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Prostitution

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2003 gab es wirklich noch viele selbstbestimmte Huren. Glücklich war aber weder ich noch sonst eine Frau in diesem Gewerbe.
(...) Nach 37 Jahren Erfahrung kann ich sagen, dass es keine Frau gibt die ohne Folge Schäden davon gekommen ist, auch wenn sie selbstbestimmt war. (...) die 2 sexsüchtigen Huren für die es Erfüllung ist , sind nicht repräsentativ.

Du hast weiter oben erwähnt, dass es auch Frauen gab, die es mal ausprobiert haben. Und Studentinnen und Hobbyhuren. Waren die auch geschädigt deiner Beobachtung nach? Oder nur die, die es über längere Zeit hauptberuflich gemacht haben?

Und von welcher Art waren die Schäden?

Was ist mit Dominas, Tantra-Masseurinnen und Sugar Girls? Soll das alles verboten werden?

Man darf Menschen nicht kaufen!

Mich wundert, dass du diesen Begriff wählst. Menschen kaufen, Frauen als Ware, Menschen benutzen. Hattest du denn damals den Eindruck, dass deine Freier dich gekauft hatten und dann mit dir machen durften, was sie wollten?

Natürlich sind sexuelle Dienstleistungen Dinge, die näher an die Substanz eines Menschen gehen. Aber es gibt ja auch noch weitere Berufe, die den Menschen stärker berühren als andere, und da reden wir auch nicht davon, dass der Mensch dort zur Ware werde.
 

Hallo HalliGalliSuperstar,

schau mal hier: Prostitution. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Grisou hat es wunderbar in Worte gefasst , was ich sofort unterschreiben würde.
Danke dafür Grisou 💐

Dominas und Hobbyhuren kann man nicht mit allen anderen vergleichen. Das wäre Äpfel und Birnen vergleichen.

Was sind die Folgen ?
Ich kann von mir sagen: 35 Jahre hat es wunderbar funktioniert, dann kamen Panikattacken, Angstzustände und eine komplexe PTBS. Alles diagnostiziert. Habe mehrere Therapien gemacht, war in einer Klinik und trotzdem kann ich heute das Haus nicht mehr alleine verlassen.
mein Männerbild ist restlos zerstört. Ich bin froh wenn ich keinen sehen muss.
Und ich gehörte zu den selbstbestimmten, die sich nichts gefallen ließen.
Nicht umsonst habe ich einen Drachen in mir ;-)
Frauen, die gezwungen werden werden schon gleich zu Anfang gebrochen vom Zuhälter und danach x Mal am Tag von Freiern, die Tränen noch geiler machen.
Um diese Frauen und auch Stricher geht es mir.
 
Die Frage ist, ob der Staat es macht, es machen soll. Was andere Akteure machen, ist eine andere Frage.



In Deutschland bekommt man natürlich, wenn man eines Vergehens beschuldigt wird, die Briefe von der Polizei, Bußgeldstelle oder Staatsanwaltschaft natürlich auch nach Hause geschickt. Wie sollte es auch anders gehen? Worum es mir ging, war, dass du die öffentliche Beschämung des Täters als Mittel der Bestrafung gutheißt, also geplant, zielgerichtet, und dabei ist mir nicht ganz wohl, und zwar grundsätzlich gesehen. Das müsste man gesondert diskutieren, ob wir das im deutschen Strafrecht wollen. Es wurden ja schon andere Strafen als die bisherigen (Geldstrafen, Sozialstunden, Haft) vorgeschlagen, z.B. Führerscheinentzug auch für Delikte, die nichts mit Verkehrsrecht zu tunab haben. Aber ob wir öffentliche Bloßstellung auch als Strafe haben sollten, so wie damals mit dem Pranger, das ist m.E. diskussionswürdig.

Ich mag das an den Pranger stellen auch nicht, ich bin auch kein Freund davon, aber wer bei meinem Vorschlag immer noch denkt er müsse zu Prostituierten in den dunklen Gassen gehen hat es dann m.M.n. auch nicht anders verdient. Denn in meinem Modell gibt es ja die Möglichkeit zu ganz legal registrierten Sexarbeiterinnen zu gehen ohne behelligt zu werden, wo ist da das Problem?
 
ich sprach nicht von nachweisen und gerichtsverhandlung. sondern davon, dass männer sich mit zwangsprostituierten vergnügen. und die wissen, was sie tun. es ist ihnen egal.

Und das ist die Mehrheit der Freier? Ich hab in einer Doku eine Ex-Zwangsprostituierte gesehen, die gesagt hat, die Freier lässt du natürlich nicht merken, was abgeht, bei denen machst du einen auf fröhlich.

die studentin, die sich mit einem großzügigen spender ein schönes leben macht? da fängt es schon damit an, dass es eine freie entscheidung ist. ich denke, die frauen, die das machen, könnten auch als bedienung arbeiten oder an der kasse. die entscheiden sich für das einfache, schnelle geld. und die hobbyhuren, auch da ist es das gleiche. das ist eine freie entscheidung. nur wo haben wir diese frauen denn? ist das der große teil?

Das weiß ich nicht. Ich sehe nur, dass es viele Zwischenformen gibt und viele Frauen, die sie ausüben. Ich denke da z.B. an Cam-Sex im Internet, Frauen, die sich da eine Fangemeinde aufbauen. Sugar Girls dürfte es dank Internet auch mehr geben als früher. Für BDSM gibt es riesige Communities und die dominanten Frauen da dürften keine Probleme haben, mit Dominanz Geld zu verdienen, wenn sie es wollen. Und diese Dinge werden mehr und mehr gesellschaftsfähig. Und ich finde das gut. Und frage mich, ob man das mit der knallharten Zwangsprostitution in einen Topf werfen und verbieten muss.

ist das wirklich ein entweder oder?

Ich denke, ja, das ist es. Wie willst du denn das eine verbieten und das andere erlauben? Dann müsstest du ja kontrollieren, was "auf Zimmer" passiert. Dass auch wirklich nur massiert oder dominiert wird, und nicht penetriert. Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll. Und hier wurde ja das nordische Modell empfohlen. Ich lasse mich gern korrigieren, aber ich glaube kaum, dass es in Schweden offiziell Dominas gibt.

geht es nicht darum, so viele frauen und natülrich auch männer, jungs vor schaden zu bewahren?

Natürlich geht es darum, auch darum, aber ebenso wie es im Straßenverkehr nicht nur darum geht, Unfälle zu vermeiden (dann müsste man Autos abschaffen), geht es hier nicht nur darum, Menschen vor Schaden zu bewahren. Die Frage ist, wieviele Menschen hinderst du mit einem Verbot an der Auslebung ihrer Persönlichkeit und an der freien Berufswahl (Grundrechte), im Verhältnis zu den Menschen, die du damit vor Schaden schützt (Grundrechte Menschenwürde und Recht auf körperliche Unversehrtheit)? Und schaffst du es damit wirklich, sie zu schützen? Und gäbe es andere Möglichkeiten, diesen Schutz herzustellen? Anders gefragt, ist ein Verbot notwendig, angemessen und geeignet?

Und die Eindrücke und Bilder, die du von den Vorgängen, von den Freiern und von Männern im Allgemeinen hast, decken sich nicht mit denen, die ich aus Medien oder im privaten Umfeld gesammelt habe. Lies zum Beispiel mal im Forum sexworker.at, da wird was ganz anderes geschildert.

dann sag mal welche berufe du damit meinst, damit man das mal vergleichen kann. ich wüsste keinen job, der so sehr in die intimsphäre eines menschen eindringt. im wahrsten sinne des wortes.

Rettungsassistenten und Notärzte zum Beispiel, die mit den schrecklichen Bildern bei Autounfällen und Bahnsuiziden fertig werden müssen. Schauspieler, die sich in andere Menschen hineinversetzen müssen, auch mal in Serienmörder oder Folteropfer. Altenpfleger und Krankenschwestern, die auch nah am Körper anderer Menschen arbeiten und ihnen den Hintern säubern müssen. Psychotherapeuten, Polizisten und Sozialarbeiter, die sich ebenfalls von ihren Klienten (oder ihrer Klientel) abgrenzen müssen, um den Job überhaupt auf Dauer machen zu können. Natürlich ist nichts davon exakt deckungsgleich, aber das sind alles Berufe, in denen Menschen entweder auch viel von sich geben müssen, die Tätigkeit nahe an die seelische Substanz geht, und/oder es mit mitunter unangenehmen, ekligen Verrichtungen am Körper anderer Menschen kommt.
 
Da ein Gang ist Bordell die einzige Möglichkeit für mich ist, um einer Frau nahe zu kommen und intim zu werden mit ihr (es geht auch nicht nur um das rein und raus)... finde ich es für mich völlig legitim und machen es seit mehreren Monaten so.

Ich kann nun mal nicht Flirten, mit Frauen umgehen oder gar nur das kleinste bisschen Interesse an mir in einer Frau erzeugen. Was habe ich denn für eine Wahl? Bis in alle Ewigkeiten wie ein Mönch leben? Hat mir schon gereicht die 9 Jahre vor den Bordellbesuchen...

Ich behandle die Frauen dort mit großem Respekt und ja ich bin eben einer der Männer die aus absoluter Not dahingehen.
 
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Da ein Gang ist Bordell die einzige Möglichkeit für mich ist, um einer Frau nahe zu kommen und intim zu werden mit ihr (es geht auch nicht nur um das rein und raus)... finde ich es für mich völlig legitim und machen es seit mehreren Monaten so.

Ich kann nun mal nicht Flirten, mit Frauen umgehen oder gar nur das kleinste bisschen Interesse an mir in einer Frau erzeugen. Was habe ich denn für eine Wahl? Bis in alle Ewigkeiten wie ein Mönch leben? Hat mir schon gereicht die 9 Jahre vor den Bordellbesuchen...
Solange die Sexarbeiterinnen in diesen Etablisemente alle volljährig sind und diesen Beruf freiwillig ausüben, ist nichts dagegen einzuwenden. Da du jetzt aber kein Einblick in die Papiere hast, musst du deinem Bauch vertrauen und solltest zu dir selber ehrlich sein, also wenn du das Gefühl hast das die Damen da nicht ganz Freiwillig ihre Dienste anbieten müssen, sollte man ggf. Abstand davon nehmen.
Ansonsten ist es jedem seine Sache.
 
Solange die Sexarbeiterinnen in diesen Etablisemente alle volljährig sind und diesen Beruf freiwillig ausüben, ist nichts dagegen einzuwenden. Da du jetzt aber kein Einblick in die Papiere hast, musst du deinem Bauch vertrauen und solltest zu dir selber ehrlich sein, also wenn du das Gefühl hast das die Damen da nicht ganz Freiwillig ihre Dienste anbieten müssen, sollte man ggf. Abstand davon nehmen.
Ansonsten ist es jedem seine Sache.

Ne das ist ein Haus mit gutem Ruf hier alles völlig legal.

Bevor man auch immer wieder nach dem Verbot von Prostitution schreit sollte man immer auch an Männer wie mich denken die nicht in der Lage dazu sind, eine Frau für sich zu interessieren auf normalem Wege in der heutigen Zeit des brutalen Aussortierdatings, Männerüberschuss...80/20 Regel etc.
 
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Ne das ist ein Haus mit gutem Ruf hier alles völlig legal. Bevor man immer wieder nach dem Verbot von Prostitution schreit sollte man immer auch an Männer wie mich denken die nicht in der Lage dazu sind, eine Frau für sich zu interessieren auf normalem Wege in der heutigen Zeit des brutalen Aussortierdatings.
Darum geht es mir ja, eindämmen wird man dieses Gewerbe nie können, das haben nicht mal die Kommunisten geschafft, also braucht sich hier auch keiner irgendwelchen Illusionen hinzugeben. Das Ding ist nicht tot zu kriegen und das ist die Realität und dieser muss ich nun mal Rechnung tragen, deshalb bin ich ja dafür das man die legale Prostitution nur in bestimmten dafür vorgesehenen Arealen duldet, sowie engmaschige Kontrollen einführt, damit sich keine Zwangsprostitution dort ansiedeln kann.

Gleichzeitig sollte man ein Strafsystem für Freier einführen, welche meinen sie müssten dann immer noch zu den Zwangsprostituierten in der dunklen Gasse gehen. Alles was sich in dem dafür ausgewiesenen Areal abspielt ist hingegen Straffrei und wird auch diskret behandelt.
Mit einem generellen verbot fördere ich m.M.n, nur die Zwangsprostitution, ist wie damals in den USA bei der Prohibition, da haben auch die falschen dran verdient, nur eingedämmt hat man da gar nichts, im Gegenteil.
 
Naja, ich denke mal, dass Freier das auch nicht freiwillig tun.

Außerdem, in anderen Spaten wird auch ausgebeutet, nur auf eine andere Art und die suchen sich die Jobs auch nicht freiwillig aus.
 
Naja, ich denke mal, dass Freier das auch nicht freiwillig tun.

Außerdem, in anderen Spaten wird auch ausgebeutet, nur auf eine andere Art und die suchen sich die Jobs auch nicht freiwillig aus.
Das ist aber ne ganz andere Hausnummer. Und ich wüsste nicht das man die Freier mit der Knarre am Kopf in den Puff zwingen muss, das wäre mir neu. Habe ich da was verpasst?😆
 
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