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Single Ende 40 /Selbstbewusstsein / innerer Friede

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 115599
  • Datum Start Datum Start
Was mich momentan sehr belastet, ist ein Konflikt mit meinen Wohnungsnachbarn. Ein junges Ehepaar. Ich habe ne kleine ETW und sie wohnen zur Miete. Beim Einzug im Frühjahr haben sie genau an der Zwischenwand dermaßen laut gebohrt, dass ich kleine Risse hatte. Ich hab das sofort gemeldet, aber sie stritten es ab. Sie haben es zwar der Haftpflichtversicherung gemeldet, die haben mir eine kleine Entschädigung zwar bezahlt, soz. Kulanz mäßig, aber sowas von frech geschrieben also nicht geglaubt.
Hab nen Maler kontaktiert, der war auch unmöglich -seine Worte waren: Lachhaft, niemals, tssss... usw.- nicht geglaubt! Also ich wieder von Kopf gestoßen. Ich war sowas von fertig !!!
Der nächste Maler...hat mir geglaubt - wo ich erst mal froh war - aber es hat wahnsinnig lange gedauert, bis ich nen Kostenvoranschlag für die Versicherung bekam. Und jetzt vertröstet er mich immer wieder, dass er mal kommt und es repariert.
Ich weiß wirklich nicht was ich machen soll? Am liebsten würde ich einen anderen Maler kontaktieren, weil es mir reicht. Aber wenn der dann wieder so dumm daherredet? Ich habe richtig Angst davor!

Wegen so etwas darfst du dich nicht zum Opfer machen und schon gar nicht sofort mit den Nerven "fertig" sein, sonst bist du bald nicht mehr lebenstüchtig. Geh' gegen diese Neigung an. Schreib den Maler an und setze ihm eine Frist von 8 bis 10 Tagen. Lässt er sich innerhalb der Frist nicht blicken, verzichtest du auf seine Dienste und suchst dir einen anderen. Das würde ich ihm auch von vornherein mitteilen. Offenbar hat er es ja nicht nötig, Kunden an sich zu binden. Tritt einer guten Rechtsschutzversicherung bei (meine kostet nur etwas über 13 Euro monatlich) und informiere dich vorher, ob der Rechtsschutz auch solche typischen Streitfälle (Schadensersatz im Alltag, Mietstreitigkeiten, Verkehrsunfälle) abdeckt. Dann kannst du dir in Zukunft einen Anwalt nehmen und ihm die Korrespondenz mit Nachbarn wie diesem komischen Ehepaar überlassen. Anwälte und Versicherungen schreiben übrigens oft "frech". Das darf man nicht persönlich nehmen, sondern sollte es als Übung ansehen, entsprechend zu kontern, ohne gleichzeitig ausfallend oder gar beleidigend zu werden.

Man sollte auch nicht denken: "Hätte ich einen Partner, würde er mir dies abnehmen". Besser ist, wenn man einen Partner für diese alltäglichen Ärgernisse gar nicht nötig hat. Einen Partner nervt es auf Dauer auch, wenn alle unangenehmen Dinge an ihn delegiert werden. Gerade Männer erwarten ja eher, dass ihnen der Rücken frei gehalten wird. Ich habe einen Partner, aber um meinen Alltagskram kümmere ich mich ganz allein. Auch um Dinge wie Autowerkstatt, Handwerker etc. Das musste ich immer allein tun, da ich erst sehr spät meinen ersten Partner gefunden habe. Ich kenne es gar nicht, dass mir diese Dinge von einem Partner abgenommen werden. Dann schon eher früher von meinem Vater, der ist aber schon 27 Jahre tot. Als er krank wurde, war ich 29, als er starb, war ich 30. Somit auch damals schon kein kleines Mädchen mehr. 😉

Wenn dich bereits solche Alltagsärgernisse derart aus der Bahn werfen, kann es natürlich auch sein, dass du bereits einen psychovegetativen Erschöpfungszustand hast. Das kann ich aus der Ferne und als medizinisch-psychologischer Laie nicht beurteilen. Dann gehörst du in ärztliche Behandlung. Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Aber Vorsicht! Manchmal neigt man dazu, sich selber zu sehr in eine vermeintlich mangelnde Belastbarkeit hineinzusteigern. Das ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung.
 
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Ich weiß auch gar nit wirklich wie man auf jemanden zu gehen sollte, um den besten Eindruck zu hinterlassen, um nicht creepy rüberzukommen mit den Störungen die man hat. Ich denke immer man muss Ausschau halten nach dem Blickkontakt vom anderen Geschlecht oder den Mut haben auf die Person zuzugehen als Mann (als Frau glaub ich wäre das schon n NoGo)

Beim Ansprechen geht es überhaupt nicht darum, einen "besten Eindruck zu hinterlassen". Beim Ansprechen geht es einfach darum, einen neuen Menschen kennenzulernen. Am besten wirft man sämtliche Erwartungen über Bord, die man an sich selbst oder die man an die andere Person hat. Wenn man genung Selbstbewusstsein hat bzw. erstaml seinen Selbstwert herausgefunden hat (und einen bestimmten Selbstwert hat jeder, garantiert, auch wenn derjenige diesen noch nicht herausgefunden hat), dann ist das Ansprechen eigentlich gar nicht so schwer.

Du gehst einfach erwartungsfrei und ungezwungen auf eine Frau zu und sagst zu ihr gelassen mit einem Lächeln:
"Hi, du bist mir grad aufgefallen und ich dachte, ich sprech dich einfach mal an. Ich finde, du hast irgendwie eine sympathische Ausstrahlung. Magst du's neue Menschen kennenzulernen oder bist du eher schüchtern?

In den meisten Fällen wird man eine Abfuhr bekommen, die man unbedingt nicht persönlich nehmen sollte. Sollte doch mal das unwahrscheinliche Horrorszenarion eintreffen und eine persönlich gemeinte Abfuhr kommen, dann kann man immer noch sagen: Oh, ich hab mich in dir getäuscht. Ich dachte, du seist ein freundlicher Mensch.

Es geht bei einem ersten bedingungslosen Gespräch, das frei von irgendwelchen Verpflichtungen ist, nicht darum, gleich einen Hereitsantrag zu machen, sondern einfach nur darum, einen neuen Menschen kennenzulernen. Ob man zueinander passt oder nicht, findet man durch das Gespräch und den weiteren Verlauf heraus.

Übrigens wäre dieses Szenario ebenso auch für Frauen machbar, um aus ihrem Singleleben herauszukommen. Viele Männer würden sich unheimlich freuen, angesprochen zu werden. Allerdings sind da die meisten Frauen, so weit ich weiß, sehr zurückhaltend dem Ansprechen gegenüber veranlagt.
 
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Allerdings sind da die meisten Frauen, so weit ich weiß, sehr zurückhaltend dem Ansprechen gegenüber veranlagt.
Mein Ding wäre das auch nicht. Ich denke in dem Punkt sehr konservativ. Bei einer Frau wirkt es anders, wenn sie einen Mann anspricht, als umgekehrt. Es wirkt so, als ob die Frau es besonders nötig hätte, und als ob sie händeringend nach einem Mann suchen und sich ihm an den Hals werfen würde. Mir wäre es total peinlich, einen solchen Eindruck zu hinterlassen. Mag sein, dass es Frauen gibt, die dies selbstbewusst und elegant hinbekommen, gerade solche, die supergut aussehen und die schon von daher kein Mann für ein Mauerblümchen halten kann. Oder die aus anderen Gründen als besonders "gute Partie" gelten und es sich daher leisten können, den ersten Schritt zu tun. Aber für mich käme so ein Verhalten niemals infrage. Ich würde mich dabei total unwohl fühlen, und das würde man mir auch anmerken.
 
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Bei einer Frau wirkt es anders, wenn sie einen Mann anspricht, als umgekehrt. Es wirkt so, als ob die Frau es besonders nötig hätte, händeringend nach einem Mann suchen und sich ihm an den Hals werfen würde.
Das habe ich schon recht oft von Frauen gehört, ja. Als Mann kann ich dazu aber nur sagen, dass ich es überhaupt nicht so empfinden würde, im Gegenteil. Aber dieses Denken scheint tatsächlich ziemlich fest verankert zu sein.
 
"
Du gehst einfach erwartungsfrei und ungezwungen auf eine Frau zu und sagst zu ihr gelassen mit einem Lächeln:
"Hi, du bist mir grad aufgefallen und ich dachte, ich sprech dich einfach mal an. Ich finde, du hast irgendwie eine sympathische Ausstrahlung.
Magst du's neue Menschen kennenzulernen oder bist du eher schüchtern?

In den meisten Fällen wird man eine Abfuhr bekommen, die man unbedingt nicht persönlich nehmen sollte. Sollte doch mal das unwahrscheinliche Horrorszenarion eintreffen und eine persönlich gemeinte Abfuhr kommen, dann kann man immer noch sagen: Oh, ich hab mich in dir getäuscht. Ich dachte, du seist ein freundlicher Mensch."


Warum sollte eine Frau schüchtern sein, wenn sie auf der Straße nicht angequatscht werden will?
Und NATÜRLICH ist ein Korb persönlich zu nehmen; man meint den Gekorbten und nicht IRGENDWEN.
Zuletzt: Ein Mensch ist nicht automatisch "unfreundlich", wenn er dankend auf eine Anbahnung verzichtet.
Typen, die mir wie oben beschrieben kommen, finde ich ätzend.
 
Es gibt nicht nur extrovertierte Frauen auf der Straße, dort laufen auch schüchterne Frauen rum, die gerne angequatscht werden würden (solche mag ich z. B. viel lieber).

Wenn mich eine Frau anspricht und ich ihr mitteile, dass ich vergeben bin, dann ist das nicht persönlich gemeint und es ist auch kein Korb. Wäre es zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort, wäre es vielleicht anders gelaufen. Gleiches gilt dafür, wenn ich schlicht und einfach keine Zeit in dem Moment habe oder einfach nicht in der Stimmung bin, eine Unterhaltung zu führen. So lassen sich etliche Argumente anführen.

Sollte ich jedoch eine Frau persönlich demütigen, obwohl ich sie überhaupt nicht kenne und sie sich Mühe gibt, dann ist nicht die bemühte Frau der Depp, sondern ich, weil ich es nie gelernt habe, freundlich mit Menschen umzugehen.

Aber ob man einen Menschen näher kennenlernen will oder nicht will, kann man ja ganz leicht durch ein kurzes Ansprechen schnell herausfinden.
 
Wenn ich einem Mann, der mich auf der Straße anbaggert, nicht will, dann demütige ich ihn nicht.
Ich sage einfach "Nein!" Tun Frauen viel zu selten.
 
Also ganz ehrlich, wenn ich unterwegs bin und mich ein Typ kraft meiner Optik anlabert, hat er keine Chance - egal, ob er das schleimig-nett tut oder plump.
Wer nicht in der Lage ist, eine Frau in einem sozialen setting kennenzulernen und verzweifelt Frauen in der Fußgängerzone anquatscht, ist raus. Also, bei mir.
 

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