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Schizoid / PTBS/ Autismus / whatever

Dazu ihr emotionaler Druck, schreiend, weinend am Telefon wenn ich den Kontakt weiter einschränke. Rational oder nicht, ich habe Bauchschmerzen und ein schlechtes Gewissen dabei.
Die weiß halt welche Knöpfe sie bei Dir drücken muß. Und Du springst wie ein programmierter Roboter.
Ich bin heute weiter als vor 3 Jahren, aber noch nicht da wo ich sein will - wenn ich das überhaupt definieren kann....
Na immerhin hast Du Dich schon mal vorwärts bewegt. Die nächste nötige Bewegung ist offensichtlich siehe oben, nämlich die totale Befreiung vom Nagel. Von der psychischen Abhängigkeit die sie Dir eingeimpft hat. Ich schätze aus Deinen Beschreibungen der Mutter kann ein Psychiater ein hübsches Profil erstellen, das alles andere als schmeichelhaft für sie ist.
 
Du bist nicht in der Lage das Thema Mutter zu bearbeiten, Grenzen zu setzen, ggf. den Kontakt abbrechen. Und wenn es die einzige Verwandte ist, die du hast, was hast du von dem Kontakt. Antwort nichts, außer das du dir ständig Gedanken über deine Mutter machst. Akzeptiere es , dass sie sie nicht ändern wird auch wenn du alles in Bewegung setzt, dass sich etwas ändern könnte. Es wird sich nichts ändern. Du und dein Mutter-Thema wird dich bis ins Grab begleiten. Das Leben ist zu schade, so zu leben. Du lest nur einmal.

Wenn man die Überschrift liest, dann fragt man sich, wie du zu solchen Annahmen kommst oder beschreibst du da deine Mutter? Dein Leben wird sich nicht ändern, wenn du eine Diagnose hast. Deine Mutter lebt dann immer noch und quatscht dich dumm und dämlich, weil du es nicht gebacken bekommst Grenzen zu setzen bzw deiner Mutter ist es egal ob du Grenzen setzt, es interessiert sie nicht. Also die Grenze Kontaktabbruch. Dann hast du deine Ruhe.

Zu dem Thema einzige Verwandte: Ich habe nur noch eine Schwester zu der ich seit 35 Jahare keinen Konrakt mehr habe. Alle anderen Verwandten sind tot und ich lebe mein Leben so wie ich es haben will. Man stirbt nicht davon, wenn man keine Verwandten mehr hat bzw. keinen Kontakt mehr hat. ES gibt nnicht umsonst die Wörter buckelige Verwandschaft.

Ich habe bei dir den Eindruck, dass du wenig Sebstbewusstsein hast, sonst würdest du dir keine Gedanken über ein Glas machen. Ja, Gläser fallen schon mal runter und dann? Man hebt es auf oder fegt die Scherben zusammen. Ich habe den Eindruck du machst aus einer Mücke einen riesengroßen Elefanten und kommst mit den einfachsten Situationen nicht klar.

Bei dir gibt es keine Resilienz niente null nichts:
Psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Es dreht sich alles und immer wieder um das gleiche Thema. Merkst du nicht, dass du da ein Verhalten an den Tag legst wie deine Mutter. Die kennt doch auch nur das gleiche Thema.

Es ist auch hier schwierig immer das gleiche Thema zu lesen und dabei zuzusehen, dass sich nichts ändert. Du änderst nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das klingt nach purem Dauerstress.

Natürlich passt das hinten und vorne nicht, denn einen Satz später kommt dann, dass "die Oma mich ihr weggenommen hat". Also die klare Aussage, dass es nicht ihre bewusste Entscheidung war, damit es mir gut geht.

Meint sie damit eigentlich ein und dieselbe Sache, oder eher, dass dich deine Oma emotional entfremdet hat?
(Wobei dieser Gedanke wiederum zu reflektiert für sie klingt, aber man weiß ja nie).

Hast du sie mal gefragt, was sie damit genau meint?
 
@Andreas900

Du legst den Focus viel zu stark auf deine Mutter. Du musst den Kontakt nicht komplett abbrechen, ihr aber Grenzen setzen und das ohne Rücksicht auf ihr Genöle. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass sich das mit zunehmendem Alter steigern und dich emotional noch mehr fordern wird.

Mein Vater hat mich 5-10 x täglich angerufen. Es war immer sehr dringend. Angerufen hat er für jeden Schei**, auch nachts, obwohl er wusste, dass ich sehr früh aufstehen musste und einen langen Arbeitstag hatte. Mir war klar, nur ICH kann das ändern und Grenzen setzen, was ich auch tat, als ich psychisch und physisch auf dem Zahnfleisch ging. Es hat zwar Monate gedauert, aber ich habe Telefonate soweit reduziert, dass ich Samstags von bis Zeit für ihn hatte oder auch zusätzlich, wenn was wirklich dringendes zu erledigen war. Deiner Mutter Grenzen zu setzen, das kannst du auch! Ich kenne das mit dem schlechten Gewissen und dem Verantwortungsgefühl, aber du bist deiner Mutter nichts schuldig.

Eigentlich brauchst du doch, neben deiner Arbeit, Zeit für dich, die du besser nutzen kannst, als dir ständige Wiederholungen deiner Mutter anzuhören, die dir zunehmend an die Substanz gehen.

Diagnose hin oder her, wäre nicht ein erster Schritt, dich abzugrenzen von ungesunden Menschen? Du möchtest doch, dass es dir besser geht. Wenn du es mit deiner Mutter so laufen lässt, wird es dir zunehmend schlechter gehen. Sie ist für dich ein gutes Übungsfeld, dich endlich mal deiner anzunehmen und Achtsamkeit zu üben.
 
Und wo ist dieser Mutterthread? Du hast dein Profil so gesperrt, dass man noch nicht mal nachschauen kann was für Threads du eröffnet hast.
Hatte ich im Eingangsbeitrag verlinkt:
 
Das klingt nach purem Dauerstress.



Meint sie damit eigentlich ein und dieselbe Sache, oder eher, dass dich deine Oma emotional entfremdet hat?
(Wobei dieser Gedanke wiederum zu reflektiert für sie klingt, aber man weiß ja nie).

Hast du sie mal gefragt, was sie damit genau meint?
Wir haben viele Gespräche geführt.

Als meine Mutter damals mit mir als Baby zu meiner Großmutter gegangen ist, hat sich sich Arbeit und Verantwortung von meiner Oma abnehmen lassen. Anfangs weil sie vielleicht überfordert war, später weil es bequem war und sie weiter ihr Leben leben konnte.
Als Kleinkind habe ich das mitbekommen, wie meine Mutter Party machen war und regelmäßig mit neuen Männern nach Hause kam, stets in ihrer Dachgeschosswohnung verschwand während ich im Erdgeschoss mit meiner Oma spielte oder sonstwas tat.

Mein Eindruck ist, dass meine Mutter mich nie "bewusst abgegeben" hat, aber es irgendwann keinen Weg mehr zurück gab und sie die Mutterrolle an meine Oma verloren hatte.

Wenn du fragst, ob es ein und die selbe Sache ist: Jain. Meine Mutter trennt die Sache gedanklich wirklich irgendwie.
  • Einerseits sagt sie, sie hätte nur das beste für mich gewollt und mich deswegen absichtlich bei meiner Oma gelassen. Dafür will sie von mir Anerkennung. Ich glaube aber wie oben dargestellt nicht, dass meine Mutter hier so bewusst gehandelt hat.
  • Andererseits sieht sie ihr Handeln aber als Fehler an, weil sie sich damit der Rolle als Mutter beraubt hat. Und dafür gibt sie meiner Großmutter die Schuld. Meine Mutter will heute als Mutter von mir anerkannt werden, was ich emotional nicht kann.
 
Übrigens, jeder der schreibt, ich müsse mich doch nur trennen oder ich habe nichts erreicht oder es fehle mir dafür nur Selbstbewusstsein:
Es ist ein Prozess den ich seit meiner frühsten Kindheit kenne, seien es die wöchentlichen Besuche meiner Mutter oder ihr generelles Verhalten. Ich bin zu gewissen Verhaltensmustern und Werten erzogen worden und die schüttelt man nicht mal eben ab.

Ich habe es über die Zeit sehr wohl erreicht, mehr und mehr Distanz zu meiner Mutter aber auch generell zu meiner Erziehung zu gewinnen.
Ihr wisst nicht, wie ich noch vor über 10 Jahren war. Als ich hier ins Hilferuf Forum aufgrund dem Tod meiner Großmutter kam, hatte ich fast mit meinem Leben abgeschlossen, weil ich glaubte ohne meine Großmutter nicht lebensfähig zu sein. Als Kind plagten mich Alpträume und das 14 jährige Ich überlegte sich wie es am besten Suizid begehen könnte, falls meine Großmutter stirbt.

In meinen Augen habe ich riesen Schritte gemacht. Ich bin nicht nur alleine lebensfähig sondern ich habe mich über die Zeit an vielen Dingen versucht, die ich früher nie gewagt hätte.

Und wer mich mit meiner Mutter vergleicht: Ja, mit Sicherheit gibt es Parallelen. Wir sind von der gleichen Person aufgezogen worden. Allerdings sind meine Mutter und ich auch grundverschieden. Während sie extrem emotional, voreilig, extrovertiert ist und viele soziale Kontakte im Leben hat bzw. hatte, bin ich fast genau das Gegenteil.

Ja, ich erwähne das Thema Mutter immer wieder und es ist ein zentrales und dennoch: Ich wäre ohne meine Mutter Morgen nicht plötzlich ein anderer Mensch. Vieles was ich bin ist auch Ergebnis meiner Erziehung, meiner Erfahrungen und nicht einzig der Beziehung zu meiner Mutter.

Beispielsweise hat mir immer eine Vaterfigur im Leben gefehlt. Ich habe nie eine gesunde Beziehung als Rollenvorbild gehabt. Ich bin zu einer übertriebenen Sparsamkeit und Bescheidenheit erzogen. Wäre ich dieser Erziehung immer gefolgt, wäre ich heute in meinem Job nicht wo ich bin.

Aber alles ist für mich ein langsamer und schwerer Kampf mich von diesen Dingen zu lösen. Und ich brauche die Unterstützung von Ärzten dazu. Wäre ich nicht vor Jahren zu meinem Hausarzt gegangen, wäre ich heute auch noch nicht so weit wie ich bin.

Aus vielen Threads in denen ich mich hier beteiligt habe, weiß ich wie das von außen aussieht: Jemand der sich nicht ändert, weil er es nur im Schneckentempo tut. Jemand, der bestimmte Themen immer wieder auf den Tisch bringt. Jemand der vermeintlich dummes tut. Aber das ist halt jemand, der psychisch Probleme hat. Ich bin teilweise stolz auf mich, aber ich bin noch lange nicht da, wo ich sein will.
 
  • Andererseits sieht sie ihr Handeln aber als Fehler an, weil sie sich damit der Rolle als Mutter beraubt hat. Und dafür gibt sie meiner Großmutter die Schuld. Meine Mutter will heute als Mutter von mir anerkannt werden, was ich emotional nicht kann.
Bei ihrem damaligen Lebenswandel wäre sie gar nicht fähig gewesen sich angemessen um Dich zu kümmern. Nichts als Party und Männer im Kopf, wo bleibt da noch Zeit fürs Kind? Deine Großmutter war das beste was Dir damals passieren konnte, ohne die wäre es Dir zweifellos dreckig gegangen. Es gibt immer wieder Lebensberichte von Leuten die in einer vergleichbaren Lage keine Oma hatten die sich um sie gekümmert hat, Geschichten von schrecklicher Vernachlässigung und nicht selten auch Mißhandlungen oder Mißbrauch, wenn die jeweiligen Männer ihr Mütchen an dem ungeschützten Kleinen stillten. Sie war nur Deine Gebärerin, aber absolut keine gute Mutter, egal was sie sich einbilden will. Und Du hast es auch nicht nötig, ihre Einbildungen zu bekräftigen.
 
Ich wäre ohne meine Mutter Morgen nicht plötzlich ein anderer Mensch.
Ja.. daher bringt auch eine äußerliche Abgrenzung meiner Meinung nach nicht so viel. Das wäre zu leicht, nach dem Motto aus den Augen, aus dem Sinn. So funktioniert das nicht.
Was Menschen ihr Leben lang an Erinnerung mit sich tragen, auch wenn die Verursacher schon längst gestorben sind, ist die Belastung und nicht die Menschen die es verursacht haben.
Frieden schließen, annehmen, akzeptieren ist befreiend, meiner Erfahrung nach.
Ansonsten schleppt man das wie einen Betonklotz mit sich rum.

Vielleicht kannst du an der Beziehung zu deiner Mutter noch etwas ändern. Es ist einfacher wenn die Personen noch leben.

Aber das Thema Mutter würde ich vielleicht auch nicht so groß schreiben. Ja es gibt Beeinträchtigungen, aber von diesen will man sein Leben eigentlich nicht bestimmen lassen.

Wo willst du hin, wer willst du sein und was für ein Leben willst du führen. Das ist die vorrangige Frage. Deine Mutter sollte darin nur eine kleine Rolle spielen.
 
Ich bin inzwischen mit meinem Psychologen etwas weiter gekommen. Ich denke, dass ich ein Trauma aus meiner Kindheit habe, welches ich bis heute nicht verarbeiten konnte.

Diesem Thema wollte ich mich nie stellen. Ich habe meine Kindheit immer schön geredet. Und vieles aus meiner Kindheit war auch schön. Ich habe mir immer gesagt, dass meine Familiensituation zwar ungewöhnlich war, aber dass es Anderen doch viel schlimmer ginge. Auch andere Kinder sind vielleicht ohne Mutter oder ohne Vater aufgewachsen, haben vielleicht sogar schlimmes wie Gewalt erlebt.

Aus Dankbarkeit meiner Großmutter gegenüber habe ich vieles verdrängt. Sei es den Schmerz von meinem Vater und meiner Mutter abgelehnt worden zu sein oder nicht all das zu erleben, was eben andere Kinder erleben, von einem gesunden Familienvorbild bis hin zu gewöhnlichen Dingen wie einem Familienurlaub. Ohne Frage ist bis heute eine Wut gegenüber meiner Mutter in meinem Bauch aber was mir neu ist: Ich bin auch traurig über vieles wie es gelaufen ist.

Auf einer Gefühls Skala ist mir bewusst geworden, dass diese Traurigkeit auch noch tiefer steckt als die Wut meiner Mutter gegenüber. Diese Traurigkeit hat sich im Verlaufe meines Lebens immer mehr verstärkt, weil sie einen Teufelskreis auslöste. Aus Traurigkeit und vielleicht auch Scham von den Eltern abgelehnt worden zu sein und eine ungewöhnliche Kindheit zu haben, habe ich mich zurückgezogen und je mehr ich mich zurück zog, desto schwerer fiel es mir dann später den Anschluss zu kriegen.

Mit 25 war es mir z.B. irgendwie peinlich noch zuhause zu leben und ich wusste z.B. auch nicht wie ich eine Freundin mit nach Hause bringen soll. Als meine Großmutter pflegebedürftig wurde, konnte/wollte ich sie erst recht nicht mehr alleine lassen.

Ich habe immer "funktioniert", Erwartungen erfüllt, meist die Erwartungen meiner Großmutter, oft aber auch die der Lehrer, weil ich mir so ein Wertgefühl holte, was ich vermisst habe. Ich glaube bis zum Tod meiner Großmutter habe ich dieses Spiel gespielt. Heute habe ich irgendwie das Gefühl, es ist eh alles zu spät und mein Leben ist halb vorbei. Vielleicht ist es auch eine Scham, dass ich mich nie davon lösen konnte, eine Wut, dass diese Dinge mich bis heute so beeinflussen.

Wie ich im Eingangsbeitrag schrieb, weiß ich aber auch nicht wo ich hin will. Ich will mich selber verstehen, aber ich weiß nicht, ob ich überhaupt sowas wie eine Familie will, soziale Kontakte, Freunde etc. will. Reale, enge Freundschaft ist fast ein abstraktes Konstrukt für mich.

Mir tut es aber gut, darüber zu sprechen. Und mir tut auch das Feedback gut, sei es hier oder von meinem Couch. Es gibt mir den Mut Dinge zu benennen, die schlecht waren. Meine Oma hat mir geboten, was sie konnte. Es ist kein Verrat an ihr, zuzugeben, dass sie mir nicht alles bieten konnte, was junge Eltern gekonnt hätten.

Heute bin ich generell weiter dabei Konflikte einzugehen statt zu meiden. All dieses "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" und "immer brav ja sagen" mit dem ich erzogen wurde, mitsamt einer Haltung, die 100 Jahre alt ist..... Es ist ein gedanklicher Käfig aus dem ich raus muss.
 

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