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Single Ende 40 /Selbstbewusstsein / innerer Friede

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Eben, das ist das Wesentliche: lernen, mit der gegebenen Situation fertig zu werden ohne krampfhaft etwas daran ändern zu wollen, aber dabei grundsätzlich für Veränderungen offen zu bleiben.
Genau das meine ich. Totale Resignation wäre natürlich auch grundfalsch und oft nur eine bequeme Ausrede.

Weil ich es musste, habe ich es in meiner langen Singlezeit auch gelernt, allein in Urlaub zu fahren, Wochenendausflüge zu machen, ins Restaurant, Kino und ins Theater zu gehen und mich dabei sogar einigermaßen wohl zu fühlen. Frauen, die das nicht verstehen, sind meist vom Elternhaus aus direkt zu ihrem Mann gezogen und betanken noch nicht mal ihren Wagen selber. Sie mögen sich mir überlegen fühlen, weil sie früh geheiratet und Familie haben. Aber in Wirklichkeit sind sie doch die Abhängigen, die ohne Anhang nicht klarkommen. Verheiratete Frauen und Mütter, die auch ohne ihren Mann bzw. ohne Unterstützung von Eltern/Schwiegereltern mit den Alltagsproblemen fertig werden, haben Sticheleien gegen Langzeitsingles jedenfalls nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau das meine ich. Totale Resignation wäre natürlich auch grundfalsch und oft nur eine bequeme Ausrede.

Weil ich es musste, habe ich es in meinen langen Singlezeit auch gelernt, allein in Urlaub zu fahren, Wochenendausflüge zu machen, ins Restaurant, Kino und ins Theater zu gehen und mich dabei sogar einigermaßen wohl zu fühlen. Frauen, die das nicht verstehen, sind meist vom Elternhaus aus direkt zu ihrem Mann gezogen und betanken noch nicht mal ihren Wagen selber. Sie mögen sich mir überlegen fühlen, weil sie früh geheiratet und Familie haben. Aber in Wirklichkeit sind sie doch die Abhängigen, die ohne Anhang nicht klarkommen. Verheiratete Frauen und Mütter, die auch ohne ihren Mann bzw. ohne Unterstützung von Eltern/Schwiegereltern mit den Alltagsproblemen fertig werden, haben Sticheleien gegen Langzeitsingles jedenfalls nicht nötig.

Und das sollte sich jeder, ob Single oder nicht, klarmachen: Wer stichelt, hat es grundsätzlich nötig. Da ist immer ein Defizit beim Stichelnden selber, das auf die Weise zu kompensieren versucht wird. Das hat nichts mit der eigenen Person zu tun. Bei jedem Menschen finden sich Stärken und echte oder vermeintliche Defizite. Wer über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, hat es nicht nötig, andere zu sticheln.

Das ist wichtig, sowas nicht an sich heranzulassen. Wäre man kein Single, hätte die Person etwas anderes gefunden. Wer sticheln und sich gegenüber anderen aufwerten will, findet immer etwas.
 
Wäre man kein Single, hätte die Person etwas anderes gefunden. Wer sticheln und sich gegenüber anderen aufwerten will, findet immer etwas.
So ist es. Das ist eine Frage des Taktgefühls, ja, des Einfühlungsvermögens und des Charakters schlechthin. Haben beide "Parteien" einen Partner, geht es eben darum, wessen Mann oder Sohn oder Tochter beruflich bzw. schulisch erfolgreicher ist, begabter ist, mehr Geld verdient, wer mehr Häuser oder "dicke" Autos hat, mehr Fernreisen macht, seine Enkelkinder öfter sieht oder mehr Gäste zu irgendwelchen Feiern einlädt. Nun, zumindest das zuletzt genannte Protzthema dürfte sich durch Corona bis auf Weiteres erledigt haben.
 
Oder die, die selber in ihrem Leben ganz überwiegend bzw. ungewöhnlich lange ohne Partner auskommen mussten und dann später erkannt haben, dass ein Partner die Probleme, die man allein der Partnerlosigkeit zugeschrieben hatte, auch nicht löst. 😎
Zumindest eine depressive Verstimmung infolge andauernder Partnerlosigkeit und Alleinesein dürfte sich bessern.

Die Probleme, die man mit der Familie und Sonstigem hat, bleiben natürlich erst mal erhalten. Aber sie dürften leichter zu ertragen sein, wenn man Rückhalt und Ausgleich durch einen guten Partner hat.
 
So ist es. Das ist eine Frage des Taktgefühls, ja, des Einfühlungsvermögens und des Charakters schlechthin. Haben beide "Parteien" einen Partner, geht es eben darum, wessen Mann oder Sohn oder Tochter beruflich bzw. schulisch erfolgreicher ist, begabter ist, mehr Geld verdient, wer mehr Häuser oder "dicke" Autos hat, mehr Fernreisen macht, seine Enkelkinder öfter sieht oder mehr Gäste zu irgendwelchen Feiern einlädt. Nun, zumindest das zuletzt genannte Protzthema dürfte sich durch Corona bis auf Weiteres erledigt haben.

Oder wer das bessere Haustier hat, das einzig wahre Kunstverständnis oder wer das richtige Brot kauft... Das darf man nicht an sich heranlassen! Man kann lernen, darüber hinauszuwachsen. Früher hat mich sowas auch getroffen, heute bringt es mich aber eher zum Schmunzeln.

Weg von irgendwelchen Komplexen! Nichts einreden lassen. Ihr seid in Ordnung, wie ihr seid, ob Single oder gebunden. Wenn ich jemandem nicht gut genug bin, dann kann derjenige sich andere Leute suchen.

Fundierte Kritik ist etwas anderes, sie setzt den Menschen nicht herab und überschreitet keine Grenzen.
 
Die Probleme, die man mit der Familie und Sonstigem hat, bleiben natürlich erst mal erhalten. Aber sie dürften leichter zu ertragen sein, wenn man Rückhalt und Ausgleich durch einen guten Partner hat.

Ja, das stimmt, sie sind mit Partner leichter zu ertragen, vorausgesetzt, die Partnerschaft ist in Ordnung. Deshalb habe ich ja so große Achtung vor den Menschen, die sich ohne Partner durch das Leben kämpfen. Das ist eine große Leistung, die einfach Hochachtung und Anerkennung verdient.
 
Es geht aber nicht nur um irgendwelche Komplexe oder dass einem was von der Gesellschaft oder sonst was eingeredet wird.

Partnerfindung und Nähe erfahren sind nun mal grundlegende menschliche Bedürfnisse. Werden diese nicht erfüllt, wird man darunter leiden und irgendwann krank, depressiv, werden.

Das ist eben einfach so.

Jemandem das ausreden zu wollen, heißt doch für denjenigen, nicht ernst genommen zu werden. Was einen nur noch kränker machen kann.

Außerdem bin ich der Meinung, dass man damit viel besser ins Reine kommen kann, wenn man sein Programm schon durch hatte. D.h. einen oder mehrere Partner hatte, verheiratet war oder ist, Kinder hat.

Es ist nicht gut, jemandem zu sagen, der sein ganzen Leben solo dasteht, "nimm das nicht so wichtig" oder "komm mit dir selber klar". Da kann man nur zu jedem in Partnerschaft sagen: "Gut, mach es vor und trenn dich." Ich wette, das wird keiner machen.
 
Ja, das stimmt, sie sind mit Partner leichter zu ertragen, vorausgesetzt, die Partnerschaft ist in Ordnung. Deshalb habe ich ja so große Achtung vor den Menschen, die sich ohne Partner durch das Leben kämpfen. Das ist eine große Leistung, die einfach Hochachtung und Anerkennung verdient.
Also aber auch kein Wunder, wenn man es irgendwann nicht mehr packt. Ersäuft sich in Alkohol, lässt sich mit Medikamenten vollpumpen, springt von der Brücke, oder gibt einfach auf, lässt sich gehen.
 
Es geht aber nicht nur um irgendwelche Komplexe oder dass einem was von der Gesellschaft oder sonst was eingeredet wird.

Partnerfindung und Nähe erfahren sind nun mal grundlegende menschliche Bedürfnisse. Werden diese nicht erfüllt, wird man darunter leiden und irgendwann krank, depressiv, werden.

Das ist eben einfach so.

Jemandem das ausreden zu wollen, heißt doch für denjenigen, nicht ernst genommen zu werden. Was einen nur noch kränker machen kann.

Außerdem bin ich der Meinung, dass man damit viel besser ins Reine kommen kann, wenn man sein Programm schon durch hatte. D.h. einen oder mehrere Partner hatte, verheiratet war oder ist, Kinder hat.

Es ist nicht gut, jemandem zu sagen, der sein ganzen Leben solo dasteht, "nimm das nicht so wichtig" oder "komm mit dir selber klar". Da kann man nur zu jedem in Partnerschaft sagen: "Gut, mach es vor und trenn dich." Ich wette, das wird keiner machen.

Ich denke, es hier darum, den Singles zu verdeutlichen, dass ihr Singlesein kein Makel ist, kein Fehler und keine Schuld. Dass man unter seiner Partnerlosigkeit leidet, dass da etwas im Leben fehlt und Bedürfnisse unbefriedigt bleiben, wird den Betreffenden nicht abgesprochen.

Der eine leidet mehr, der andere vielleicht weniger darunter. Diese Gefühle, dieses Leid, sollten natürlich niemandem abgesprochen werden. Leiden kann man auch unter vielen anderen schicksalhaften Fügungen, das heißt aber nicht, dass diese ein Makel wären und man deswegen Komplexe haben müsste.
 
Meine Tante hatte noch nie einen Partner und ist eigentlich ganz zufrieden damit.
Ich hatte, vor meinem jetzigen Mann 7 Jahre keinen Partner, und wollte auch nicht unbedingt einen haben.
Ich finde auch , dass sowohl das Single-Dasein, als auch eine Partnerschaft jeweils Vor- und Nachteile hat.

Es kommt auch natürlich darauf an, wie das Leben des Betreffenden insgesamt aussieht. Liegen solide familiäre und freundschaftliche Kontakte vor, ist die Person sozial gut eingebunden, wiegt die Partnerlosigkeit wohl nicht so schwer wie wenn jemand sonst völlig isoliert ist.

Es kommt immer auf den Einzelfall an, und jedes Schicksal ist eben anders und einzigartig. Ich glaube, das kann man so ohne weiteres gar nicht vergleichen, weil jedes Leben immer wieder ganz anders ist.
 

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