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Nervt Euch was an Eurem Therapeut/Eurer Therapeutin?

  • Starter*in Starter*in Magda09
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    therapie
ich kann es nicht leiden, wenn mein Couch/Therapeut lobt. Da wird mir unbehaglich, ich fühle mich gebauchpinselt und weich gespült und weiß ganz genau, dass er das tut, um mich zu bestärken und mir Kraft zu geben. Eben aus professionellen Gründen, so wie Ihr es beim Pacing beschreibt.

Hallo March,
dein Gedanke, dass der jeweilige Ärger viel mit dem zu tun hat, der sich ärgert, gefällt mir - kann ich nur unterstreichen. Das war jetzt ein Lob 🙂 wie geht es dir damit?

Wenn ich deine Zeilen lese, könnte ich mir vorstellen, dass du selbst jemand bist, der gerne "Lob austeilt" und du auch weißt, wie man damit Menschen auf freundliche Art ein bisschen "manipulieren" kann 🙂

Ganz sicher gehört das positive Feedback zu den Grundwerkzeugen in der Therapie - in Amerika noch mehr wie in Deutschland, wenn ich richtig beobachtet habe. Einer meiner Ausbilder (ein US-Amerikaner) gab öfters mal seinen Klienten kräftig die Hand, wenn sie was Gutes gesagt haben.

@ alle: Bitte vergesst nicht, dass Therapeuten ihre "Techniken" auch aus professioneller Zielsetzung verwenden. Man hat nur wenig Zeit miteinander, der Klient möchte rasch Fortschritte, auf jeden einzeln einlassen geht nur bis zu einem gewissen Grad. Wer "richtige" Beziehung erleben möchte, muss sich schon auf seine Freunde, eine Selbsthilfegruppe usw. einlassen - da hat man dann aber weder Schweigepflicht, noch geschützten Raum, noch die mehr oder weniger volle Aufmerksamkeit und den ganzen Erfahrungsschatz aus über 100 Jahren Psychotherapie 😉

Werner
 
Manchmal frage ich mich, ob mir überhaupt jmd helfen kann.

Ich glaube,dass sie mich auch während des Gesprächs beobachtet. Verunsichert mich etwas, aber finde ich okay...

Hallo Berta,
das Beobachten der Klienten gehört auch "dazu" - sie muss ja mitbekommen, worauf du wie reagierst. Du kannst sie einfach auch beobachten, vielleicht gleich das aus.

Was mich wundert ist, dass du trotzdem hingehst, wenn es nichts hilft. Bezahlst du dafür etwas außer deiner Zeit?

Gruß, Werner
 
Hallo March,
dein Gedanke, dass der jeweilige Ärger viel mit dem zu tun hat, der sich ärgert, gefällt mir - kann ich nur unterstreichen. Das war jetzt ein Lob 🙂 wie geht es dir damit?

Hallo Werner und alle anderen,

ich frag mich grad, was Du wohl für einen Grund haben könntest, mich zu loben 😛.

Nein, Quark, so schlimm ist es auch wieder nicht.

Aber deine Vermutung stimmt nicht so ganz, ich kann ganz schlecht loben, je schlechter, je näher mir ein Mensch ist. Das ist natürlich bitter für meine Kinder, an die ich da Selbsterfahrenes weiter gegeben habe. Aber ich bin mir dessen bewusst und achte deshalb besonders darauf, sie zu loben. Manchmal schieße ich dann weit übers Ziel hinaus, oder andersrum, ich habe da noch viel zu lernen.

Natürlich haben die Therapeuten Techniken, sonst bräuchten sie ja auch keine Berufsausbildung. Sie sind ja keine Seher oder Heiler o.ä.

Ich glaube, was viele (mich eingeschlossen) stört, ist das Wissen darum, dass jemand darin geschult ist, mich zu durchschauen. das ist eben beängstigend, als wäre man in sich selber nicht mehr sicher.

Und, diese Erwartung habe ich hier manchmal rausgelesen, der Therapeut ist eben kein Mechaniker, der mal hier eine Schraube nachdreht und Öl auffüllt und schon läufts wieder wie geschmiert. Die Arbeit muss ich machen. Er kann mich auf den Weg bringen, mir die richtigen Fragen stellen, Vertrauen in mich haben, von mir fordern und meinen Schmerz anerkennen. Er kann mir nicht sagen, was für mich das Beste wäre, welches Rezept garantiert funktioniert und nach welchem Schema ich handeln soll.
Aber das wars, dann ist die Sitzung zu Ende und ich gehe nach Hause, bis nächste Woche.

Dass man, wie auch in einem anderen Thread besprochen, zu seinem Therapeuten Gefühle entwickelt, negative wie positive, hat damit zu tun, dass er so intensiv an einem dran ist. Normalerweise spricht man nicht mal mit seinem Liebsten so intensiv.
Und dann die viele Aufmerksamkeit, die man bekommt.

Gruß
march
 
.

Ich glaube, was viele (mich eingeschlossen) stört, ist das Wissen darum, dass jemand darin geschult ist, mich zu durchschauen. das ist eben beängstigend, als wäre man in sich selber nicht mehr sicher.

Ich lobe jetzt mal nicht, obwohl ich das gut fand, was du geschrieben hast ... 🙂

Zum Durchschautwerden kann ich dich vielleicht ein wenig beruhigen - niemand kann dich oder mich durchschauen - man kann nur sehen, was man in sich hat. Er sieht also nur, was ER über Menschen weiß oder über dich denkt - das ist nicht das, was DU bist oder was in dir steckt.

Wenn mir jemand was sagt, was er oder sie "sieht", dann denke oder sage ich mir: Aha, wieder etwas über XY gelernt. Über mich lerne ich da selten was ...
 
@ alle: Bitte vergesst nicht, dass Therapeuten ihre "Techniken" auch aus professioneller Zielsetzung verwenden. Man hat nur wenig Zeit miteinander, der Klient möchte rasch Fortschritte, auf jeden einzeln einlassen geht nur bis zu einem gewissen Grad. Wer "richtige" Beziehung erleben möchte, muss sich schon auf seine Freunde, eine Selbsthilfegruppe usw. einlassen - da hat man dann aber weder Schweigepflicht, noch geschützten Raum, noch die mehr oder weniger volle Aufmerksamkeit und den ganzen Erfahrungsschatz aus über 100 Jahren Psychotherapie 😉

Werner

Stimmt. Aber ein kleiner Haken ist da schon. Es gibt sehr wohl Therapeuten, die dem Unbewussten eine Chance lassen und das sind die, die eben nicht einen Lehrplan abhaken. Das sind aber die Profis unter den Profis und vor allem selbst ausgereifte Persönlichkeiten. ....und keine Verhaltenstherapeuten sondern Analytiker.

LG Truth
 
Das sind aber die Profis unter den Profis und vor allem selbst ausgereifte Persönlichkeiten. ....und keine Verhaltenstherapeuten sondern Analytiker.

Nana, Truth - allein die Ausbildung zum Analytiker macht eine Persönlichkeit nicht reif und die zum Verhaltenstherapeuten verhindert das bestimmt nicht.

Das wäre dann doch zu einfach. Und die wahren "Profis" sind für mich sowieso die Klienten, denn die machen die Hauptarbeit - aber da sind wir glaube ich nicht zu 100% einer Meinung 🙂
 
Nana, Truth - allein die Ausbildung zum Analytiker macht eine Persönlichkeit nicht reif und die zum Verhaltenstherapeuten verhindert das bestimmt nicht.

Das wäre dann doch zu einfach. Und die wahren "Profis" sind für mich sowieso die Klienten, denn die machen die Hauptarbeit - aber da sind wir glaube ich nicht zu 100% einer Meinung 🙂

Das habe ich auch nicht gesagt, Werner 🙂 ausgereifte Persönlichkeit + Analytiker ist die Profi-Mischung wenn es darum geht mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten! Mit Verhaltenstherapie erzielt man bestimmt Erfolge. Aber wenn es darum geht, in die Tiefe zu gehen, sind andere Voraussetzungen wichtig.

LG Truth
 
Hallo Truth,

meinst Du mit Arbeit mit dem Unterbewussten die Geschichte mit dem Durchschautwerden?

Irgendwie verstehe ich gerade nicht. Der Analytiker hat doch auch nur Arbeitstechniken und sitzt ja nicht da und starrt mich an und weiß dann Bescheid?😕

Hilf mir doch bitte auf die Sprünge, was Du genau meinst.

Gruß
march
 

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