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Partner oder Kinder an 1. Stelle?

4711

Mitglied
Inspiriert durch einen Thread in einem anderen Forum wollte ich Euch mal fragen, wie Ihr das so handhabt.
Wer steht bei Euch an erster Stelle?
Wir haben wohl jeweils (zu) lange unsere Kinder an die erste Stelle gesetzt. Vor allem, als sie klein waren, sind wir da in so einen Automatismus reingerutscht, den wir eventuell zu spät korrigiert haben.
Jetzt sind sie erwachsen und ich ertappe mich dabei, dass ich meinem Partner manches nicht verzeihen kann. Er legt auch jetzt noch diese Verhaltensweisen an den Tag, sobald eines der Kinder ins Spiel kommt. Ich fühle mich dann immer wie das 5. Rad am Wagen. Unangenehme Themen überlässt er (weiterhin) mir und stellt sich dann immer als den großen Schlichter dar, der "die Mädels" (da bin dann auch ich gemeint - alle auf einer Stufe) "zur Vernunft bringt". Ich ärgere mich über seine Gelassenheit, die er sich nur leisten kann, weil er sich nie einbringt. Er richtet es immer so ein, dass er subtil seine "Wadenbeißer" losschickt und es somit ganz selten vorkommt, dass er sich mal nicht raushalten kann und positionieren muss. Da er scheinbar nie richtig streiten gelernt hat, schmollt er dann aber auch noch tagelang (mit mir).
Mir geht das immer wieder auf die Nerven. Wenn wir zu zweit sind ist alles prima, sobald eines der Kinder da ist, bin ich "abgeschrieben".
Sorry, ist bissl lang geworden, aber musste mal raus.
 

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Weltkind

Aktives Mitglied
Euer Familiensystem funktioniert solange auf diese Weise, bis einer seine Position verändert, seine (Re)Aktion.
Und da fängst Du idealerweise selbst an, denn Du wünscht Dir eine Veränderung.
Das kann such mal unangenehm werden, aber nur durch Bewegung entsteht Veränderung.
 

4711

Mitglied
Euer Familiensystem funktioniert solange auf diese Weise, bis einer seine Position verändert, seine (Re)Aktion.
Und da fängst Du idealerweise selbst an, denn Du wünscht Dir eine Veränderung.
Das kann such mal unangenehm werden, aber nur durch Bewegung entsteht Veränderung.
Du siehst das vollkommen richtig. Ich weiß, dass ich was ändern muss. Ich habe auch schon oft versucht, ihm zu vermitteln, wie ich mich in der konkreten Situation fühle. Er blockt aber ab, das wäre alles Einbildung. Ist auch in der gängigen Strategie - was er nicht weiß oder glaubt, damit muss er sich nicht auseinandersetzen.
Ich bin manchmal soweit, dass ich wieder für mich alleine leben will. Ich dachte, die wenigen gemeinsamen Zeiten, die wir noch alle zusammen verbringen, könnte ich schon aushalten. Und ich würde andererseits vielleicht überreagieren. Aber gerade jetzt zu Ostern war das wieder so schwierig für mich auszuhalten.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Das ist eine sehr komplizierte Geschichte.
Einerseits waren wir es früher so gewohnt, dass alles Negative von dem Mann u. Familienvater übernommen wurde, wodurch er als eine Autoritätsperson auftrat, während die liebe Frau als sanftes und schlichtendes Ideal erscheinen sollte.
Dabei konnten die Kinder aber auch den Eindruck gewinnen, dass der Vater ja doch nur alles nach der Nase der Mutter tat und nicht mal richtig ordnend eingriff.

Jetzt, in Deinem Fall, liebe TE, sieht es eher nach einem Rivalitätskampf zwischen Dir und Deinem Partner aus, nämlich um die Gunst der Kinder. Das ist für die Frau/Mutter besonders kränkend, da sie sich ja meistens als Alleinverantwortliche für das Wohl der Kinder zuständig fühlte. Nun, wo die Kinder grösser sind, ist solch eine Position der Zweitrangigkeit für die Mutter nicht akzeptabel, wenigstens aus Sicht der Frau gesehen.
Da ist eigentlich der Streit zwischen ihm und Dir schon vorprogrammiert. Ist er einsichtig, dann kannst Du es ihm vielleicht erklären. Ist er aber stur und stolz auf seine Leistung, tja, dann wird Dein neuer Lebenstil schwierig, und das auf lange Zeit.
Was da hilft? Abstand gewinnen und Dir einen neuen Lebensraum aufbauen. Kommst leider nicht drumherum.
 

4711

Mitglied
Das ist eine sehr komplizierte Geschichte.
Einerseits waren wir es früher so gewohnt, dass alles Negative von dem Mann u. Familienvater übernommen wurde, wodurch er als eine Autoritätsperson auftrat, während die liebe Frau als sanftes und schlichtendes Ideal erscheinen sollte.
Dabei konnten die Kinder aber auch den Eindruck gewinnen, dass der Vater ja doch nur alles nach der Nase der Mutter tat und nicht mal richtig ordnend eingriff.

Jetzt, in Deinem Fall, liebe TE, sieht es eher nach einem Rivalitätskampf zwischen Dir und Deinem Partner aus, nämlich um die Gunst der Kinder. Das ist für die Frau/Mutter besonders kränkend, da sie sich ja meistens als Alleinverantwortliche für das Wohl der Kinder zuständig fühlte. Nun, wo die Kinder grösser sind, ist solch eine Position der Zweitrangigkeit für die Mutter nicht akzeptabel, wenigstens aus Sicht der Frau gesehen.
Da ist eigentlich der Streit zwischen ihm und Dir schon vorprogrammiert. Ist er einsichtig, dann kannst Du es ihm vielleicht erklären. Ist er aber stur und stolz auf seine Leistung, tja, dann wird Dein neuer Lebenstil schwierig, und das auf lange Zeit.
Was da hilft? Abstand gewinnen und Dir einen neuen Lebensraum aufbauen. Kommst leider nicht drumherum.
Bei uns war ich immer die Autoritätsperson. Die, die verbieten musste, die "meckerte", die gesagt hat: "nehmt den Müll mit raus" (und der Papa das dann schnell gemacht hat, weil er "ja sowieso gerade frische Luft schnappen wollte ...").
Ich komme mir vor, als hätte ich ausgedient.
Neuen Lebensraum aufbauen, ja, das muss ich versuchen.
 

4711

Mitglied
Wie muss ich mir das vorstellen? Wie alt sind denn die Kinder und was sind die Situationen, in denen du dich als 5. Rad am Wagen fühlst?
Die Kinder sind 22 und 20 Jahre alt.
Eine konkrete Situation ist derzeit folgende:
Eine unserer Töchter ist sehr vorsichtig im Umgang mit Corona (fast schon krankhaft). Er hat deshalb beim Osterbesuch bei meiner Familie sehr darauf geachtet, dass nur die genaue Anzahl der "zugelassenen" Leute überhaupt nur in unsere Nähe (sowieso nur im Garten) kam.
Jetzt will sie aber mit ihm zum Friseur, worauf ich mir erlaubt habe, meine Einwände darzulegen. Wohlgemerkt, keine Verbote oder ähnlich klingendes.
Einen Friseurbesuch fand er dann gar nicht schlimm, und ich solle nicht übertreiben.

In dem Alter meiner Tochter überwiegt manchmal der Gedanke an die Schönheit alle Vorsicht, und deshalb bin ich da auch nachsichtig, auch wenn sie uns mit ihrer Panik in anderen Situationen etwas einschränkt. Aber von meinem Partner hätte ich mir da halt eine klare Ansage gewünscht.
Wie muss ich mir das vorstellen? Wie alt sind denn die Kinder und was sind die Situationen, in denen du dich als 5. Rad am Wagen fühlst?
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Das Problem verstehe ich jetzt nicht ganz.

Vielleicht so? Du hast dich eingeschränkt gefühlt durch die Reglementierung des Besuchs bei deiner Familie? Weil dein Mann da am Strang eurer Tochter gezogen hat?

Und nun sollte er den Friseurbesuch verbieten? Warum?

Meine Kinder sind 17 und 20 und organisieren ihre Friseurbesuche selbst, schon lange, auch jetzt in Coronazeiten.

Ist doch eigentlich gut, wenn deine Tochter da nicht so panisch ist?
 

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