Eine Partnerschaft ist keine Therapie. Wer eine so ausgeprägte Angststörung hat, dass er sich mit über 40 immer noch nicht traut, sein Interesse an einer Frau zu zeigen (was durchaus auch auf dezente Weise geschehen kann), gehört zunächst in die professionellen Hände eines Psychotherapeuten. Und wenn er in der Therapie weitergekommen ist, kann er sich nach einer Partnerin umsehen und hat dann auch bessere Chancen dafür. Es hilft nichts, aggressiv zu reagieren, weil man das nicht wahrhaben will. Eine dringend nötige Psychotherapie kann man nicht durch eine Partnerschaft "umgehen".
Und was du im ersten Abschnitt geschrieben hast, hat mit meiner Einstellung nicht das Geringste gemein. Es ist eine totale Verzerrung.
Zwischen einem primitiven Macho und jemandem, der an einer unbehandelten extremen Angststörung leidet, liegen Welten. Aber beide sind für eine Partnerschaft zunächst einmal ungeeignet, wobei der primitive Macho im Gegensatz zu dem Angstpatienten nicht mal einer Psychotherapie zugänglich ist. D.h. der Macho ist für mich in punkto Partnerschaft ein hoffnungsloser Fall, der Angstpatient dagegen nicht.