Pfefferminzdrops
Sehr aktives Mitglied
Wäre ich an deiner Stelle würde ich das anders angehen.
Ich würde für die Tochter und mich ein Wochenende planen - nur für uns 2. Als Grund würde ich sagen, dass dir die zunehmende Disharmonie sehr zu schaffen macht und du etwas tun möchtest, damit ihr wieder besser zueinander findet. Mag sie Wellness, macht ein Wellness-Wochenende. Ist sie gerne mit dem Rad unterwegs, dann fahrt in eine schöne Gegend, wo man prima Radfahren kann. Mag sie Kultur und z. B. Musicals würde ich mit ihr in eine unserer deutschen Metropolen fahren und eine schöne Vorstellung besuchen. Drum herum habt ihr freie Zeit zum Reden und die würde ich (auch) für deine Zwecke nutzen, auf eine bessere Akzeptanz deines neuen Partners durch deine Tochter hinzuarbeiten. Das kann während der Essenszeiten sein, besser fänd ich aber, dass ihr euch dafür einen festen Zeitraum reserviert. So kann sie sich darauf vorbereiten und weiß auch, dass sie nicht irgendwann überrascht wird.
Zuvor würde ich ihr sagen, dass du dir wünschstest, dass sie sich einmal Gedanken darüber macht, wie sie sich euer Familienleben vorstellt. Und zwar nicht für das nächste Jahr, sondern über einen Zeitraum von 10-20 Jahren. Also wirklich Zukunftsmusik. Wo sieht sie sich? Wo sieht sie dich? Ziel muss sein, dass sie selber darauf kommt, dass sie bald nicht mehr so viel Zeit in deinem Leben einnimmt, weil sie selber andere Ziele verfolgt. Nicht weil du sie weniger liebst.
Im Hinblick auf euch als Eltern, also deinen verstorbenen Mann und auch dich würde ich sie bitten, sich Gedanken zu machen, was Elternliebe für sie bedeutet. Was sie sich für ihren Vater gewünscht hat und was sie sich für dich wünscht. Hier würde ich erhoffen, dass herauskommt, dass sie sich wünscht, dass du wieder glücklich wirst. Was es dafür für dich bedarf liegt wohl auf der Hand. 😉
Ich würde auch deine Liebe zu den beiden Kindern thematisieren. Meint sie, dass du beide gleich stark liebst oder woran macht sie Unterschiede fest. Sie wird vermutlich sehen, dass da nicht viel ist, was ihren Bruder von ihr unterscheidet. Oder du kannst ihre Vermutungen entkräften.
Du könntest auch eine Frage formulieren: Was ich dir immer schon mal sagen wollte, mich aber noch nie getraut habe. Das wäre dann eine Frage, die sie beantworten kann, nicht muss. Vielleicht spricht sie dann mal über Gefühle, die sie bisher zurückgehalten hat. Dasselbe kannst du tun... oft spricht man Kritisches eher aus als Lob. Vor allem, wenn die Kinder älter sind und erst recht in der Pubertät, wenn sie dann noch unbequem dazu werden.
Das Ganze würde ich so verpacken, dass du möchtest, dass sie glücklich ist. Ich würde ihr an dieser Stelle noch nicht sagen, dass auch du (und das ist keine Frage, sondern Fakt) ebenfalls ein Recht auf Glück hast. Das könnt ihr während eures Gespräches dann langsam entwickeln.
Diese Fragen würde ich vorformulieren, niederschreiben und dann in einen Umschlag packen, den sie ert dann bekommt, wenn sie das Wochenende mit dir fest zusagt.
Auch du könntest dir zu diesen Fragen Gedanken machen und deine Sicht der Dinge formulieren. Gerade bei der Frage "Was ich dir immer schon mal sagen wollte" hast du tolle Möglichkeiten, deine Liebe zu ihr, den Wert eurer Familie für dich, deine Gefühlslage bzgl. deines verstorbenen Mannes einmal zu Papier zu bringen.
Diese Frage könnt ihr auch als Briefe füreinander beantworten, und vorab festlegen, dass jeder ihn für sich im Stillen liest. Ich bin sicher, da kommen ganz vielsagende Dinge ans Licht.
Ich glaube tatsächlich, dass euch solch eine Zeit nur mit euch beiden sehr gut tun wird und vielleicht auch in der Sache weiterhilft. Endlich mal zur Ruhe kommen und nicht von äußeren Einflüssen gesteuert. Die o. g. Fragen habe ich jetzt aus der Hüfte geschossen, die kannst du durchaus auch anders formulieren und weitere Themen ansprechen. Nicht zuviel, denn das könnte sie überfordern. Auf der anderen Seite ist sie 16 - da würde ich auch transportieren, dass sie ja bald erwachsen ist, du ihr schon eine reflektierte Sicht auf die Dinge zutraust.
Ihr könntet euch auch überlegen, wie ihr die alte Familie stärker wertschätzt, so dass sie selber sieht, dass da niemand in Vergessenheit gerät. Vereinbart gemeinsame Zeit für den Besuch auf dem Friedhof, wo ihr das Grab schön macht. Kauft gemeinsam auf dem Blumenhof ein, überlasse ihr vielleicht sogar die Grabgestaltung. Bezieht einander in eure Trauer ein, die ja nicht versiegt, bei dir vielleicht durch den neuen Partner nicht mehr so stark zutage tritt wie noch bei ihr. Sie steckt ja mitten in der Pubertät, da werden eh die Synapsen neu geschaltet und vieles gerät durcheinander.
Sollte sie dann einem Zusammenzug zustimmen würde ich das gesamte Patchwork an den Tisch holen und gemeinsam Regeln für ein Miteinander erarbeiten und festlegen, auf die sich dann ALLE verständigen.
Ich würde für die Tochter und mich ein Wochenende planen - nur für uns 2. Als Grund würde ich sagen, dass dir die zunehmende Disharmonie sehr zu schaffen macht und du etwas tun möchtest, damit ihr wieder besser zueinander findet. Mag sie Wellness, macht ein Wellness-Wochenende. Ist sie gerne mit dem Rad unterwegs, dann fahrt in eine schöne Gegend, wo man prima Radfahren kann. Mag sie Kultur und z. B. Musicals würde ich mit ihr in eine unserer deutschen Metropolen fahren und eine schöne Vorstellung besuchen. Drum herum habt ihr freie Zeit zum Reden und die würde ich (auch) für deine Zwecke nutzen, auf eine bessere Akzeptanz deines neuen Partners durch deine Tochter hinzuarbeiten. Das kann während der Essenszeiten sein, besser fänd ich aber, dass ihr euch dafür einen festen Zeitraum reserviert. So kann sie sich darauf vorbereiten und weiß auch, dass sie nicht irgendwann überrascht wird.
Zuvor würde ich ihr sagen, dass du dir wünschstest, dass sie sich einmal Gedanken darüber macht, wie sie sich euer Familienleben vorstellt. Und zwar nicht für das nächste Jahr, sondern über einen Zeitraum von 10-20 Jahren. Also wirklich Zukunftsmusik. Wo sieht sie sich? Wo sieht sie dich? Ziel muss sein, dass sie selber darauf kommt, dass sie bald nicht mehr so viel Zeit in deinem Leben einnimmt, weil sie selber andere Ziele verfolgt. Nicht weil du sie weniger liebst.
Im Hinblick auf euch als Eltern, also deinen verstorbenen Mann und auch dich würde ich sie bitten, sich Gedanken zu machen, was Elternliebe für sie bedeutet. Was sie sich für ihren Vater gewünscht hat und was sie sich für dich wünscht. Hier würde ich erhoffen, dass herauskommt, dass sie sich wünscht, dass du wieder glücklich wirst. Was es dafür für dich bedarf liegt wohl auf der Hand. 😉
Ich würde auch deine Liebe zu den beiden Kindern thematisieren. Meint sie, dass du beide gleich stark liebst oder woran macht sie Unterschiede fest. Sie wird vermutlich sehen, dass da nicht viel ist, was ihren Bruder von ihr unterscheidet. Oder du kannst ihre Vermutungen entkräften.
Du könntest auch eine Frage formulieren: Was ich dir immer schon mal sagen wollte, mich aber noch nie getraut habe. Das wäre dann eine Frage, die sie beantworten kann, nicht muss. Vielleicht spricht sie dann mal über Gefühle, die sie bisher zurückgehalten hat. Dasselbe kannst du tun... oft spricht man Kritisches eher aus als Lob. Vor allem, wenn die Kinder älter sind und erst recht in der Pubertät, wenn sie dann noch unbequem dazu werden.
Das Ganze würde ich so verpacken, dass du möchtest, dass sie glücklich ist. Ich würde ihr an dieser Stelle noch nicht sagen, dass auch du (und das ist keine Frage, sondern Fakt) ebenfalls ein Recht auf Glück hast. Das könnt ihr während eures Gespräches dann langsam entwickeln.
Diese Fragen würde ich vorformulieren, niederschreiben und dann in einen Umschlag packen, den sie ert dann bekommt, wenn sie das Wochenende mit dir fest zusagt.
Auch du könntest dir zu diesen Fragen Gedanken machen und deine Sicht der Dinge formulieren. Gerade bei der Frage "Was ich dir immer schon mal sagen wollte" hast du tolle Möglichkeiten, deine Liebe zu ihr, den Wert eurer Familie für dich, deine Gefühlslage bzgl. deines verstorbenen Mannes einmal zu Papier zu bringen.
Diese Frage könnt ihr auch als Briefe füreinander beantworten, und vorab festlegen, dass jeder ihn für sich im Stillen liest. Ich bin sicher, da kommen ganz vielsagende Dinge ans Licht.
Ich glaube tatsächlich, dass euch solch eine Zeit nur mit euch beiden sehr gut tun wird und vielleicht auch in der Sache weiterhilft. Endlich mal zur Ruhe kommen und nicht von äußeren Einflüssen gesteuert. Die o. g. Fragen habe ich jetzt aus der Hüfte geschossen, die kannst du durchaus auch anders formulieren und weitere Themen ansprechen. Nicht zuviel, denn das könnte sie überfordern. Auf der anderen Seite ist sie 16 - da würde ich auch transportieren, dass sie ja bald erwachsen ist, du ihr schon eine reflektierte Sicht auf die Dinge zutraust.
Ihr könntet euch auch überlegen, wie ihr die alte Familie stärker wertschätzt, so dass sie selber sieht, dass da niemand in Vergessenheit gerät. Vereinbart gemeinsame Zeit für den Besuch auf dem Friedhof, wo ihr das Grab schön macht. Kauft gemeinsam auf dem Blumenhof ein, überlasse ihr vielleicht sogar die Grabgestaltung. Bezieht einander in eure Trauer ein, die ja nicht versiegt, bei dir vielleicht durch den neuen Partner nicht mehr so stark zutage tritt wie noch bei ihr. Sie steckt ja mitten in der Pubertät, da werden eh die Synapsen neu geschaltet und vieles gerät durcheinander.
Nein, das ist nicht egoistisch. Allerdings bräuchte es Kraft, um deine Interessen durchzusetzen und die Resignation kommt dem Weg des geringsten Widerstandes gleich. Kann es daher sein, dass du ein bisschen selektiv liest? Ja, es gibt hier Beiträge, die dir vom Zusammenzug abraten. Andere hingegen tun es nicht - das Meinungsbild lese ich eher ausgewogen. Ich selber bin auch der Meinung, dass - sollte die o. a. Aktion gut verlaufen - man das sehr wohl auch jetzt schon in Angriff nehmen könnte und sein Seelenwohl nicht von den Launen eines 16-jährigen Pubertiers abhängig machen sollte. Die junge Dame muss verstehen, dass sie kein Recht der Welt hat, dein Leben so zu dominieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sie an diese Einsicht sehr wohl langsam heranführen könnte. Sie müsste sich der Auseinandersetzung nur zunächst öffnen und das wird mit Diskussionen zwischen Tür und Angel, aus denen sie jederzeit ausbrechen kann, eher nicht gelingen. Sie macht dann zu. Also: Gute Atmosphäre schaffen, ihre Position anhören und die Knackpunkte entkräften.Nennt mich egoistisch, aber nach so langer Zeit allein und diesem Hin und Her aktuell würde ich mir das einfach wünschen... aber wahrscheinlich alles eine Schnappsidee und naja vllt habt ihr recht und ich sollte das mir wieder ausm Kopf hauen und es in kleinen Mengen nehmem wie es kommt und mich einfach glücklich schätzen.
Sollte sie dann einem Zusammenzug zustimmen würde ich das gesamte Patchwork an den Tisch holen und gemeinsam Regeln für ein Miteinander erarbeiten und festlegen, auf die sich dann ALLE verständigen.
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