@iXmugl.....klar verdienen Psychologen auch was...sie opfern ja auch ihre Zeit den Patienten. Allerdings verdienen Psychologen nicht sehr viel.
und wieso Hilfefassade? Es ist tatsächliche Hilfe wenn man mit einer realistischen Erwartungshaltung da ran geht, d.h. kapiert diese Hilfe sinnvoll für sich zu nutzen...dann hat jeder was davon...der Patient und auch der Helfende der durchaus auch was verdienen muss damit er seine Brötchen auf den Tisch kriegt 😉
Und logisch dass das moralische Grundgefühl oder die Zufriedenheit was Gutes für andere Menschen zu tun in Helferberufen auch mit dabei ist...warum auch nicht? Was dem einen Ansporn ist (helfen zu wollen und sich gut dabei zu fühlen) ist des anderen (= Patienten, der Hilfe braucht) Nutzen.
Und natürlich ist Schematisierung und auch innerer Abstand der Helfenden wichtig, überlebenswichtig für Helfer/Psychologen....denn sonst rennt man direkt in den burn out und wird selbst zum Hilfsfall. Wenn Patienten entlassen werden werden sie nicht dem Schicksal übergeben sondern sich selbst...jeder Patient ist Herr seines Schicksals und das sollte er an sich nach einer Therapie begriffen haben. Therapie ist kein lebenslanges Händchenhalten oder dauerhafter Antriebsmotor (sondern eher ne zeitweilige Starthilfe bis man selbst wieder los tuckern kann, denn in Therapie lernt man wie man sich fortan selbst Starthilfe geben kann) sondern will bewirken dass sich die Patienten ihrer inneren Stärken, Fähigkeiten, Eigenverantwortung bewusst werden und das was in der Therapie erarbeitet wurde eigenständig in ihrem Leben umsetzen....Deinen Äußerungen kann man sehr leicht entnehmen, dass du mit sehr unrealistischer Erwartungshaltung da ran gegangen bist, viel zu hohe Erwartungshaltungen und deine Eigenverantwortung gar nicht erkennen kannst oder willst, Therapie als sone Art Wundermittel auf dem Silbertablett serviert ansiehst od.ä. Therapie ist nur Hilfe zur Selbsthilfe...nicht mehr , aber auch nicht weniger.
Du scheinst aus persönlicher Erfahrung recht enttäuscht zu sein und mit der Welt allgemein oder Therapien im Besonderen zu hadern und im Clinch zu liegen...aber das ist DEIN Problem, dass du nicht zu sehr in die Probleme anderer hinein tragen solltest. Deine Antihaltung beruht auf rein persönlichen Vorbehalten und darüber hinaus haben diese Vorbehalte zu starke paranoiaartige Züge..denke bitte daran und halte dich ein wenig zurück damit deine Paranoia oder Ablehnung generell auf andere übertragen zu wollen. Damit hilfst du nicht (außer ggf. dir selbst indem du deine Ablehnunghaltung und Paranoia befriedigst) sondern schadest ggf. eher. Realistische Kritik (die ich hier jedoch noch nicht so recht erkennen konnte) ist natürlich gut aber gehört in diesen thread nicht rein, zumal Kathamaus bereits mehrfach schrieb dass sie das hier nicht lesen will. Öffne doch einen eigenen thread im Forumsbereich Gesellschaft zu dem Thema. Da könntest du dann deinen persönlichen Brast und Vorbehalte gegen Therapie, Therapeuten, Psychologen mal richtig rauslassen. Am besten mit Begründung und Darstellung deiner persönlichen Vorerlebnisse.
Zur Therapie möchte ich noch anfügen, dass es natürlich psychische Erkrankungen gibt die als untherapierbar gelten (einige Formen der Schizophrenie z.B) und die Psychologen hier recht machtlos sind. Machtlos sind Psychologen auch wenn der Patient Therapie per se ablehnt und nicht an den Erfolg glaubt. PTBS (posttraumatische Belastungsstörungen) oder Verhaltensstörungen wie Ritzen oder die meisten Formen der Depressionen sind gut behandelbar/therapierbar, aber entscheidend ist natürlich die Mitarbeit des Patienten die damit anfängt sich auf die Therapeuten und Therapien ein zu lassen und an den Erfolg der Therapie zu glauben, oder zumindest mit neutraler Einstellung ohne zweifelnde Ablehnung da ran zu gehen. Wenn man von Anfang an abblockt oder sich auf den Aberglauben versteift dass Therapie eh nix bringt dann nutzt die Therapie natürlich gar nix.
Ich schätze aber Kathamaus aus dem was sie hier schrieb so ein, dass sie den richtigen Ansatz für sich bereits gefunden hat, was mich sehr für sie freut. Das ist eine tolle Leistung, die nicht alle hinbekommen, nicht wahr iXmugl? Du hast dahingehend ja offenbar noch einen langen Weg vor dir, aber auch dir wünsche ich dabei weiterhin viel Erfolg!
Tyra