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Sex zerstört die Liebe

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Sex ist nicht nur Penetration.
Sagt ja keiner.

Sonst wäre es auch fade.

Aber Sex ohne Liebe geht auch.

Kann auch schön sein.

Je nachdem, was man erwartet.

Und es gibt tatsächlich Fälle in Liebesbeziehungen, in denen gar kein Sex mehr möglich ist, egal auf welche Art und Weise.

Und die Liebe bleibt.

Also geht auch Liebe ohne Sex.

Sex und Liebe sowieso.
 
Alles ist möglich, nur nicht für jeden.

~~~

Ist halt nur immer etwas ungünstig, wenn man andere oder sich selbst "umpolen" muss, um das zu bekommen, was man sich von Liebe oder Sex erwartet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, Tsunami.

Also, meine Libido lag durchaus im normalen Bereich. Ein Wolf war ich nie.
Mich hat allerdings immer verwundert, dass es die beschrieben Probleme anfangs nie gab. Da trafen wir uns in einem kleinen Reihenhaus mit Schwiegereltern und einer überaus wachsamen Oma.
Meiner Angebeteten machte es dabei keine Probleme, mich zur besten Tageszeit in ihr kleines Zimmer zu ziehen.
Dann bekamen wir unsere erste kleine Wohnung, und im Zeitraffer-Tempo ging sie auf Distanz.
Waren wir allerdings am Wochenende bei guten Freunden, übernachteten dort, dann gab sie die Aktive,

Burbacher

Natürlich kann ich mich nur an deine Wörter bzw. Schilderung halten. Insofern ist das Nachfolgende reine Spekulation, welcher auch keine Wertung beiliegt. War es Liebe oder Sex? Aus meiner Sicht weder noch. Für mich klingt es eher nach einer "revolutiven Befreiungsphase", in der mittels des eigenen Intim- bzw. Sexlebens gegen das "herrschende Regime" angetreten werden soll. Keine "Liebe aus freien Stücken".
 
Ja, dem kann ich zustimmen. Nur eben ist Sex kein Gegensatz zur Liebe. Die Regel "entweder Sex oder Liebe" ist mir in einer Paarbeziehung unbekannt..

Tatsächlich las ich ich beim ersten Lesen Folgendes: Nur eben ist Sex kein Ersatz zur Liebe.

Wie wir aber alle wissen, kann das durchaus so sein. Es gibt eine Regel, die besagt: Sex ist besser als gar keine Liebe.

Gleichfalls gibt es diesen ollen Satz bzw. "Klischee", besagend: Frauen benutzen Sex, um Liebe zu bekommen. Männer benutzen Liebe, um Sex zu bekommen.

Natürlich ist das alles nicht bis zum Ende gedacht und unterliegt nicht zuletzt auch kultureller Prägung bzw. gesellschaftlicher Konditionierung. Beispielsweise würde dir ein Südostasiate etwas anderes über Pornos und Liebe erzählen, als es beispielsweise ein Westeuropäer tun würde. Die meisten Südostasiaten haben noch niemals einen Porno gesehen.
 
Irgendwo und hier habe ich unsere damalige Geschichte schon näher erläutert. Als wir zusammen kamen, war ich der ausgesprochene Favorit meiner Schwiegereltern. Schon beim ersten Wochen-End-Besuch eroberte ich sie sozusagen im Sturm. Mein Schwiegervater, eher ein schwieriger Zeitgenosse, interessierte sich sehr für mein Studium, verwickelte mich in ein sehr intensives Gespräch.
Ich erfuhr dann später, dass meine Freundin und ihre Mutter dieser ersten Begegnung in ihrem Hause mit einem gewissen Bangen entgegengesehen hatten. Doch wir beide kamen uns erstaunlich schnell näher und fanden einen guten Draht zueinander.
Für meine spätere Schwiegermutter war ich ohnehin der Wunschkandidat. Sie entstammte einer Beamtenfamilie und die Aussicht, dass ihre Tochter einen studierten Mann erwählt hatte, nährte durchaus ihre nicht geringe Eitelkeit. Und so taten beide alles, dass wir zusammenkamen. Mein Schwiegervater wurde nicht sehr alt, sondern starb bereits zwei Jahre nach unserer Heirat. Er hatte wenige Tage vor seinem Tod von mir erfahren, dass wir unser erstes Kind erwarteten.
Meine Schwiegermutter überlebte ihn gerade mal um 10 Jahre. Und ab diesem Zeitpunkt begann die für mich erkennbare Distanzierung meiner Ex. Im Nachhinein war mir irgendwann klar, dass ich in erster Linie der Kandidat meiner Schwiegereltern war. Meine Ex formulierte diesen Umstand mal mit den Worten, sie sei ja verheiratet wurden.
Dass passte zwar nur bedingt zu ihrem im Allgemeinen ganz entschiedenen Auftreten, lieferte für mich dann aber durchaus einen plausiblen Grund.
Dass wir gleichwohl viermal Eltern wurden, das allerdings verstehe ich auf diesem Hintergrund nur bedingt. Und so passte es dann auch, dass die Mutter unserer Kinder auszog und die Kinder beim mir zurückließ.
Aber auch das war -aus ihrer Sicht- nicht ohne Logik.

Burbacher

Eine Fortführung der Geschichte, würde ich sagen.

Keine "Liebe aus freien Stücken", sondern eher ein Zwang.

Vielleicht war dir das damals nicht bewusst. Jetzt sollte es das sein.

Klingt jetzt vielleicht stark überheblich, aber ich würde sagen, dass es euch von Anfang nicht bestimmt war, für immer zusammen zu sein.

Sex war nicht der ausschlaggebende Punkt, sondern etwas anderes.

Aus meiner Sicht gar nicht mal mangelnde Bemühung oder der gute Wille, sondern mangelnde Passung.
 
Manchmal zählen Menschen mehr auf das Feuer, manchmal mehr auf die Glut. Das ist auch von Zeit und Ort abhängig. Heutzutage ist sowieso alles anders.

Früher ist man sich eher aus Notwendigkeiten und Zwängen heraus begegnet, und ist aus diesen Gründen heraus zusammen geblieben.

Heutzutage gilt mehr denn je, dass du einem Menschen ultimative Freiheit geben solltest, ultimative Größe.

Wie es so schön heißt: Lasse die Käfigtür offen. Wenn der Vogel zurückkommt, ist es deiner.
 
Ich zumindest hätte keine Lust, ständig auf eine Person "aufzupassen", die gar nicht bei mir sein will.

Andere Menschen mögen das anders sehen.
 
Sorry, unter einen solchen Aufsatz aber hätte ich die allseits bekannte Formulierung "Thema verfehlt" gesetzt.
Manchmal sollte man wirklich nur über Dinge schreiben, von denen man mindestens eine Ahnung hat.

Burbacher
 
Tsunami,

Du schreibst:

" Oder anders ausgedrückt: Ob ich einen Menschen wirklich liebe, hat mit Sex wenig bis gar nichts zu tun."

Wir reden hier nicht über Elternliebe zu ihren Kindern, über Liebe zwischen Freunden, wir reden und schreiben über die vielleicht umfänglichste Form der menschlichen Liebe zwischen Mann und Frau, die die Sexualität mit einschließt.
Alles Andere widerspricht aus meiner Sicht auch der menschlichen Natur.
Ich bin ja alles Andere als katholisch, aber in der katholischen Morallehre gilt etwa die Ehe erst vollzogen, wenn der sexuelle Akt stattgefunden hat.
So stimmt sie bis zum heutigen Tag einer Aufhebung der Ehe zu und erklärt sie für nichtig, wenn die Partner glaubhaft belegen, dass ein sexueller Verkehr nie stattgefunden hat.

Burbacher

Ich weiß nicht, wer da in seiner Einstellung jetzt weiter ist. Ich überlasse die Beurteilung dir.

In der Schule schrieb ich mal einen Aufsatz mit folgender Aussage: Liebe ist eine erhöhte Form der Freundschaft.

Insofern und aus meiner Sicht: Ohne Freundschaft keine Liebe.
 
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