So da nun schon Sigi... (Entschuldige dein Name ist sehr exotisch) etwas geschrieben hat, was mich an so mache Aussagen meiner Freunde erinnert. (Sie sehen auch das ich nicht glücklich bin und raten zur Trennung).
Ich bin es leid, dass ich mich jedes Mal rechtfertigen zu müssen, weil ich etwas für uns unternehme.
Mit meinem Konsumverhalten hab ich mich vor ca 3 Jahren auseinandergesetzt. Da hatte ich ein altes Auto, dass irgendwann ständig kaputt war. Also hab ich mir ne "Zwegatliste" gemacht und so umgestellt, dass ich mir ein neues leisten konnte via Finanzierung, damit ich da erstmal Ruhe habe.
Auch die Raten, waren nie ein Problem, dank meiner Übersicht über meine Finanzen. Bis ich eben das Haus geerbt habe und auf einen Schlag erneut 25 k gebraucht hätte. Fast 2 Jahre hab ich damit verbracht, ne Lösung zu finden. Nun hab ich eine gefunden und schreibe wieder schwarze Zahlen ohne neue Schulden aufzunehmen. Aber eben alleine ohne Unterstützung falscher Propheten, Familie oder Partner.
Die Couch hab ich angeschafft, weil sie ständig im Sitzen einschläft. Das gehört mit zu ihrer Krankengeschichte, nicht weil ich die so toll fand.
Und nun sitze ich jetzt da drauf für 14 Tage. Die 14 Tage sind wir immer nach Kroatien gefahren.
Da sie Aufstockerin ist bekommt sie Heizgeld, wovon wir immer beide Wohnungen geheizt haben. Im Gegenzug hab ich immer übers Jahr Geld gespart für diesen Urlaub als Ausgleich. Wie gesagt, gute Kompromisse, die nicht weg taten.
Letztes Jahr brauchte sie dieses Geld für sich selbst da ja Haare schneiden weg fiel gesundheitsbedingt und durch den Wechsel von Johanniter zu Malteser und zurück brauchte sie auch Geld zur Überbrückung bis die Aufstockung wieder normal lief.
Das sagte sie mir als wir die ersten Pellets brauchten für den Winter.
Ich sprang finanziell ein.
Aber wir kämpften ja eh schon mit meiner finanziellen Situation.
Die zweite Sache an guten Kompromiss war immer, dass sie den Einkauf übernahm und ich andere Dinge dafür zahlte, ihr Auto, Versicherungen und Handyrechnungen für uns drei.
Irgendwann informierte mich meine Bank über ungewöhnliche Kontobewegungen. Sie haben ja auch versucht meine finanzielle Situation zu verbessern.
Es kam auf, dass sie die letzten Monate 900 Euro über dem in meiner Zwegstliste stehenden Betrag angehäuft hat. Sie hat irgendwas für Spiele hinzugebucht.
Und das dritte war, dass obwohl ich mit Mehrarbeit und sparen, (Ich habe sogar versucht das Rauchen aufzugeben) es immer weniger Geld wurde am Konto.
Sie konnte trotz allem ihre Rechnungen nicht mehr zahlen und hat heimlich mehrfach meine Kreditkarte belastet in Höhe von 900 Euro.
Sie wusste, dass ich finanziell so gefrustet war, dass ich in dieser Zeit nicht auf mein Konto schaute.
Also wir hatten bis vor kurzem nichts mehr, obwohl ich mich voll gekümmert habe. Freunde wissen das allerdings nichts davon, denn ich will sie nicht vorführen.
Was soll ich noch alles verzeihen? Ich habe es irgendwo verstanden, weil sie das Geld für uns brauchte.
Aber gerade die letzten beiden Punkte, hätten mich fast alles verlieren lassen können.
Sie gibt dem geerbten Haus dafür die Schuld, dass es nun etwas anders finanziell aussieht, aber hätte ich nicht die Mieteinnahmen gehabt, wäre schon lange etwas weg gewesen.
Also weiß ich, wie man sich auch nach materielle Dinge sehnen kann aus dieser Zeit. Nach guten Essen, nach der Brotzeit, die sich meine Kollegen kauften, nach nem Restaurantbesuch. Nach Zigaretten, weil ich es ja nicht aus Überzeugung aufgegeben habe. Nach Geld für die Partys mit Freunden.
Sie fragen gar nicht mehr ob wir mitkommen wollen oder rechnen gar nicht mehr mit uns. Ging ja auch bei ihr gesundheitlich oft nicht, aber das Geld hatten wir auch nicht gehabt.
Und das obwohl und nun könnte ich mich verraten, wir in meiner Szene Partys veranstalteten in guten Jahren.
Ich fahre Vespa, gründete einen Club, machte mir nen Namen, als ich immer öfters dort Musik auflegte. Spezialgebiet Reggae und Dancehall. (Bitte nicht denken, ich wäre depressiv weil ich solche Leute viel kiffen, das tue ich nämlich überhaupt nicht!)
Aus dem Fahren ist immer mehr Zuhause schrauben geworden, was für mich kein Problem war. Aber nun mache ich seit 2 Jahren nichts mehr davon.
Also habe ich wohl auch das aufgegeben.
Vielleicht versteht ja jetzt jemand, warum ich so Sehnsucht nach diesen, danke Alicia, Dopaminkick bin.
LG ikearoller