8 Jahren überschrieben, wäre das vielleicht noch haltbar, aber jetzt wo das Sozialamt Kohle will, schnell überschreiben: Das wird nicht gehen.
 
Wir werden als Sozialschmarotzer hingestellt und ausgelacht obwohl es hier um unsere Existenz geht.
Lass NIEMANDEN so mit dir umgehen! Wer derart miserabel mit dir umgeht, ist nichts wert. Mein Vater hat mich auch als Sozialschmarotzer beschimpft, weil ich derzeit arbeitsunfähig bin und er keinen Unterhalt zahlen will. Ein Egoist der seiner Tochter nur Hindernisse in den Weg stellt. Von solchen Menschen muss man sich fern halten und einfach weiter leben. Die sehen dann ja schon was sie davon haben, wenn sie jemanden so angehen.
 
Ich verstehe die Not der TE.
Aber das Haus ist/war die Altersvorsorge der Großeltern, und dafür sollte es jetzt auch verwendet werden. Ihr durftet jahrelang (?) mietfrei darin wohnen, aber von Dankbarkeit deswegen habe ich hier noch nichts gelesen. In meinen Augen sollte das Haus verkauft werden, an wen auch immer und von mir aus auch 20% unter Wert, und mit dem Geld sollte den Großeltern eine menschenwürdige Pflege ermöglicht werden.
 
Nein, so stimmt das nicht. Ein Mietvertrag ist unter Umständen auch mündlich gültig. Dadurch dass man in einem Haus mit Wissen der Eigentümer über Jahre wohnt, kann man ja unterstellen, das man dort nicht einfach so gewohnt hat, sondern Mieter war.

Was ein Problem werden könnte ist die Tatsache, dass Das Finanzamt wenn keine Mietzahlungen geleistet wurden eine Schenkung unterstellen könnte: Also die Eltern haben die monatliche Miete geschenkt.

Also darauf solltet ihr den Anwalt ansprechen: Ob man eure Wohnverhältnisse quasi auf diesem Weg "legitimieren" kann.


Zitat aus https://www.frag-einen-anwalt.de/Mieterlass--f371158.html: Der BGH urteilt weiterhin in ständiger Rechtsprechung (Urteil vom 27.1.2016 – XII ZR 33/15) dass eine unentgeltliche Gebrauchsüberlassung von Wohnraum regelmäßig keine (ggf.steuerpflichtige) Schenkung, sondern eine Leihe darstellt.

Dann gäbs aber keinen (mündlichen) Mietvertrag sondern eine Leihe.
Falls das Sozialamt sich auf diesen Standpunkt stellt und ein Betreuer den Verkauf umsetzt, muss man aufpassen dass man nicht "fristlos" raus muss, weil Kein Mietvertrag auch Keiner Kündigung(sfrist) bedarf.
(https://www.kanzlei-bussler.de/aktuelle-meldungen/einzelansicht/article/die-unentgeltliche-ueberlassung-der-wohnung-ist-ein-leihvertrag/index.html#:~:text=Sofern die Dauer der Leihe,Kündigung bedarf es dafür nicht)
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe mir das hier jetzt weitesgehend durchgelesen und hoffe, dass ich nichts überlesen habe.

Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht ganz, wenn du, TE und deine Mutter, die offiziellen Betreuer werdet, könntet ihr das Haus mit Zustimmung des Gerichts verkaufen. Ihr müsstet ausziehen und das Geld bekommen eure Großeltern um ihre Pflege sicher zustellen. Beim Ableben der Beiden, würde deine Mutter dann den Rest erben. (Oder gibt es noch andere Erben?)

Sollte das Sozialamt jetzt doch erstmal (wie auch immer) die Kosten übernehmen, müsste deine Mutter diese ja später von dem Erbe wieder zurück zahlen. Das Haus müsste dann ja trotz allem verkauft werden, da ihr ja nicht genügend anderweitige finanzielle Mittel für diese Rückzahlung habt bzw. das Haus zu halten und Instand zu setzen. Warum tut man sich diesen ganzen Stress mit Anwalt usw. an? Der kostet doch auch wieder Geld. Noch habt ihr ja ein bisschen Zeit, also investiert doch in die Wohnungssuche. Die ist sicherlich schwierig, aber nicht unmöglich. Und dann können deine Mutter und du sicherlich, sofern die finanziellen Mittel nicht ausreichen, für euch Sozialleistungen beantragen.

Ihr habt jahrelang mietfrei bei den Großeltern gelebt, das ist doch toll und dafür darf und sollte man auch dankbar sein. Darauf gibt es aber keinen Rechtsanspruch ohne entsprechende Formalien. Das dieser Zustand irgendwann vorbei ist, dürfte deiner Mutter und dir ja klar gewesen sein, da alle Versuche, vorher eine Lösung zu finden, gescheitert sind. Deine Großeltern werden ihre Gründe gehabt haben und die gilt es dann ja auch einfach mal zu respektieren.
 
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