Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Single Ende 40 /Selbstbewusstsein / innerer Friede

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 115599
  • Datum Start Datum Start
nun die Frage von mir war...wie mit Mitte -Ende 40 einem Mann vermitteln, das man Interesse hätte!
Sarnade schrieb:
Ansonsten hilft eigentlich nur Freundlichkeit, ein freundlicher Blick, ein charmantes Lächeln, ohne dabei aufdringlich zu sein oder dem Mann nachzulaufen. Wenn ein Mann wissen will, ob eine Frau Single ist, wird er schon Wege finden, z.B. wie beiläufig danach fragen ("Hilft Ihr Mann/Partner Ihnen im Haushalt/beim Umzug?" etc.). Ein gestandener Mann über 40, der sich nicht einmal das traut, kommt als Partner wohl nicht ernsthaft in Frage. Oder möchtest du einen Milchbubi?

Ich bin in der Hinsicht altmodisch und immer noch der Meinung, dass in erster Linie der Mann um die Frau werben sollte und nicht umgekehrt. Und ein Mann, der ernsthaft an einer Frau interessiert ist, tut das normalerweise auch. Wenn er es nicht tut, ist er in aller Regel desinteressiert, anderweitig gebunden oder schwul.


GENAU SO würde ich es mir auch vorstellen!!!

Und ja es gibt auch die andere Seite... schüchterne Männer !- einfach schüchtern!! Aufgrund von irgendwelchen Erfahrungen, aber sonst charakterlich super in Ordnung! Wie sollen solche es schaffen eine Frau anzusprechen...ich denke, hier muss Frau mit den Wimpern klimpern oder sie einfach mal anquatschen. So ein Typ Frau bin ich leider nicht! Gut - wenn man in einer Gruppe beisammen ist und da wäre einer dabei, der mir gefallen würde und er wäre etwas zurückhaltender also da würde ich ihn schon einfach ansprechen...warum nicht!

Wenn ich doch nur mal wieder jemanden kennenlernen würde...dieses schöne Gefühl Schmetterlinge im Bauch zu haben... einen Kerl an der Seite zu haben lol...😍
meine Therapeuthin oder Beraterin sagte neulich zu mir, keiner kann ihnen sagen, ob sie nochmal jemanden kennenlernen oder nicht...keiner! (sehr tröstlich) auch manche glauben, es wird schon irgendwie einen Sinn haben, warum alleine (sie findet diese Ansicht einen Schmarrn- finde ich nicht) sie sagte...Leben sie jetzt...stehen sie nicht in der Wartestellung (stehe ich wirklich) machen sie sich ein schönes Leben...fühlen Sie sich nicht benachteiligt weil sie niemanden haben!! (ich fühl mich aber benachteiligt)

Ich hab keine Lust mehr auf diesen Singleseiten eeewiges hin und hergeschreibe und dann ist wieder nichts...oder auf so Stammtische gehen, da hab ich echt keine Lust...weil dort eben überdrehte Frauen sind...
Dieses Gefühl ich bin Single und doof ist bei mir ständig präsent... deswegen auch meine Selbstunsicherheit!!!
 
meine Therapeuthin oder Beraterin sagte neulich zu mir, keiner kann ihnen sagen, ob sie nochmal jemanden kennenlernen oder nicht...keiner! (sehr tröstlich) auch manche glauben, es wird schon irgendwie einen Sinn haben, warum alleine (sie findet diese Ansicht einen Schmarrn- finde ich nicht) sie sagte...Leben sie jetzt...stehen sie nicht in der Wartestellung (stehe ich wirklich) machen sie sich ein schönes Leben...fühlen Sie sich nicht benachteiligt weil sie niemanden haben!! (ich fühl mich aber benachteiligt)

Ich hab keine Lust mehr auf diesen Singleseiten eeewiges hin und hergeschreibe und dann ist wieder nichts...oder auf so Stammtische gehen, da hab ich echt keine Lust...weil dort eben überdrehte Frauen sind...
Dieses Gefühl ich bin Single und doof ist bei mir ständig präsent... deswegen auch meine Selbstunsicherheit!!!

Ich habe anhand deiner Schilderung einen guten Eindruck von deiner Therapeutin. Sie ist ehrlich zu dir und macht dir keine unrealistischen Versprechungen. Denn es kann dir - und jedem anderen Single - in der Tat niemand garantieren, dass du noch mal jemanden kennen lernst. Auch wenn du das nicht gern hörst. Eine gehörige Portion Glück gehört immer auch dazu, und zwar bei jedem Menschen. Diejenigen, die einen guten Partner haben, haben letztlich auch Glück gehabt - und wenn sie sich noch so sehr einbilden, es sei alles nur ihr persönliches Verdienst.

Ob Partnerlosigkeit einen Sinn hat oder nicht, kann ich letztendlich nicht sagen. Man verarbeitet Enttäuschungen im Leben aber leichter, wenn man ihnen einen Sinn abgewinnen kann. Ich las kürzlich im Urlaub eine Biographie über das frühere, inzwischen verstorbene belgische Königspaar Baudouin und Fabiola. Sie konnten zu ihrem Leidwesen bei ansonsten ausgesprochen glücklicher Ehe keine Kinder bekommen. Die Königin hatte in den 1960er Jahren fünf Fehlgeburten. Das Königspaar war sehr religiös, hat sein Schicksal letztlich als Gottes Willen akzeptiert und dahin umgedeutet, dass so in ihren Herzen mehr Platz für andere Menschen war und sie sich dadurch umso mehr für bedürftige andere Menschen, insbesondere Kinder, in Belgien einsetzen konnten. So bekam ihr Leben trotz der ungewollten Kinderlosigkeit einen neuen Sinn. Ich würde diese Einstellung jedenfalls nicht leichtfertig von vornherein als "Schmarrn" abtun. Eher ist es so, dass man auch und gerade an leidvollen Erfahrungen innerlich wächst und reift - wenn man es zulässt. Ist jedenfalls besser, als sich völlig gehen zu lassen, sich im Selbstmitleid zu suhlen und daran zu zerbrechen.

Ein Sprichwort von Epiktet, der im 1. Jahrhundert nach Christus lebte, sagt:
"Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden." Ich finde diese Worte sehr weise. Benachteiligt und minderwertig fühlst du dich wegen deiner Partnerlosigkeit nur so lange, wie du dir einredest oder von anderen einreden lässt, dass ein erfülltes, glückliches Leben nur mit Partner, am besten auch noch mit "eigenen" Kindern, möglich ist. Dies wird uns durch die Werbung, kitschige Familienserien im Fernsehen, Texte von Popsongs und sogar den einen oder anderen sog. "Lebenshilfe-Ratgeber" ja auch täglich suggeriert. So lange du nicht bereit bist, diese Einstellung kritisch zu hinterfragen und aufzugeben, wirst du nichts im Leben wirklich genießen können - denn nach deiner Ansicht ist es ja ohne Partner nichts oder jedenfalls deutlich weniger wert. Das ist eine verzerrte Realitätswahrnehmung schon deswegen, weil längst nicht jede Partnerschaft glücklich ist. Ein Partner ist kein Glücksgarant.

Du kannst dir auch ohne Partner das Leben so schön wie möglich machen, wenn du nicht mehr darauf beharrst, dass dein Leben nur mit einem Partner lebenswert ist. Die Entscheidung, deine bisherige Einstellung aufzugeben, kannst du aber nur selber treffen. Das kann dir niemand abnehmen. Auch die Therapeutin nicht. Sie kann dir nur Denkanstöße geben.

Ich sehe für dich aber auch keine Vorteile, was deine bisherige Einstellung zu deiner Partnerlosigkeit betrifft: Behältst du sie bei, wirst du auch damit keine Partnerschaft erzwingen können. Das Aufgeben dieser Einstellung bedeutet auch nicht, dass du nicht mehr offen für eine Partnerschaft sein sollst. Aber die gedankliche Fixierung auf diesen Wunsch hindert dich daran, aktuell ein schönes Leben zu führen. Außerdem spüren Männer, wenn eine Frau verzweifelt und krampfhaft nach einem Partner sucht und sich alleine wertlos fühlt. So etwas schreckt nur ab und konterkariert deine eigenen Ziele.

Von Menschen, die dir etwas anderes einreden wollen und die dir gegenüber allzu sehr betonen, wie glücklich sie angeblich mit ihrem Partner und ihrer Familie sind, würde ich mich an deiner Stelle nach Möglichkeit fern halten. Wer wirklich glücklich ist, hat es gar nicht nötig, dies ausgerechnet solchen Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig in ganz anderen Verhältnissen leben, ständig unter die Nase zu reiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von Menschen, die dir etwas anderes einreden wollen und die dir gegenüber allzu sehr betonen, wie glücklich sie angeblich mit ihrem Partner und ihrer Familie sind, würde ich mich an deiner Stelle nach Möglichkeit fern halten. Wer wirklich glücklich ist, hat es gar nicht nötig, dies ausgerechnet solchen Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig in ganz anderen Verhältnissen leben, ständig unter die Nase zu reiben.

Eben. Wir wirklich glücklich und bei sich angekommen ist, wird sein Glück zu schätzen wissen, bescheiden auftreten und bereit sein, sich in andere Menschen einzufühlen. Er wird vor allen Dingen auch ehrlich sein und keine Show abziehen, erst recht nicht vor Leuten, die vom Schicksal weniger begünstigt sind als er selber.
 
Für so manche alleinstehende Person wäre das Leben ohne Partner auch besser zu verkraften, wenn sie von Familien und Paaren nicht so häufig ausgeschlossen würden. Familien und Paare wollen oft nur mit ihresgleichen zu tun haben. Alleinstehende sind ihnen eher lästig und nur selten willkommen. Wenn man die 40 überschritten hat, leben die allermeisten in einer Partnerschaft oder Familie. Wer dann ohne Partner ist, hat nicht nur keinen Partner, sondern droht in seiner Freizeit auch noch insgesamt sozial zu vereinsamen. Hierfür tragen auch Familien und Paare, die mit alleinstehenden Menschen nichts zu tun haben wollen, eine Mitverantwortung.
 
Man kommt sich aber auch als Single unter Paaren und Familien so verloren und fehl am Platze vor. Das ist nicht so einfach.

Eine Party, alle sind mit Partner da. Man ist der einzige Single. Und wird von jedem bedauert oder bemitleidet. Oder belächelt. Alptraum.
 
Und wesentlich ist, dass man sich von anderen nicht irritieren lässt. Man darf sich nie unterschieben lassen, dass man dumm, minderwertig, gestört oder was auch immer wäre. Was mit einem los ist, dem muss man selber auf den Grund gehen.

Viele Menschen haben es nötig, sich auf Kosten anderer zu profilieren, das muss man erkennen und an sich abprallen lassen. Wenn andere über Partnerlose sticheln, dann liegt etwas bei ihnen im Argen, nicht bei den Partnerlosen.

Das ist ein Heilprozess, das zu erkennen und von sich abzustreifen.

Es ist nicht so einfach, einen Partner zu finden, das sieht man ja schon hier im Forum an den vielen Threads zu dem Thema. Es ist völlig normal, dass dieses Kapitel im Leben nicht glatt läuft und seine leidvollen Seiten hat. Das ist ein ganz normales Stück Leben, das darf man nicht auf sich beziehen.

Diese innere Gelassenheit schenkt einem Freiheit, man kann mit jenen Einsichten lockerer seinen Lebensweg weiter beschreiten.
 
Man muss aber auch bedenken, dass das Gebundensein in einer Ehe viele Freiheiten einschränkt und dadurch freundschaftliche Kontakte auch erschwert. Das hat auch eine andere Seite. Es kommt auch schnell zu Spannungen zwischen Freunden und dem Ehepartner.

Für mich hatte sich durch die Ehe sehr viel verändert, da war nichts mehr wie vorher.

Als Single kann man vielleicht besser Freundschaften mit anderen Singles pflegen. Man hat dann nicht dieses Dreiecksverhältnis. Vielleicht wäre es ein Tipp, diese Freiheit gezielt zu nutzen.
 
Eine Party, alle sind mit Partner da. Man ist der einzige Single. Und wird von jedem bedauert oder bemitleidet. Oder belächelt. Alptraum.
Wenn ich von vornherein wüsste oder damit rechnen müsste, dass ich der einzige Single bin, würde ich auch absagen. Notfalls (wenn es sich z.B. um die Einladung eines Vorgesetzten handelt) mit einer Notlüge. Bei Freunden und Verwandten kann man auch die Wahrheit sagen.

Ich kenne auch nur wenige lobenswerte Ausnahmen, bei denen Singles ebenso gern gesehen sind wie Familien und Paare. Ein früherer Vorgesetzter von mir verstand sich gut mit dem Bruder seiner Frau, der über 40 oder 50 und Dauersingle war. Der Schwager ist ab und zu (natürlich nicht immer) mit der Familie meines Vorgesetzten in Urlaub gefahren und hat auch oft die Weihnachtstage bei ihnen verbracht. Er war übrigens sogar in einer recht angesehenen, gut dotierten beruflichen Position, was bei einem Single auch nicht selbstverständlich ist. Es geht aber auch leider längst nicht jeder so respektvoll und tolerant mit seinen Mitmenschen um wie mein früherer Vorgesetzter.

Ich war eine Zeitlang sehr von seinem vorbildlichen Verhalten geprägt und vielleicht auch deshalb sehr enttäuscht über die wesentlich primitivere Einstellung gewisser Personen aus meiner Verwandtschaft gegenüber Menschen ohne Partner und Familie. Hatte bei diesen Verwandten nicht damit gerechnet, dass sie sich so entwickeln würden.

Taktvolle Gastgeber laden zu einer Party auch nicht nur einen einzigen Single unter lauter Paaren/Familien ein. Entweder es kommen auch noch ein paar andere Singles, damit sich niemand wie ein "Alien" vorkommen muss, oder man trifft sich mit dem einzigen Single, den man kennt, bei einer anderen Gelegenheit allein. Aber diese Gedanken machen sich die allerwenigsten. Wer keinen Partner hat und sich auf einer Veranstaltung mit lauter Paaren und Familien nicht wohl fühlt, dem steht es ja frei, abzusagen. Das dürfte wohl die gängige Einstellung dazu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Single forever und depri deshalb Liebe 54
G Es hat nicht sollen sein, an alle Männer die lange Single sind! Liebe 60
L Chronisch single Liebe 70

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 242) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben