Kasiopaja,
nichts für ungut, aber so etwas nennt man wohl eine Binsenweisheit. In der Thematik bringt sie uns allerdings nicht wirklich weiter.
Ich habe ja hier ziemlich deutlich die Meinung vertreten, dass die Sexualität in einer Partnerschaft nicht alles ist, aber ohne Sex, damit wandle ich ein bekanntes Sprichwort ab, ist die Liebe mindestens fragwürdig. Und ich behaupte nach wie vor, dass viele Partnerschaften, Ehen an diesem Punkt scheitern.
Damit meine ich gar nicht die Häufigkeit, mit der ein Paar Sex praktiziert. Altmodisch, wie ich bin, ist die sexuelle Beziehung für mich so ziemlich die intimste Begegnung, die man sich zwischen zwei Menschen denken kann. Leidet eine Beziehung hier Mangel, oder fehlt diese Begegnung ganz, steht über kurz oder lang die Beziehung selbst auf dem Spiel, ich behaupte sogar, dass sie dann gar keine mehr ist.
Aus einer Beziehung, einer Lebensgemeinschaft wird dann bestenfalls eine Wohngemeinschaft. Mir selbst hat auch kein Experte, keine Expertin damals erklärt, wie ich auf Dauer mit der sexuellen Verweigerung meiner Partnerin umgehen solle, bzw. könne.
Ich konnte es auf Dauer nicht, und ich räume durchaus auch ein, dass die fehlende Intimität nicht der alleinige Grund dafür war. Aber in keinem anderen Aspekt einer Beziehung äußert sich die fehlende Nähe oder die bestehende Vertrautheit so sehr wie in der intimen Beziehung.
Burbacher