Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nicht studiert bedeutet automatisch beschränkter ?

  • Starter*in Starter*in Cassiboe
  • Datum Start Datum Start
Wenn man studiert hat, hat man in der Regel einen längeren und größeren Aufwand, als in den meisten Ausbildungen. Wenn man eine passende Stelle zu den studierten Themen bekommt, muss dieser Aufwand irgendwo ja "belohnt" werden. Man muss sich in einem Studium mehr Wissen aneignen und wenn man dieses größere Wissen einsetzen muss, dann sollte man dafür auch mehr Geld bekommen als jemand, der dieses Wissen nicht hat oder nicht einsetzen kann. Aber ein Studienabschluss oder Abitur sagen nur bedingt etwas über die Intelligenz und das Potenzial eines Menschen aus. Ich habe sehr kluge und gebildete Leute kennen gelernt, die "nur" einen Hauptschulabschluss haben.

Meine Intelligenz liegt weit über dem Durchschnitt. Das wurde damals von einem Psychologen bei mir getestet. Ich habe aber nie Abitur gemacht oder studiert. Liegt an meiner Lebensgeschichte.

Später habe ich fast genauso oder genauso viel verdient, wie viele Studenten direkt nach dem Studium. Natürlich gibt es immer diejenigen, die wirklich dick Kohle machen und aufgrund ihres Studiums mehr Karrierechancen besitzen, aber meine Erfahrung ist auch, dass man sich in bestimmten Berufssparten mit anderen Fähigkeiten hocharbeiten oder bewähren kann. Bei mir war es so. Oft ist es nur schwerer. Aber dass ich als Arzt studiert haben muss, sollte klar sein. Oder dass ein Arzt mehr Kohle für sein Wissen und seine Verantwortung bekommen sollte, als überspitzt gesagt ein Verkäufer, das sollte auch legitim sein. Das kann man meiner Meinung nach drehen und wenden, wie man will. Und auch allgemein gilt: Irgendwo muss ein Personaler oder Chef ja ansetzen, was das Aussortieren angeht oder die Voraussetzungen für eine Stelle, leider. Das Schubladendenken ist in vielen Lebensbereichen zu finden. Auch in der Partnersuche bei manchen. So Schubladen müssen nichts Schlechtes sein. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht und welche Kreise es zieht. Wenn man jemanden nicht genauer kennt und einschätzen kann, muss man ja irgendwo ansetzen.

Unsinnig finde ich es persönlich nur, wenn jemand mit Studium für eine gleichwertige Stelle, mit den gleichen Anforderungen mehr Geld verdient, als jemand ohne Studium.
 
Unsinnig finde ich es persönlich nur, wenn jemand mit Studium für eine gleichwertige Stelle, mit den gleichen Anforderungen mehr Geld verdient, als jemand ohne Studium.
Wenn er die Arbeit auf Grund seines Studiums besser erledigt, kann auch das sinnvoll sein.

(Betonung auf "Wenn"! Ich will jetzt aber nicht behaupten, dass der Studierte in jedem Fall die bessere Arbeit macht oder dass das auch nur der Regelfall sei.)
 
Unsinnig finde ich es persönlich nur, wenn jemand mit Studium für eine gleichwertige Stelle, mit den gleichen Anforderungen mehr Geld verdient, als jemand ohne Studium.

Das ist wie mit Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen. Es muss natürlich immer um die geleistete Arbeit gehen, nicht darum ob Mann / Frau oder mit Studium / ohne Studium. Das Studium besagt lediglich, dass er mehr leisten könnte, nicht, dass er es tatsächlich tut.

Allerdings ist das Gehalt Entscheidungssache des Arbeitgebers. Wenn er einen Akademiker vorzieht und ihm mehr bezahlt als einer anderen Person, die den Job nicht schlechter machen würde, ist er nicht schlau. Vermutlich hat er dann selbst nicht studiert (Scherz!).

Eigentlich dürfte sowas gar nicht passieren. Denn wenn es einen Unterschied zwischen Ausbildung und Studium gibt, dürften für eine Arbeitsstelle nicht beide in Frage kommen. Der Student wäre überqualifiziert und hätte sich stattdessen einen anderen, zu seiner Qualifikation passenden Job suchen müssen. Nur leben wir leider nicht in einer idealen Welt, in der es für jeden genau einen Arbeitsplatz gibt.
 
Hallo,

ich verstehe dein Bedenken und deine Sorgen.

Die Ursache liegt in unserem materialistischen Weltbild, und unserer Leistungsgesellschaft, in der der Wert eines Menschen anhand seiner Leistung und Ausbildung gemessen wird ...

Du kannst die Denk- und Sichtweise anderer nicht direkt ändern aber auf jeden Fall deine - damit du dich wieder wohler fühlst und wenn du daran arbeitest wird es immer besser, und wenn du etwas in die änderst - ändern sich auch automatisch die Aussagen die du hörst ...

Denn alles was dir im Außen begegnet (Erfahrung) verursachst du selbst, du hast die Ursache in dir ...

Denkst du zum Beispiel wenn man nicht studiert hat, hat man schlechtere Chancen ... wird dir auch genau dies wieder gespiegelt ... in deinem Außen wird dir immer dein innerstes wieder gespiegelt .... damit du deine lieblosen nicht lichtvollen Gedanken erkennen und verändern kannst ...

- decke deine negativen Glaubenssätze auf und verändere sie
- arbeite an deiner Selbstliebe
- denke und fühle positiv und visualisiere positiv

Hmm, ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!


Ich kann dir das Buch "Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst" empfehlen von Paul Arden

Zitate:
Nur wenige reiche und mächtige Menschen sind besonders begabt, gebildet, charmant oder gut aussehend

Sie sind reich und mächtig weil sie reich und mächtig sein wollen

Wer kein Ziel hat wird kaum etwas erreichen


Anhand dieser Zitate wird auch verdeutlicht dass es nicht nur am das Wissen im erlernten Sinn geht, sondern eher um die innere Weisheit, Einstellung, den Willen, die Ziele

Liebe Grüße

[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Studium ist nicht völlig umsonst, das lange Lernen bewirkt etwas im Hirn.
Durch Umstrukturierung von Nervenbahnen oder Neubildung? Ersteres würde ja bedeuten, dass geforderte Denkleistungen zu Lasten von anderen gefördert werden. Beispielsweise nehmen analytische Fähigkeiten zu und soziales Denken nimmt ab. Mit Zweiterem kann man sich aber gut selber gefallen 😉. Deswegen finde ich den Vorwurf der Arroganz nachvollziehbar.
 
In den Augen der meisten Kollegen mit Studienabschluss sind alle die ihre normale Schullaufbahn gegangen sind, auch mit Abitur, beschränkt im Sinne von Auffassungsgabe und geistiger Fähigkeiten.
Diese Aussage ist natürlich arrogant formuliert. Tendenziell ist es allerdings schon so, dass ein Studium einem nicht nur erweiterte Fähigkeiten in dem jeweiligen Spezialgebiet vermittelt, sondern auch allgemein den intellektuellen Horizont erweitert. Insbesondere im Jurastudium lernt man eine Methodik, mit deren Hilfe es einem leichter fällt, sich selbstständig Wissen auch auf fachfremden Gebieten anzueignen. Studienaufenthalte und Praktika im Ausland, wie sie inzwischen gang und gäbe sind, tun ihr Übriges dazu, dass man über den Tellerrand der eigenen kleinen Welt hinausblickt.

Auch halte ich es für richtig, dass man, wenn man schon Zeit in ein anspruchsvolles Studium investiert, dann auch bessere Berufschancen hat als jemand, der dazu nicht bereit oder in der Lage war.

Dennoch ist es dümmlich und arrogant, jedem Menschen, der keine akademische Laufbahn eingeschlagen hat, eine größere Allgemeinbildung, die man sich bei entsprechendem Interesse ja auch ohne Studium selbst aneignen kann, und eine gewisse Weltläufigkeit abzusprechen. Auch Nichtabiturienten und Nichtakademiker können z.B. viel ins Ausland gereist und sich gebildet, viel gelesen haben und auf vielen Gebieten beschlagen sein. Und gerade wer studiert hat, sollte eigentlich wissen, wie viel es gibt, was er nicht weiß. Im übrigen gibt es auch unterdurchschnittliche Akademiker und Schmalspurstudiengänge, auf deren erfolgreichen Abschluss sich niemand etwas einzubilden braucht.

Im Übrigen schließe ich mich der Auffassung von Findefuchs an. Es gibt auch intelligente Menschen, die das Potential zum Studieren haben bzw. gehabt hätten, es aus finanziellen oder sonstigen Gründen aber leider nicht entsprechend einsetzen konnten oder erst gar kein Gymnasium besucht haben. Diese Menschen bringen es dank ihres Potentials im Leben aber meist dennoch sehr weit, oft sogar weiter als mancher Akademiker, der sein Studium nur mit Ach und Krach geschafft hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Beschränktheit" lässt sich nicht am Bildungsabschluss festmachen.

Die Welt steckt voller Narren mit Hochulabschluss unterm Arm.

Geistige Offenheit ist Haltungssache.

Ich kann auch als Handwerker offen und interessiert durch mein Leben spazieren.

Mal so zum Beispiel.

Arroganz dagegen zeugt immer von Beschränktheit und geistiger Armseligkeit.
 
Ich mache gerade eine Umschulung zum Bürokaufmann. Bei uns im Kurs haben von 30 Teilnehmer 15 studiert. So gut sind die Aussichten für Akademiker auch nicht. 5 der studierten Teilnehmer haben ein Studium abgebrochen.
Die anderen 10 Akademiker haben ihre Studiengänge abgeschlossen. Es handelt sich um eine Juristin und diverse Geisteswissenschaftler (Soziologen, Historiker, Germanisten, Archäologen etc.), die alle ein akademisches Studium abgeschlossen haben. Im Kurs sieht man keine großen Unterschiede zwischen Akademikern und Handwerkern. Es kommt immer auf den Einzelfall an, aber es gibt schon Handwerker, die die Kosten- und Leistungsrechnung beispielsweise schneller verstehen als einige Akademîker im Kurs. ;-)
 
Das ist wie mit Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen. Es muss natürlich immer um die geleistete Arbeit gehen, nicht darum ob Mann / Frau oder mit Studium / ohne Studium. Das Studium besagt lediglich, dass er mehr leisten könnte, nicht, dass er es tatsächlich tut.

Allerdings ist das Gehalt Entscheidungssache des Arbeitgebers. Wenn er einen Akademiker vorzieht und ihm mehr bezahlt als einer anderen Person, die den Job nicht schlechter machen würde, ist er nicht schlau. Vermutlich hat er dann selbst nicht studiert (Scherz!).

Eigentlich dürfte sowas gar nicht passieren. Denn wenn es einen Unterschied zwischen Ausbildung und Studium gibt, dürften für eine Arbeitsstelle nicht beide in Frage kommen. Der Student wäre überqualifiziert und hätte sich stattdessen einen anderen, zu seiner Qualifikation passenden Job suchen müssen. Nur leben wir leider nicht in einer idealen Welt, in der es für jeden genau einen Arbeitsplatz gibt.

Ich persönlich finde, dass man immer nach den Leistungen beurteilt werden sollte, nicht nach dem Abschluss. Ein Studium sollte nur anfangs eine Voraussetzung für bestimmte Berufe sein, als Bewerbungsvoraussetzung. Wo das Studium einfach sein MUSS, aufgrund von Fachwissen. Aber es gibt ja auch viele Berufssparten, wo man sich mit verschiedenen Abschlüssen oder Ausbildungen bewerben kann.

Ich habe selbst schon miterlebt, dass für zwei gleiche Stellenbesetzunge,, die wirklich gleiche Anforderungen hatten und wo beide Bewerber auch die Voraussetzungen erfüllt haben, derjenige mit Studium direkt am Anfang einfach mehr bekommen hat, obwohl man noch gar nicht sehen konnte, ob er wirklich besser ist. Und diesen Fakt muss man erst einmal beweisen: hat A bessere Leistungen als B? Ist A fleißiger und macht auch mal mehr Überstunden usw.?

Ich finde es auch legitim, wenn man für eine Führungsposition einen erfahrenen Mitarbeiter einstellt, der sich bewiesen hat, auch wenn er kein Studium hat. Ich kenne auch Leute mit Studium, die sich darauf "ausgeruht" haben, anstatt anzupacken und auch mal mehr zu leisten. Oder sogar die Fälle, wo die mit Studium gar nicht bessere Leistungen erzielt haben, bzw. wirklich nicht reingepasst haben in den Beruf. Gibt es alles. Man kann es nicht pauschalisieren. Wichtig ist aber finde ich gegenseitiger Respekt und Anerkennung, wenn man sich als Mitmenschen oder Kollegen versteht oder zumindest akzeptiert. Ich finde es völlig inakzeptabel, andere Menschen aufgrund ihres Abschlusses oder ihrer Ausbildung abzuwerten und zu beurteilen, wie intelligent sie tatsächlich sind.

Schubladendenken ist mitunter nachvollziehbar und auch irgendwo wichtig, um unbekannte Menschen bei bestimmten Arbeitsstellen einstellen oder eben aussortieren zu können. Aber ich finde schon, dass es häufig übertrieben wird. Das fällt Leuten mit Studium vielleicht nicht so auf, aber sobald man kein Studium hat, bekommt man manchmal die volle Bandbreite aus Vorurteilen zu spüren oder dass man abgewertet wird. Das ist aber nur meine Erfahrungswelt und vielleicht unterscheiden sich auch die Arbeitsbereiche darin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke es kommt aber auch darauf an, in welchem Bereich man studiert hat. Für z.B. Luft und Raumfahrttechnik muss man einfach studiert haben, an dass Fachwissen kommt man sonst nicht ran.

Aber sind wir mal ehrlich, wer heutzutage einen Hauptschulabschluss oder schlechten Realschulabschluss erwirbt, der hat doch wenige Chancen einen guten Beruf zu erlangen...

Viele Arbeitgeber setzen einfach das (Fach)- Abitur für eine Ausbildung vorraus, viele Berufe in denen man sich gewisser maßen "schmutzig" macht wie z.B Maurer oder Straßenbauer sind doch nur noch ohne Abitur möglich.
Natürlich kann man auch eine schulische Ausbildung machen, aber dort weiß ich aus eigener Erfahrung im technischen Bereich, dass es eine hohe Durchfallquote gibt (Elektrotechnik 34 Leute im ersten Jahr und Abschluss 13 Leute)

Ich will natürlich die Menschen ohne Abitur nicht schlecht reden, genauso wenig die Berufe, da man mit denen auch gut Geld verdienen kann, besonders wenn man sich selbstständig macht, aber dennoch Fakt ist nunmal, dass man mit Abitur höhere Chancen auf einen guten Ausbildungsplatz hat.

In unserer Gesellschaft ist es nunmal verankert, dass ein Studium etwas wertvolles ist. Es gibt keine Einstellungstests, in denen kontrolliert wird, ob der Ausgebildete oder der Studierte besser ist. (Könnte man ja einführen, aber dann auch nur ein Praxistest und keine Theorie...)
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
J Probezeit nicht geschafft. Bin ich nun eine Versagerin? Beruf 24
S Traue mich nicht ins Büro Beruf 28
S Was stimmt nicht mit mir? Beruf 41

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben