Ich finde es gerade ziemlich faszinierend, wie hier in den letzten Postings lauter offene Fragen auftauchen.
Ich möchte mal eine hinzufügen, rein aus Interesse.
Und diese geht an jeden, der sie mir beantworten mag (was mich aufrichtig freuen würde):
Wenn Ihr Euch einen Gott vorstellen solltet, bzw. eine Kraft oder ein Etwas definieren solltet, was diese, hier nun aufgetauchten Fragen nach dem ersten Lebensimpuls / Urknall / Entstehung von Energie, Materie, Naturgesetzen beantworten würde, wie sähe diese, Eure höchstpersönliche Definition aus?
Spinnen ist ausdrücklich erwünscht und erlaubt. Einfach mal Brainstormig. Das fände ich toll.
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Will man Gott als den Ursprung aller Existenz definieren, dann ist logisch anzunehmen, dass er nur in dem erkennbar sein kann, was existiert (in allem was ist). Weil es bei/in dem was ist, nur zwei bekannte Nenner gibt (Sein oder Nichtsein), kann Gott nur als Alles oder Nichts definiert werden. Weil ich jedoch davon ausgehe, dass unsere Existenz real ist und auch das was um uns her ist, also das was wir als Umwelt und Da*Sein wahrnehmen, zumindest so real ist, dass unsere Wahrnehmung davon überzeugt ist, dass es existiert, gehe ich auch von der Erkennbarkeit eines Gottes in (m)einer Realität aus. Dieser Gott ist für mich tatsächlich der Schlüssel und das Bindeglied für die Fragen, die eigentlich seit Anbeginn der Zeit zu existieren scheinen, denn sie wurden, glaubt man den Überlieferungen, sich bereits von den ersten Menschen gestellt. Wo kommen wir (das Leben) her? Was hat das Leben für einen Sinn? Hat es überhaupt einen? Was kommt nach dem Leben? Kommt überhaupt etwas?
(M)Ein Gott, das ist eine Kraft. Etwas, das mich so tief berührte, dass es mir tatsächlich den Boden unter den Füßen wegzog. Ich hatte einige Erlebnisse, die ich, zeitweilig sogar im Dunstfeld der Skeptikerorganisation GWUP verzweifelt zu klären suchte. Ich fand keine Erklärungen, es zerriss mich regelrecht, denn ich wollte ums Verrecken nicht an irgendeinen Hokuspokus glauben. Über zehn Jahre rang ich um eine Wahrheit, trieb es mich um und ich suchte Erklärungen, die ich nicht fand.
Und dann begegnete ich diesem Gott ein weiteres Mal. Und diesmal so deutlich, dass mir gar nichts anderes mehr übrig blieb als es endlich zu glauben, glauben zu können. Wahlweise hätte ich annehmen müssen, nun komplett wahnsinnig geworden zu sein. Da ich jedoch im Alltag keinerlei größere Schwierigkeiten habe und meine Umwelt an mir scheinbar nichts auffälliges entdecken kann, (unter Drogen stand ich auch nicht) wage ich anzunehmen, dass diese Begegnung echt war. Seit dem glaube ich meiner Wahrnehmung und beschloss ihr zu vertrauen. Und seit dem veränderte sich mein ganzes Dasein zum Positiven. Hätte mir das irgendwer vorher erzählt, ich hätte ihn argumentativ in kleine Häppchen seziert und zum Frühstück verspeist.
Tja. 🙂