Zitat:
"Vergesslichkeit und Zerstreutheit würden zur leichten neurokognitiven Störung umdeutbar, Stimmungsschwankungen zur bipolaren Störung, Jähzorn zur Affektregulationsstörung. Aus allgemeinen Sorgen werden „Angst und depressive Störung, gemischt“, für reizbare und aggressive Kinder wurde die „Disruptive Mood Dysregulation Disorder“ erfunden, für Schüchterne steht die soziale Phobie bereit. Zu allem Überfluss habe das neue DSM die substanzlosen Verhaltenssüchte eingeführt, von der Kaufsucht bis zur Sexsucht. Ein unproblematisches Seelenleben können bald nur noch Haushaltsroboter führen."
Was genau ist daran nicht korrekt? Es werden lediglich existenten Zuständen Namen gegeben. Jemand, der jähzornig ist kann nun mal seine Affekte nicht regulieren und Schüchterne Menschen haben Angst vor sozialen Situationen. Genau das bedeutet es. Auszuticken aufgrund von medizinischen Fachausdrücken ist albern. Banalen Hautausschlag nennt man in der Medizin ja auch Exanthem und Kopfschmerzen Cephalgie. 😱
Beides kann entweder völlig belanglos und harmlos sein oder Anzeichen für etwas Ernstes. Es kommt eben auf das Ausmaß an und genauso ist es bei der Psyche auch. Es macht den Unterschied zwischen einer normalen Akzentuierung des Charakters und einer pathologischen Störung.
Und ansonsten werden die Messlatten auch nach unten gelegt um ein früheres Eingreifen Möglich zu machen oder vielleicht sogar eine Prophylaxe. Aber auf Prophylaxe kommen viele Leute ja auch schon nicht klar weil sie sich dann gleich wieder falsch und bevormundet fühlen. Jaja die Komplexe.🙄
Ihr solltet dringend mal eure Vorstellung von Normalität updaten. Fehlerhaft zu sein, Krankheiten und Störungen zu haben egal ob psychisch oder physisch ist normal!
Oder was ist eurer Ansicht nach normal und wo beginnt unnormal? Meckern und kritisieren könnt ihr ja so gut also müsstet ihr da ja ne super Antwort parat haben.