Die letzten Gesetzesänderungen gingen ja in diese Richtung: Registrierungspflicht, verpflichtende Beratung vor dem Einstieg. Bei Gesundheitskontrollen bin ich mir nicht sicher. Mehr Kontrollmöglichkeiten sind sicherlich richtig. Vorher durfte ja die Polizei nicht mal in Bordelle reingehen (beklagte jedenfalls Manfred Paulus, ein in dieser Sache engagierter Polizist). Von freiwilligen Prostituierten gab es aber auch Kritik: Wenn eine auf dem Land tätig war und sich registrieren lassen musste, die musste doch damit rechnen, dass sich das ganz schnell rumsprach. Auch wenn offiziell Datenschutz gilt. Das Stigma sorgt schon dafür, dass sich die in diesem Bereich Tätigen gerne im Dunkeln rumdrücken und nicht im Licht der Öffentlichkeit.
Die Frage ist, was mehr Kontrolle erreichen kann. Eine eingeschüchterte Zwangsprostituierte wird immer sagen, sie macht es freiwillig, und in den Kopf schauen kann ihr keiner. Kontrolle wird daher alleine nicht reichen, auch wenn sie nötig ist.
Eine Idee zu mehr Kontrolle wären staatliche Bordelle. So etwas Ähnliches gab es schon mal in Form der Eros Center. Staatlich geführte Bordelle mit Sozialberatung, Sprachkursen, Rechtsberatung usw., für alle Prostituierten, die weniger als 5 Jahre in Deutschland leben, die einzige erlaubte Prostitutionsstätte.