Burbacher
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Aus meiner Sicht, ist es nicht effizient, so zu denken. Wenn eine Frau mit dir ins Bett gehen möchte, dann möchte sie das. Wenn nicht, dann eben nicht.
Wenn Liebe für dich tatsächlich bedeutet, ins Bett zu gehen, dann hast du da aus meiner Sicht irgendwas nicht richtig verstanden.
Hallo Tsunami,
ich vermute ja, dass Du statt "tatsächlich" vielleicht "hauptsächlich" meinst. Wir müssen schon die Begrifflichkeiten beachten, wenn wir die Dinge auf den Punkt bringen wollen.
Die (ein schreckliches Wort, ich weiß) Beischlaf-Frequenz verändert sich im Laufe des Lebens. In der Phase des Kennenlernens, des sich gegenseitigen Entdeckens liegt sie sicher deutlich höher, als im sogenannten Ehealltag.
Sind dann noch Kinder im Spiel, wird es manchmal noch komplizierter. Eltern wissen davon ein Lied zu singen, wie es sich anfühlt, wenn die Kids immer noch im Haus rum toben, nicht schlafen wollen, während es die Eltern zur intimen Zweisamkeit drängt.
Auch in Zeiten starker beruflicher Beanspruchung fehlt oft der Antrieb. Und dennoch: Die Trennung, die Du da vertrittst, scheint mir überaus lebensfremd. Im Grunde ist das eine Anleitung zum Fremdgehen. Zuhause kümmert man sich um Kinder, Haus und Garten, und das Intimleben sucht sich einen Ausweg.
Dann kommen die Liebhaber/innen ins Spiel, kann man doch von einem gesunden Mann, einer gesunden Frau nicht vermuten, dass sie auf Dauer auf Intimität verzichten.
Es geht um Integration, nicht um Spaltung. Der Mensch ist immer auch ein sexuelles Wesen. Leugne ich das, so meine Erfahrung, drängt sich das Verlangen übermächtig ins Bewusstsein. Davon etwa lebt die Porno-Industrie.
Tut mir leid, aber Du überzeugst mich nicht mit Deiner Argumentation. Vielleicht machst ja auch Du aus der Not eine Tugend.
Burbacher