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Sarah Palin

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Der Artikel hat mich auch aufgeregt.

Was allerdings nicht heißt, dass ich nicht unvoreingenommen bin und neue Aspekte akzeptieren kann.
Da passt was nicht zusammen, House. Wir haben hier in der Diskussion gesehen, dass eine kompetente Autorin den Artikel sachlich richtig geschrieben hat. Wir haben gesehen, dass es keine Verleumdungen und keine Unterstellungen gibt, sondern dass das was über Palin geschrieben wird den Tatsachen entspricht.
Und was den gefärbten Schreibstil angeht - da hast du selbst erklärt, dass dich so etwas nicht stört.

Begründen kannst du deine Aufregung also nicht. Du hast deine Meinung auch nicht geändert, als sich diese Aspekte hier ergeben haben, sondern bist auf eine Diskussion über Waffenbesitz ausgewichen.

So wie du hier schreibst, hab ich den Eindruck, dass du dich irgendwie selbst durch die Kritik an Palin angegriffen fühlst. Kann es sein, dass Palin etwas verkörpert, was dich weniger rational, sondern mehr emotional anspricht?



PS: Ich glaube nicht, dass Unvoreingenommenheit zum großen Teil auch Emotionslosigkeit bedeutet.
Sondern?🙂
 

Hallo Benjamin-29,

schau mal hier: Sarah Palin. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Du übertriffst dich heute selbst, Benjamin. 🙂

"Wir haben gesehen....."

Wir haben gar nichts gesehen. Was wir gesehen haben, war, dass eine parteiische Autorin schlecht über eine Frau geschrieben hat, die nicht ihrem Weltbild entspricht.

Wir haben falsche Vergleiche gesehen. Wir haben das bewusste weglassen von Tatsachen gesehen. Wir haben absolut beschämende Aussagen gesehen. Wir haben die bewusste Verstärkung eines Zerrbildes von Palin gesehen, in dem man die Aussagen extremistischer Feministinnen wiederholt, ohne selbst in Verdacht zu geraten.

Dass alles, und noch vieles mehr, haben wir gesehen.

Kann es sein, dass Palin etwas verkörpert, was dich weniger rational, sondern mehr emotional anspricht?
Inwiefern soll mich was emotional ansprechen?

Komm schon, du hast doch eine Vermutung. Also leg sie auf den Tisch.
 
Ich versuche mich hier im Forum in Form und Inhalt verständlich auszudrücken. Begriffe wie "Terra incognita" (= unbekanntes Land) oder den "Hobbesschen Leviathan" (Buch des Philosophen Hobbes, der meint, dass jeder Mensch eines anderen Menschen Wolf wäre) würde ich nicht benutzen, weil sie meines Erachtens nicht von allen Lesern klar verstanden werden. Ideal wäre es, wenn man sogar von Kindern verstanden würde.
Hallo EuFrank,

ich gebe ja zu, dass ich durch meinen Hang zu Schachtelsätzen, in Zeiten, wo Nachrichtenredaktionen ihren Zuschauern allen Ernstes keine Sätze mit mehr als 13 Wörtern mehr zumuten mögen, aus Angst, nicht verstanden und daher Opfer der Fernbedienung zu werden, nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit bin.
Aber ich bin wirklich davon ausgegangen, dass Wörter wie Terrarium, Terrestrischer Rundfunk, inkognito usw. zum allgemeinen Wortschatz gehören.
Und ob Kinder wirklich an einer Diskussion über das momentane Versagen großer Teile der politischen Eliten in den USA interessiert sind, wage ich zu bezweifeln.
Aber natürlich stimme ich Dir zu, dass man sich möglichst verständlich ausdrücken sollte.
Deadwood, du erinnerst mich an meinen alten Deutschlehrer.
Der hat immer in jeder Diskussion, in jeder Ansprache, gezielt Fremdwörter und fremde Begriffe einfließen lassen mit dem Ziel, dass wir ihn danach fragen.

Somit konnte er uns zuerst seine Bildung demonstrativ zeigen und zweitens versuchen uns zu bilden. Mehr als üblich.
Naja, die Kette demonstrativ zeigen hätte der olle Pauker bestimmt rot angestrichen und mit dem Wort Tautologie oder Pleonasmus versehen,
um sogleich darauf hinzuweisen, wie wichtig die Kenntnis einiger häufiger gebrauchter Fremdwörter ist.🙄
Und wenn er versucht hat, Euch zu bilden, dann hat er nur seinen Beruf ernstgenommen.
Allerdings wäre er natürlich noch besser gewesen, wenn er Euch auch deutsche Wörter gleicher Bedeutung (Synonyme) beigebracht hätte.
Ja, ich glaube, dass Amerika einen historischen Auftrag hat, Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten oder zumindest dafür zu sorgen, dass diese Werte in der zivilisierten Welt aufrecht erhalten bleiben.
Von wem? Und warum hat z.B. Europa diesen Auftrag nicht?
Nein, kein Faustrecht. Aber eine wehrhafte Demokratie, deren Menschen nicht eine Art Gottvertrauen in den Staat entgegenbringen, sondern im Gegenteil, ihm gegenüber misstrauisch sind.
Hat wirklich hierzulande die Mehrheit Vertrauen in den Staat?
Meine Wahrnehmung ist eher das genaue Gegenteil;
man denke nur an das verbreitete Mißtrauen gegenüber unseren sozialen Sicherungs-, Gesundheits- und Rentenversicherungssystemen.
Aber ich weiss, was Du vermutlich meinst.
Ja ich habe auch den Eindruck, dass man sich hierzulande viel zu sehr auf den Staat verlässt und viel zu viele Freiheiten aus Lethargie (Trägheit) leichtfertig einer komfortablen Anspruchshaltung willen opfert.
In der Beziehung könnten wir uns wirklich einiges Positives von der amerikanischen Mentalität (Geisteshaltung) aneignen.
Übrigens fallen mir spontan noch eine Reihe weiterer Dinge ein, die wir von Amerika lernen könnten.
verstehe ich auch nicht die Arroganz vieler Europäer, dass Amerika nicht zivilisiert ist oder nicht so zivilisiert wie Europa.
Das habe ich auch nicht behauptet, lediglich, dass gewisse Attitüden (Einstellungen) schlicht einer Zivilgesellschaft nicht würdig sind bzw. sie sogar verhöhnen.
Auch ist mir durchaus bewusst, dass es in den USA mindestens ebenso viele vehemente (heftige) Kritiker der NRA wie deren Mitglieder gibt.
Auf welchem Kontinent hat denn der größte Völkermord in der Geschichte der Menschheit stattgefunden?

Auf welchem Kontinent lassen sich die Völker in regelmäßigen Abständen von Diktatoren verführen und verlieren ihre Menschlichkeit?

Europa. Europa. Europa. Europa. Europa.

Hitler hätte von einem aufrechten NRA Mitglied einen Kopfschuss bekommen und Ende.
Ja das stimmt, die beiden großen Demokratien England und Amerika sind in dieser finsteren Epoche niemals so tief gesunken.
Aber das macht sie deshalb doch nicht sakrosankt (geheiligt, unverletzlich), als dass man ihr jetziges Versagen nicht kritisieren dürfte.

Ausserdem halte ich es aus der heutigen Perspektive (Blick, Ansicht) mit der Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung für schwer - bis fast gar nicht - möglich,
sich in das Denken und die Motive (Beweggründe) der damals Lebenden hineinzuversetzen und ihnen dabei gerecht zu werden.
Mit dem heutigen Wissen und der heutigen weltweiten Vernetzung der westlichen Welt sind die Ereignisse von damals nur unfassbar.

Übrigens sind alle diesmal von mir verwendeten Fremdwörter fast unverändert auch im Englischen bekannt.
(so gesehen lebt das tote Latein und Altgriechisch auch in dieser Sprache weiter)😉
 
Deadwood, du bist Klasse! 😀

Ich hatte dich gefragt, warum du so viele fremde Begriffe benutzt und angemerkt, es wirke auf mich künstlich. Terra war mir durchaus ein Begriff, Inkognito ebenso. Jedoch "Hobbesschen Leviathan" z.B. nicht.

Was jedoch nicht heißt, dass du jetzt alle fremden Begriffe mit einer Übersetzung versehen musst. Du kannst mir schon glauben, dass ich "vehement", "Perspektive", "sakrosankt" etc. was anfangen kann. 😉

Nun zum eigentlichen Thema:

Von wem? Und warum hat z.B. Europa diesen Auftrag nicht?
Der Auftrag ist historisch gewachsen. Und Europa hat diesen Auftrag nicht, weil es diesen erstmal gar nicht will, zweitens nicht in der Lage wäre - selbst wenn es wollte - und drittens den historischen Credit auch einfach verspielt hat.

Das alles ist sehr komplex und greift ineinander.

Ja das stimmt, die beiden großen Demokratien England und Amerika sind in dieser finsteren Epoche niemals so tief gesunken.
Aber das macht sie deshalb doch nicht sakrosankt (geheiligt, unverletzlich), als dass man ihr jetziges Versagen nicht kritisieren dürfte.
Nein, es macht sie nicht sakrosankt.

Allerdings darf man aus diesem Blickwinkel dann die Frage des besseren Systems stellen.
 
Man fragt sich nur verzweifelt warum Frau Palin nicht gegen diese "unwahren" Berichte vorgeht und warum uns hier ein seltsamer Kamerad glaubhaft machen will, das Frau Palin überhaupt etwas gegen diese Berichterstattung haben soll. Sie will diese Berichte eindeutig haben. Davon ist auszugehen. Denn sie will und muß damit die "rückständigen" Amerikaner - Wähler - erreichen.
 
Wir haben falsche Vergleiche gesehen. Wir haben das bewusste weglassen von Tatsachen gesehen. Wir haben absolut beschämende Aussagen gesehen. Wir haben die bewusste Verstärkung eines Zerrbildes von Palin gesehen, in dem man die Aussagen extremistischer Feministinnen wiederholt, ohne selbst in Verdacht zu geraten.
Wenn es so ist, warum wiederlegst du dann nicht die Verleumdungen im Artikel, postest die verschwiegenen Tatsache und korrigierst die Aussagen der "extremistischen Feministinnen"? Um es nochmal deutlicher zu sagen: Bislang ist deine Meinung das Argument für deine Meinung.


Inwiefern soll mich was emotional ansprechen?

Komm schon, du hast doch eine Vermutung. Also leg sie auf den Tisch.
Wie schon gesagt: Was du schreibst, zeugt von Empörung und nicht von rationalen Argumenten. Ich glaube darum, dass du dich persönlich angegriffen fühlst, wenn Palin kritisiert wird. So ähnlich wie der fanatische Fußballfan, der es ungerecht findet wenn der Verein absteigen muss, obwohl er doch so ein treuer Fan ist.
 
Es läßt sich übrigens sehr treffend nachlesen, mit was für Mitteln in amerikanischen Wahlkämpfen - und zwar in allen bisherigen auch - gearbeitet wird. Insofern ist das noch kalter Kaffee und es ist überhaupt ziemlich lächerlich die Presse dafür verantwortlich zu machen. Die schreibt auch nur, was die Aspiranten vorgeben und das tun hier beide Seiten gleichermaßen. Also "nichts Neues" hat Obama dazu gesagt.

Ich orte das "Problem" sowieso wo anders: Wenn in Amerika möglicherweise eine christliche Fundamentalistin auf den Vize-Stuhl klettern würde, wäre das für jemand, der hier wahre Glaubenskriege gegen Fundamentalisten führt - eine ziemliche Zwickmühle. Daher wird zunächst mal einfach die Presse kritisiert, die ja unwahres schreibe.
 
Ich habe dir nun mehrmals die Zitate gezeigt, die ich für unangebracht halte und auf eine andauernde Wiederholung habe ich keine Lust.

Du irrst, ich fühle mich bei Kritik gegenüber bei Palin nicht persönlich angegriffen. Allerdings mag ich es einfach nicht, wenn Menschen, die andere Werte haben, deshalb angegriffen werden.

Und der Artikel hat Palin angegriffen, Sie herab gesetzt und aus ihr eine waffengeile, christliche Fundamentalistin gemacht. Warum? Weil Sie in der NRA ist, fünf Kinder hat und für gewisse christliche Werte steht.

Sie hat eben andere Werte, was man akzeptieren sollte.
Man sollte andere Menschen nicht aufgrund ihrer anderen Werte ablehnen.
 
Man sollte andere Menschen nicht aufgrund ihrer anderen Werte ablehnen.

Wie war das noch mit dem Kopftuchverbot und der "Islamophobie" - Doc ? 🙂 Würd mich freuen, wenn du deinen obigen Satz WIRKLICH ernst meinst. Mit Ausnahme von Radikalen natürlich, aber die gibts auch bei uns.

Frau Palin mit ihrer schwangeren jugendlichen Tochter ist gegen Sex vor der Ehe - sowas kann ich allerdings nicht ernst nehmen. Und Amerika müsste mal vom Status der waffentragenden Cowboy-Nation runter - sowas gehört ins Mittelalter - aber gegen die NRA-Lobby wagt sich auch kein Obama was zu sagen.

Peter
 
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