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Single Ende 40 /Selbstbewusstsein / innerer Friede

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 115599
  • Datum Start Datum Start
Danke für Eure Beiträge. Für mich ist es schwer Männer -besonders die die mir gefallen würden - einfach anzusprechen. Dagegen die die mir nicht so zusagen, da kann ich schon reden usw. Da hab ich keine allzu großen Probleme. Nur ich bin halt eher der ruhige Mensch, der nicht dauernd reden und erzählen kann.
Ich finde auch, dass der Mann oder halt der andere Part "Signale" in Form von freundlich lächeln oder einfach Blickkontakt oder was weiß ich erst mal senden muss, damit der Empfänger weiß AHA die Antennen sind in meine Richtung ausgefahren 🙂. Denn ich würde niemals jemanden ansprechen, der mich gar nicht mal anschaut oder einfach ein mürrisches Gesicht macht. Obwohl...da könnte man schon sagen, hey was ist dir denn über die Leber gelaufen oder so...
Es gibt bestimmt zig Männer in meinem Alter die Single sind und denen es ähnlich geht aber die zu treffen das ist Glück.
Ja ich bin auch auf Singlebörsen aber dieses Geschreibe hin und her und am Ende stellt sich dann wieder raus es passt nicht...oder man trifft sich - es entwickelt sich nichts. Einer hat ja geschrieben, er hat es aufgegeben weiter auf die Suche zu gehen. Es gehört einfach Glück dazu das hat nichts mit weil man zu ruhig zu schüchtern zu hässlich oder sonst was zu tun. Hat auch jemand geschrieben. Und das werde ich versuchen, zu verinnerlichen.
Ich war halt immer der Meinung, dann ist man irgendwie doof und hässlich und jeder sieht auf dem ersten Blick: Junggeselle oder Junggesellin! Wurde mir IMMER IMMER so eingetrichtert.

Ne die Psycho-Tante (übrigens eine Soz.Päd wie Sarnade richtig vermutete) meinte halt einfach einen guten Freund, den man mal anrufen kann und der einem bei handw. Kleinigkeiten mal unter die Arme greift. Oder einfach mal unterstützt. Das hat sie gemeint, und sie hat recht finde ich. Es tat halt einfach weh. weil eben das genau ist was mir fehlt. Ich fand es nicht ok, dass sie mit mir so geredet hat, weil es nicht aufbaut. Ich hatte das Gefühl sie war schon mit ihren Gedanken woanders.

Ich möchte mehr Selbstvertrauen haben, gerade als Single und das auch ausstrahlen. Auch mal anecken können, ohne dass dann hinterher wieder die große innere Fragerei beginnt: ach hätt ich doch nichts gesagt, was werden die sich denken. Oder wenn ich merke, der mag mich nicht, einfach mal denken können, na und? Oder ja wie zum Beispiel der Maler der einfach nicht kommt ne Absage erteilen ohne wieder hinterher zu denken...ich hätte das freundlicher sagen können,...usw. dieses ganze Unsicherheitsdenken das würde ich soooo gerne mal ablegen können!!
 
Ich möchte mehr Selbstvertrauen haben, gerade als Single und das auch ausstrahlen. Auch mal anecken können, ohne dass dann hinterher wieder die große innere Fragerei beginnt: ach hätt ich doch nichts gesagt, was werden die sich denken. Oder wenn ich merke, der mag mich nicht, einfach mal denken können, na und? Oder ja wie zum Beispiel der Maler der einfach nicht kommt ne Absage erteilen ohne wieder hinterher zu denken...ich hätte das freundlicher sagen können,...usw. dieses ganze Unsicherheitsdenken das würde ich soooo gerne mal ablegen können!!
Das ist allerdings ein Problem, das unabhängig davon besteht, ob du einen Partner hast oder nicht. Ich habe das Problem auch und habe mich damit abgefunden, dass es mich für den Rest meines Lebens begleiten wird. Falsche Erziehung halt, deren Folgen nur mit viel Mühe und auch nur teilweise zu beseitigen sind. Beruflich habe ich auch Nachteile dadurch. Ich werde nicht mehr weiterkommen und mit meiner jetzigen Besoldungsgruppe in den Ruhestand gehen. Und zwar mit 63, zum frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem ich auf Antrag gehen kann (falls noch nicht schon vorher wegen Krankheit dienstunfähig werde). Dann brauche ich mir den ganzen Krampf mit der Selbstdarstellung und dem ach so wichtigen selbstsicheren Auftreten endlich nicht mehr anzutun. So weit ich daran arbeiten konnte, habe ich es getan und auch Fortschritte gemacht. Das war auch gut und richtig so. Aber irgendwann stößt man eben auch an Grenzen.

Einen handwerklich begabten Freund habe ich auch nicht in der Nähe wohnen. Mein Partner kann handwerklich nahezu ebenso wenig wie ich. 😁Wir haben zwar jemanden im Bekanntenkreis, der in der Hinsicht begabt ist. Aber davon haben wir nichts; denn er wohnt mindestens 500 km von uns entfernt. 😉
 
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Ne die Psycho-Tante (übrigens eine Soz.Päd wie Sarnade richtig vermutete) meinte halt einfach einen guten Freund, den man mal anrufen kann und der einem bei handw. Kleinigkeiten mal unter die Arme greift. Oder einfach mal unterstützt. Das hat sie gemeint, und sie hat recht finde ich. Es tat halt einfach weh. weil eben das genau ist was mir fehlt. Ich fand es nicht ok, dass sie mit mir so geredet hat, weil es nicht aufbaut. Ich hatte das Gefühl sie war schon mit ihren Gedanken woanders.
Sozialpädagogen sind für die Behandlung gravierender psychischer Probleme oder auch Krankheiten wie Depressionen nicht ausgebildet, überschätzen aber leider bisweilen ihre Kompetenzen. Ich meine zwar, dass in deinem Fall eine Beratung durch eine Sozialpädagogin ausreichen sollte. Es geht ja eigentlich "nur" um Frust wegen Partnerlosigkeit und Selbstunsicherheit. Aber mit einem ausgewachsenen Burn-out-Zustand oder Depressionen wäre meine erste Anlaufstelle mein Hausarzt, die zweite ein Psychotherapeut (zumindest klinischer Psychologe, besser noch Neurologe und Psychiater).

Ich hatte meine Schwester, als ich bei ihr Anzeichen einer Schizophrenie wahrnahm, anfangs auch zu einer Lebensberatungsstelle vermittelt. Ich kannte die Sozialpädagogin, die mir in einer Ausbildungskrise sehr geholfen hatte. Wegen meiner Schwester wollte ich eigentlich nur erreichen, dass sie sie davon überzeugen konnte, dass sie psychiatrische Hilfe braucht und die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrückt wurde. Aber die Sozialpädagogin hat ihre Kompetenzen überschritten und eine Beratungsserie mit meiner Schwester angefangen, wie sie es bei anderen, psychisch aber nicht (so) kranken Leuten auch tat. Wegen des schwierigen Umgangs mit meiner Schwester und weil ich nach der Entdeckung ihrer Wahnvorstellungen völlig schockiert war, hatte ich mich am Anfang auch noch mal von dieser Sozialpädagogin beraten lassen. Aber das Ganze war eine Schnapsidee. Mir hat die Sozialpädagogin anfangs noch erzählt, sie hätte bei meiner Schwester ein sehr gutes Gefühl im Hinblick auf Therapiebereitschaft und -fähigkeit. Sie hat aber nicht erkannt, wie krank meine Schwester in Wirklichkeit war. Vielleicht dachte sie, ich hätte übertrieben. Auch kann sich meine Schwester phasenweise meisterhaft verstellen und wirkt dann völlig normal. Letztlich wurde die Beraterin mit ihr nicht fertig und hat zugesehen, dass sie uns beide los wurde. Meiner Schwester hat es nichts gebracht, sie ist bis heute, 20 Jahre später, noch immer nicht in fachpsychiatrischer Behandlung. Ihr ganzes Leben ist den Bach runter gegangen. Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, nie gearbeitet, kein Einkommen, lebt in einer kleinen Sozialwohnung. Das gemeinsam ererbte, schuldenfreie Elternhaus musste nur wegen ihrer krankheitsbedingten Uneinsichtigkeit mit hohen finanziellen Verlusten teilungsversteigert werden. Und wir haben seit sieben Jahren keinen Kontakt mehr zueinander, weil ich ihren Psychoterror, dem ich zuvor zwölf Jahre lang ausgesetzt war, nicht mehr ertrage.

Man kann nicht alles für bare Münze nehmen, was solche Berater einem sagen. Man kann eben nicht jedem "Klienten" dasselbe Programm überstülpen. Selbst bei einem "richtigen" Psychologen oder Psychiater kann einem das passieren, dass einem der Mensch nicht liegt. Wenn es für dich nicht hilfreich ist, die Chemie nicht stimmt oder du dich nicht verstanden fühlst, musst du dir jemand anderen suchen.

Die Sozialpädagogin, bei der ich damals Rat suchte, sagte auch oft kurzfristig Termine wegen Krankheit ab und war sehr auf ihren pünktlichen Feierabend erpicht. Sie hat mir damals auch eingeredet, ich hätte zu wenig Freunde. Wozu führt das? Dass man krampfhaft sucht, sich anstrengt, sich zu viel gefallen lässt, enttäuscht wird und irgendwann doch resigniert aufgibt. Denn Freundschaften kann man nicht erzwingen. Schon gar nicht solche, die man angeblich mitten in der Nacht anrufen kann. Wenn man - vielleicht auch aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen schon in der Kindheit und Jugend - etwas an sich hat, was andere Menschen als gehemmt, uninteressant oder mauerblümchenhaft wahrnehmen, führen jahrelange Kraftanstrengungen, dies zu ändern, meist zu nichts Konstruktivem, sondern bestenfalls zur Erschöpfung. Und am Ende steht man doch allein da.

Manchmal denke ich, wenn man entspannter wäre und sich nicht an irgendwelche Normen klammern würde, dass und wie viele Freunde man haben "muss", würden sich vielleicht sogar eher welche finden, als wenn man sich ständig wegen des Gelabers irgendwelcher Psychotanten und Lebenshilferatgeber damit unter Druck setzt. Du hast eben im Moment keinen Partner und keine engen Freunde, und damit basta. Sie soll dir lieber Wege aufzeigen, wie du damit fertig wirst, ohne jedwede Lebensfreude zu verlieren; denn du kannst dir nun mal nicht im Handumdrehen einen Partner und Freunde herbeizaubern. Manches ist einem einfach auch als Schicksal oder "Kreuz" auferlegt, auch wenn die meisten Menschen davon heute nichts mehr hören wollen. Man muss lernen, es zu tragen, wenn Jahrzehnte der Auflehnung nichts gebracht haben.
 
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Eben, das ist das Wesentliche: lernen, mit der gegebenen Situation fertig zu werden ohne krampfhaft etwas daran ändern zu wollen, aber dabei grundsätzlich für Veränderungen offen zu bleiben.
 
Eben, das ist das Wesentliche: lernen, mit der gegebenen Situation fertig zu werden ohne krampfhaft etwas daran ändern zu wollen, aber dabei grundsätzlich für Veränderungen offen zu bleiben.
Genau das meine ich. Totale Resignation wäre natürlich auch grundfalsch und oft nur eine bequeme Ausrede.

Weil ich es musste, habe ich es in meiner langen Singlezeit auch gelernt, allein in Urlaub zu fahren, Wochenendausflüge zu machen, ins Restaurant, Kino und ins Theater zu gehen und mich dabei sogar einigermaßen wohl zu fühlen. Frauen, die das nicht verstehen, sind meist vom Elternhaus aus direkt zu ihrem Mann gezogen und betanken noch nicht mal ihren Wagen selber. Sie mögen sich mir überlegen fühlen, weil sie früh geheiratet und Familie haben. Aber in Wirklichkeit sind sie doch die Abhängigen, die ohne Anhang nicht klarkommen. Verheiratete Frauen und Mütter, die auch ohne ihren Mann bzw. ohne Unterstützung von Eltern/Schwiegereltern mit den Alltagsproblemen fertig werden, haben Sticheleien gegen Langzeitsingles jedenfalls nicht nötig.
 
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Genau das meine ich. Totale Resignation wäre natürlich auch grundfalsch und oft nur eine bequeme Ausrede.

Weil ich es musste, habe ich es in meinen langen Singlezeit auch gelernt, allein in Urlaub zu fahren, Wochenendausflüge zu machen, ins Restaurant, Kino und ins Theater zu gehen und mich dabei sogar einigermaßen wohl zu fühlen. Frauen, die das nicht verstehen, sind meist vom Elternhaus aus direkt zu ihrem Mann gezogen und betanken noch nicht mal ihren Wagen selber. Sie mögen sich mir überlegen fühlen, weil sie früh geheiratet und Familie haben. Aber in Wirklichkeit sind sie doch die Abhängigen, die ohne Anhang nicht klarkommen. Verheiratete Frauen und Mütter, die auch ohne ihren Mann bzw. ohne Unterstützung von Eltern/Schwiegereltern mit den Alltagsproblemen fertig werden, haben Sticheleien gegen Langzeitsingles jedenfalls nicht nötig.

Und das sollte sich jeder, ob Single oder nicht, klarmachen: Wer stichelt, hat es grundsätzlich nötig. Da ist immer ein Defizit beim Stichelnden selber, das auf die Weise zu kompensieren versucht wird. Das hat nichts mit der eigenen Person zu tun. Bei jedem Menschen finden sich Stärken und echte oder vermeintliche Defizite. Wer über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, hat es nicht nötig, andere zu sticheln.

Das ist wichtig, sowas nicht an sich heranzulassen. Wäre man kein Single, hätte die Person etwas anderes gefunden. Wer sticheln und sich gegenüber anderen aufwerten will, findet immer etwas.
 
Wäre man kein Single, hätte die Person etwas anderes gefunden. Wer sticheln und sich gegenüber anderen aufwerten will, findet immer etwas.
So ist es. Das ist eine Frage des Taktgefühls, ja, des Einfühlungsvermögens und des Charakters schlechthin. Haben beide "Parteien" einen Partner, geht es eben darum, wessen Mann oder Sohn oder Tochter beruflich bzw. schulisch erfolgreicher ist, begabter ist, mehr Geld verdient, wer mehr Häuser oder "dicke" Autos hat, mehr Fernreisen macht, seine Enkelkinder öfter sieht oder mehr Gäste zu irgendwelchen Feiern einlädt. Nun, zumindest das zuletzt genannte Protzthema dürfte sich durch Corona bis auf Weiteres erledigt haben.
 

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