Hallo, falls das jemand überhaupt liest 😕 , ich erstatte mal weiter Bericht:
ich habe ihn gestern getroffen und er 'stimmt mir zu', dass Schluß ist, weil die Streitereien nicht mehr gehen - wobei ich eher glaube, dass er unterbewusst die Streitereien herausfordert, also eigentlich WILL. Er war ganz kalt und sachlich dabei, als ob wir einen Vertrag unterzeichnen. Er meinte, es liege daran, dass wir nicht diskutieren können, weil ich kritikunfähig bin. Und er meint, dass er sich von mir keine Störung einreden lässt. Gestern Nacht bin ich nochmal schwach geworden, ich habe meine Sachen bei ihm geholt, ihn zum Abschied nochmal umarmt und als ich vor der Tür stand draußen,konnte ich mit deme Weinen nicht aufhören und wollte da nicht weggehen, weil es sich so anfühlte, dass das dann 'für immer' ist.
Heute bin ich wieder rationaler, und ich weiß es ist gut, dass Schluß ist - ein Selbstschutz fürmich. Aber im Gegensatz zu anderen hier verfluche ich ihn nicht. Ich hoffe, dass er in seiner Therapie nicht nur die Probleme mit seinem Eltern und Studium behandelt, sondern auch, dass er kein Vertrauen zu niemand haben kann infolge ihrer Misshandlungen in seiner Kindheit. Und vielleicht ändert das ja was. Er meint zwar, dass seine Probleme nichts mit unseren Beziehungsproblemen zu tun haben, aber das haben sie meiner Meinung nach SEHR WOHL. Und ich werde einfach auf ihn warten, hoffen, dass die Therapie es ihn besser gehen lässt und dass wir irgendwann wieder zusammen sein können. Ich liebe ihn und will niemand anderen. Ich kann ihm leider nicht helfen, aber ich warte auch ihn. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er seine paranoide Persönlichkeitsstörung, die zwischen uns steht, überwinden oder zumindest in Griff bekommen kann.
Es ehrt Dich sehr, dass Du so zu ihm stehst. Ich finde es wirklich bewundernswert.
Ich weiss nicht-was ich Dir raten soll.
Weisst Du-in deinem Fall "erkennt" er ja-wenn ich das richtig verstanden hab, dass für ihn eine Therapie unumgänglich ist. Vielleicht kannst Du ja auch darauf bauen und Hoffnung schöpfen...
...vielleicht!
Ich kann nur aus meiner Sicht der Dinge sprechen.
Weisst Du-vieles mag sicherlich nichts mit Dir DIREKT zu tun haben. Sein Verhalten wird wohl darauf aufgebaut sein...
...dass er niemandem wirklich vertrauen kann...oder es ihm sicherlich schwer fällt. Sicher wird er sehr früh auf sich alleine gestellt gewesen sein. Sicher mag auch in seiner Kindheit versäumt worden sein,
dass man auch "ihn" wahrnimmt...ja-ihm Gehör schenkt...-ihm zeigt, dass man ihn achtet.
Sicher mag ihm sehr viel -in frühen Jahren-an Urvertrauen genommen worden sein.
Negative Situationen in der Kindheit sind schon durchaus prägend fr die spätere Entwicklung.
Klar wäre es in erster Linie für ihn selber wichtig, zu lernen-"sich selber zu achten".
Ja-auch müsste er lernen,dass er GLÜCKLICH SEIN DARF...es also -sollte er es empfinden-nicht zwingend zerstören muss...
...mein Bauchgefühl sagt, dass es-wenn Du zu ihm stehst-
sehr viel abverlangen wird von Dir. Du wirst sicherlich auch Gefahr laufen-selber psychisch sehr in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
Zunächst mal aber...
...so wie sich die Situation immoment darstellt bei Euch...-solltest Du -wenn du denn schon für ihn "DA" sein möchtest...-
einfach ihm die Option offen halten-dass "deine Tür" offen ist.
Dennoch muss er ZUNÄCHST sicher versuchen-ganz für sich alleine...alles aufzuarbeiten.
Da er noch keine Therapie hinter sich gebracht hat-...
wird eine Beziehung in der Konstellation-wie Du sie beschrieben hast...-nicht realisierbar sein. Zumindest nicht in der Form, dass du glücklich werden kannst mit ihm. Im Gegenteil:
Immoment sehe ich die Gefahr, dass du Dich für ihn "aufopfern" würdest...-eben weil Du Dich und Deine Bedürfnisse hinten anzustellen hättest. Ja...-und wenn s dann noch weiter so verlaufen würde oder wird-wirst Du zwangsläufig daran zugrunde gehen.
Genau deshalb ist ABSTAND für Euch beide-tatsächlich...-in der momentanten Situation die beste Lösung.
Ob ihr gemeinsam eine Chance habt-hängt davon ab...
inwiefern er sich helfen lassen wird. Hängt davon ab-ob er auch "lernen" kann-sich selber einzugestehen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann.
Naja...
...weisst Du...
...nachdem was ich erlebt hab-
würd ich Dir gerne sagen wollen, dass Du niemals die Chance haben wirst-Dein Glück mit ihm zu finden. Aber das wäre unfair.
Denn ich kenne ihn ja nicht!
Nur -wenn er so "gestrickt" sein sollte-wie die Person-die ich kenne...
dann würde ich Dir für ein glückliches und friedliches Miteinander-keine Hoffnung machen. Denn-definitiv würde es das-niemals geben.
Es ist auch für mich eine traurige Erkenntnis...
...aber es ist einfach so...
...naja-aber er sieht ja ein...-dass er seine Vergangenheit in Angriff nehmen sollte. Zumindest in der Form, dass ihm geholfen wird.
Jo...-auf jeden Fall-belass den "Beziehungs-Status" jetzt erstmal so-wie er ist...
eben auf "off"...
...und warte einfach ab.
Mehr kannst Du nicht tun.
Alles Gute und viel Kraft dazu..
Sissy