So allgemein würde mich nun interessieren wie das bei anderen "Kinderlosen" ist.
Wollt ihr Kinder oder eher nicht?
Wenn ja, woran hängt es und wenn nein würde mich auch der Grund interessieren.
(Falls sich das nun Jemand fragt: Ich mach meinen Kinderwunsch nicht von den Antworten hier abhängig 😉 )
Stark auf die 40 zugehend, weiblich und seit zwei Jahren sterilisiert. Ich wollte noch nie Kinder, das habe ich schon mit 12 gesagt. Und meine Meinung wurde da immer fester. Jahrelang lief ich aufgrund fehlenden Sex nicht Gefahr, schwanger werden zu können. Als ich meinen Freund kennen lernte, war bald klar, dass ich mich sterilisieren lassen werde. Hormone darf ich nicht nehmen und alles andere war mir auf Dauer zu unsicher.
Mein Freund tickt zum Glück ähnlich, sonst wären wir nicht zusammen.
Ein Grund ist ganz sicher meine eigene unschöne Kindheit. Erwachsen werden war das beste, was mir im Leben passiert ist. Ich möchte mich nicht ständig nach jemandem richten müssen, was und ob ich etwas wann und wie tun kann. Es war harte Arbeit, mein Leben so aufzubauen, wie es jetzt ist. Entspannt, friedlich, glücklich, zufrieden und selbstbestimmt. Das soll gern so bleiben.
Ich habe Kindheit auch als nichts erlebt, was man unbedingt erlebt haben müsste. Oder was ich mit einem Kind noch mal erleben wollte. (Mit dem Argument, man würde dem Kind dann die schönen Seiten des Lebens und der Welt vorenthalten, und es würde doch auch gerne Leben, weil man selbst will ja auch leben...kann ich nichts anfangen. Wieso solle das nur für 1-3 von hundertausenden Eizellen gelten? Muss ich den anderen dann auch diese Chance geben oder warum ist okay, dann nach Kind X aufzuhören? Und wie kann ich einem Lebewesen, das gar nicht existiert etwas vorenthalten?)
Obendrein bin ich extrem lärmempfindlich und Kinderlärm löst bei mir unglaublichen Stress aus (wie andere Formen von Lärm auch), wohl ein Traumaüberbleibsel laut meiner Therapeutin.
Und eigentlich find ich Kinder auch nicht niedlich, nicht mal Babys. Das lässt mich völlig kalt. Im besten Fall empfinde ich in Gegenwart von Kindern Erleichterung, wenn sie nicht schreien.
Kurz gesagt: Mit einem Kind würde ich zwei unglücklich machen. Mich und das Kind.