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Sex zerstört die Liebe

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Interessanter Thread...

Interessant war zu lesen, dass Liebe und Sex zwei verschiedene Dinge sind...
Liebe ist kein Ding und Sex auch nicht.
Beides sind Akte des Handelns...lieben und miteinander schlafen.
Also Tätigkeiten.

Ich denke, dass mehr Menschen miteinander schlafen und weniger sich lieben.

Wenn beides zusammenkommt, wunderbar. Auf körperlicher Ebene kann man sich
sehr schön und intim zeigen, dass man sich liebt. Im Alltag durch kleine zärtliche Gesten,
Worte, Sms , kann man sich das auch zeigen.

Dennoch: für jeden ist Liebe ein subjektiv empfundenes Gefühl und hängt damit zusammen,
wie man geprägt wurde.

Die sselbstlose Liebe, also einfach geben ohne nehmen zu wollen ist ganz ganz selten und in einer
Partnerschaft vermutlich auch nicht das gängige Modell.
 
Ich stimme darin zu, dass wohl jeder seine eigene Sicht auf Liebe und/oder Sex hat, und dass wohl jeder für sich selbst herausfinden muss, aus welchem Holz er diesbezüglich gemacht ist. Gleichfalls sehe ich es auch so, dass Sex und/oder Liebe oft genug der Beginn/Grundlage einer wünschenswerter Weise glücklichen Partnerschaft und Familie sind. Und hier wiederum habe ich den Eindruck, dass oftmals die Liebe zum Charakter und Prüfung der Tauglichkeit desselbigen zu Lasten der Liebe zum Sex geht.

~~~

Na ja, der letze Satz mit den Lasten ist vermutlich irgendwie verdreht, aber ihr wisst schon, was ich meine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Liebe zu einem Menschen hat nix mit Arterhaltung zu tun, dem entgegen spricht die Liebe zu seinen Eltern, Geschwistern, Kindern, zu Freunden oder auch zu Menschen, die nicht mehr leben. Wenn man die Liebe mit Arterhaltung gleichsetzt, dann stellt man den Begriff mit "Begierde" gleich, das meines Erachtens aber falsch ist. Die Begierde ist arterhaltend - nicht mehr und nicht weniger.

Hier kam die Frage nach der Definition von Liebe - sie kann man nicht definieren, weil sie fernab von Zeit und Raum existiert und jeder für sich sie ein Stück anders betrachtet.

Liebe ist grenzenlos und sie ist bedingungslos - spielt der Sex als "Bedingung" da mit rein, dann ist es aus meiner Sicht keine wahre Liebe, sondern nur ein Zweck-Konstrukt, das man als Liebe bezeichnet, weil man sich die Wahrheit aus Bequemlichkeit oder Angst vor Veränderungen nicht eingestehen kann ... was auch okay ist. Aber Sex gehört nicht unbeding zur Liebe dazu - Sex ist wahnsinnig schön im Umfeld einer wahren Liebe, aber weder Bedingung noch eine Notwendigkeit der Selben.

Innerhalb einer Beziehung spielt für die Meisten die Begierde eine wesentliche Rolle, das wurde ja auch schon mehr oder weniger festgestellt. Begierde und Sex gehören zusammen, denn sonst würde die Begierde nicht befriedigt und damit ein Ungleichgewicht geschaffen, das je länger es anhält unweigerlich zu destruktiven Konflikten führt. Es gibt aber auch jede Menge Beziehungen ohne oder mit sehr wenig Sex, z.B. zwischen asexuellen Partnern oder wenn einer/ beide aufgrund einer Erkrankung das nicht können. Da bleibt dann der Kern des Ganzen übrig, dieser Kern ist das eigentlich Erstrebenswerte aus meiner Sicht.

Begierde ist nicht von Dauer...das ist/war schon immer so. Ist nur die Frage, was einem wichtiger ist oder auf was man seine Beziehung stützt. Glaub viele jagen nur der Begierde hinterher und sind damit genaugenommen auf einer endlosen Jagd, die immer in Unzufriedenheit mündet ... weil die Liebe nicht gesucht wird, sondern die Befriedigung - wie passend, in einer mediengesteuerten Welt, deren Ziel der endlose Konsum geworden ist ... wir sind letztlich nichts anderes als Junkies in dieser Hinsicht geworden.

Meine Meinung dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist der Beitrag von Yamifood gelöscht worden? Schade eigentlich. Zwar nicht gleich, aber im Grundsatz hätte ich ihn schon ganz gerne gelesen.
 
Sorry, dass es hier gerade ein bisschen durcheinander geht, aber ihr schreibt einfach zu schnell.

Ergänzung zu meinem vorhergehenden Beitrag:

Zum Beispiel hier. Das ist nicht Liebe, das ist nicht Sex, das ist Wahnsinn. Okay, ich gebe zu, dass ich auch zumindest ein bisschen konservativ eingestellt bin.

Da fällt mir ein, dass, als ich schätzungsweise 12-13 Jahre alt war, im Sportunterricht ein junger Hüpfer, was ich natürlich auch war, auf mich zukam - gewiss jung, schlank, sportlich, kurze Haare, blond, attraktiv, für das Alter mächtiger Vorderbau. Sie wollte unbedingt Sex mit mir und griff ständig nach... na ja.. ihr wisst schon, wohin. Ich bin nicht darauf eingegangen. Sie war ziemlich fordernd und das war für einen introvertierten Menschen/Jungen wie mich einfach zu viel. Vielleicht habe ich die beste Chance meines Lebens verpasst. Ich weiß es nicht.

Wenn ich es bzw. wir getan hätten, was wären die Implikationen gewesen? Wäre ich heute ein anderer, als ich bin? Wäre sie anders? Eine Erfahrung wäre es sicher gewesen. Vielleicht wäre der Sex berauschend gewesen. Vielleicht wäre alles anders gewesen, wenn ich sie geliebt hätte und sie mich auch?

Nach dem Sex hätten wir uns geliebt? Vielleicht.

~~~

Sex wird überschätzt und unterschätzt. Beides ist wahr. Ob es zur Liebe gereicht, ist eine ganz andere Frage.

~~~

Wenn Liebe nicht auf Sex verzichten kann, dann ist sie aus meiner Sicht keinen einzigen Pfifferling wert. Wer genau ist hier Koch und wer ist Kellner?
 
Zuletzt bearbeitet:
...hihi, sieht aus, als ob du mit dir selbst schreiben würdest, wenn die Threads der anderen gelöscht werden.

Zurück zum Thema...bei dem Satz: Liebe existiert außerhalb von Zeit und Raum bekomm ich wirklich Schwierigkeiten zu begreifen, von was da bitte geschrieben wird. Wenn " es" außerhalb von Zeit und Raum existiert, kann man es nicht wahrnehmen, nicht darüber nachdenken, und auch nicht beschreiben. Es ist dann außerhalb der menschlichen Dimensionen...

Mir gehts eher um das Praktische, die Art von Liebe, die wir Menschen hier in Raum und Zeit zu empfinden in der Lage sind. Mit unseren Sinnen, durch unser Handeln, in unserem kreativen Ausdruck ( obwohl das dann auch wieder schon sehr abstrakt ist).

Ich glaub bei Begriffen wie Liebe/Sex müssten wir uns erstmal über eine gängige Definition einig werden, um darüber zu diskutieren. Da Liebe/Sex jedoch keine Forschungsarbeit hier ist, ist das unmöglich. Deshalb bleibt uns "nur" der subjektive Austausch unserer Erfahrungen damit. Wir tauschen uns aus über die verschiedenen Möglichkeiten und Formen, ja über die Vielfalt der Liebesbeziehungen und sexuellen Praktiken 😉.
 
Es soll Menschen geben, die einfach leben. Sie haben Beziehungen, ziehen Kinder groß, genießen ihr Leben. Manchmal leiden sie auch an den Unwägbarkeiten des Lebens. Aber sie leben.
Es soll Menschen geben, die einer Tätigkeit nachgehen, mal mit großer Begeisterung, mal mit weniger. Es soll Menschen geben, die sich für sich und andere engagieren.
Und dabei fühlen sie sich wohl, manchmal empfinden sie sogar so etwas wie Glück. Daneben gibt es Menschen, die alles und jedes hinterfragen müssen, die mit nichts zufrieden sind und die deshalb alles in Frage stellen, was anderen Menschen Inhalt gibt und Sinn.
Ich kann als Mensch annehmen, dass ich als Mann oder auch als Frau ins Leben getreten bin. Und dann geht ein solcher Mensch seinen Weg. Die Frau sucht den Mann, der zu ihr passt. Der Mann wendet sich einer Frau zu, die ihn anspricht.
Nicht selten, auch das soll es geben, haben sie dabei durchaus auch Spaß aneinander und miteinander. Diesen Menschen käme und kommt es nicht in den Sinn, solche Fragen zu stellen, weil sie gewisse Gegebenheiten des Lebens als das akzeptieren, was sie sind, weil sie zum Menschsein gehören und zum Leben.
Wenn wir allerdings anfangen, jedes und alles zu hinterfragen, dann werden wir vielleicht ein Leben lang fragen, ohne Antworten zu finden. Ich lese "Sex zerstört die Liebe". Im Grunde wird die Sexualität damit negiert, als schändliche menschliche Eigenschaft apostrophiert. Das allerdings tangiert unser aller Anfang, denn ohne dass unsere Eltern sich dem stillen Vergnügen hingegeben hätten, wären wir alle nicht da.
Bin ich nun selbst ein Beleg dafür, dass der Sex die Liebe meiner Eltern zerstört hat? Für mich ist die Logik eine andere. Sie haben sich damals geliebt, sonst wäre ich nicht da.
Für mich gehören Sexualität und Liebe in einer Beziehung zusammen, bedingen sich gegenseitig. Erst, wenn wir sie trennen, spalten wir uns, trennen in uns voneinander, was zusammengehört und uns letztlich ausmacht.

Burbacher
 
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