Zauberfee78
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Für so manche alleinstehende Person wäre das Leben ohne Partner auch besser zu verkraften, wenn sie von Familien und Paaren nicht so häufig ausgeschlossen würden. Familien und Paare wollen oft nur mit ihresgleichen zu tun haben. Alleinstehende sind ihnen eher lästig und nur selten willkommen. Wenn man die 40 überschritten hat, leben die allermeisten in einer Partnerschaft oder Familie. Wer dann ohne Partner ist, hat nicht nur keinen Partner, sondern droht in seiner Freizeit auch noch insgesamt sozial zu vereinsamen. Hierfür tragen auch Familien und Paare, die mit alleinstehenden Menschen nichts zu tun haben wollen, eine Mitverantwortung.
Das ist der springende Punkt. Wenn ich in meinen 20ern die eine oder andere Singlephase hatte, war das gar kein Problem für mich. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Schließlich hatte ich viele freundschaftliche Kontakte, war ständig verabredet und so gut wie nie alleine. "Irgendwann kommt schon der nächste Kerl", dachte ich mir und genoss die Zeit mit meinen Freunden.
Doch je älter ich wurde, umso mehr veränderte sich meine Situation ins Negative. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Paare/Menschen mit Kindern wenig Lust auf Kontakt mit alleinstehenden Personen haben und Singles von ihren Aktivitäten ausgrenzen. Sogar Freunde, mit denen ich viele Jahre eng verbunden war, meldeten sich immer seltener und ließen unseren Kontakt auslaufen.
Mein Partner und ich sind nicht so gestrickt, wir haben auch Singles unter unseren Freunden. Bei uns spielt es keine Rolle, ob jemand gebunden ist, Kinder hat, usw. Aber es ist uns auch klar, dass das keine Selbstverständlichkeit ist, in unserem Alter noch gute Freunde zu haben. Ich denke, dass viele Singles mit ihrer Partnerlosigkeit viel besser klar kämen, wenn die meisten Paare im Umgang mit ihnen ein anderes Verhalten an den Tag legen würden.