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Paranoide Persönlichkeitsstörung

Die wichtigste Frage für mich, die ich noch nicht völlig geklärt habe, lautet: Was hat mich so lange in einer solch extrem schwierigen, ja zerstörerischen Beziehung gehalten? Ich denke, dass da der Weg weitergeht, und nicht dort, wo man ständig den Anderen analysiert oder sich zum Opfer deklariert!
Heute lebe ich in einer liebevollen Beziehung mit einem emotional und seelisch differenzierten und warmherzigen Mann, mit dem ich mich wirklich verstehe und mit dem eine unaggressive Auseinandersetzung über auftretende Missverständnisse o.ä. normal ist. Keiner von uns zweifelt daran, dass der Andere es GUT mit einem meint, und auf dieser Basis ergeben sich solche Situationen wie mit meinem früheren Mann auch nicht mehr. Und das ist Lebensqualität!


🙂🙂🙂🙂
 
Ich habe mal einen Witz gehört. : Statt zu sagen "der ist nicht ganz richtig im Kopf" kann man auch sagen: "der ist nicht alleine im Kopf"

Auch ich kenne einen Menschen mit paranoia. Und ich habe noch nie einen Menschen getroffen der mehr alleine im Kopf ist als dieser Mensch. Da gibt es keine Phantasie - ausser sie dient dazu die ganze Welt als Feind zu betrachten. Es gibt keine Sichtweise ausser der eigenen. - keine Empathie, es gibt auch keine Neugierde, ............ nichts was das Leben bereichern und verschönern könnte.
Ich finde das schrecklich und es tut mir leid . Und natürlich kann ich nichts dagegen tun , ausser mich vor den Verdächtigungen dieser Person in Sicherheit zu bringen.,
 
Hallo mamachao.
Ich denke ich darf mal du sagen. Habe mich gerade von meiner Partnerin getrennt aus eben den Gründen, die Du auch beschrieben hast. Bin total am Ende!!! Geht einfach nicht mehr!!!
Habe alles versucht und bin nun der Meinung, mich selbst schützen zu müssen. Gleichzeitig aber kann ich das Gefühl nicht verdrängen sie im Stich gelassen zu haben. Habe Deinen Beitrag jetzt ein paar mal gelesen und Dir ging es bestimmt nicht viel anders, als es mir jetzt geht. Weiß noch nicht so richtig wie ich damit umgehen soll. Von Sprüchen wie "die Zeit heilt alle Wunden" halte ich nicht viel. Aber ich weiß auch, das es mit der Zeit besser wird. Was ich hier versuche zu finden weiß ich auch nicht. Momentan weiß ich gar nichts so richtig. Vielleicht ist es nur so, dass ich es einfach mal irgendwie los werden muß.
 
Jetzt habe ich mir auch noch einige andere Beiträge durchgelesen. und zum Glück oder besser (Pech), bin ich ja gar nicht so alleine. Euch geht oder ging es ja genauso. Habe mir rauf und runter alles durchgelesen um zu begreifen was da los ist mit ihr. und erst jetzt bin ich auf diese Seite gestoßen. Manche Dinge hätte auch ich schreiben können, also aus dem Erlebten herraus, meine ich. Habe auch immer gedacht, "was haste denn jetzt schon wieder gemacht". " Was ist denn nu schon wieder los"? und jetzt kommt von ihr das sie mir ja nicht weh tun will aber sie kann den ganzen Streß einfach nicht mehr an sich ranlassen und ich bin der uneinsichtigste Mensch der Welt. Das geht jetzt schon zwei Wochen so! dauernd fndet sie eine Möglichkeit mir zu sagen, das ich Schuld an allem bin. Das ich dauernd - also mindetsens zwei mal die Woche Streit angefangen hätte. Und ich solle sie jetzt entgüldig in Ruhe lassen und alle ihre Nummern etc. löschen. Sie wünscht mir alles Gute und vielleicht kann man sich ja mal irgendwann normal unterhalten. das ist jetzt nur die Kurzform hier um das mal anzudeuten. Ich denke aber mal, wenn Ihr die gleichen Efahrungen gemacht habt wisst ihr wovon ich rede. Wie ist das denn bei euch so abgelaufen nach der Trennung? Weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll!!!! Da ist ja auch noch liebe oder zu mindest denke ich das -von mir- bei ihr bin und war ich mir da nie so sicher. Andernfalls was ich jetzt so alles gelesen habe weiß ich eigentlich gar nichts mehr. Würde mich freuen, wenn mal jemand was schreibt. Würde mir echt helfen. Danke schon mal im Vorraus.
 
Ich muß dem noch was hinzufügen. Habe mir jetzt alles durchgelesen, was hier zu diesem Thema steht und ich muß sagen, dass mir nichts mehr geholfen hat als das hier. Außer einer guten, sehr guten Freundin. Aber wirklich. Alle die eine Beziehung welcher Art auch immer mit diesen Menschen haben oder hatten solten sich das hier durchlesen. Ich danke euch allen!!!!!!! Wirklich! Ich kenne keinen, aber denke schon das Sich "Leidensgenossen" (dummes Wort) doch irgendwie kennen, denn wir haben wohl alle den gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Karakter. Ich bin richtig froh, das hier gefunden zu haben. Danke noch mal an alle!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ach so und alles alles Gute für die Zukunft!!!!!!
 
Hallo mamachao.
Ich denke ich darf mal du sagen. Habe mich gerade von meiner Partnerin getrennt aus eben den Gründen, die Du auch beschrieben hast. Bin total am Ende!!! Geht einfach nicht mehr!!!
Habe alles versucht und bin nun der Meinung, mich selbst schützen zu müssen. Gleichzeitig aber kann ich das Gefühl nicht verdrängen sie im Stich gelassen zu haben. Habe Deinen Beitrag jetzt ein paar mal gelesen und Dir ging es bestimmt nicht viel anders, als es mir jetzt geht. Weiß noch nicht so richtig wie ich damit umgehen soll. Von Sprüchen wie "die Zeit heilt alle Wunden" halte ich nicht viel. Aber ich weiß auch, das es mit der Zeit besser wird. Was ich hier versuche zu finden weiß ich auch nicht. Momentan weiß ich gar nichts so richtig. Vielleicht ist es nur so, dass ich es einfach mal irgendwie los werden muß.

Hallo Carmelot,
vielen Dank für deine Antwort!
Natürlich "hänge" ich nach so langen Jahren emotional nicht mehr an meinem früheren Mann, insofern leide ich nicht mehr an der Trennung. Aber ich weiß, dass
ich durch eine Mischung aus emotionaler Abhängigkeit meinerseits, Mitleid ihm gegenüber und praktiziertem "Helfersyndrom" innerlich lange wie gespalten: Einerseits konnte ich seinen verletzlichen/verletzten inneren Kern intuitiv wahrnehmen, einen Kern, in dem es durchaus sehr liebenswerte, gewinnende Charakterzüge gab - ! (Würden Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung nur aus den oftmals beschriebenen Charaktermerkmalen bestehen, dann hätte doch kein Partner ernsthafte Probleme, sich von ihnen zu trennen!) Andererseits spürte ich, wusste ich, bekam ich durch Nahestehende die Rückmeldung, dass diese Beziehung
mir nicht gut tat, meine Energien absorbierte. Aber ich habe diese Warnzeichen beiseite zu schieben versucht wider besseres Wissen. Jahrelang hatte ich, wie ich heute weiß, durchaus auch ein nahezu therapeutisches Verhältnis zu meinem Mann, indem ich mich immer und immer wieder mit ihm und seiner Sicht, seinen Vorwürfen ernsthaft und existentiell auseinandersetzte, ihm Rückmeldungen gab über seine in meinen Augen unangemessene Wirklichkeitswahrnehmung. Das aber war letztlich ein Unding, da ich ja selbst in dieses System integriert war und als reale Person tierisch darunter litt. Aber irgendwie habe ich ihm wohl dadurch das Gefühl gegeben, dass ich an ihn glaube. Nach der Trennung durch mich kam für ihn eine Art von psychischem Absturz, den er aber später dadurch begründete, dass ich gemein, falsch und berechnend gewesen sei und mein wahres Gesicht erst jetzt gezeigt habe.
Selbstverständlich, Carmelot, hat man auch ein Stück Verantwortung für den Anderen, wenn man sich in eine Beziehung eingelassen hat, aber dieses "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" beinhaltet auch, dass ich auf lange Sicht genauso für mich selbst sorge und mich nicht aufgebe! In diesem Fall für einen Menschen, der sich in einem gestörten Betriebssystem verfangen hat, aber gewissermaßen von mir verlangt, diese verzerrte Wirklichkeitssicht zu teilen, damit er sein Selbstbild nicht infrage stellen muss. (Eine Freundin von mir hat einmal in ähnlichem Zusammenhang geäußert: "Verdammt noch mal, ich kann nicht mein ganzes Leben für die schlimme Kindheit meines Partners zahlen!") Ich habe diesen Preis zu lange gezahlt und kann heute aus der Retrospektive sagen, dass die Trennung die einzige Möglichkeit für mich war, mich in Sicherheit zu bringen.
Als - vielleicht - kleinen Trost, als innere Legitimation für deinen Schritt der Trennung möchte ich dir die Reaktion meiner beiden inzwischen großen Kinder wiedergeben: Mama, warum hast du dich nicht schon viel früher getrennt!?
Ich wünsche dir alles Gute Ursula alias mamachaos
 
Hallo Ursula

Deine Worte könnten nicht treffender sein, DANKE!

... indem ich mich immer und immer wieder mit ihm und seiner Sicht, seinen Vorwürfen ernsthaft und existentiell auseinandersetzte, ihm Rückmeldungen gab über seine in meinen Augen unangemessene Wirklichkeitswahrnehmung. Das aber war letztlich ein Unding, da ich ja selbst in dieses System integriert war und als reale Person tierisch darunter litt.

Ich fühlte mich wie "im falschen Film". Zwei Welten, die nicht kommunizieren können. Das anschuldigende Verhalten ist so schockierend, dass es einen machtlos macht. Ich konnte sagen, was ich wollte oder auch überhaupt nichts, es war nie "richtig" und vor allem bestätigte es ihn jedes Mal noch mehr in seinen verzerrten Bildern. Es kam mir so vor, wie wenn er sich seine Wahrheiten auf diese Art und Weise (Streitgespräch) immer wieder selbst bestätigen musste, wie um sie sich einzuverleiden. Ich fühlte mich dauernd unschuldig verurteilt, zum Bösen gemacht, eingesperrt in seiner verzerrten Realität, und litt immer nur mehr und mehr ...

Nach der Trennung durch mich kam für ihn eine Art von psychischem Absturz, den er aber später dadurch begründete, dass ich gemein, falsch und berechnend gewesen sei und mein wahres Gesicht erst jetzt gezeigt habe.

Er hat mir immer wieder vorgeworfen, dass alles kaltblütige Kalkulation war, um ihn auszunutzen. Dass dies mein wahres Gesicht sei, aber die anderen (meine Freunde, Familie) dies nicht sehen. Er will mich auf den guten Weg bringen, ich würde nicht weiterkommen im Leben mit ständigem Lügen usw. In seiner Welt bzw. aus seiner Sicht, spiele ich ein durchtriebenes Spiel. Er hofft, dass ich eines Tages fair und ehrlich ihm gegenüber sein werde und mich für alles, was ich ihm angetan habe, entschuldige ... Es ist die Verdrehtheit der Dinge, die einen zutiefst ratlos macht, einen einfach schlicht erdrücken. Seit wir getrennt sind (zwei Monate), versuche ich den Kontakt so gering wie möglich zu halten bzw. gar keinen zu haben, aber das ist nicht ganz einfach. Ich hoffe, es ist eine Frage der Zeit, wenig Zeit ..., denn Distanz ist der einzige Weg.

... aber gewissermaßen von mir verlangt, diese verzerrte Wirklichkeitssicht zu teilen, damit er sein Selbstbild nicht infrage stellen muss.

Die Unmöglichkeit, sich selbst in Frage zu stellen, veranlasst Menschen mit dieser Störung dazu, alles zu spiegeln. Sogar die Tatsache, dass ich nicht mehr mit ihm reden will, "interpretiert er zu seinen Gunsten": Ich könne die Last der Lügen, das falschen Bild, das ich von mir vermittle, nicht mehr tragen. Ich hätte Angst, schwach zu werden und die "Wahrheit" zu sagen, die ich mit allen Mitteln zu verstecken verusuche. Ja, ich müsste mich in seine Welt begeben, ich müsste Dinge zugeben, die ich nicht getan habe, die ich nicht bin, damit irgendetwas zwischen uns - sagen wir dem Dialog - überhaupt möglich wäre.

Absurder geht es nicht mehr und auch wenn ich "nur" einige Monate unter diesen Umständen um Luft rang, waren es definitiv einige zu viel und ich frage mich dauernd, warum ich das nicht früher schon abgebrochen habe. Was einen zurückhält, sind eben vielleicht genau die vielen anderen Qualitäten dieses Menschen, die gemeinsamen Jahre (die gut waren), die Gefühle, die ja nicht einfach so abbrechen - und nicht zuletzt die Ungläubigkeit, dass es überhaupt möglich ist, dass ein Mensch innert kürzester Zeit in seinen Wahrnehmungen so abdriften kann, dass er seine Ängste in wahre Tatsachen verwandelt, extrem verletzend wird und alles, was er in der Hand hat, zunichte macht (Partnerschaft, Freundschaften, Arbeit ...).

Ich wünsche allen viel Kraft.
 
Hallo 🙂

Ich habe eben diesen Thread entdeckt und mich durch die ersten Seiten gelesen. Ich den nächsten Tagen werde ich versuchen die restlichen vielen Seiten nachzulesen. Evtl. gibt es schon Antwort auf meine Frage...

Meine Mutter, über 60 Jahre als ist seit einige Tagen in einer Klinik wegen akuter Suizidgefahr (eher Selbstverletzung als Druckmittel meines Vaters gegenüber)
Bei ihrem 1. Aufenthalt vor einigen Wochen wurde eine paraniode Persönlichkeitsstörung (+dissozial+nazistisch) diagnostiziert.

Mein Vater hat sich endlich vor 3 Jahren von ihr getrennt, seither geht es ihr immer schlechter.
Ich hatte 3 Jahre keine Kontakt, habe nun aber wohl oder übel meinem Vater geholfen sie in die Klinik zu bringen.
Nun bin ich schon fast wieder in dieser "Spirale" drin.

Sie ruft immer wieder bei mir an (Klinik ist bei mir in der Stadt) dass sie dies und jenes benötigt. Kein Thema, einmal die Woche komme ich und bringe ihr was sie braucht, ich muss z.B. auch ihre Wäsche waschen.

Die Ärzte schlugen Familienpflege vor, evtl. später betreutes wohnen.
Es wird aber wohl noch etwas dauern bis das umgesetzt werden kann.
Nun schlägt ihre Laune wieder jeden Tag um. Gestern fix und alle und gut dass sie in der Klinik ist, Familienpflege eine tolle Idee, heute sind die Ärzte gestört, sie will raus, wieder nach Hause. Ihr grösstes Problem, was sie auch selbst einsieht, ist dass sie nicht allein sein kann da keine Freunde (alle vergrault) und Familie ebenso niemand.
Aber alle anderen sind krank, sie nicht. Sie weiß zwar dass sie viel Mist gebaut hat, aber das hatte alles seinen "Grund" in ihren Augen.
Ihr kennt das ja all, ich brauche wohl nicht viel zu erzählen.

Meine Frage nun an euch...
Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Laut Ärzten so wenig Kontakt wie möglich. Aber ihr wisst sicher selber wie schwer das ist? Sie hat keinen Menschen, ist krank, für sich selbst ist sie ja im recht....
Mir graut es vor der Zukunft, vor allem mal wieder vor Weihnachten.
Ich habe keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll.
Am liebsten will ich meine Ruhe haben, aber jemand muss sich ja kümmern, ausserdem kommt immer wieder etwas Mitleid durch.

Kann mir jemand Tipps geben?

Danke 🙂
 
Hallo zusammen,

ich war schon lange nicht mehr hier...

aber beim Durchlesen spüre ich wirklich-in welcher emotionalen Not ihr Euch befindet-

ich kann das nicht nur alles nachvollziehen-

sondern-

....es ist einfach so...
man fühlt sich unter solchen Menschen-

wie unter einem "fremden Stern"-

man zweifelt an seiner Sehfähigkeit-
an seiner Beurteilungsfähigkeit...
an seiner eigenen Wahrnehmung...

... glaubt manchmal- in einem falschen Film zu sein...

Es ist einfach für mich unvorstellbar,

wie man es überhaupt nur 24 Stunden mit einem solchen Menschen aushalten kann...

....also ich kann nur sagen -Hut ab...

Ich für mich-hab so gut es geht-
den Kontakt abgebrochen...oder sagen wir so-
den Kontakt "eingeschränkt".....mit der Person-

...was mich zwar traurig stimmt-einerseits...
aber dann sag ich mir auch wieder...es ist ein ganz eigener Schutz-
in einem Kampf...in dem es nur Verlierer geben kann...

...ja-so möchte ich es einfach mal formulieren....

dann taucht immer wieder die Frage auf-
nach dem "Warum"-
man sucht nach Erklärungen...

dreht und wendet jeden erlebten Sachverhalt...
überlegt-grübelt...und fragt immer wieder-
"Warum"?

Es ist vieles einfach-
wie ein Kampf gegen Windmühlen...
ich für mich-hab den Kampf auch verloren...
doch gewonnen hat wirklich niemand daran...

Ich habe einfach resigniert....
es gibt eh keine Möglichkeit-überhaupt mal seinen Standpunkt bei solchen Menschen so klarzumachen, dass es verstanden werden würde...
vergleichbar mit 2 Menschen-die sich unterhalten -jedoch jeder in seiner ganz eigenen Landessprache...ohne sich jemals zu verstehen...

Ich nehme es an-
wenn auch schwer...

....habe begriffen,

dass es so ist...-auch wenn s traurig ist....

ändern wird man niemals was daran können....nie....

man muss versuchen-
das Beste für sich draus zu machen...

...und das Beste für mich ist und bleibt-

...den Kontakt auf notwendige Ebene zu beschränken...

auch-niemals mehr sich auf Diskussionen einzulassen-
die eh nur in Tragödien enden....-bei der man dann hinterher sich ganz ganz schlecht fühlt ...
...oder bei denen man vielleicht noch in Kauf nehmen muss-
angegriffen zu werden-...oder Reaktionen auf sich zieht-die unkontrollierbar werden....ach-keine Ahnung.

Ja-....es ist schon traurig....
weil-
sie ja nicht immer so "paranoid" sind-in ihrer Wahrnehmung.

Traurig auch,
weil sie in manchen Momenten sowas von lieb und nett sein können...dass man einfach hin - und weg ist...

...aber dann-wenn sie wieder ihre "Phasen" haben-
vergeht einem halt regelmässig hören und sehen....

es ist einfach so...

Man wird mit Dingen konfrontiert-
die sich so mancher Mensch nicht mal im traum vorstellen kann...

...ja-...für mich ist alles einfach nur noch beängstigend...

Auch vor dem Hintergrund, dass sie selber am meisten schaden...-man sogar noch Angst um sie und ihre Gesundheit haben muss...-weil sie selbst vor ihrem eigenen Leben kein Respekt haben-....sich und andere behandeln wie "Dreck"-um sich selber schlecht zu fühlen-

Eine weitere Frage drängt sich mir in diesem Zusammenhang auf:

"Wollen diese Leute glücklich sein-glücklich werden?
können sie es überhaupt? "-

Soviel mal wieder dazu...

Alles Gute Euch allen-
und die Erkenntnis-
dass man nicht helfen kann-
denn nur mit dieser Erkenntnis-
kann man es schaffen,
ganz für sich alleine
zur Ruhe zu kommen-
es wenigstens versuchen...
 
Hallo zusammen,

@ Coralie:
nun bin ich nach langer Zeit wieder hier und lese ja erst jetzt Deinen netten Beitrag – vielen lieben Dank!

Zugegeben hatte ich das Thema seit meinem Eintrag im Oktober ein wenig in den Hintergrund gestellt, zumal ich seither eigentlich ein relativ harmonisches Miteinander mit meiner Mutter hatte. Auch die Weihnachtsfeiertage kamen wir zusammen und es waren wirklich schöne Stunden mit ihr. Regelmäßige Besuche und z. B. gemeinsames Einkaufen etc. waren ohne Unstimmigkeiten.

Ganz offensichtlich war das jedoch trügerischer Frieden; am Sonntag vor zwei Wochen schlug das Ganze schlagartig, wie aus heiterem Himmel um. Ich besuchte sie an diesem Tag wie verabredet – kaum hatte ich die Jacke ausgezogen., kam sie mit einem zuvor zusammengeschriebenen Pamphlet über 2 DIN A 4-Seiten an und konfrontierte mich mit den hanebüchensten Anfeindungen und Anschuldigungen, z. B. dass ich mit ihrer Verwandtschaft (Cousinen und Cousins) einen Komplott gegen sie schmieden würde. Was hätte ich mit denen überhaupt zu bereden, das sei IHRE Verwandtschaft, die ginge mich nichts an... dann weiter: warum ich sie Weihnachten allein gelassen hätte... Warum ich sie bei der Überschreibung des Nachlasses von Papa bei der Bankberaterin bloßgestellt hätte,... Meine Tante (ihre Schwägerin), dieser, Zitat: "Teufel in Person" bzw. "schwarze Satan ohne Gesicht" würde mich manipulieren... und das für mich in diesem Augenblick Erschreckendste: weshalb ich ihre an mich gerichteten Einschreibebriefe (???) ignoriert hätte...
Drei riesige Fragezeichen hatte ich wohl im diesem Augenblick auch vor Augen, denn all diese Dinge sind völlig abstrus und vor allem was die "Einschreibebriefe" angeht – da geht ganz offensichtlich jetzt ihre Phantasie mit ihr durch.
Ich war so perplex, dass ich mich dadurch gar nicht "auf 99" bringen ließ sondern sachlich blieb und mir nicht verkneifen konnte eine zynische Gegenfrage zu stellen: "Hilfe! Sag mal hast du getrunken oder schlecht geträumt? " Dass ihre Anfeindungen nicht den gewünschten Effekt, nämlich mich zu einem agressiven Gegenangriff zu provozieren, erreichten, warf sie offenbar total aus der Bahn. Sie wies mir dann die Tür mit den Worten "Hau ab! Ich will dich bis zu deinem 40. Geburtstag nicht mehr sehen!! Ich werde jetzt einen Punkt setzen, du wirst dich wundern..." Mit ein paar appellierenden Worten an ihre Vernunft folgte ich dann ihrem Wunsche und verließ das Haus. Im Anschluss daran muss sie offenbar bei diversen Verwandten telefonisch "Alarm" geschlagen haben, was sie denn dazu sagen, wie ich mit ihr umgehen würde, usw... Ein Verwandter, der auch psychologisch sehr gut geschult ist, rief mich kurz darauf an und wir erörterten die Angelegenheit, auch er konnte sich diese Entgleisung nicht erklären und ich sprach auch mal die par. PS direkt an, welcher Ansicht er sich anschloss. Auch er empfahl mir zunächst einmal eine gewisse Distanz zu halten, dies tu ich nun auch schon seit über zwei Wochen. Eine Meldung kam bisher von ihr nicht – auch ich halte mich bedeckt, weil ich der Meinung bin, die Bringschuld liegt im Moment bei ihr. Klar, das mag blauäugig klingen, denn wie wir alle wissen, werden die Betroffenen auf Verderb und Gedeih keinen Fehler eingestehen.
Belastend ist das Ganze trotz alledem, auch wenn ich vielleicht jetzt mittlerweile die Kraft habe, diese typischen und immer wiederkehrenden Anfeindungen abprallen zu lassen, denn mir ist ja nun wirklich sehr daran gelegen, in dieser Situation meiner Mutter helfend zur Seite zu stehen. Die Distanz ist sicherlich auch wichtig um mich selbst zu schützen, nur will ich auch nicht einfach resignieren. Wenn doch nur die Einsicht ihrerseits vorhanden wäre, dass ihr professionell geholfen werden muss, wäre das schon die halbe Miete. Aber eben genau davor hat sie offensichtlich eine panische Angst – sobald etwas mit Psych... erwähnt wird, fürchtet sie als "Verrückte" abgestempelt zu werden und wirft mir dann vor, ich würde sie ja nur zwangseinweisen wollen, um sie loszuwerden.
Sie hat den Leidensweg meiner Oma (ihrer Mutter) damals begleitet, die ein identisches Verhaltensmuster an den Tag legte. Als dann im höheren Alter Demenz etc. dazukam, war sie (meine Oma) dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Sollte es wirklich auch sein, dass so etwas genetisch vererbbar ist?
Die für die par. PS typische Verhaltensstruktur hat meine Mutter ja nun schon, seit ich denken kann.
Auch vor meiner Zeit muss es immer wieder solche "Ausbrüche" gegeben haben, wie ich nach und nach in Erfahrung bringen konnte. Das zieht sich offenbar wie ein roter Faden durch ihr Leben. Richtig tief auf den Grund gegangen bin ich der Sache erst nach Papas Tod, denn ich dachte mir immer wieder: So etwas kann doch nicht normal sein, denn ihr menschenverachtendes Verhalten, als Papa im Sterben lag, war nicht nachzuvollziehen. Sie lehnte es ab ihn im Krankenhaus zu besuchen mit den übelsten Äußerungen wie: "Die Bestie soll doch allein sterben". Das ist eben der Punkt der mich damals zutiefst schockiert hat, ganz abgesehen von dem damaligen Verhalten mir gegenüber, als ich in größter Sorge um Papa war wurde ihrerseits noch darauf herumgetrampelt.

Ich habe das Gefühl, dass meine Mutter sich irgendwie unterschwellig wohl schon bewusst ist, dass etwas mit ihr nicht stimmt, andererseits verdrängt sie das aus Angst, ihr könnte es genau so ergehen, wie ihrer Mutter.

Ich überlege nun, wie es weitergehen soll, denn ich stehe mit dem Ganzen ziemlich allein da, Verwandte oder Freunde von ihr zu denen sie wirklich Vertrauen hat gibt es nicht mehr, die Meisten sind auf Distanz gegangen, nachdem auch sie immer wieder Ziel ihrer Angriffe wurden.

Eine Einweisung zu veranlassen würde ich auch nicht so ohne weiteres übers Herz bringen, ich muss einfach irgendwie an sie herankommen, sie überzeugen dass sie zur Zusammenarbeit bereit sein muss und eine Therapie zu ihrem wie auch zum Wohle anderer ist. Denn diese Isolation, in die sie sich gebracht hat und immer mehr bringt, kann definitiv nicht zum Wohlbefinden beitragen. So meidet sie auch in letzter Zeit auffallend Familienfeiern oder sonstige Verwandschaftstreffen.

Ich erwäge jetzt, ein Gespräch mit Ihrer behandelnden Ärztin zu führen, die psychischen Unzulänglichkeiten sind dort zwar bekannt, ich denke, aber eher oberflächlich. Vielleicht weiß ja auch die Ärztin den ein oder anderen Ansatz, wenn man die Problematik mal gezielt anspricht.


Liebe Grüße

Tom
 

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