Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Paranoide Persönlichkeitsstörung

I think you along with many other victims of abusive relationships are suffering from something called Stockholm Syndrome. The following link will take you to a great article which should give you a lot of insight into why you are putting up with being treated so badly.
http://www.mental-health-matters.com/ar ... ?artID=469
I hope for your sake that chris is serious about his counselling sessions, but you need to follow your gut instincts and if he is showing little or no improvement even after the first session, I would advise you to walk away and take your life and power back!
Don't wait another 11 years to see if he is ready to treat you with dignity and respect. It's time to treat yourself and your child with dignity and respect and leave this hostile environment.
Is there a light at the end of the tunnel? : Paranoid Personality Disorder Forum


Ob es wohl das Stockholm-Syndrom ist, dass einen so festhalten lässt? Ich lese mal den Artikel...

In clinical practice, some of the most surprised and shocked individuals are those who have been involved in controlling and abusive relationships. When the relationship ends, they offer comments such as "I know what he's done to me, but I still love him", "I don't know why, but I want him back", or "I know it sounds crazy, but I miss her". Recently I've heard "This doesn't make sense. He's got a new girlfriend and he's abusing her too…but I'm jealous!"
*schäm* das bin ich vor einer woche...ich zitiere: 'ich will mit dir zusammen sein, auch wenn du so abgefuckt bist.' 😉


Sympathy may develop toward the abuser and we often hear the victim of Stockholm Syndrome defending their abuser with "I know he fractured my jaw and ribs…but he's troubled. He had a rough childhood!"
😀

In abusive and controlling relationships, the victim has the sense they are always "walking on eggshells" -- fearful of saying or doing anything that might prompt a violent/intimidating outburst. For their survival, they begin to see the world through the abuser's perspective. They begin to fix things that might prompt an outburst, act in ways they know makes the abuser happy, or avoid aspects of their own life that may prompt a problem. If we only have a dollar in our pocket, then most of our decisions become financial decisions. If our partner is an abuser or controller, then the majority of our decisions are based on our perception of the abuser's potential reaction. We become preoccupied with the needs, desires, and habits of the abuser/controller.
*zustimm*

In relationships with an abuser or controller, the victim has also experienced a loss of self-esteem, self-confidence, and psychological energy. The victim may feel "burned out" and too depressed to leave.
WE DID IT!!!!!!🙂🙂🙂🙂🙂🙂

In teens and young adults, victims may be attracted to a controlling individual when they feel inexperienced, insecure, and overwhelmed by a change in their life situation. When parents are going through a divorce, a teen may attach to a controlling individual, feeling the controller may stabilize their life. Freshmen in college may be attracted to controlling individuals who promise to help them survive living away from home on a college campus.
Ein weiterer Faktor, der bei mir eine Rolle spielen kann...denn mir stand ein Studienwechsel und ein Umzug weit weg von Zuhause (und zwischendrin nochmal daheim einziehen) bevor, gerade als wir uns kennenlernten. Das heißt, ich entschied mich in den ersten Monaten unserer Beziehung dafür.

The moral – the more you invest (income, job, home, time, effort, etc.) the stronger your need to justify your position. If we invest $5.00 in a raffle ticket, we justify losing with "I'll get them next time". If you invest everything you have, it requires an almost unreasoning belief and unusual attitude to support and justify that investment.
DAS IST ES VOLL! Meine Freundin meinte auch schon, ich versuche was Gutes an D. zu finden, um mir nicht eingestehen zu müssen, dass ich mit nem Idioten zusammen war. Und es ist einfach eine Menge Kraft, die ich in diese Beziehung gesteckt habe. Und vielleicht kann ich nicht wahrhaben, dass es quasi 'für nichts' war. Danach sieht es aus....denn man investiert ja in eine Beziehung, da man denkt sie hält ne Weile.

The moral – the more you invest (income, job, home, time, effort, etc.) the stronger your need to justify your position. If we invest $5.00 in a raffle ticket, we justify losing with "I'll get them next time". If you invest everything you have, it requires an almost unreasoning belief and unusual attitude to support and justify that investment.
Stimmt so habe ich es noch nicht gesehen....gefühlvolles habe ich etwas Grauenvolles überlebt...mit ihm!


Importantly, both Stockholm Syndrome and cognitive dissonance develop on an involuntary basis. The victim does not purposely invent this attitude. Both develop as an attempt to exist and survive in a threatening and controlling environment and relationship. Despite what we might think, our loved one is not in the unhealthy relationship to irritate, embarrass, or drive us to drink. What might have began as a normal relationship has turned into a controlling and abusive situation. They are trying to survive. Their personality is developing the feelings and thoughts needed to survive the situation and lower their emotional and physical risks. All of us have developed attitudes and feelings that help us accept and survive situations. We have these attitudes/feelings about our jobs, our community, and other aspects of our life. As we have found throughout history, the more dysfunctional the situation, the more dysfunctional our adaptation and thoughts to survive. The victim is engaged in an attempt to survive and make a relationship work. Once they decide it doesn't work and can't be fixed, they will need our support as we patiently await their decision to return to a healthy and positive lifestyle.


Ich beginne zu verstehen...was mir in der Beziehung gefühlsmäßig half, zu überleben, behinderte mich später-verhinderte, von ihm loszukommen...ich denke das Gefühl ist immer etwas langsamer. So wie man an einem neuen Ort 'sich erst aklimatisieren muss' oder wie ich es mal schön formuliert las: 'man muss warten, bis die Seele ankommt'. Hallo Seele!=)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh mann ich bin müde, so viel gelesen, das ist noch relevant vielleicht für solche, die mit jemand persönlichkeitsgestörten zusammen waren/sind:

http://www.drjoecarver.com/clients/49355/File/Personality%20Disorders(1).doc
(Beschreibung: Do you know someone who quickly changes from sweet and concerned to angry and abusive? )


Von dieser Website (der Kerl hat auch den Stockholm-Syndrom-Artikel -oben verlinkt- geschrieben):

Joseph M Carver, Ph.D. - Clinical Psychologist

Ein Zitat:

[FONT=&quot]. Loving sharks doesn’t protect us if we find ourselves dripping blood in a shark tank. [/FONT]
 
Seit ein paar Wochen lese ich fleissig den Thread stückweise durch. Es hilft sehr für die eigene Bewältigung. Seit ein paar Wochen hat niemand mehr geschrieben, aber ich bin mir sicher, dass das Thema weiterhin sehr aktuell ist, zumindest für Betroffene. Es ist sonst auch ziemlich schwierig, zu Informationen zur PPS zu gelangen.
Hier meine « Geschichte », ich habe mich endlich dazu entschlossen, zu schreiben. Ich könnte, wie ihre alle, ein Buch schreiben ; von den vielen Beschreibung treffen so viele auf meinen « Fall » zu, erschreckend viele. Und das Krankheitsbild der PPS auch, praktisch alles stimmt überein. Ich wollte es lange nicht sehen (vielleicht auch, weil ich nicht gerne Menschen « katalogisiere », dass er eine ernsthafte Persönlichkeitsstörung hat. 4.5 Jahre lebten wir eine gute Partnerschaft, wobei das letzte Jahr – für beide, aber vor allem für ihn – mit sehr viel äusserem Stress verbunden war. Sein Verhalten und seine Anschuldigungen wurden immer « absurder ». Darunter die Hauptanschuldigung (aus der er dann alle anderen Anschuldigungen rechtfertigt) : Ich betrüge ihn mit seinem besten (einzigen !) Freund, der nun der Teufel in Person und sein Erzfeind ist. Er ist überzeugt davon, Beweise zu haben (die er mir jedoch nicht nennen kann). Ist auch nicht möglich, denn ich habe diesen Mann noch nie ohne die Anwesenheit meines Ex-Freundes gesehen. Er war zuvor nie eifersüchtig. Unschuldig verurteilt, so fühle ich mich. Für das und viele andere, auch nicht banale, Sachen. Er spiegelt alles. Alles, was er mir vorwirft und tut (ausser der Betrug ???? Grosses Fragezeichen …), tut er und ist er selbst. Sogar seine eigene Krankheit spiegelt er : ich hätte keinen gesunden Menschverstand mehr, sei psychisch krank und müsse mich behandeln lassen ...
Ich denke nicht, dass ich hier lange zu erklären brauche, dass ich alles versucht habe, um das, was ich erst als lösbare Beziehungsprobleme sah, ins Lot zu bringen. Die Betroffenen verstehen von selbst. Nach einigen paar Monaten, als mir alles immer mehr und zu sehr an die Substanz ging, war ich zweimal alleine in der Paartherapie. Ich hatte ihm ein Ultimatum gestellt : Therapie oder ausziehen. Er kam nicht mit. Als ich dann kurz danach Angst vor ihm bekam (versteckte Drohungen, tätlich wurde er nie, aber die Auswirkungen von verbaler Gewalt unterschätzt man leider oft), musste ich mich nicht mehr entscheiden, ich wusste es einfach : Es war gar nichts mehr möglich und würde es auch nie mehr sein. Er musste einfach gehen, ich warf ihn aus dem Haus (ca. 9 Monate nach den ersten groben Anschuldigungen). Dies war mit dem Angstgefühl nicht einfach durchzuziehen, aber es ging einfach nur noch darum, meine Haut zu retten. In den Wochen danach gab es immer wieder einen administrativen Grund, um Kontakt aufzunehmen und um dann zum Abschluss wieder Anschuldigungen prasseln zu lassen … Jedes Mal eine enorme emotionale Belastung. Seit Kurzem sind endlich auch seine Möbel und Sachen weg. Ich will nur noch eins : definitiv DISTANZ und meinen Frieden und irgendwann dann hoffentlich auch wieder meinen inneren Frieden. Über den Beziehungsbruch an sich hinwegzukommen, das ist eine Sache, aber nicht mehr mit der gestörten Realität von ihm, die sich gegen mich wendet, konfrontiert zu werden, eine ganz andere, die nicht alleine von mir abhängt. Er meinte, als wir uns das letzte Mal sahen, als er seine Möbel abholte, dass es noch nicht vorbei sei, dass ich kriminell sei (dieses Wort höre ich immer wieder von ihm), weil ich mit Kriminellen verkehre (damit meint er seinen ehemaligen Freund), dass wir noch über Dinge reden müssen, dass ich aufpassen müsse, was ich tue und mit wem usw. Auch, dass ich ihm mein Leben lang in seiner Schuld stehe, für alles, was ich ihm angetan habe, er eine Entschuldigung erwarte (sein grosses Ziel war immer, dass ich den Betrug zugeben würde, damit er mir eventuell verzeihen könnte ...). Dass er ja auch Distanz wolle, aber das von mir und dem anderen (ich nenne jetzt da nicht wörtlich die Worte, die er gebraucht, um ihn – oder auch mich - zu beschreiben …) abhänge. Er fühlt sich immer sofort provoziert und dafür genügen allein schon seine eigenen Gedanken. Ein Gefühl und er nimmt und sieht es sofort als Wahrheit, an der nicht mehr gerüttelt werden kann. Und er wird diesem ehemaligen Freund wieder begegnen (dasselbe Hobby) (und ich werde mich deswegen geografisch Hobby-mässig anders ausrichten, wenn ich dann irgendwann wieder mal Freude daran finden werde). Und wenn er ihn sieht, werde ich automatisch auch wieder impliziert. Ich habe Angst, ich habe ein Gefühl in mir drin, dass nicht alles vorbei ist, seit längerem schon, aber seit der letzten Begegnung noch mehr. Wie wenn er noch zeigen wolle, wer Recht hat, und sein Recht walten lassen wolle … Wie unberechnebar die Situation ist, kann ich nicht einschätzen. Hinzu kommt, dass er einen Bruder hat, der seit einigen Jahren unter einer Paranoia leidet (kann nicht mehr sein Leben alleine bewältigen), solche Veranlagungen sind ja vererbbar. Mit seiner Familie habe ich keinen Kontakt. Ich habe sie zwar einige Male gesehen, aber er hat mich allgemein immer sehr von ihr fern gehalten. Auch sind sie nicht aus dem gleichen Kulturkreis und ich kann nicht wirklich einschätzen, wie sie in ihrem Familienverständnis reagieren würden. Er kann sich nur noch mehr provoziert fühlen, wenn ich mit ihnen in Kontakt trete, und deshalb habe ich Angst, das zu tun. Gleichzeitig fühle ich mich etwas dazu verpflichtet, denn ich kann nichts für ihn tun, ich bin definitiv die falsche Person. Aber ich möchte auch nicht, dass er sich noch gegen sie wendet, dann hat er gar niemanden mehr ...
Im Moment ist die Unruhe in mir drin am Vorherrschendsten (ich bin von Natur auf eigentlich kein ängstlicher Mensch), gefühlsmässig kann ich mich zurzeit überhaupt nicht « definieren », es ist ein grosses Gemisch an Verletztheit, Trauer, Kälte, Angst, Mitleid, Wut, Machtlosigkeit, Enttäuschung …
Dankender Gruss an alle « Zulesenden »
 
Habe es gelesen, werde später mal was dazu schreiben. Kann jedenfalls vieles nachvollziehen, mal wieder. Zusammengefasst: vergiss ihn! Geht nicht so einfach...aber glaub mir, es wird, ich liebe meinen nicht mehr! Nach fast nem halben Jahr. 😎
 
ja hey, willkommen in der runde.=)

ich denke, dass meine mutter eine ängstlich-vermeidende persönlichkeitsstörung hat. damit ist dieses menschenverachtende verhalten für mich gewissermaßen normal. ich denke, deswegen bin ich auch so lange bei meinem ex geblieben.

so langsam kapiere ich erst, dass es auch anders geht. meine oma,die vor drei jahren starb, hat denke ich auch irgendne störung in die richtung, vor ihrem tod war sie nur noch hasserfüllt und beleidigt, dass sie ins heim musste. doch dieses grenzenmissachtende verhalten und die emotionale erpressung SIND KRANKHAFT.

deswegen sollte man sich das nicht gefallen lassen, achwas, lasst es euch nicht gefallen!!! du musst STOPP sagen und auf dich hören und nicht nur nach der pfeife tanzen von so jemandem, der es genau darauf anlegt, den kampf mit sich mit anderen auszuführen, weil so etwas wie der konflikt zwischen nähe und distanz nie geklärt wurde, als es zeit dafür war, nämlich beim erwachsen werden.

ewige kleinkinder das sind die personen. doch ist man weder elternteil noch verantwortlich, im gegenteil - die person als mutter sollte sichja um einen kümmern, hätte sie, als man kind war. diese gestohlene kindheit kann man nicht aufholen. aber man kann sich selbst das geben was man braucht: RESPEKT.

es ist einfach nicht möglich, was zu verändern, das kann die betreffende person nur selbst. und man sollte diese SPIELCHEN nicht mitspielen. da man sonst co-abhängig ist und sein eigenes leben nicht schuldfrei leben kann und sich nur zum sklave von der sogenannten "gestörten" persönlichkeit macht.

edit: RS (aaah diese tastatur killt mich)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tom
Dein Beitrag kommt gerade in einer Zeit, in der für mich das Thema « Distanz » ganz zentral ist. Nach allem - oder ich könnte auch sagen wegen - allem Erlittenen gibt es für mich heute nur eine Möglichkeit, um den Teufelskreis zu durchbrechen und nicht daran zugrunde zu gehen : DISTANZ. In einer Liebesbeziehung ist das « möglich » : Kopf ein – Herz aus. Ich habe die Verbindung einfach abgeschnitten, Gefühle hin oder her, weil es für mich keine andere Wahl gibt, weil ich die Verantwortung für diesen Menschen nicht übernehmen kann - und mit dem Eisklotz, den ich nun in mir drinnen trage, muss ich mit der Zeit einfach fertigwerden …. Er war einige Jahre mein Freund, heute nicht mehr.

Ich sehe, dass du dich diesbezüglich in einer anderen Lage befindest. Deine Mutter ist deine Mutter und wird es immer bleiben, daran wird niemand etwas ändern können. Deshalb stelle ich mir die Frage, wie man mit einem, wie du sagst « … Verhalten das bei gesundem Menschenverstand eigentlich unverzeihlich wäre » umgehen kann ? Ist das überhaupt möglich ohne selbst grossen Schaden zu erleiden ? Muss man das, auch wenn es sich um die eigene Mutter handelt ?

Ich schreibe meine Gedanken einfach mal auf, ohne zu wissen, was du alles schon versucht hast … Du kannst etwas auf Distanz gehen, machst du vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad. Du könntest den Kontakt zu ihr auch ganz abbrechen, theoretisch möglich. Aber die « Verbindung » zu ihr als Sohn-Mutter-Beziehung wird nie gebrochen. Ich denke, dass Distanz trotzdem wichtig ist, aber es kann ja auch eine innerliche Distanz sein, die du aufbauen kannst, ein Abgrenzen, indem du versuchst, ihr ganzes hässliches Verhalten wie auf die Seite zu schieben, indem du dir klar sagst, dass sie krank ist und das nicht böswillig macht, und dich ihre Vorwürfe folglich auch weniger schädigen können. Das ist natürlich keine Entschuldigung für ihr Verhalten. Es ist sicher auch nicht einfach, eine solche « gesunde » Distanz zu schaffen. Es braucht sehr viel innerliche Stärke, aber es kann helfen, besser damit umzugehen, denn ein Leben mit dem ständigen Gedanken daran, dass ein Mensch, der einen eigentlich liebt (?), so schlecht von einen denkt (was sage ich, nicht nur denkt, sondern in seiner Krankheit sogar mehr als überzeugt davon ist …), ist schlicht unerträglich.
Ich habe diesen Weg nicht in Betracht gezogen, denn ich bin überzeugt davon, dass in einer Liebesbeziehung dabei die Gefühle nicht hätten überleben können und der Bruch unweigerlich gekommen wäre ...

Ich kenne mich in Bezug auf das Recht in diesen Dingen nicht gut aus, aber wenn jemand einen Menschen zu einer Behandlung zwingen kann (es gibt auch Medikamente), dann, so viel ich weiss, nur die Familienangehörigen. Habt ihr das nie versucht ? Diese Möglichkeit habe ich nicht und entsprechend fühle ich mich nach wie vor verpflichtet, seine Familie zu informieren, tue es aber zurzeit aus Angstgründen nicht ...

Unsere « Ausgangslagen » sind nicht ganz die gleichen. Es ist sicher nicht dasselbe mit dieser Störung in seinem Liebespartner oder in seiner Mutter konfrontiert zu sein, schliesslich aber geht es bei beiden darum, selbst nicht unterzugehen und einen Weg zu finden, den man gegenüber sich selbst, aber bis zu einem gewissen Grad auch gegenüber der Person, die unter der Störung leidet, verantworten kann. Agieren ist dabei wichtig, resignieren ist Gift, denke ich, denn diese Krankheit heilt nicht von selbst, im Gegenteil, die Zeit ist gegen uns !

Lieber Gruss,

Coralie
 
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber ich wollte mit bald 60 Jahren einfach mal darüber schreiben, wie ich nach über 15 Jahren Partnerschaft mit einem solchen Menschen bzw. nach 10 Jahren Trennung von ihm die Situation sehe:
Was das Leben mit einem solchen Menschen so schwierig und anstrengend macht, ist, dass man als Partner irritiert ist, weil man ja doch Rückmeldungen über sein eigenes Verhalten vom Partner braucht. Das hat bei mir zu Selbstzweifeln geführt nach dem Motto: Was ist an mir und meinem Verhalten, dass es SO ankommt? So hatte ich das doch garnicht gemeint! Solche Menschen kommen über längere Zeit nur mit Partnern klar, die unendliche Geduld haben (was ich grundsätzlich für nichts Schlechtes halte), aber die aus welchen Gründen auch immer zu sehr bereit sind, sich verantwortlich zu machen, infrage stellen zu lassen für Dinge, die im Anderen wurzeln.
Ohne einen Therapeuten wäre ich wohl erst sehr viel später von meinem Mann losgekommen, selbst wenn mir mein Kopf, mein Verstand und meine Freunde schon bald signalisierten, dass mit diesem Menschen kein wirklich harmonisches Zusammensein möglich war. (Er hatte immer mit irgendeinem mit Streit!) Der für mich wichtigste Anstoß durch den Therapeuten war der lapidare Satz:"Sie ziehen sich wohl jeden Schuh an, den man Ihnen hinstellt!?"
Eine Beziehung hat ja hoffentlich mit Liebe, mit Gefühlen zu tun, insofern ist die
Trennung von einem auch noch so schwierigen Partner nie ein einfacher Schritt.
Aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mein Ich verlieren würde, wenn ich mich nicht gegen die ständigen Projektionen vonseiten meines Mannes abgrenzen würde.
So wie hier bei vielen Beiträgen zu lesen ist, war er grundsätzlich misstrauisch, witterte hinter völlig neutralen Handlungen und Äußerungen Verletzung und Herabsetzung. Sein Umgang mit (vermeintlichen) Kränkungen lässt sich zusammenfassen in dem Satz: Schuld muss Schuld (des Anderen) bleiben! (Missverständnisse gab es nicht, nur böse Absicht!) Dazu kam eine Starrheit bei einmal gefassten Meinungen (es konnte nur eine richtige Ansicht geben, und zwar seine!) Seine Strategie bei "Kränkungen" war immer der Rückzug mit hermetischer Abgrenzung, gekoppelt mit der Unfähigkeit, auf den Anderen versöhnlich zuzugehen. Er befand sich dann tatsächlich in einer Starre, die ich fast als Lähmung bezeichnen möchte. Versöhnung war immer mir vorbehalten, vielleicht auch, weil mir soetwas tatsächlich nicht schwerfällt. Zu solchen Schitten ist man anfangs(!) ja auch gerne bereit !Aber von Partnerschaft konnte - trotz zweier Kinder - nie die Rede sein. Vor allem aber entwickelt sich auch allmählich eine Wut, dass immer nur ich allein die Kärrnerarbeit der Versöhnung leisten musste. Entschuldigen konnte er sich allerdings auch nicht, weil er ja nie Schuld hatte, wie er überzeugt war.
Erst als ich erkannt (und für mich akzeptiert) hatte, dass seine Gekränktheit - eine Lebenshaltung bei ihm - SEIN PROBLEM und NICHT MEINE SCHULD war, konnte ich abschließen. Da war ich fast 50 Jahre.
Hass und Wut empfinde ich heute nicht - selbst wenn ich solche Gefühle hatte, weil
mein Mann sich aus Gekränktheit nach der Trennung vor bald 10 Jahren auch völlig
von den Kindern losgesagt und sie seitdem quasi ignoriert hat. Ich weiß, dass er aus einem Zuhause mit massiver Gewalt und verbaler Aggressivität stammt; sein Vater hat ihn herabgesetzt und fertig gemacht, wo er konnte. ABER: Es gibt auch (m)einen Selbstschutz, ein Recht auf Selbstschutz! Ein Psychologe erklärte mir, dass seiner Erfahrung nach Menschen mit einer solchen Kindheit von ihrem Partner aufgrund ihrer Verletzungen rigoros alles das erwarten, ja begingungslos verlangen, was sie als Kinder nicht bekommen haben. Hätte ich mich nicht von meinem Mann getrennt, wäre ich psychisch und physisch langsam aber sicher vor die Hunde gegangen (und die Kinder dazu).
Übrigens: Natürlich waren wir zweimal in einer Paartherapie; jedesmal hat mein Mann sie - ohne sich abzumelden - abgebrochen, weil er überzeugt war, dass der Therapeut mit mir quasi unter einer Decke stecke. Denn es könne gar nicht sein, dass ihm gesagt werde, er möge sein Verhalten überprüfen!
Ich möchte nicht davon ablenken, dass selbstverständlich auch ich wie jeder Andere Defizite oder ungute Verhaltensweisen in eine Beziehung bringt. Die wichtigste Frage für mich, die ich noch nicht völlig geklärt habe, lautet: Was hat mich so lange in einer solch extrem schwierigen, ja zerstörerischen Beziehung gehalten? Ich denke, dass da der Weg weitergeht, und nicht dort, wo man ständig den Anderen analysiert oder sich zum Opfer deklariert!
Heute lebe ich in einer liebevollen Beziehung mit einem emotional und seelisch differenzierten und warmherzigen Mann, mit dem ich mich wirklich verstehe und mit dem eine unaggressive Auseinandersetzung über auftretende Missverständnisse o.ä. normal ist. Keiner von uns zweifelt daran, dass der Andere es GUT mit einem meint, und auf dieser Basis ergeben sich solche Situationen wie mit meinem früheren Mann auch nicht mehr. Und das ist Lebensqualität!
Ich kann nur raten: Sucht euch in solchen Partnerschaften psychologische/therapeutische Hilfe, aber habt auch den Mut, euch zu trennen, wenn alles so weitergeht. Denn eine solche Beziehung kann zur fatalen Selbstdestruktion und Selbstüberforderung führen! Ursu
 
@mamachaos

Vielen Dank fürdeinem Beitrag, erhatschöngenaumeineSituation verbalisiert. Auch wenn ich 25 bin und mich vor einem halben Jahr nachfast2 Jahren Beziehung endgültig von ihm trennte, erst mit dem Kopf dann mit dem Gefühl (woran ich immer noch arbeite). Auch ich führe jetzt eine GESUNDE Beziehung mit konstruktiven Streitgesprächen und nicht mit einem abgekapselten Kind hinter einer Milchscheibe, das nur den Kampf in sich selbst (sich wertlos fühlen) nach außen trägt, ohne dass man ihm helfen kann. Sehr gut, wirklich, genau so denke ich auch. 🙂
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben