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Sex zerstört die Liebe

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Für weitere Antworten geschlossen.
Aus meiner Sicht, ist es nicht effizient, so zu denken. Wenn eine Frau mit dir ins Bett gehen möchte, dann möchte sie das. Wenn nicht, dann eben nicht.

Wenn Liebe für dich tatsächlich bedeutet, ins Bett zu gehen, dann hast du da aus meiner Sicht irgendwas nicht richtig verstanden.

Hallo Tsunami,

ich vermute ja, dass Du statt "tatsächlich" vielleicht "hauptsächlich" meinst. Wir müssen schon die Begrifflichkeiten beachten, wenn wir die Dinge auf den Punkt bringen wollen.

Die (ein schreckliches Wort, ich weiß) Beischlaf-Frequenz verändert sich im Laufe des Lebens. In der Phase des Kennenlernens, des sich gegenseitigen Entdeckens liegt sie sicher deutlich höher, als im sogenannten Ehealltag.
Sind dann noch Kinder im Spiel, wird es manchmal noch komplizierter. Eltern wissen davon ein Lied zu singen, wie es sich anfühlt, wenn die Kids immer noch im Haus rum toben, nicht schlafen wollen, während es die Eltern zur intimen Zweisamkeit drängt.

Auch in Zeiten starker beruflicher Beanspruchung fehlt oft der Antrieb. Und dennoch: Die Trennung, die Du da vertrittst, scheint mir überaus lebensfremd. Im Grunde ist das eine Anleitung zum Fremdgehen. Zuhause kümmert man sich um Kinder, Haus und Garten, und das Intimleben sucht sich einen Ausweg.

Dann kommen die Liebhaber/innen ins Spiel, kann man doch von einem gesunden Mann, einer gesunden Frau nicht vermuten, dass sie auf Dauer auf Intimität verzichten.

Es geht um Integration, nicht um Spaltung. Der Mensch ist immer auch ein sexuelles Wesen. Leugne ich das, so meine Erfahrung, drängt sich das Verlangen übermächtig ins Bewusstsein. Davon etwa lebt die Porno-Industrie.

Tut mir leid, aber Du überzeugst mich nicht mit Deiner Argumentation. Vielleicht machst ja auch Du aus der Not eine Tugend.

Burbacher
 
Hallo Tsunami,

ich vermute ja, dass Du statt "tatsächlich" vielleicht "hauptsächlich" meinst. Wir müssen schon die Begrifflichkeiten beachten, wenn wir die Dinge auf den Punkt bringen wollen.

Die (ein schreckliches Wort, ich weiß) Beischlaf-Frequenz verändert sich im Laufe des Lebens. In der Phase des Kennenlernens, des sich gegenseitigen Entdeckens liegt sie sicher deutlich höher, als im sogenannten Ehealltag.
Sind dann noch Kinder im Spiel, wird es manchmal noch komplizierter. Eltern wissen davon ein Lied zu singen, wie es sich anfühlt, wenn die Kids immer noch im Haus rum toben, nicht schlafen wollen, während es die Eltern zur intimen Zweisamkeit drängt.

Auch in Zeiten starker beruflicher Beanspruchung fehlt oft der Antrieb. Und dennoch: Die Trennung, die Du da vertrittst, scheint mir überaus lebensfremd. Im Grunde ist das eine Anleitung zum Fremdgehen. Zuhause kümmert man sich um Kinder, Haus und Garten, und das Intimleben sucht sich einen Ausweg.

Dann kommen die Liebhaber/innen ins Spiel, kann man doch von einem gesunden Mann, einer gesunden Frau nicht vermuten, dass sie auf Dauer auf Intimität verzichten.

Es geht um Integration, nicht um Spaltung. Der Mensch ist immer auch ein sexuelles Wesen. Leugne ich das, so meine Erfahrung, drängt sich das Verlangen übermächtig ins Bewusstsein. Davon etwa lebt die Porno-Industrie.

Tut mir leid, aber Du überzeugst mich nicht mit Deiner Argumentation. Vielleicht machst ja auch Du aus der Not eine Tugend.

Burbacher

Nein, Burbacher. Ich mache zwar durchaus grammatikalische Fehler, aber keine inhaltlichen - insofern, als dass ich meine Meinung bzw. Einstellung formuliere.

Vielleicht ist es einfach so, dass du eine sehr hohe Libido hast und ich nicht. Das könnte eine Menge in Bezug auf das erklären, was du unter Liebe verstehst und ich nicht.

Für mich ist partnerschaftliche Liebe sehr viel mehr eine Passung der Charaktere/Persönlichkeiten, nicht so sehr eine sexuelle Passung.

Schau', um es vielleicht etwas zu verdeutlichen: Auf Sex kann ich sehr viel eher verzichten, als auf einen Menschen, den ich wirklich liebe.

Oder anders ausgedrückt: Ob ich einen Menschen wirklich liebe, hat mit Sex wenig bis gar nichts zu tun.
 
Nein, Burbacher. Ich mache zwar durchaus grammatikalische Fehler, aber keine inhaltlichen - insofern, als dass ich meine Meinung bzw. Einstellung formuliere.

Vielleicht ist es einfach so, dass du eine sehr hohe Libido hast und ich nicht. Das könnte eine Menge in Bezug auf das erklären, was du unter Liebe verstehst und ich nicht.

Für mich ist partnerschaftliche Liebe sehr viel mehr eine Passung der Charaktere/Persönlichkeiten, nicht so sehr eine sexuelle Passung.

Schau', um es vielleicht etwas zu verdeutlichen: Auf Sex kann ich sehr viel eher verzichten, als auf einen Menschen, den ich wirklich liebe.

Oder anders ausgedrückt: Ob ich einen Menschen wirklich liebe, hat mit Sex wenig bis gar nichts zu tun.

Danke, Tsunami.

Also, meine Libido lag durchaus im normalen Bereich. Ein Wolf war ich nie.
Mich hat allerdings immer verwundert, dass es die beschrieben Probleme anfangs nie gab. Da trafen wir uns in einem kleinen Reihenhaus mit Schwiegereltern und einer überaus wachsamen Oma.
Meiner Angebeteten machte es dabei keine Probleme, mich zur besten Tageszeit in ihr kleines Zimmer zu ziehen.
Dann bekamen wir unsere erste kleine Wohnung, und im Zeitraffer-Tempo ging sie auf Distanz.
Waren wir allerdings am Wochenende bei guten Freunden, übernachteten dort, dann gab sie die Aktive,

Burbacher
 
Wenn ich mich mal einschalten darf.....

Für mich ist partnerschaftliche Liebe sehr viel mehr eine Passung der Charaktere/Persönlichkeiten, nicht so sehr eine sexuelle Passung.

Aus meiner Sicht: Liebe zwischen Menschen ist eine Nähe des Herzens, des Verstandes, der Seele. Der Körper jedoch gehört auch dazu.

Solange der Körper nicht getrennt von Herz, Verstand und Seele aktiv ist, gilt aus meiner Sicht: körperliche/sexuelle Nähe ist der Spiegel der inneren Beziehung.

Deswegen kann ich auch die erlebte Enttäuschung von Herrn Burbacher sehr gut verstehen. Ich kann die sexuelle Distanz seiner Frau so verstehen: Es fehlte an innerer Nähe.


Schau', um es vielleicht etwas zu verdeutlichen: Auf Sex kann ich sehr viel eher verzichten, als auf einen Menschen, den ich wirklich liebe.

Ja, dem kann ich zustimmen. Nur eben ist Sex kein Gegensatz zur Liebe. Die Regel "entweder Sex oder Liebe" ist mir in einer Paarbeziehung unbekannt.

Oder anders ausgedrückt: Ob ich einen Menschen wirklich liebe, hat mit Sex wenig bis gar nichts zu tun.

Auch dem kann ich zustimmen. Aus meiner Sicht ergänze ich: Jedoch in einer Paarbeziehung ist die Qualität der gelebten Sexualität Ausdruck der empfundenen und vorhandenen inneren Nähe und damit auch ein Ausdruck der Liebe.

Um auf Herrn Burbacher zurückzukommen: Was nicht da ist, kann auch nicht ausgedrückt werden. Ich behaupte: Und wenn Sex stattfand, so war es nur Sex losgelöst von Herz, Verstand und Seeele und somit kein Ausdruck der Liebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwo und hier habe ich unsere damalige Geschichte schon näher erläutert. Als wir zusammen kamen, war ich der ausgesprochene Favorit meiner Schwiegereltern. Schon beim ersten Wochen-End-Besuch eroberte ich sie sozusagen im Sturm. Mein Schwiegervater, eher ein schwieriger Zeitgenosse, interessierte sich sehr für mein Studium, verwickelte mich in ein sehr intensives Gespräch.
Ich erfuhr dann später, dass meine Freundin und ihre Mutter dieser ersten Begegnung in ihrem Hause mit einem gewissen Bangen entgegengesehen hatten. Doch wir beide kamen uns erstaunlich schnell näher und fanden einen guten Draht zueinander.
Für meine spätere Schwiegermutter war ich ohnehin der Wunschkandidat. Sie entstammte einer Beamtenfamilie und die Aussicht, dass ihre Tochter einen studierten Mann erwählt hatte, nährte durchaus ihre nicht geringe Eitelkeit. Und so taten beide alles, dass wir zusammenkamen. Mein Schwiegervater wurde nicht sehr alt, sondern starb bereits zwei Jahre nach unserer Heirat. Er hatte wenige Tage vor seinem Tod von mir erfahren, dass wir unser erstes Kind erwarteten.
Meine Schwiegermutter überlebte ihn gerade mal um 10 Jahre. Und ab diesem Zeitpunkt begann die für mich erkennbare Distanzierung meiner Ex. Im Nachhinein war mir irgendwann klar, dass ich in erster Linie der Kandidat meiner Schwiegereltern war. Meine Ex formulierte diesen Umstand mal mit den Worten, sie sei ja verheiratet wurden.
Dass passte zwar nur bedingt zu ihrem im Allgemeinen ganz entschiedenen Auftreten, lieferte für mich dann aber durchaus einen plausiblen Grund.
Dass wir gleichwohl viermal Eltern wurden, das allerdings verstehe ich auf diesem Hintergrund nur bedingt. Und so passte es dann auch, dass die Mutter unserer Kinder auszog und die Kinder beim mir zurückließ.
Aber auch das war -aus ihrer Sicht- nicht ohne Logik.

Burbacher
 
Tsunami,

Du schreibst:

" Oder anders ausgedrückt: Ob ich einen Menschen wirklich liebe, hat mit Sex wenig bis gar nichts zu tun."

Wir reden hier nicht über Elternliebe zu ihren Kindern, über Liebe zwischen Freunden, wir reden und schreiben über die vielleicht umfänglichste Form der menschlichen Liebe zwischen Mann und Frau, die die Sexualität mit einschließt.
Alles Andere widerspricht aus meiner Sicht auch der menschlichen Natur.
Ich bin ja alles Andere als katholisch, aber in der katholischen Morallehre gilt etwa die Ehe erst vollzogen, wenn der sexuelle Akt stattgefunden hat.
So stimmt sie bis zum heutigen Tag einer Aufhebung der Ehe zu und erklärt sie für nichtig, wenn die Partner glaubhaft belegen, dass ein sexueller Verkehr nie stattgefunden hat.

Burbacher
 
Nur Sex ohne Liebe kann auch nett sein.

Sex und Liebe zusammen ist besser.

Aber Liebe ohne Sex geht auch. Bzw. muss dann gehen, wenn einer der Beteiligten physisch nicht mehr dazu in der Lage ist.
 
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