Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schwierige Situation, Patchwork, Tochter mag den Mann und seine Tochter nicht

Die einzige Zeit, die sie besser drauf war, ist als wir damals am Anfang nachdem das Kennelernen so schlecht ankam, die Beziehung für paar Monste etwas zurückgestellt haben. Sie dachte anscheinend, wir trennen uns.
Vielleicht hatte sie tatsächlich die Hoffnung,dass ihr euch trennen würdet.
Da du in Gesprächen nicht an sie ran kommst,würde ich es mit einem Brief versuchen.
Und schreiben,wie du sie liebst,wie du stolz auf sie bist,dass sie trotz Schwierigkeiten so ein toller Mensch geworden ist,so viel Erfolg in der Schule hat,beliebt bei Freunden ist....usw.Du kennst sie, dir fällt bestimmt viel ein.
Und ,dass du deinen Freund liebst und dir nichts sehnlicher wünschen würdest,dass sie ihm eine Chance geben würde.
Gerade weil sie dir so wichtig ist.
Schreib ihr,dass du das Gefühl hast,dass du wieder glücklich werden könntest mit ihm und dass das ihr Vater bestimmt gewollt hätte,weil er dich geliebt hat und er dich hätte glücklich sehen wollen.
Frag sie: Würde sie es wirklich wollen,dass du ihn ihretwegen aufgibst und dadurch unglücklich wirst?
Wenn ich richtig verstanden habe,gibt es außer dem Zusammenziehen mit ihm und seiner Tochter,keine anderen Veränderungen,die für sie negativ wären.
Mach ihr klar,dass du diesen Mann in deinem Leben möchtest.
Schreib ihr einen Brief und bedränge sie für einige Zeit gar nicht und gib ihr die Zeit zum Überlegen.
Das mit der Familienberatung finde ich auch nicht schlecht.Vielleicht haben die ja auch ein paar Tipps,wie ihr die Situation verbessern könntet.
 
Es wäre schon wichtig, wenn ihr irgendwie mal ein klärendes Gespräch führen könntet und eine Lösung findet. Sie wird dich sehr wahrscheinlich sonst immer wieder auf emotionaler Schiene erpressen, selbst, wenn sie erwachsen und aus dem Haus ist. Ein neuer Partner an deiner Seite wird für sie wahrscheinlich immer ein Dorn im Auge bleiben. Das kann dann soweit gehen, dass sie mit Kontaktabbruch droht, wenn du nicht machst, was in ihrem Sinne ist. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe solche und ähnliche Geschichten schon oft in Foren gelesen.
Google mal nach „Vater gestorben Kind akzeptiert neuen Partner nicht“
Du bist da echt nicht allein mit dem Problem.
 
Wenn Du diesen Mann so sehr liebst und mit ihm zusammen ziehen möchtest würde ich dies tun.

Du musst nicht auf die Befehle der Tochter hören.

Mit 16 Jahren gehen viele Jugendliche ihre eigenen Wege und in der Regel hören sie auf ihr Elternteil, wenn man die Jugendlichen bittet sich nicht in die eigene private Beziehung einzumischen.
So kenne ich es von meinen Jugendlichen.

Du könntest mit deiner Tochter auch ab und zu etwas Nettes zu zweit unternehmen.
Vielleicht hat sie Angst dich zu verlieren.

Sie sollte dir dein Glück gönnen.
 
Sie ist aktuell in der 10. Klasse und macht bald den Realabschluss, das Abi fängt sie erst ab nächstes Schuljahr also nach dem Sommer an. Den Freund hat sie auf der jetzigen Schule, er wird danach was anderes machen als sie. Schulwechsel ist jetzt also sowieso dran bzw fertig mit Real und geht danach aufs Gymnasium fürs Abi. Das Gymnasium ist 5 km von hier entfernt.
Umzug ist eher von ihm in unsere Richtung gedacht, er hat nämlich in 15 km Entfernung von uns ein Haus. Vor 3 Jahren von seinen Eltern geerbt und vermietet, da es zu groß allein für ihn und seine Tochter wäre, außerdem hatte er ja seine Eigentumswohnung die moderner ist (wo er jetzt wohnt, 80 km von hier) also entschied er in der Wohnung zu bleiben und Haus zu vermieten. Die Mieter des Hauses ziehen aber gegen Ende des Jahres aus und theoretisch könnte er dann hierhin und wir bei ihm einziehen, es wäre nur 15 km von unserem jetzigen Wohnort. Er will aber nur dann eben herziehen, wenn wir dann auch ins Haus zusammenziehen würden, es wäre für ihn nämlich auch mit Verlegung seines Jobs und anderen Dingen verbunden. Seine Tochter müsste die Schule wechseln, was ihr aber ganz recht wäre, da bei ihr viel mit Mobbing ist.

Neue Schule also Gymnasium meiner Tochter wäre von seinem Haus aus sogar leichter zu erreichen und wäre auch nicht viel weiter als von hier, nur sogar bessere ÖPNV als hier wo wir jetzt wohnen. Es wäre also keine wirkliche Belastung für sie.

Danke für das Update, jetzt verstehe ich die Situation besser.

Gibt es evtl eine Möglichkeit für eine Übergangszeit? Also dass ihr evtl ein Jahr die Wohnung noch behaltet, teilweise dort seid, teilweise im Haus? Oder ist das finanziell nicht machbar? Dann könnte deine Tochter sich in die Wohnung zurückziehen, wenn es für sie emotional gar nicht aushaltbar ist.

An deiner Stelle würde es mir auch echt schwer fallen, nicht zusammenzuziehen, wenn die Bedingungen so gut sind. An ihrer Stelle wäre ich in einem Alter, in dem ich nicht mitkommen würde, ab 16 kann man alleine wohnen, habe ich auch gemacht.
Vielleicht musst du für dich klären, ob du damit leben könntest, wenn deine Tochter nicht mitkommt und sich für eine Wohnung oder ein betreutes Wohnen entscheidet.

Was ich auf keinen Fall machen würde: Gespräche oder Harmonie erzwingen.
Wenn ich mich in deine Tochter einfühle, sträuben sich mir alle Nackenhaare, wenn ich mir vorstelle, dass du mir erklärst wie wichtig dieser Mann ist und dass du dich nicht trennen wirst und dass ich das doch bitte verstehen soll. Du kannst das als Status Quo erklären und entsprechend handeln, aber bitte erwarte nichts von ihr dahingehend. Ich schreibe es nochmal, ihre Wut ist genauso berechtigt wie dein Wunsch nach Beziehung.
 
Danke für das Update, jetzt verstehe ich die Situation besser.

Gibt es evtl eine Möglichkeit für eine Übergangszeit? Also dass ihr evtl ein Jahr die Wohnung noch behaltet, teilweise dort seid, teilweise im Haus? Oder ist das finanziell nicht machbar? Dann könnte deine Tochter sich in die Wohnung zurückziehen, wenn es für sie emotional gar nicht aushaltbar ist.

An deiner Stelle würde es mir auch echt schwer fallen, nicht zusammenzuziehen, wenn die Bedingungen so gut sind. An ihrer Stelle wäre ich in einem Alter, in dem ich nicht mitkommen würde, ab 16 kann man alleine wohnen, habe ich auch gemacht.
Vielleicht musst du für dich klären, ob du damit leben könntest, wenn deine Tochter nicht mitkommt und sich für eine Wohnung oder ein betreutes Wohnen entscheidet.

Was ich auf keinen Fall machen würde: Gespräche oder Harmonie erzwingen.
Wenn ich mich in deine Tochter einfühle, sträuben sich mir alle Nackenhaare, wenn ich mir vorstelle, dass du mir erklärst wie wichtig dieser Mann ist und dass du dich nicht trennen wirst und dass ich das doch bitte verstehen soll. Du kannst das als Status Quo erklären und entsprechend handeln, aber bitte erwarte nichts von ihr dahingehend. Ich schreibe es nochmal, ihre Wut ist genauso berechtigt wie dein Wunsch nach Beziehung.
Nur mal interessehalber: Was an der Wut der Tochter findest du gerechtfertigt und wieso/wodurch?
 
Ich verstehe deine Tochter, ihre Angst, ihre Unsicherheit. Irgendwie hat sie Angst ihre bisherige kleine Familie zu verlieren.
Vielleicht hilft es ihr, wenn dein Freund bei euch ist, dass du was alleine mit ihr machst (Stadtbummel o.ä.). Sie muss erkennen, dass ihre Familie bleibt und dein Freund (und seine Tochter) dazukommt. Zusätzlich zu ihrer kleinen Familie.
 
Ich kann die Tochter verstehen.
Sie hat Schweres durchgemacht,sie hat wahrscheinlich auch Angst und ist in einem schwierigem Alter.
Aber ich finde ihre Wut nicht gerechtfertigt.
Dein Mann ist verstorbenen.Er ist nicht mehr da.Und das schon viele Jahre nicht mehr.
Wenn du einen neuen Partner wünscht heißt das auch nicht,dass du deinen Mann nicht mehr liebst und auch nicht,dass du deine Kinder weniger liebst.
Du versuchst die Seite von deiner Tochter zu sehen.
Schade,dass sie nicht versucht deine zu sehen.
 
Genau so sehe ich das auch: Angst kann ich nachvollziehen; die könnte man aber über Gespräche zerstreuen oder zumindest abmildern. Für Wut gibt es m. E. keinen Grund.

Macht ihr eigentlich gemeinsame Urlaube?
 
Der Vater ist schon seit sehr vielen Jahren tot.
Ihre Wut darüber, dass ihre Mutter ein neues Beziehungsglück gefunden hat
ist in absolut keinster Weise berechtigt..
Solch eine Wut ist sehr egozentrisch .

Eltern sind auch Menschen mit eigenen Bedürfnissen .

Vermutlich hätte sich der verstorbene Vater für die neue Partnerschaft seiner Frau gefreut.
 
Nur mal interessehalber: Was an der Wut der Tochter findest du gerechtfertigt und wieso/wodurch?

Ich selbst war in meiner Pubertät oft sehr wütend als Reaktion auf Traumata, wenig gehört werden, viele Brüche in meiner Biografie. Es wurde versucht mit harten Konsequenzen und strikten Regeln darauf zu reagieren, was alles schlimmer gemacht hat. Verständnis gab es kaum.

Wut ist erstmal ein Gefühl, das oft mit Kontrollverlust zu tun hat, mit anderen Emotionen die tiefer liegen (oft Angst und Trauer) und Wut wird generell von anderen Menschen schlecht ausgehalten. Natürlich ist es erstrebenswert, dass die Wut irgendwann abebbt, nicht mehr gebraucht wird, denn es ist auch super anstrengend ständig wütend zu sein und es ist wichtig, irgendwann an die anderen Gefühle ranzukommen. Aber meiner Erfahrung nach gelingt das nicht durch erzwungene Gespräche, Harmonie, die Bitte um Verständnis, das macht eher noch wütender weil man sich unverstanden und falsch fühlt, sondern eher durch Annahme und der Botschaft, dass die Wut verstanden wird und da sein darf (Stichwort Validierung, u.a. auch ein therapeutisches Mittel).

Das Mädchen hat ihren Vater sehr jung verloren und der neue Partner scheint diesen Verlust sehr doll zu triggern. Ich kann nur raten, was in ihr vorgeht, aber vielleicht liege ich damit auch vollkommen falsch. Ich vermute, dass sie das unerträgliche Gefühl hat, dass ihr Vater ersetzbar ist, einfach ausgetauscht wird, in Vergessenheit gerät. Vielleicht auch große Angst vor Veränderung.
Ich verstehe, wenn dann der Gedanke aufkommt darüber zu reden, dass das doch gar nicht der Fall ist, etc.

Aber ich glaube, bei so starken Gefühlen erreichen Worte nicht viel, weil es schlussendlich nicht um eine Kopf- sondern um eine Gefühlssache geht.

Deswegen denke ich, dass Annahme der Gefühle+ Zeit das "beste Rezept" sind. Zeit um zu merken, dass die Mutter auch mit neuem Partner die Gleiche bleibt, Zeit , um die Situation zu akzeptieren.
Das heißt explizit nicht, dass alle Handlungen okay sind, zB Beleidigungen etc, Klarheit und Konsequenz sind definitiv wichtig um sich selbst zu spüren. Aber ein "sei doch nicht wütend, ich liebe dich weiterhin" etc. bringt meiner Erfahrung nach nicht viel.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben