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Nicht studiert bedeutet automatisch beschränkter ?

  • Starter*in Starter*in Cassiboe
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Cassiboe

Gast
Guten Abend . Ich bin Groß - und Außenhandelskaufmann in einem Industrieunternehmen. Kürzlich hatte ich ein Erlebnis das mir zu denken gibt. In den Augen der meisten Kollegen mit Studienabschluss sind alle die ihre normale Schullaufbahn gegangen sind, auch mit Abitur, beschränkt im Sinne von Auffassungsgabe und geistiger Fähigkeiten. Man würde mir nicht zutrauen die so hoch gelobte Bachelor sprich Masterarbeit überhaupt zustande zu bringen weil die ja alle hochtrabend studiert haben und ich nicht. Mein Arbeitsgebiet könne allein deswegen schon gar nicht so "anspruchsvoll" sein und es könnte jeder dahergelernte auch machen im Gegensatz zu der Arbeit von ihnen.
Das heißt ich werde gar nicht ernst genommen, obwohl ich behaupte eine recht große Allgemeinbildung zu haben und auch nicht auf den Mund gefallen zu sein. Diese ewige Lernerei war eben nie mein Ding und ich wollte relativ schnell ins Berufsleben einsteigen. Jetzt beschleicht mich das Gefühl dass es heutzutage ein Makel ist wenn man nicht mindestens irgendwas studiert hat. Ich bin eigentlich bislang nie jemand gewesen der sich aus der Meinung anderer was macht, aber irgendwie haben mich die Aussagen getroffen. Plötzlich fällt mir auch auf dass es heute Standard ist dass Sohnemann und Töchterlein brav ihr Abi machen und dann - natürlich auswärts - studieren und dem für mich fast schon Klischeebild folgen, damit ja auch was aus ihnen wird.

Damit man mich nicht missversteht: ich war bislang nie unzufrieden mit meiner Arbeit oder meinem Verdienst, aber ich neige dazu es zu werden, weil ich mir durch die Aussagen einen gewissen Druck mache auch mehr tun zu müssen oder etwas nachholen zu müssen. Ich fühle mich wie in einem Wettbewerb mich ständig in die Waagschale zu legen. Ich merke dass es mir schlechter geht und suche hier Rat.
 
Lass die deinen Weg nicht madig machen. ich kenne in meinem bereich leute, die haben studiert und sind dumm wie nochwas und leute mit Ausbildung, die sind als Kollegen fast unverzichtbar.

Es ist aber leider auch eine Tatsache, dass gewisse Aufstiegsmöglichkeiten von einem Studium abhängen, unabhängog von der perönlichen Qualifikation. Das ist der Zeitgeist.
 
Tja, nun, du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass du mit deiner Ausbildung die gleichen Verdienst- und Berufschancen hast wie jemand, der einen Hochschulabschluss hat.

Die Entscheidung muss halt jeder für sich treffen: fleißig lernen, Abi machen und studieren oder einfach ne Ausbildung machen?

Du hast deine Entscheidung damals getroffen. Nun leb damit, oder studier halt...

Aber Vorsicht, wenn die Lernerei nicht dein Ding ist, wirst du vermutlich mit einem Studium nicht glücklich.


Im Übrigen: Eine Masterarbeit schreibt sich nicht so mal eben... das würdest du auch nicht hinkriegen, ohne vorher studiert zu haben.

Ein Studium ist nicht völlig umsonst, das lange Lernen bewirkt etwas im Hirn.
 
@fe

So etwas Arrogantes von angeblichen "Akademikern" habe ich lange nicht mehr gelesen !!!!

Es ist ja toll, dass Du was besseres bist (oder auch nicht).
 

Wenn alle meine Sätze falsch waren,
müsste man ohne Studium dieselben Verdienst- und Berufschancen haben wie mit,
man müsste eine Masterarbeit schreiben können ohne studiert zu haben,
das lange Lernen im Studium dürfte nichts im Hirn bewirken (keine Kenntnisse, keine Fertigkeiten),
und mit einem Studium müsste man auch glücklich werden, wenn man Lernerei nicht mag.

Meinst du das ernst? Wohl kaum, oder?

(Ich dachte bisher, du hättest studiert, müsstest das also kennen.)
 
@fe

So etwas Arrogantes von angeblichen "Akademikern" habe ich lange nicht mehr gelesen !!!!

Es ist ja toll, dass Du was besseres bist (oder auch nicht).

Ich stimme Fe. zu und sehe nicht, dass er sich für einen besseren Menschen hält. Warum soll ein Akademiker sich aber nicht für qualifizierter halten dürfen? Ein Studium ist deutlich anspruchsvoller als eine Ausbildung und damit meine ich nicht nur die reine Aufnahme von Wissen. Dadurch, dass man als Student mehr gefordet wird, entwickelt man seine Art zu lernen weiter. Auch das verschafft einen Vorteil im späteren Berufsleben, wenn es dort um neue Prozesse geht.

Und wenn der TE schreibt, dass er eine gute Allgemeinbildung hat und nicht auf den Mund gefallen ist, sehe ich darin keinen besonders großen Vorteil. Allgemeinbildung ist kaum von Bedeutung in den meisten Berufen, denn spezielles Wissen ist gefragt. Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist für einen Kaufmann von Vorteil, aber nutzt nichts, wenn es z.B. um das Verfassen der angesprochenen Masterarbeit geht.

Ich selbst kenne Ausbildung und Studium und in beidem kam/kommt Informatik vor. Meine damaligen Klassenkameraden aus der Berufsschule halte ich nicht für dumm, aber mittlerweile habe ich im Studium so viel gelernt, dass ich mich ihnen in diesem Bereich für weit überlegen halte. Für dich bin ich jetzt wohl auch arrogant, aber das Studium mache ich nicht nur zum Spaß, sondern mit einem gewissen Ziel. Und das ist eben eine bessere Qualifikation zu erreichen.


Edit: Habe erst jetzt gesehen, dass du studiert hast. Dann hätte ich mir ein paar Sätze sparen können. Aber ich verstehe dann erst recht nicht, dass du Fe. für seine Aussagen kritisierst. Du musst doch mit dem Wissen an das Studium herangegangen sein, dass du davon einen Vorteil gegenüber einer anderen Art der Qualifikation haben wirst. Und dann musst du dir auch denken, dass deine Fähigkeiten die von anderen in deinem Fachgebiet übersteigen, ob du das nun nach außen mitteilst oder nur denkst, ist ja egal.
 
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